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Im Streit um die Rechte am Betriebssystem UNIX hat das zuständige Gericht in weiten Teilen im Sinne von Novell und damit gegen die SCO-Group entschieden. Novell besitzt folglich die Copyright-Rechte an Unix und Unixware, sowie das Recht, Verträge zu kündigen, die dieses Copyright verletzen. Die SCO-Group hatte stets behauptet, sowohl im Besitz der Unix-Lizenzrechte zu sein, als auch sämtliche Copyrights von Novell erworben zu haben.
Aus der Sicht von SCO stellt die Entscheidung jedoch keinen Grund dar, ein Ende der Auseinandersetzungen anzustreben. Vielmehr sieht man sich bei SCO durch das Gericht in soweit bestätigt, dass Lizenzrechte an der Marke Unixware, sowie weitere Copyrights an von SCO entwickelten Verfahren und Techniken nicht angezweifelt wurden. Daraus leitet die Firma die Hoffnung ab, das anhängige Verfahren gegen IBM erfolgreich weiterzuführen zu können. Der Vorwurf in diesem Verfahren lautet: Big Blue soll Source-Code oder „nicht wörtlich kopierte“ Programmier-Methoden und -Konzepte in AIX und später in Linux verwendet haben.
Offen ist auch noch die Entscheidung über Lizenzzahlungen, welche SCO an Novell zu leisten hat. Für die Nutzung des UNIX-Code hatte SCO 36 Millionen Dollar von Microsoft aus Lizenzabkommen erhalten. Zahlungen von SCO an Novell waren aber bei Beginn der Rechts-streitigkeiten 2003 eingestellt worden.
Quellen:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/94271/from/rss09
http://www.heise.de/newsticker/meldung/94223/from/rss09
