LPI bietet jetzt auch Zertifizierung für Firmen

Ab sofort gibt es vom Linux Professional Institute (LPI) ein neues Programm, das Firmen, die mit Linux-Dienstleistungen ihr Geld verdienen, besonders zertifiziert. Das Programm heisst “LPI Certified Solution Provider”; kurz “LPI CSP”. Auf einem neuen Portal können dann deratig ausgezeichnete Firmen und potentielle Kunden zusammenfinden. Dort werden die beteiligten Firmen nach einer Kombination aus Anzahl der Kundenreferenzen mit der Anzahl und der Höhe der LPI Zertifizierungen gerankt.

Die Teilnehmer des Programmes, sogenannte “LPI CSPs” haben dann eine Auszeichnung als “LPI Approved Partner” oder sogar als “LPI Approved Gold Partner”. Dies kann hilfreich sein, um erfolgreicher an Ausschreibungen teilzunehmen. Denn damit kann man zeigen, dass seine Lösungskompetenz im Bereich Linux liegt und kann ausserdem die “Qualität” seiner Mitarbeiter mit diesem weltweit gültigen Prädikat deutlich machen. Innerhalb der Zertifizierung gibt es drei Stufen: als “LPI Partner” kann man einsteigen, wenn noch keine Referenzen nachgewiesen werden können und die Mitarbeiter auch noch nicht vom LPI zertifiziert worden sind - für die nächsten beiden Stufen “Approved” und “Gold” müssen jeweils Nachweise über Kundenreferenzen und LPI Zertifizierungen erbracht werden. Reiner Brandt, Geschäftsführer bei LPI Central Europe, sagt zusammenfassend: “Der “LPI CSP” ist das passende Partnerprogramm für alle Firmen, die im Linux Business unterwegs sind und Ihre Kompetenz durch bereits LPI zertifizierte Mitarbeiter zum Ausdruck bringen möchten. In vielen Gesprächen haben wir festgestellt, das ein solches Programm von Systemhäusern und Linux Firmen gefordert wird, um sich besser von Ihren Mitbewerbern abheben zu können. Deswegen haben wir für diese hohe Anforderung ein neues, umfassendes Internetportal explizit bereitgestellt. Es ist eine wichtige Erweiterung neben den bereits bestehenden Partnerprogrammen “LPI ATP” und “LPI AAP”, die für eine qualitativ hochwertige berufliche Linuxausbildung eingerichtet wurden.”

Die international anerkannte, herstellerunabhängige Organisation, die den professionellen Einsatz von Linux, Open Source und freier Software vertritt und unterstützt, liefert ihr Zertifizierungsprogramm in sieben Sprachen aus. Die gemeinnützige Organisation LPI ist unabhängig von Softwareherstellern und Schulungsanbietern und gründete sich 1999 aus der Linuxgemeinde, welche, wie bei deratigen Intitutionen üblich, weiterhin stark in ihre die Arbeit einbezogen wird. Auf der kommenden CeBIT wird man die LPI Central Europe in Halle fünf besuchen können.

Die LPI hat sich bisher vor allem durch ihr Zertifizierungsprogamm hervorgetan, dass sich an Systemadministratoren richtet; über weitere Zertifizierungsprogramme, etwa für Anwender oder Entwickler, wird nachgedacht. Eine Darmstädter Firma hat dafür inzwischen eine frei zugängliche Web-basierte Plattform zur Vorbereitung auf die Zertifizierungsprüfungen errichtet. Teilnehmer können dort üben und sich austauschen; die Nutzung ist selbstverständlich kostenlos und füllt eine weitere Lücke in der qualifizierten Ausbildung von Linuxexperten.

Quellen:
http://www.lpice.eu/LPI-startet-neues-Part.69.0.html?&L=4
http://www.presseportal.de/pm/64177/1144892/max21_management_und_beteiligungen_agZ