‹ Open-Source-Philosophie im Außenministerium •
Die Free Sofware Foundation Europe (FSFE) unterstützt die Demonstration „Freiheit statt Angst“, die am 22. September in Berlin stattfindet. Anlass der Demonstration sind die Pläne des Bundesinnenministers Schäuble zur Online-Durchsuchung. Nach Ansicht von Berhard Reiter (Deutschland-Koordinator der FSFE) stellt der Innenminster für 10 Durchsuchungen, die im Jahr durchgeführt werden sollen, ganz Deutschland unter Generalverdacht. Reiter fürchtet nicht weniger als einen „Angriff auf unsere Kultur und unser Rechtssystem“. Er weist darüber hinaus auf finanzielle Schäden für den Softwareexport hin, da niemand an Software interessiert sein wird, die unter Umständen mit Spionageelementen versehen ist.
Sicherheitsexperte und FSFE Mitglied Werner Koch spekuliert, dass wenn es der Regierung gelingt fremde Systeme auszuspähen, es ebenso auch Hackern möglich sein wird. Konkret würde dies bedeuten, dass die Nutzer künftig einem verstärktem Missbrauchsrisiko ausgesetzt sind. Befürchtungen hegt die FSFE auch was die Entwicklung freier Software angeht, einseits aufgrund des sog. Hackerparagraphen, anderseits da besonders freie Software sicher gemacht werden kann.
Berhard Reiter kommt deswegen zu dem Fazit, dass derartige Enwicklungen zu einer Abschottung Deutschlands führen müssen und die kreative Pool der Bundesrepublik so nur gehemmt, statt gefördert wird.
Quelle:
http://mailman.fsfeurope.org/pipermail/press-release-de/2007q3/000115.html
