Bereits zum fünften mal in Folge erscheint das Open Source Jahrbuch der Technischen Universität Berlin. Das Standardwerk zu Open Source, Open Access und verwandten Themen hat sich im deutschsprachigen Raum als Standard-Referenz und Nachschlagewerk zum Thema Open Source etabliert.

Das Open Source Jahrbuch verschafft dem Leser mit Beiträgen aus Wirtschaft, Recht und Soziologie einen umfassenden Überblick über die Entwicklung von freier Software und freiem Zugang zu Inhalten. Unter dem Motto “Zwischen freier Software und Gesellschaftsmodell” finden sich auf rund 370 Seiten unter anderem ökonomische Betrachtungen, praxisnahe Berichte zu erfolgreichen Open-Source-Projekten, technische Neuerungen und Anwendungen, Open Access sowie Wissensmanagement auf Basis von Open-Source-Software.
Erstmals kommen in diesem Jahr auch namhafte Soziologen zu Wort, so wie z.B. Dr. Udo Thiedeke, Privatdozent am Institut für Soziologie der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, der in seinem Artikel über “Offene Quellen - Die medialen Bedingungen der Knappheitskommunikation” spricht. Auch sonst kann das Open Source Jahrbuch mit Berühmtheiten aufwarten:
Glyn Moody (Autor des populären Buchs “Rebel Code: Inside Linux and the Open Source Revolution” und Betreiber des Weblogs Opendotdotdot) schreibt über “Richard Stallmans Goldene Regel und das ‘Digital Commons” und Kaj Arnö (Geschäftsführer der MySQL GmbH und Vice President Community Relations von MySQL AB) berichtet über Architecture of Participation: Teilnehmende Open Source bei MySQL.

Das ganze Projekt wird Jahr um Jahr von einer wechselnden, studentischen Arbeitsgruppe rund um Prof. Dr. iur. Bernd Lutterbeck durchgeführt, die alle anfallenden redaktionellen Aufgaben übernehmen. Seit 2006 gibt es auch einen gemeinnützigen Verein “Open Source Jahrbuch e.v.”, der allen Interessierten des Jahrbuchs eine einfache Möglichkeit zur Unterstützung des Projekts geben möchte.

Die offizielle Ankündigung des Buches erfolgt am 6. März zwischen 17 und 18 Uhr auf der CeBIT in Halle 9 auf dem Future-Talk-Stand, aber erhältlich ist das Buch bereits seit dem 4. März im Buchhandel und unter opensourcejahrbuch.de - dort selbstverständlich auch als PDF Download. Fast alle Artikel stehen unter einer Creative Commons Lizenz.

http://idw-online.de/pages/de/news248812
http://www.opensourcejahrbuch.de/

Ab sofort gibt es vom Linux Professional Institute (LPI) ein neues Programm, das Firmen, die mit Linux-Dienstleistungen ihr Geld verdienen, besonders zertifiziert. Das Programm heisst “LPI Certified Solution Provider”; kurz “LPI CSP”. Auf einem neuen Portal können dann deratig ausgezeichnete Firmen und potentielle Kunden zusammenfinden. Dort werden die beteiligten Firmen nach einer Kombination aus Anzahl der Kundenreferenzen mit der Anzahl und der Höhe der LPI Zertifizierungen gerankt.

Die Teilnehmer des Programmes, sogenannte “LPI CSPs” haben dann eine Auszeichnung als “LPI Approved Partner” oder sogar als “LPI Approved Gold Partner”. Dies kann hilfreich sein, um erfolgreicher an Ausschreibungen teilzunehmen. Denn damit kann man zeigen, dass seine Lösungskompetenz im Bereich Linux liegt und kann ausserdem die “Qualität” seiner Mitarbeiter mit diesem weltweit gültigen Prädikat deutlich machen. Innerhalb der Zertifizierung gibt es drei Stufen: als “LPI Partner” kann man einsteigen, wenn noch keine Referenzen nachgewiesen werden können und die Mitarbeiter auch noch nicht vom LPI zertifiziert worden sind - für die nächsten beiden Stufen “Approved” und “Gold” müssen jeweils Nachweise über Kundenreferenzen und LPI Zertifizierungen erbracht werden. Reiner Brandt, Geschäftsführer bei LPI Central Europe, sagt zusammenfassend: “Der “LPI CSP” ist das passende Partnerprogramm für alle Firmen, die im Linux Business unterwegs sind und Ihre Kompetenz durch bereits LPI zertifizierte Mitarbeiter zum Ausdruck bringen möchten. In vielen Gesprächen haben wir festgestellt, das ein solches Programm von Systemhäusern und Linux Firmen gefordert wird, um sich besser von Ihren Mitbewerbern abheben zu können. Deswegen haben wir für diese hohe Anforderung ein neues, umfassendes Internetportal explizit bereitgestellt. Es ist eine wichtige Erweiterung neben den bereits bestehenden Partnerprogrammen “LPI ATP” und “LPI AAP”, die für eine qualitativ hochwertige berufliche Linuxausbildung eingerichtet wurden.”

Die international anerkannte, herstellerunabhängige Organisation, die den professionellen Einsatz von Linux, Open Source und freier Software vertritt und unterstützt, liefert ihr Zertifizierungsprogramm in sieben Sprachen aus. Die gemeinnützige Organisation LPI ist unabhängig von Softwareherstellern und Schulungsanbietern und gründete sich 1999 aus der Linuxgemeinde, welche, wie bei deratigen Intitutionen üblich, weiterhin stark in ihre die Arbeit einbezogen wird. Auf der kommenden CeBIT wird man die LPI Central Europe in Halle fünf besuchen können.

Die LPI hat sich bisher vor allem durch ihr Zertifizierungsprogamm hervorgetan, dass sich an Systemadministratoren richtet; über weitere Zertifizierungsprogramme, etwa für Anwender oder Entwickler, wird nachgedacht. Eine Darmstädter Firma hat dafür inzwischen eine frei zugängliche Web-basierte Plattform zur Vorbereitung auf die Zertifizierungsprüfungen errichtet. Teilnehmer können dort üben und sich austauschen; die Nutzung ist selbstverständlich kostenlos und füllt eine weitere Lücke in der qualifizierten Ausbildung von Linuxexperten.

Quellen:
http://www.lpice.eu/LPI-startet-neues-Part.69.0.html?&L=4
http://www.presseportal.de/pm/64177/1144892/max21_management_und_beteiligungen_agZ

Die europäische Union finanziert mit gut 700.000 Euro eine Studie, die die Nutzung von Free/Libre/Open Source Software (FLOSS) in “Entwicklungsländern” untersuchen will. Am Ende soll es eine Art “Roadmap” geben, die überprüfte Lösungen für klar definierte Bedürfnisse aufzeigt. Das Projekt ist ein Zusammenschluss von elf verschiedenen Organisationen aus neun Ländern. Forschungsinstitute, Regierungs- und Nicht-Regierungsorganisationen sowie private Unternehmen aus Argentinien, Kambodscha, China, Ghana, Indien, Südafrika, Spanien und Großbritanien bilden die nächsten zwei Jahre das Projekt FLOSSinclude - dies unter dem Dach des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms. Das Projekt wird angeleitet von UNU-MERIT, eine gemeinsame Forschungsstelle der United Nations Universität sowie der Maastricht University in den Niederlanden.

Das Projektteam hat bei seinen Zielen eine hohe Messlatte: Sie wollen zunächst eine gründliche Analyse der vorhandenen Daten machen und dabei Schlüsselprobleme und Regionen (speziell diese mit evtl. blockiertem Potential) identifizieren. So sieht das Projekt vor, Informationen besser zu verbreiten und für eine effektivere Vernetzung der bereits vorhandenen lokalen und regionalen Initiativen zu sorgen. Es sollen dann anhand der spezifischen Fälle die technischen, wirtschaftlichen und sozio-politischen Bedürfnisse gezeigt werden. So kann das Wachstum von Verwendung und Entwicklung herausgefunden werden. Dann soll eine Bedarfsanalyse gemacht werden: Anhand der konkreten Fälle soll gezeigt werden, welche speziellen technischen, wirtschaftlichen und sozio-politischen Bedürfnisse die untersuchten Regionen haben um für Wachstum in Verwendung und Entwicklung der freien Software zu sorgen. Daraufhin soll mittels Pilotversuche bestätigt werden, dass die Lösungen, Werkzeuge und Dienste der freien Software kosteneffizient und praktikabel sind. Am Ende soll dann mit Unterstüzung der regionalen Inititativen eine “Roadmap” erstellt werden, die konkreten Fällen mit klar identifiziertem Bedarf - anhand der Pilotversuche überprüfte - Lösungvorschläge bereithält.

Ausserdem soll das (durch das Projekt entstandene) Netzwerk nachhaltig genutzt werden um die internationale Zusammenarbeit zwischen der EU und den “Entwicklungsländern” zu fördern. Die Studie wird an vorangegangene Studien, wie z.B. die FLOSSWorld anknüpfen.

Quellen:
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2008-02/unu-gcl021908.php
http://www.merit.unu.edu/research/projects_view.php?id=187

Die European Union Public License (EUPL) ist eine von der Europäischen Union herausgegebene Lizenz mit Copyleft für die Lizenzierung freier Software. Sie ist ausdrücklich zur GNU General Public License Version 2 (GPLv2) kompatibel. An der Kompatibilität zur GPLv3 wird kontinuierlich weitergearbeitet. Schon vor einem Jahr wurde die EUPL in englisch, französisch und deutsch veröffentlicht, diese waren jeweils auf die regionalen Gesetzesgebungen abgestimmt.

Nun gibt es offizielle Übersetzungen in 22 europäische Sprachen. Damit ist die EUPL die erste Open Source-Lizenz mit in einer derart großen Zahl gleichberechtigter Sprachfassungen. Für die meisten anderen Open Source-Lizenzen liegen zumeist nur “inoffizielle” Übersetzungen vor, die zwar sprachlich, aber teilweise nur mäßig fachlich übersetzt wurden. Diese neuen Fassungen hat die Europäische Kommission im Januar offiziell abgesegnet, nachdem jede Version an die sprachlichen Feinheiten sowie an die rechtliche Situation in den entsprechenden Ländern angepasst wurde. Die Übertragung in die Landessprachen sei eine schwierige Angelegenheit gewesen: Während an den reinen Übersetzungen der Anfang 2007 fertig gestellten Lizenz gearbeitet wurde, musste sie in einigen Fällen an das nationale Recht angepasst werden.

Die Lizenz wurde zwar hauptsächlich für das europäische Projekt IDABC (Interoperable Delivery of European eGovernment Services to public Administrations, Businesses and Citizens) entwickelt, für dass sie bereits benutzt wird, soll aber selbstverständlich auch für alle anderen freien Software Projekte zur Verfügung stehen. Auch soll es mit der EUPL der öffentlichen Verwaltung in der EU leichter gemacht werden, freie Software einzusetzen und zu fördern.

Der 2005 vorgeschlagene Text beruht auf einer Auftragsstudie der Universität Namur (CRID/Belgien), die verschiedene Lizenzmodelle in Hinblick auf ihren Einsatz in der öffentlichen Verwaltung in Europa untersucht hat. Die Lizenz ist in ihrer Zielsetzung der GNU General Public Licence (GPL) vergleichbar, ist aber dem europäischen Recht angepasst. Es gab aus der Community zunächst etwas Gegenwind, sie bezweifelten angesichts einer wachsenden Vielfalt an Lizenzen ihre Notwendigkeit. Aber „damit erhält die Verwaltung Rechtsicherheit, wenn sie ihre Softwareprodukte für andere freigibt,“ erklärte Jean-Paul Triaille, einer der Co-Autoren der EUPL. Aus Sicht der IDABC stand bei der Schaffung der EUPL im Vordergrund, den Verwaltungen eine Lizenz an die Hand zu geben, über die sie verfügen kann. Auf die Entwicklung der GPL habe man jedoch keinen Einfluss. Die EUPL gibt den europäischen Open Source Communities einen gemeinsamen Rechtsraum.

Quellen:
http://europa.eu.int/idabc
http://ec.europa.eu/idabc/en/document/7340

Der LinuxTag ist für Anwender und Entwickler von Freier Software eine der wichtigsten Veranstaltungen dieser Art. Inzwischen finden sich auf der jährlichen Messe knapp 10.000 Teilnehmer. Thema ist Freie Software mit einem Schwerpunkt auf Linux, und so soll die Messe einen umfassenden Überblick über den Markt um Linux und Freie Software geben.
Nun werden wieder interessante Projekte und Entwicklungen für den LinuxTag 2008 in Berlin gesucht. Der “Call for Papers” für das Kongressprogramm ist bereits abgeschlossen, das Programm wird vorraussichtlich Mitte März erscheinen. Doch der “Call for Projects” ist gerade erst angelaufen. Noch bis 21. Februar können sich Interessierte für einen Stand auf dem LinuxTag bewerben. Hierauf können sich kommerzielle und nicht-kommerzielle Projekte bewerben. Es werden über 10.000 Teilnehmer aus über 30 Ländern erwartet, alle Infos zur Bewerbung gibt es in dem Call for Projects.

“Technologie- und Innovationsförderung ist mehr als reine Projekt- oder Unternehmensfinanzierung” schreibt das Zentrum für Innovation und Technologie in Wien (ZIT) auf seiner Webseite. Deswegen wurde auch dieses mal den Bewerbern des Wettbewerbs zur Unterstützung heimischer IT-Projekte genau auf die Finger geschaut. Insgesamt haben sich über 40 Unternehmen aus Wien beworben.
13 Unternehmen bekamen die Förderung, darunter sechs, die Systeme entwicklen, die unter einer Open-Source-Lizenz stehen. Insgesamt wird mit 1,4 Millionen Euro gefördert, fast die Hälfte geht also an die Projekte aus der Open-Source Welt. vor allem die Gemeinderätinnen Sybille Straubinger (SPÖ) und Marie Ringler (Grüne) freuen sich über dieses Ergebnis, denn sie hatten sich im Vorfeld für einer Förderung von Open-Source-Projekten besonders enagiert.

Die geförderten Unternehmungen umfassen beispielsweise eine digitale Mediathek, die Entwicklung einer Nebenstellenanlage und die Programmierung einer Unternehmenssoftware. Nähere Details zu den geförderten Projekten stehen im Endbericht der Vienna IT Enterprises.

Die 10-köpfige Jury hatte hohe Ansprüche: Sie wollen die gesellschaftliche Relevanz von Forschung und Technologie in den Vordergrund stellen und damit eine breite Zielgruppe ansprechen und deren Entwicklungspotenziale unterstützen. Die Wirtschaftsstruktur Wiens soll beachtet werden und es soll nicht doppelgleisig gefahren werden, was bedeuted, dass das Förderportfolio mit anderen Fördereinrichtungen abgeglichen wurde.

Quellen:
Technologie- und Innovationsförderung ist mehr als reine Projekt- oder Unternehmensfinanzierung” schreibt das Zentrum für Innovation und Technologie in Wien (ZIT) auf seiner Webseite. Deswegen wurde auch dieses mal den Bewerbern des Wettbewerbs zur Unterstützung heimischer IT-Projekte genau auf die Finger geschaut. Insgesamt haben sich über 40 Unternehmen aus Wien beworben.
13 Unternehmen bekamen die Förderung, darunter sechs, die Systeme entwicklen, die unter einer Open-Source-Lizenz stehen. Insgesamt wird mit 1,4 Millionen Euro gefördert, fast die Hälfte geht also an die Projekte aus der Open-Source Welt. vor allem die Gemeinderätinnen Sybille Straubinger (SPÖ) und Marie Ringler (Grüne) freuen sich über dieses Ergebnis, denn sie hatten sich im Vorfeld für einer Förderung von Open-Source-Projekten besonders enagiert.

Die geförderten Unternehmungen umfassen beispielsweise eine digitale Mediathek, die Entwicklung einer Nebenstellenanlage und die Programmierung einer Unternehmenssoftware. Nähere Details zu den geförderten Projekten stehen im Endbericht der Vienna IT Enterprises.

Die 10-köpfige Jury hatte hohe Ansprüche: Sie wollen die gesellschaftliche Relevanz von Forschung und Technologie in den Vordergrund stellen und damit eine breite Zielgruppe ansprechen und deren Entwicklungspotenziale unterstützen. Die Wirtschaftsstruktur Wiens soll beachtet werden und es soll nicht doppelgleisig gefahren werden, was bedeuted, dass das Förderportfolio mit anderen Fördereinrichtungen abgeglichen wurde.

Quellen:
http://www.zit.co.at/page.aspx?target=104249
http://www.vite.at/fileadmin/redaktion_vite/EndberichtZITCall_IKT2007.pdf

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat Ende des Jahres rund 13.000 Internet-Informationsplätze von Windows-NT auf Linux umgestellt. Nach eigenen Angaben sei die Umstellung erforderlich gewesen, weil “die vorherige Kombination aus Windows-NT und Internet Explorer bei der Darstellung aktueller Medieninhalte und der Unterstützung moderner Hardware mit der technologischen Entwicklung nicht mehr Schritt halten konnte”.

Die Internet-Center dienen den Besuchern der 178 Arbeitsagenturen zur Recherche. Sie sind frei zugänglich, weswegen es einen hohen Anspruch an die Sicherheit gibt. Darin sieht die BA neben einem stabilen Betriebsverhalten und weitreichende Anpassungs- und Konfigurationsmöglichkeiten die größten Vorteile dieser Umstellung. Aber auch die Kosten spielen eine Rolle: Einerseits entfallen durch den Einsatz freier Software die Lizenzkosten, andererseits sinken die Betriebskosten; denn die BA betreibt schon seit Jahren ihre Server unter Linux. Dadurch ergeben sich nun standardisierte Automatisierungs- und Wartungsverfahren.

Zusammenfassend sagt Klaus Vitt, CIO der Informationstechnik der BA, dass “die BA mit der Umstellung auf Open Source-Software und Linux auf die künftigen technologischen Entwicklungen flexibel reagieren kann. Für die Zukunft steht der BA damit eine große Auswahl an potenzieller Software zur Nutzung verschiedener Internetmedien und für eine optimale Internetkommunikation der Kunden zur Verfügung.“

Quelle:
http://www.arbeitsagentur.de/nn_27044/zentraler-Content/Pressemeldungen/2008/Presse-08-002.html

Wubi hilft Neueinsteigern, ein Ubuntu, Kubuntu, Xubuntu oder Edubuntu testweise zu installieren. Zum einen gibt es schon länger die Methode der LiveCDs, ebenfalls für all diese Distributionen. Dort kann man direkt von CD aus ein ganzen Betriebssystem testen und risikolos ausprobieren, ob es einem gefällt und ob alle Komponenten des Rechners vom System erkannt werden. Die Einstiegshürde ist dadurch schon um ein großes Maß gesunken. Nun gibt es noch was neues, nämlich den “Windows based Ubuntu Installer” namens Wubi. Hier kann man ohne Veränderung der Partitionen, also ohne eine Partition für Linux mit einem Linux-Dateisystem auf der Festplatte einzurichten, auf einem Windowsrechner ein Linux installieren.

Wubi wird wie ein ganz normales Programm unter Windows installiert. Das Programm lädt das jeweils benötigte CD-Image selbst herunter. Man muss nicht selber danach suchen und es auch nicht brennen, denn Ubuntu installiert sich mit Wubi aus Windows heraus selbst. Wubi legt dann ein virtuelles Laufwerk an, d.h. die Installation von Linux wird in einer Image-Datei auf dem Windows-Rechner gestartet, welche aus Sicht des Linux-Systems ein Laufwerk ist. Das Partitionieren entfällt - der Teil der Installation, der bei Neuanwendern immer wieder als einer der kompliziertesten aufgefallen war. Zu guter letzt trägt Wubi Ubuntu in den Windows-Bootmanager ein, statt einen eigenen zu installieren.
Für den Windowsuser ist also die Installation denkbar einfach und “transparent”, und so funktioniert auch die Deinstallation: wie immer unter Windows über die Systemsteuerung (”Software”). Wird dort der Eintrag “Wubi” deinstalliert, wird das gesamte virtuelle Laufwerk und der Eintrag im Bootmenü rückstandslos entfernt.

Risikofreies und “transparentes” installieren und deinstallieren ist hier die Devise. Bei den LiveCDs gibt es leider den Nachteil, dass beim Ausprobieren logischerweise direkt von CD ausgeführt wird, was natürlich zu Verzögerungen und einem weniger flüssigen Betrieb führt. Dieses Problem wird durch Wubi behoben. Wubi unterscheidet sich von einer normalen Ubuntuinstallation nur noch dadurch, dass es eben auf Dateien in der Windowspartition zugreifen muss und keine eigene Linuxpartition hat. Dies könnte manchmal langsamere Schreib- und Lesezugriffe bewirken. Einem Neueinsteiger ist diese Variante also ohne Vorbehalt zu empfehlen und im Wiki der Ubuntuusers gibt es dazu auch eine schöne Anleitung.

Quellen:
http://wiki.ubuntuusers.de/Wubi
http://wubi-installer.org/

Die K Desktop Environment (KDE) ist eine frei verfügbare Arbeitsumgebung bzw. Oberfläche für Unix-Systeme, die mit dem Ziel entwickelt wird, vollwertig, konsistent und leicht bedienbar zu sein. Neben KDE gibt es noch viele weitere, aber nur “Gnome” ist ähnlich weit verbreitet. Nach langem Warten wurde von den Entwicklern nun endlich eine stabile Version von KDE 4 herausgebracht. Es gibt viele Neuerungen. Das neue KDE wirkt insgesamt viel klarer als seine Vorgänger, der Desktop macht aber seinem Spitznamen “Eye-Candy” alle Ehre. Wer sich dies mal genauer anschauen möchte, kann auf kde.org eine bebilderte Führung
machen.

“Plasma” z.B. ist die neue Anwendung für den Zugang zur Arbeitsoberfläche die es u.a. erlaubt, kleine Programme auf dem Hintergrund zu platzieren. Diese von den Entwicklern “Plasmoids” benannten Widgets lassen sich über die Desktop-Toolbox am linken oberen Bildschirmrand auswählen - wie von KDE gewohnt sind diese Funktionen und Grafiken stark modifizierbar. Bei einer Neuinstallation ist ein Paket schon vorbereitet: Es gibt einen Notizblock, der kurze Texte scheinbar auf den Desktop klebt, eine Wörterbuchabfrage und einen Bilderrahmen; und natürlich die obligatorischen Tools wie Uhr, Batteriestandsanzeige für Notebooks und eine Anzeige für die Netzlast. “Superkaramba” konnte zwar ähnliches schon vorher, die Funktionen wurden aber optimiert.

Eine Generalüberholung gönnte man auch dem “Konqueror”: Er bleibt zwar Dateimanager und Webbrowser, für das Dateimanagment ist nun aber speziell “Dolphin” zuständig. Dolphin besticht mit Schlichtheit und voller Konzentration auf diese eine Aufgabe. Langfristig soll “Dolphin” mit dem Informations-Framework “Nepomuk” erweitert werden können, der versucht “tagging” in das Dateimanagment zu integrieren. Damit kann ein Objekt zugleich mehreren Kontexten zugeordnet werden, was einige Erleichterungen verspricht.

Auch für PFDs gibt es eine neue Anwendung: “Okular” ist der Nachfolger von KPDF und unterstützt zahlreiche Bild- und Textformate. Dies ist kein reiner Betrachter mehr, denn man hat einige Werkzeuge zur Verfügung um z.B. Bemerkungen und Markierungen innerhalb eines Dokuments anzubringen und zu speichern.
In der neuen Version von KDE hilft “Strigi”, den Desktop zu durchsuchen. Der Strigiclient ist einfach und minimalistisch: Ein Textfeld nimmt den Suchbegriff entgegen und präsentiert die Ergebnisse in einer Liste. Das “Oxygen”-Team von Grafikern innerhlab des KDE-Teams legt besonderen Wert auf Schönheit und Klarheit. KWin, der KDE-Fenstermanager unterstützt jetzt erweiterte, grafische Effekte um den Umgang mit Fenstern und natürlich die üblichen Effekte wie Transparenz und Schatten.

Unter der Nutzeroberfläche gab es auch noch einige Änderungen: der Wechsel auf die Grafikbibliothek Qt 4, der Umstieg vom DCOP-Protokoll auf D-Bus und “Solid”, eine neue Schnittstelle zur Anbindung von Peripheriegeräten.

Quellen:
http://dot.kde.org/1200050369/
http://kde.org/announcements/4.0/index-de.php

Vom 01. bis 03. April 2008 präsentiert sich die Open Source Branche auf der größten deutschsprachigen Anwenderkonferenz für Freie Geo-Informationssysteme in der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg.

Nach Aussage der Veranstalter sind geographische Anwendungen auf Basis freier Software einer der dynamischsten Wachstumsmärkte im gesamten IT-Markt. Die Nachfrage nach Geoinformationen erfährt nicht nur durch populäre Massenanwendungen wie Google Maps & Co. erhebliche Steigerungen. Auch die Bereiche Neogeography, Business Mapping, Tourismusanwendungen, 3D-Anwendungen, mobile GI-Systeme oder Metadaten erfahren seit Jahren einen stetigen Aufwärtstrend.

Für diese und viele weitere Anwendungen werden an drei Astellungstagen auf der FOSSGIS 2008 bewährte und innovative Open Source Anwendungen vorgestellt. Außerdem werden in Workshops und Vorträgen die neuesten Open Source Entwicklungen im Bereich Webmapping, Geodatenmanagement und Desktop-GIS präsentiert.

Der Eintritt ist kostenfrei, Workshops aber kostenpflichtig und eine Registrierung ist notwendig. Der Call for Papers läuft noch bis 1. März.

Es gab auch Ende November eine ähnliche, aber deutlich kleinere Veranstaltung: die where2b Konferenz in Bonn. Laut der Veranstalter war sie mit 140 Teilnehmer aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Italien ein voller Erfolg. Inzwischen kann man sich die Vorträge als pfd von deren Webseite runterladen.

Quellen:
http://www.fossgis.de/
http://www.where2b-conference.com/

Die Linux Foundation hat gestern Open Voices gestartet. Dies ist ein Podcast, der Interviews mit bekannten Persönlichkeiten aus der freien Software und Linux Szene anbieten will. Jim Zemlin, der Geschäftsführer der Linux Foundation erklärte zum Start: “Wir haben das Privileg, täglich mit den einflussreichen Leuten der freien Software Bewegung in Kontakt zu kommen” - warum also dieses Privileg nicht teilen?”

So spricht Jim Zemlin im ersten Podcast mit dem Linux-Erfinder Linus Torvalds. (Hier ist das OGG) Neben der allgemeinen Weiterentwicklung von Linux und der Internationalisierung sprechen die beiden auch über die GPLv3, Softwarepatente und den derzeitigen Trend, dass der Linux-Desktop zum Massengut wird. Dazu sagte Torvalds, dass er Linux von vornherein für den Desktop entwickelt habe. Er habe sich nie wirklich für etwas anderes interessiert. Daher mache er sich auf technischer Ebene keine Sorgen um Linux auf dem Desktop, da dieser für die meisten Kernel-Entwickler an vorderster Stelle stehe.

Den ersten Teil des Podcast gibt es jetzt schon auf Open Voices und den zweiten Teil dann in zwei Wochen. Auch Transkripte wird es jeweils geben. Weitere Podcasts wurden auch angekündigt, zum Beispiel mit dem Novell-Präsidenten und Vorstandvorsitzenden Ron Hovsepian, mit Marten Mickos, dem Vorstandsvorsitzenden von MySQL oder Mark Shuttleworth, dem Gründer des Ubuntu Projektes.

Die Linux Foundation ist ein gemeinnütziger Verband mit dem Ziel, Linux zu unterstützen, zu fördern und zu standardisieren, indem sie Mittel und Dienste dafür anbietet. Auch geht es um den rechtlichen Schutz von Open-Source-Entwicklern, die Bereitstellung eines neutralen Forums zur Zusammenarbeit zwischen Linux-Firmen, sowie dem Schutz und der Verwaltung der Marke Linux, um erfolgreich mit proprietären Plattformen zu konkurrieren. Sie wurde Anfang 2007 gegründet.

Podcasts sind quasi Radio- oder Fernsehsendungen, die sich unabhängig von Sendezeiten konsumieren lassen. Jeder kann Podcasts produzieren und mit Hilfe des Internets verbreiten. Auch für das Radio produzierte Inhalte landen inzwischen fast alle als Podcast im Netz.

Quellen:
http://linux-foundation.org/weblogs/press/2008/01/07/the-linux-foundation-launches-new-podcast-series-with-linus-torvalds/
http://www.linux-foundation.org/weblogs/openvoices

Seit kurzem wurde eine Testversion eines Dienstes freigegeben, mit dem man OpenOffice browserbasiert online voll nutzen kann. Das Projekt aus der freien Software Szene schließt an die Erfolge der heute üblichen Distributionsarten von Betriebsystemen an, nämlich denen einer LiveCD, deren Dienste man ganz ohne Installation nutzen kann. So kann man ohne Risiko andere Anwendungen ausprobieren und sich in Ruhe entscheiden, ob man diese dauerhaft nutzen möchte.

Man registriert sich einfach online und bekommt damit ein Gigabyte Speicherplatz für zu bearbeitende Dokumente. So kann man die gewohnten Funktionen von OpenOffice wie gewohnt nutzen, (so z.B. auch die Konvertierung in PDFs) - an einem Rechner der nichts weiter hat, als einen “modernen Browser” mit Javascript und eine installierte Java-Runtime ab Version 1.4. Somit kann man OpenOffice nun von fast jedem Rechner voll nutzen, z.B. auf Reisen in einem Internetcafe, bei Freunden oder an öffentlichen Terminals. Es können sogar mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen.

OpenOffice Online schenkt den Usern sogar noch ein weiteres Feature: dadurch dass die Dokumente auf einem zentralen Server gepeichert werden, können mehrere User gleichzeitig am gleichen Dokument arbeiten. Dies geht ganz einfach mittels eines Buttons, mit dem man andere zum mitarbeiten einladen kann. Hier kann man dann wählen, ob der Gast für ein bestimmtes Dokument Schreib- oder doch nur Leserechte bekommt.
Doch Ulteo, das Projekt welches hinter OpenOffice Online steht, hat noch viel mehr vor. Langfristig ist ein komplettes Desktop-System geplant, das jederzeit über das Internet zur Verfügung steht.

Quelle:
http://www.ulteo.com/home/en/news/2007/12/11

Am 11. Februar wird in Wien ein Open-Source-Kompetenz-Zentrum eröffnet. “Open Source Austria” ist eine unabhängige Vereinigung zur Förderung des professionellen Einsatzes von Freier/Open Source Software in Österreich.

Peter Prohaska, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Open Source Austria, geht davon aus, dass Österreich sich mit Hilfe des Kompetenzzentrums im europäischen und internationalen Umfeld stärker behaupten kann. Dies möchte er erreichen, indem eine Auftrags- und Job-Datenbank aufgebaut wird, die von IT-Dienstleistern, Kommunen und Organisationen gleichsam genutzt werden kann. Außerdem soll aktives Lobbying für den verstärkten Einsatz von Open-Source-Software betrieben werden, auch die Lehre an Schulen und universitären Bildungseinrichtungen soll stärker in den Aufklärungsprozess integriert werden. Gerade der wissenschaftliche Bereich kann stark dazu beitragen, den Einsatz von Open Source Software technisch, wirtschaftlich und rechtlich abzusichern.

Ein Büro in Wien wird ab Februar werktags von 9 bis 18 Uhr eine Anlaufstelle sein für alles, was freie Software betrifft. Es sind verschiedene Kooperationen geplant, unter anderem mit dem deutschen Linuxverband und der Stadt München. Geplant ist außerdem, eine jährliche Open-Source-Businessveranstaltung mit Entwicklerkonferenz auszurichten.

Quelle:
http://www.opensourceaustria.at/

In Deutschland gab es zum 5. Geburtstag der Creative Commons Initiative gleich mehrfachen Grund zum feiern. Zum einen gibt es nun einen “Public Project Leader” (wir berichteten) und zum anderen gibt es Neuigkeiten was die Lizenzen betrifft. Auf der Geburtstagsparty in Berlin wurde verkündet, dass der Rohentwurf für die deutsche Creative Commons Lizenz 3.0 fertig ist. Dieser ist auf der deutschen Creative Commons-Seite bis Mitte Januar zum Peer-Review öffentlich einsehbar. Interessierte sind eingeladen, sich am Peer-Review Prozess zu beteiligen. John Weitzmann dankte allen Mitwirkenden für den unermüdlichen Einsatz, allen voran dem Affiliate Team an der Universität des Saarlandes und Herrn Prof. Herberger, der die Arbeit an der Lizenz begleitet und mit seinem Institut für Rechtsinformatik unterstützt.
Neuerungen in Version 3.0 sind vor allem ausdrückliche Regelungen zu Vergütungsansprüchen aufgrund gesetzlicher Lizenzen (Leermedienabgabe), der Verzicht auf reine Datenbankenschutzrechte, die Möglichkeit einer Zuschreibung an Dritte, WIPO-gerechte Begrifflichkeiten, die Einräumung von Nutzungsrechten für noch unbekannte Nutzungsarten und ein Wechsel vom Begriff des Werkes zu dem des Inhalts. Die Lizenz wird im Ganzen bereits auf die am 1. Januar 2008 in Kraft tretenden Änderungen des Urheberrechtsgesetzes (sog. 2. Korb) ausgerichtet sein.

Außerdem wurden in den USA neue Modelle der Creative Commons Lizenzen entworfen. So gibt es nun zwei neue Lizenzen: “CC Plus” und “CC Zero“. CC+ soll eine einfache Lösung bieten, seine Werke für die kommerzielle Nutzung zu verkaufen, und das trotz der gewohnten Veröffentlichung zu nicht-kommerziellen Zwecken. Über ein paar Klicks können einem interessierten kommerziellen Nutzer weitere Rechte eingeräumt werden, und der Urheber muss sich mit Hilfe dieser Lizenz nicht mehr entscheiden, ob er sein Werk grundsätzlich zur kommerziellen Nutzung freigeben will, sondern kann bei jedem Fall neu entscheiden.
Die CC0 Lizenz entspricht der bereits vorhandenen Public Domain Linzenz, soll nun aber auch internationale Gegebenheiten berücksichtigen. Bei dieser Lizenz verzichten Urheber auf sämtliche Rechte. Ab Mitte Januar soll eine Testversion dieser Lizenz veröffentlicht werden, die dann vorraussichtlich heiß diskutiert werden wird, denn die Gegebenheiten aller Nationen zu berücksichtigen wird sicher schwierig werden. In Deutschland z.B. ist es ohnehin nicht ohne weiteres möglich, als Urheber vollständig auf seine Rechte zu verzichten.

Quellen:
http://creativecommons.org/press-releases/entry/7919
http://de.creativecommons.org/Portierung_BY-NC-SA_3.0_de_Entwurf_071216.pdf

Seit Herbst 2006 liegt das “Legal Project Lead” bei der Europäischen EDV-Akademie der Rechts gGmbH (EEAR), mit Sitz im Saarland. Das “Legal Project Lead” kümmert sich im Creative Commons Projekt um die juristischen Fragen der Lizenzen. Dazu gehört die Anpassung der sechs CC-Lizenzvarianten (Creative Commons Public License, CCPL) an das
jeweilige nationale Urheberrechtssystem.

Neuer Partner als “Public Project Lead” von Creative Commons Deutschland ist die newthinking communications GmbH aus Berlin. Die auf Open-Source-Strategien spezialisierte Agentur wird die Öffentlichkeitsarbeit und das Community-Building betreuen. Damit wird das langjährige Engagement von newthinking communications für die Verbreitung von Creative Commons in Deutschland institutionalisiert.

Zitat John Weitzmann, EEAR: “Wir sind wirklich froh, dass newthinking als Public Lead gewonnen werden konnte, denn es gibt deutschlandweit wohl niemanden, der besser in den relevanten öffentlichen Foren präsent und aktiv ist. Gerade in der öffentlichen Wahrnehmung des deutschen Creative Commons-Projektes gibt es noch viel zu tun und zu verbessern, und das gehört in erfahrene Hände. newthinking bringt zusätzlich klare Positionen zu Open Source und Open Access mit und hat CC-Deutschland schon seit längerem inoffiziell unterstützt”.
Dazu Markus Beckedahl, Geschäftsführer von newthinking communications: “Die Creative Commons Lizenzen sind für uns eine wichtige Grundlage für Austausch, Zusammenarbeit und Verbreitung von Kultur und Wissen in einem offenen Internet. Wir haben viele Ideen und Konzepte, wie man die Verbreitung und Nutzung der Open Content Lizenzen weiter ausbauen kann und freuen uns auf die Aufgabe. Das wollen wir nicht alleine machen, sondern sehen uns vor allem als Projektleitung eines der spannensten Open-Source-Projekte mit einer sehr starken und kreativen Community in Deutschland.”

Quelle:
http://www.newthinking-communications.de/

Das Team rund um das Projekt “Apricot” steht bereits, denn die Blender-Community und die Crystal Space Community haben sich vor einiger Zeit zusammengetan, um ein offenes und freies Spiel zu entwickeln. Blender ist eine freie 3D-Grafik-Software in Python, Crystal Space ist ein freies 3D Entwicklungs Kit und ein Game Engine, geschrieben in der Programmiersprache C++.
Die Blender Community hatte in den letzten Jahren bereits zwei freie Filme veröffentlicht: “Elephants Dream” ist wie “Peach” eine Animation in 3D, die als Open Source veröffentlicht wurde. Das bedeutet, dass der komplette Film jeweils gemeinschaftlich finanziert und mit freier Software erstellt wurde. Da die Kurzfilme unter der Creative Commons Namensnennungs-Lizenz stehen, dürfen alle Rohdateien weiter gegeben und verarbeitet werden.

Bei der jetzigen Entwicklung des Spieles geht es allerdings um mehr: es soll eine Art Machbarkeitsstudie werden, um den Weg frei zu machen für die Produktion von professionellen und offenen 3D-Spielen. Blender für die Modellierung und die Animation, Crystal Space als 3D Game Engine und Verbreitungsplattform und “ein bisschen Phython Skriptsprachen-Magie um dies alles zu verknüpfen”, so die Blender Community in ihrem Blog zum Projekt “Apricot”.
Wie auch bei den Filmen wird das Projekt teilweise über den Vorverkauf finanziert, sie haben das Ziel, bis zum 1. Februar 1000 Stück verkauft zu haben. Bisher läuft der Vorverkauf gut!

Quelle:
http://apricot.blender.org/

In Zukunft können die Inhalte der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia auch unter CC gestellt werden - so zumindest der Plan von Jimmy Wales (Wikpedia-Gründer) und Lawrence Lessig (Gründer der Creative-Commons-Initiative). Sie gaben diesen Plan am Wochenende auf einer Party bekannt (Video).

Die Free Software Foundation (FSF) und Creative Commons (CC) haben dem Dachverband der Wikipedia einen Vorschlag unterbreitet: die bisher für die Inhalte der Wikipedia genutzte GNU Free Documentation License (GFDL) der FSF wird so modifiziert, dass sie mit der CC-Lizenz kompatibel wird. Die Wikimedia Foundation hat diesem Vorschlag zugestimmt. Aber bevor irgendetwas endgültig entschieden wird, wird der Vorschlag noch den Wikipedianern zur Diskussion und zur Abstimmung gestellt. Dazu muss aber zunächst die Re-Linzensierung eingeleitet werden. Der Gedanke wäre, dass die Autoren dann zwischen der bisherigen GFDL und der Lizenz Creative Commons Attribution-Share Alike (Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen) wählen können. Das heißt, dass ein Werk mit Nennung des Autors vervielfältigt und verbreitet werden darf und auch Weiterverarbeitung zugelassen ist. Weitergegeben darf man aber ein daraus neu entstandenes Werk dann nur unter gleichen Bedingungen.

“Wenn Wikipedia erst nach Creative Commons gegründet worden wäre, dann wäre es sicherlich unter die CC-Lizenz gestellt worden”, so Wales. Und weiter: “Aber es hat zu dieser Zeit nicht existiert, so starteten wir mit einer Lizenz namens Free Documentation License, die zwar gut ist, aber sehr kompliziert und sehr schwierig zu benutzen”.

Quellen:
http://wikimediafoundation.org/wiki/Resolution:License_update
http://lessig.org/blog/2007/12/some_important_news_from_wikip.html

Wie jedes Jahr hat der Bundesrechnungshof (eine unabhängige, selbstständige und weisungsfreie externe Finanzkontrolle des Bundes) seinen Jahresbericht veröffentlicht. Hier berichtet er über seine wichtigsten Prüfungsergebnisse. Im Kapitel “Bundesministerium des Innern” wird in Punkt 65 über “Alternativen zu Betriebs- und Bürokommunikationssystemen in der Bundesverwaltung” geschrieben. Dort heißt es einerseits, dass “die Fachkompetenzen zum Thema „Open-Source-Software“ verstärkt und die Bundesstelle für Informationstechnik im Bundesverwaltungsamt mit dem Ausbau eines „Competence Centers für Open-Source-Software betraut” werden würde. Aber andererseits steht dort geschrieben:

“Die Bundesverwaltung hat mehr als 300 000 mit Informationstechnik ausgestattete Arbeitsplätze. In den letzten Jahren wechselte sie regelmäßig ihre Betriebssystem- und Bürokommunikationssoftware auf eine neuere Version des etablierten Herstellers, der einen Marktanteil von 90 Prozent hält” und “auch bei jüngeren Migrationsentscheidungen war im Regelfall nur ein Wechsel innerhalb des Angebotsspektrums des bereits etablierten Herstellers vorgesehen; Alternativen anderer Hersteller oder anbieterunabhängige, sogenannte Open Source Software, wurden nur in Einzelfällen in Erwägung gezogen”.

Das Problem seien hierbei die mangelnden Informationen von Seiten der “Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung im Bundesministerium des Innern” (KBSt). Der von dieser Behörde herausgebene “Migrationsleitfaden” sei schon lange nicht mehr aktuell - und so fordert der Bundesrechnungshof die KBSt auf, diesen regelmäßig zu aktualisieren, sowie über Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten zu informieren. Außerdem sollen neuere Erfahrungen aus Open-Source-Pilotprojekten in Industrie und öffentlicher Verwaltung besser kommuniziert und der Informationsaustausch verbessert werden. Insgesamt gesehen soll die Beratung und Unterstützung in dem Bereich ausgeweitet werden. Dies bedingt, dass auch “die Beratungs- und Unterstützungskapazität und -kompetenz deutlich erweitert” werden soll. In Absatz 65.3 und .4 werden dann die bereits getätigten Veränderungen beschrieben - scheinbar ist die KBSt auf dem richtigen Weg. Der Bundesrechnungshof wird die weitere Entwicklung konstruktiv begleiten.

Quelle:
http://www.bundesrechnungshof.de/aktuelles/bemerkungen-2007-1

Dieses Jahr haben doppelt soviele Menschen wie noch vor einem Jahr den Fragebogen der Linux-Foundation ausgefüllt - gut die Hälfte davon kommt aus Europa. Interessanterweise stellte sich bei der Studie heraus, dass inzwischen doch nur noch ein Drittel aller Linuxrechner im Unternehmensbereich als Server verwendet werden - der Rest findet seine Verwendung bei den Endnutzern als “normaler Desktop-Büro-Rechner”.

Schon fast 40 Prozent der befragten Unternehmen setzen mehrheitlich Linux-Desktops ein, vorwiegend Ubuntu (54 Prozent), gefolgt von diversen RedHat/Fedora-Produkten (50 Prozent) und SUSE/Novell (35 Prozent). Wie die Studie zeigt, führt auch im privaten Bereich Ubuntu die Liste der verwendeten Distributionen eindeutig mit über 55 Prozent an. Nach Ubuntu folgen Debian (22 Prozent) und openSUSE (19,5 Prozent), Fedora (16,7 Prozent) und Gentoo (10,2 Prozent). Diese und die vorangegangen Zahlen, (die jeweils addiert mehr als 100 Prozent ergeben) verdeutlichen sehr schön, dass oft auch mehrere Distributionen auf einem Rechner laufen. Fast dreiviertel der Befragten halten Linux für absolut zuverlässig, nur 20 Prozent schwanken. Migrationshindernis Nummer eins sei Support und Anwenderschulung. Außerdem wünschen sich die Linux-Nutzer im Bürobereich mehr Anwendungen: Die Liste wird angeführt von Adobe Photoshop, gefolgt vom CAD-Programm AutoCAD und auf Platz 3 liegt das Web-Entwicklungsprogramm Dreamweaver. Gleichzeitig wird eine bessere Unterstützung von Peripheriegeräten wie etwa Druckern gewünscht.

Es ist noch hinzuzufügen, dass die Teilnehmer der Umfrage auf freiwilliger Basis durchführten, und demzufolge nicht gewährleistet ist, aus welchem Kontext die Teilnehmer jeweils stammen.

Quelle:
http://desktoplinux.com/news/NS9488592005.html

Vom 12. bis 16. November trafen sich europäische und vietnamesische Unternehmen zu einem Workshop in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams. Unterstützt und organisiert wurde dies vor allem von InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH), INRIA (französisches nationales Forschungsinstitut für Informationstechnologien) und IOIT (vietnamesisches Institut für Informationstechnologie). Im Sommer 2007 startete die Webseite http://foss-bridge.org/ über die sich interessierte Unternehmen bewerben können, um konkrete Software-Projekte gemeinsam mit vietnamesischen Unternehmen zu bearbeiten. Nun fand das erste große Treffen statt, das nach Aussagen aller ein großer Erfolg war; so ein Sprecher einer teilnehmenden spanischen Firma: “Wir erreichten das Höchste von dem was wir für diese Woche erwartet hatten”. Balthas Seibold von InWEnt sagte: “Ich bin begeistert von den Resultaten des Workshops. Viele Unternehmen haben verschiedene Abkommen getroffen und auch große Unternehmen sind nun an Bord”. Catherine Nuel von der INRIA fügt hinzu: “Die Organisation dieses Events ist ein herausragendes Beispiel der intereuropäischen sowie der Vietnamesisch-europäischen betrieblichen Zusammenarbeit.”

Die Weitergabe von Wissen ist eines der Schlüsselkonzepte in der freien Software, so auch des Projektes FOSS-Bridge. Die FOSS-Bridge ist ein globales Projekt für lokale Unternehmen und ist ein Beispiel für innovative internationale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung, sie wird bestimmt Schule machen.
Schon 2003 hat Vietnam begonnen, in der öffentlichen und privaten Hand freie Software aktiv zu unterstützten und zu fördern. Seit 2005 sind staatliche Firmen und Behörden dazu verpflichtet, freie Software einzusetzen.

Quelle:
http://www.foss-bridge.org/press.html