‹ Mit Open-Source-Strategien ans Ziel •
Nicht nur die UNSECO möchte die Bewegung von Freier Software vorantreiben, sondern auch die UN: Unter der Ägide der Vereinten Nationen werden einige Projekte gefördert, die den „digitalen Graben“ schmälern und mit ihm den Freien Zugang zu Wissen, zu Information über Kommunikationsplattformen wie das Internet besonders in der Dritten Welt ermöglichen wollen. Da gibt es zum Beispiel die United Nations Information and Communication Technologies Task Force. Nur durch Bildung, so wird sie bei O`Reilly zitiert, haben Entwicklungs- und Schwellenländer eine Chance. Ein Schritt davon war die Ausarbeitung der Initiative FOSS: Policy and Development Implications (FOSS-PDI), um eine Lobby für Open Source zu bilden. Dies beinhaltet unter anderem eine Mailingliste, wo sich Vertreter verschiedener Länder über die Anwendung von Freier Software austauschen können.
Das United Nations Develpment Programme (UNDP) geht pragmatisch vor und gründete das International Open Source Network (IOSN), das von Bangkok aus Projekte rund um Freie Software speziell im asiatischen Raum koordiniert. So wird auf der Seite über die Anwendung von Freier Software informiert, mit der nach dem Tsunami schnell und effektiv ein Notfall-Management-System aufgesetzt werden konnte.
Ein weiteres UN-Ziel für Entwicklungsländer ist nicht nur die Bereitstellung von Online-Zugängen, sondern auch die Weiterentwicklung von kostengünstiger Hardware: Vor vier Jahren wandte sich Generalsekretär Kofi Annan an die Computer-Hersteller und regte die Entwicklung von Billig-Rechnern an. Das medienträchtigste Ergebnis ist der Laptop für 100 Dollar. Der ehemalige MIT-Direktor Nicholas Negroponte gründete dafür die gemeinnützige Organisation One Laptop per Child (OLPC). Das Laptop, das selbst ohne Strom betrieben werden kann, verfügt über ein WLAN-Modul und USB-Anschlüsse. Ab nächstem Jahr es in Produktion gehen.
