Die Linux-Distribution Ubuntu könnte bald eine Version herausbringen, die gänzlich mit Freier Software unter der GNU Public Licence bestückt ist. Das Projekt trägt bislang den Arbeitstitel „Gnubuntu“ und hofft auf den erforderlichen Segen der Free Software Foundation (FSF). Bislang setzt sich Ubuntu hauptsächlich aus Freier Software zusammen, aber eben nicht vollständig. Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth hat sich mit Richard Stallmann, dem Gründer von GNU und der FSF, geeinigt und bereits eine Domain unter dem Namen Gnubuntu.org für sein „ideologisch reines Derivativ“ registrieren lassen, wie er in der Ubuntu-Mailingliste berichtet.
Die Linux basierte Plattform Ubuntu ist nach einem altafrikanischen Wort benannt und bedeutet „Menschlichkeit gegenüber anderen“. Dieses noble Motto hat sich die Ubuntu Gemeinschaft auf die Fahnen geschrieben. Schließlich ist ihre Software gratis erhältlich, soll in der regionalen Sprache des Benutzers ohne Einschränkungen erhältlich sein und von jedem User nach dessen Belieben erweiterbar - so steht es im Manifest. Alle sechs Monate wird eine überarbeitete Version veröffentlicht, bei dem der Kernel, Gnome und in jedem dritten Update auch die Sicherheitseinstellungen verbessert werden.
Im Jahr 2004 finanzierte der Südafrikaner Mark Shuttleworth die Entwicklung von Ubuntu Linux, um eine nutzerfreundliche Version des Betriebssystems samt einfacher Installation voran zu treiben. Dieses Jahr gründete er die Ubuntu Foundation, die Ubuntu-Entwickler mit insgesamt 10 Millionen Dollar unterstützen soll. Letzte Woche erhielt er dafür auf der Linux World Expo in Frankfurt den Linux New Media Award. Die aktuelle Version 5.10 gibt es seit Oktober diesen Jahres. Dazu kommen die beiden Varianten Kubuntu mit der KDE-Oberfläche als Standard und Edubuntu für den Einsatz in Schulen.
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Vor zwei Wochen gab es den Release Candidate, heute wurde die Stabile Version von KDE 3.5 veröffentlicht. Sämtliche Verbesserungen sind in einer kleinen visuellen Führung auf der KDE-Webseite veranschaulicht: Die freie Dekstop-Oberfläche für UNIX-Systeme bietet unter anderem eine Verbesserung der Browser-Sicherheit. Das Surfen mit dem Konqueror wird mit einem Pop-Up-Blocker und durch sein integriertes AdBlock Content-Filtering angenehmer. Konqueror hat nun auch den „Acid2“ CSS-Kompatibilitätstest bestanden. Wie sein Konkurrent Firefox kann der Konqueror jetzt in verschiedenen Suchmaschinen mittels der Menüfunktion „Select Search Engines…“ stöbern. Endlich arbeitet der E-Mail-Client KMail nun deutlich besser mit dem IMAP-Protokoll: E-Mails können online, also auf dem Server über einen Filter aussortiert werden.
Auch der RSS-Reader aKregator hat eine deutliche Verbesserung seiner Performance erfahren: Man kann über den Feed einstellen, ob statt eines eingeblendeten RSS-Contents die Webseite direkt aufgerufen wird. Das ist für Newsfeed nützlich, die nicht den vollen Inhalt unterstützen. Weitere Neuerungen: Der Instant Messenger Kopete unterstützt nun auch Webcams, sowie die MSN- und Yahoo- IM Dienste. Das Verwalten verschiedener Accounts wird durch das Exportieren des globalen Spitznamen („Nickname“) und der globalen Identität wesentlich vereinfacht. Begrüßenswert ist auch die Erweiterung der „Kicker Tooltips“: Beim Scrollen mit der Maus werden auf der Arbeitsoberfläche animierte Informationen zu den verfügbaren Programmen angezeigt und welches gerade angewendet wird. Mit der Applikation „SuperKaramaba“ können interaktiv neue Module eingebaut werden. Erweiterungen sind zum Beispiel die aktuelle Wetteranzeige, ein Newsticker oder ein System-Monitor.
Für Benutzer auch interessant ist die Neuerung, dass externe Speichergeräte wie Festplatten oder USB Flash-Sticks jetzt in einem Menüfenster angezeigt und verwaltet werden können. Zwei neue Programme bereichern die Auswahl: blinKen, ein Retro-Memory-Game aus den Siebzigern und KGeography, eine Lernsoftware für Erdkunde.
Übernächste Woche wird er vergeben: BIENE (Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten) ist ein Wettbewerb von der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen. Er prämiert Webseiten, die in besonderem Maße für Behinderte zugänglich sind. 26 Seiten aus den Bereichen EGovernment, EBusiness, Bildung, Kultur und Medien haben sich in die Endrunde qualifiziert, das Finale findet nun am 9. Dezember statt. „Vieles spricht dafür, sich an diesen Webseiten ein Beispiel zu nehmen, so dass zukünftig wesentlich mehr - wenn nicht gar alle - Webseiten allen Nutzern zugänglich sind“, sagt Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen über die Kandidaten.
Unter den Finalisten ist auch Simon Bienlein mit seiner Webseite „Linux für Blinde“: Der blinde Informatikkaufmann und Programmierer hat es sich zum Ziel gesetzt, dass auch Blinde problemlos Linux auf ihrem Rechner installieren können. Dafür hat Bienlein die Installations-CD für Debian 3.0r1 GNU / Linux mit einer Unterstützung für die Braille-Schrift erweitert. Auf den Seiten gibt er eine Einführung in Linux und Debian, beispielsweise wie man eine Netzwerkverbindung herstellt und man mit dem Editor Vi umgeht.
Der Begriff „Podcast“ geistert bereits das ganze Jahr durch die Medien. Ob künstlich gehypt oder nicht, die Idee des Privatradios von und für jedermann ist nicht neu. Ein Podcast ist eine aufgezeichnete Radiosendung, die ein Hörer über RSS-Feeds abonnieren und automatisch herunterladen kann. Das bedeutet zunächst, dass die Zeiten des langen Wartens auf eine gestreamte Datei obsolet sind. Natürlich lassen sich diese Radiosendungen auch unter Linux „empfangen“ und erstellen, hierfür wurden mehrere Abspielprogramme entwickelt. Ein Radiotipp: Das Programm des Chaosradios ist äußerst informativ und findet sich nicht ohne Grund ganz oben in den Podcast-Charts von iTunes.
Das Podcast-Phänomen haben wir dem ehemaligen MTV-Moderator Adam Curry zu verdanken. Er war an der Entwicklung des ersten Programms iPodder als Podcast-Bringdienst maßgeblich beteiligt. Die Podcast-Revolution startete vor gut einem Jahr und als deren Initiator wird Curry gern als „Podfather“ bezeichnet. Mittlerweile hat er mit seiner Firma PodShow zur Vermarktung von Podcasts mehrere Millionen an Venture Capital gesammelt. Seine Software iPodder wurde vor kurzem in Juice Receiver umbenannt ist nach wie vor beispielhaft in Design und Bedienung: Einfach den gewünschten Podcast auf der jeweiligen Webseite über den RSS-Feed auswählen und in den Juice Receiver kopieren. Bei jedem Start des Programms lädt er sich automatisch die aktuelle Sendungen herunter. Die Software ist unter der GPL veröffentlicht und für Windows und Mac verfügbar. Eine Linux-Version soll bald erscheinen.
Eine weitere Empfehlung geht an AmaroK: Die Software hat seinen Namen nach dem gleichnamigen Poptitel von Mike Oldfield und bedeutet in der Sprache der Inuit „Wolf“. Die Freie Software ist unter der GNU Public Licence lizenziert und wurde ursprünglich für die KDE-Oberfläche entwickelt. Handlich gestaltet mit einer ansprechenden Nutzeroberfläche erfreut es sich immer größerer Beliebtheit. Schon seit einiger Zeit unterstützt AmaroK Podcasting durch eine komfortable Podcast-Verwaltung.
Einfacher geht`s nicht: Der gPodder lädt Podcasts automatisch, die zuvor per Abonnement mittels RSS Feeds ausgewählt wurden. Nach dem Starten der Software trägt man die Feeds ein. Nach der Aktualisierung des Programms wird eine Liste der verfügbaren Radiosendungen aus dem Netz angezeigt, ein einfaches Anklicken und Auswählen genügt.
Das kommende Jahr wird nicht nur im IT-Bereich einige Bewegungen mit sich bringen, die an keinem Anwender vorbeigehen: “Virtualisierung ist eines der großen Themen, das nächstes Jahr auch und vor allem für Firmen und Forschung relevant wird”, erklärt Nils Magnus, Vorsitzender des LinuxTag e. V.
Ein weiteres Thema in der Öffentlichkeit wird die Diskussion um Lizenzen und Patente sein: Schließlich soll 2006 der lang erwartete überarbeitete Entwurf GPL 3.0 der GNU General Public License veröffentlicht werden. Auch nach der Ablehnung durch das Europäische Parlament ist die Diskussion über Softwarepatente noch nicht abgeschlossen. “Wir wollen auch hinterfragen, ob sich Freie Software nicht nur theoretisch, sondern auch als erfolgreiches Geschäftsmodell umsetzen läßt”, umreißt Magnus den zweiten Schwerpunkt.
Weiterhin sind die vielfältigen Formen des Web-Publishing ein heißes Thema: Welche Auswirkungen haben diese neuen Kommunikationsmöglichkeiten wie Weblogs, Wikis und Content-Management-Systeme auf unsere Medienwahrnehmung?
Der 12. Internationale LinuxTag vom 3. bis 6. Mai 2006 in Wiesbaden nimmt sich dieser Themen an und startet den “Call for Papers”.
Interessierte, die sich mit diesen Themen wissenschaftlich oder praktisch auseinandersetzen, können ihre Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit im Rahmen des Vortragsprogramms vorstellen. Wesentliche Teile der Gesamtveranstaltung sind das Freie Vortragsprogramm, das Practical Linux Forum und Tutorien für verschiedene Zielgruppen: Während das Freie Vortragsprogramm sich weit gehend mit den technischen und gesellschaftlichen Aspekten von Freier Software und Open Source auseinander setzt, werden im Practical Linux Forum die Sachverhalte vor allem anwenderorientiert behandelt. Weiterhin sind Vortragende eingeladen, die über den erfolgreichen Einsatz von Linux und Freier Software in Unternehmen, Behörden und Bildungseinrichtungen berichten können: Schließlich hat nicht nur das Bundesinnenministerium (BMI) einen Migrationsleitfaden herausgegeben, um interessierten Behörden den Umstieg auf das alternative Betriebssystem zu erleichtern. Unlängst beschloss die Stadt Mannheim eine “sanfte Migration”, bei der zuerst Server und zum Schluss Arbeitsplätze in den Ämtern auf Linux wechseln. Auch in den Münchner Amtsstuben arbeitet man schon länger an einem kompletten Umstieg.
Mögliche Referenten werden nun aufgefordert, einen Abstract für einen einstündigen Vortrag einzusenden. Der Einsendeschluss für diese aussagekräftige Zusammenfassung ist der 15. Januar 2006. Interessenten finden detaillierte Informationen auf der Seite des LinuxTag und sollten sich dort ihren Beitrag online einreichen. Für fristgerecht eingereichte Beiträge kann die Hotelübernachtung übernommen werden. Für Mitarbeiter an Freien Projekten besteht die Möglichkeit, einen Fahrkostenzuschuß zu beantragen.
Mit 12.000 Besuchern in diesem Jahr ist der LinuxTag Europas größte Messe zum Thema Linux und Freie Software. Professionelle Anwender, Entscheider und Entwickler treffen sich zum Austausch bei den Konferenzen und Tutorien. Die Veranstaltung findet vom 3. bis 6. Mai 2006 in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden statt.
Der NDR und der Linux-Verband haben ihre juristische Auseinandersetzung trotz ihrer unterschiedlichen Rechtsauffassungen beigelegt. In dem Rechtsstreit ging es darum, ob die Einblendung des Logos und/oder des Namens der Firma Microsoft in Wahlgrafiken zulässig ist. Die Sache war teilweise gerichtlich ausgetragen, aber noch nicht endgültig entschieden worden. Einen Anlass für die Beilegung bietet die Beendigung der Kooperation von Infratest dimap mit Microsoft im Zusammenhang mit der ARD-Wahlberichterstattung. Die ARD wird in Wahlgrafiken bei zukünftigen Landtags-, Bundestags- und Europawahlen Microsoft als technischen Dienstleister nicht mehr nennen. Der NDR hat in der ARD die Federführung für den Wahlberichterstattungsvertrag mit Infratest dimap.
Schon seit Monaten ist es angekündigt, nun durfte man es endlich auf der WSIS, dem Weltgipfel zur Informationsgesellschaft, in Augenschein nehmen: Das 100 Dollar-Laptop für die Dritte Welt. Es soll die Informationskluft zwischen reichen Industrienationen und armen Entwicklungsländern verringern und vor allem Schulkindern den Einstieg zu Bildung ermöglichen - entwickelt natürlich in einem Land der ersten Welt. Nicholas Negroponte vom renommierten Media Lab des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und UN-Generalsekretär Kofi Annan stellten nun in Tunis einen Prototyp vor, der nicht nur durch seine giftgrüne Farbe ins Auge sticht. Äußerlich klein und kompakt sind seine Eingeweide auf das Nötigste reduziert: Gerade mal ein 500 MHh-Prozessor von AMD ist integriert, ausgestattet wird der PC mit 128MB Dram und statt einer Festplatte bietet ein Flash-Speicher 1 GB Raum. Der umklappbare LCD-Bildschirm hat eine Größe von 8 Zoll und wird normalerweise bei preisgünstigen tragbaren DVD-Playern verwendet. Sonst ein Kostenfaktor bei Laptops, soll hier der Einkaufspreis des wahlweise farbigen oder schwarz-weißen Displays gerade mal bei 35 Dollar liegen. Neben vier USB-Ports soll auch eine Internet-Verbindung über eine Art „Gitter-Netzwerk“ angeschlossen werden, das aber bei BBC noch nicht genauer ausgeführt werden konnte. Ein Modul für die drahtlose Verbindung, dem WLAN, soll inbegriffen sein. Als Stromzufuhr benötigt das 100 Dollar-Laptop gerade mal 12 Volt. Das äußerst günstige Notebook soll mit Freier Software ausgeliefert werden, vorinstalliert ist auf ihm bereits die Linux-System der Firma Red Hat.
Die Entwickler von der eigens gegründeten Non-Profit Organisation “One Laptop Per Child” (OLPC) weisen auf ihrer Webseite ausdrücklich darauf hin, dass das kleine Laptop nicht käuflich ist und rein für die direkte Abgabe über Regierungen an Schulen gedacht. Gebaut wird es ab einer vorbestellten Stückzahl von 6 Millionen. Da das Notebook unter anderem mit der Software in der jeweiligen Landessprache ausgeliefert werden muss und auch eine wirksame Logistik bei der Verteilung gegeben sein sollte, plant Nicholas Negroponte laut WorldChanging bereits weitere angeschlossene Unterfirmen der OLPC: OLPC Hardware, eventuell im Silicon Valley oder in Asien, OLPC Software im MIT und OLPC International für die Distribution.
Abgesehen von der Realisierung eines so günstigen Produktes, liegen die Probleme bei der Anwendung auf der Hand: Der tragbare Computer ist gut sichtbar mit einer Handkurbel ausgestattet, um bei mangelnder Stromversorgung manuell nachzuhelfen. Zehn Minuten Kurbeln reichen für eine Minute Laufzeit. Die Größe der Kurbel ist nun aber für Erwachsene konzipiert. Kinder, und gerade für die ist diese Entwicklungshilfe gedacht, werden ihre Schwierigkeiten mit der Bedienung haben. Vielleicht wäre eine Art Fußpedal einfacher gewesen, denn abwechselnd Kurbeln und Tippen erschwert die Bedienung. Die stechende Farbe soll Diebe abschrecken - ihre Wirksamkeit bleibt noch zu erproben.
Innen Open Source – und auch nach außen: Der freie Webbrowser Firefox soll mit den Mechanismen des „open source marketing“ (Times Online) unter die Internetnutzer gebracht werden. Die gemeinnützige Mozilla Foundation veröffentlicht zwar am 29. November die neue Version 1.5 des beliebten Tools, spätestens aber zum Sommer 2006 soll für die Version 2.0 eine beispiellose Werbekampagne generiert werden. In einem Wettbewerb können Freiwillige ihre viralen Clips einreichen, die Filme der Gewinner sollen die Vorzüge des Browsers unterbreiten. Mozilla wird dazu an Filmemacher herantreten, die sich mit 30-Sekunden-Trailern über Firefox austoben dürfen. Das Unternehmen hofft, seine höchst erfolgreiche Aktion zur Promotion der Version 1.0 wiederholen zu können. Letztes Jahr wurden über eine Webseite Tausende zur Unterstützung mobilisiert - eine bezahlte ganzseitige Anzeige in der New York Times war eines der Ergebnisse. 2004 kamen laut Mozilla 50 Millionen neue Nutzer hinzu, die den Browser wegen seinen Sicherheitsfunktionen schätzen gelernt haben.
Die nächste Version 1.5 hat nach Angaben von Mozilla Tastatur-Kurzbefehle zur einfacheren Löschung der History, der Cookies und des Caches. Neu ist auch eine automatische Funktion zum Updaten des Programms.
Nun hat er also inoffiziell bereits begonnen, der World Summit On The Information Society (WSIS), der Weltgipfel der Informationsgesellschaft, ausgerichtet von der UNO. Ab morgen sollen drei Tage lang bis zum 18. November in Tunis die drängenden Probleme der Informationsgesellschaft angegangen werden: Eines der vielen Defizite ist nach wie vor der fehlende „Zugang zu Information und Wissen“ für einen Großteil der Weltbevölkerung und schlecht ausgebaute Kommunikationsinfrastrukturen in den Entwicklungsländern.
Wie auf der WSIS-Seite der Heinrich Böll-Stiftung berichtet wird, findet der Gipfel unter verschärften Bedingungen statt: Die tunesische Regierung nimmt es genau mit ihrer Version einer Informationsgesellschaft, die offensichtlich einer ständigen Kontrolle des Staats unterliegt. Jedes zivilgesellschaftliche Treffen außerhalb des Gipfels wurde in den letzten Tagen durch die Ordnungsmächte verhindert.
So blockierte die Polizei am Montag das Goethe-Institut, in dem ein Vorbereitungstreffen des „Citizen Summit“ stattfinden sollte. Weiterhin wurden die von der Heinrich Böll-Stiftung angemieteten Räume im Zentrum von Tunis kurz vor der geplanten Veranstaltung „aus Sicherheitsgründen“ abgesagt.
Auf der offiziellen Webseite von WSIS werden die Reden der Teilnehmer als Streams bereit gestellt (1). Weitere Informationen über das Gipfeltreffen liefert die Seite der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) oder das Deutsche Zivilgesellschaftsnetzwerk.
Ausführliche Infos, Hintergrundartikel, Bilder und Podcasts liefert natürlich auch Netzpolitik.org vom Ort des Geschehens.
Mit Spannung wird sie erwartet: Am 23. November soll die neue Version 3.5 der grafischen Desktop-Oberfläche KDE erscheinen. Nach der Beta im Oktober wurde letzte Woche endlich der erste Release Candidate (RC) veröffentlicht, über den sich nun eifrige Tester hermachen dürfen - zum Aufspüren der letzten Fehler. Jeder ist aufgefordert, sie sich herunter zu laden. Für Selbst-Compiler ist auf der Webseite von KDE eine ausführliche Liste mit den Anforderungen der einzelnen Pakete enthalten.
KDE vereint als beliebte Oberfläche laut seinen Entwicklern „die Einfachheit der Nutzung mit zeitgenössischer Funktionalität und ein herausragendes grafisches Design mit der technischen Überlegenheit des UNIX-Systems“. Und die neue Version verspricht einige interessante Erweiterungen: Die „Tooltips“ wurden aufgestockt, so dass beim Scrollen mit der Maus auf der Arbeitsoberfläche jeweils eine Liste mit den erhältlichen Programmen erscheint. Darüber hinaus kann man sich über sie die Uhrzeiten in allen Zeitzonen anzeigen lassen.
Auch der Browser Konqueror wurde aktuellen Bedürfnissen im Zeitalter des Spam angepasst: Er kann unerwünschte Pop-Ups blockieren. Mittels eines neuen Plug-Ins kann er in mehreren Suchmaschinen stöbern, was er nun mit dem Browser Firefox gemein hat.
Was noch neu ist: Der E-Mail-Client KMail hat neue Importfilter bekommen und Kopete, der Instant Messenger, ermöglicht jetzt Videokonferenzen. Als neue Schmankerl sind zwei Programme hinzu gekommen: blinKen, ein Retro-Memory-Game aus den Siebzigern und KGeography, eine Lernsoftware für Erdkunde.
OpenOffice ist ein angesehenes Paket für allerhand Arten der Textverarbeitung - und als Open Source-Software frei erhältlich. Die praktische und einfach zu bedienende Alternative zu Microsoft-Programmen ist für die Linux-, die Windows- und die MAC OSX-Plattformen verfügbar und sollte vor allem mehr Anhänger unter Windows-Usern finden. Dafür gibt es Trainingsvideos für den leichteren Umstieg: NewsForge bringt im Dezember eine CD mit Lernvideos heraus, jetzt stehen davon bereits zehn Flash-Animationen als Clips zum Download bereit. Die Anweisungen darin sind in englischer Sprache gehalten und erklären die Installation, sowie den Gebrauch vom einfachen Speichern in unterschiedlichen Dateiformaten bis zur Bildbearbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation. Die Video-Clips wurden unter dem Lizenzpaket Creative Commons lizenziert und dürfen frei herunter geladen und verbreitet werden. Sie sind Teil des Buchpakets „Point & Click OpenOffice.org!“ von Robin Miller, das Ende des Jahres samt der CD erscheinen wird.
Der bemerkenswerte Erfolg der Open Source Bewegung ist nicht zuletzt ein grosser Verdienst der Vielzahl der freien Projekte, welche die Community bilden: “Die Leistung der vielen Entwickler und Unterstützer ist ein Fundament dieses Erfolges und ein wichtiger Bestandteil des LinuxTag”, sagt Nils Magnus, Vorsitzender des LinuxTag e.V. “Für dieses Engagement möchten wir uns bedanken.”
Auch im kommenden Jahr investiert der LinuxTag wieder seine erwirtschafteten Überschüsse in die Förderung Freier Software. Aufgrund der erfolgreichen Veranstaltung 2005 kann die Förderung nicht nur auf gleichem Niveau gehalten, sondern sogar etwas ausgebaut werden. Das im letzten Jahr eingeführte E-Ticket-Verfahren zum Verteilen von kostenfreien Eintrittskarten unter der Community wird in diesem Jahr weiter ausgebaut und erweitert. Zusätzlich wird die Fläche für kostenfreie Projekte-Stände in nächsten Jahr erneut erweitert. “Wir wollen möglichst alle Facetten der Freien Software auf der Ausstellung und dem Freien Vortragsprogramm abbilden. Das macht den besonderen Flair der Veranstaltung aus”, so Oliver Zendel, Mitglied des Vorstandes LinuxTag e.V.
Auftakt dieses Programmes ist das Sponsoring der Community-Standparty auf der heute in Frankfurt beginnenden LWE: “Freie Software steht bekanntlich für Freiheit und nicht für Freibier. Aus diesem Grund bringt der LinuxTag e.V. auf der LWE das Freibier zur Freien Software”, so Nils Magnus. Am Dienstag, den 15. November lädt das KDE-Projekt um 18 Uhr auf seinen Stand (G06) ein, auf dem auch erste Eindrücke der mit Spannung erwarteten Desktop-Oberfläche KDE 3.5 gewonnen werden knnen.
Höhepunkt der LinuxTag e.V. Aktivitäten ist der LinuxTag 2006. Mit über 60 erwarteten freien Projekten und über 150 kommerziellen Ausstellern ist er das grösste europäische Treffen der Open-Source-Entwickler und Linux-Professionals. Der LinuxTag 2006 findet vom 3. bis 6. Mai in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden statt.
Die Studie des Center for Economic and Policy Research in Washington, D.C. suggeriert es bereits in seinem Titel „Open Doors and Smashing Windows”: Ökonom Dean Baker hat nicht nur alternative Finanzierungsmöglichkeiten für Software untersucht, seine Forschung beschäftigt sich auch damit, wie Copyright und Patente in Bezug auf geistiges Eigentum „zu wirtschaftlicher Ineffizienz führen”.
Die Entwicklung von Freier Software, so Baker, würde dem amerikanischen Staat und dem Endverbraucher günstigere Software und infolgedessen auch billigere Computer bescheren. Der Grund sei, wie Baker erklärt: „Die Computersoftware-Industrie wird gewöhnlich als Speerspitze der US-amerikanischen Technologie angesehen. Gleichzeitig verlässt sich die Industrie zum Großteil auf den staatlichen Protektionismus in Form von Copyright und Patenten, den Relikten eines feudalen Zunftsystems, um die Entwicklung von neuer Software zu finanzieren. Die Abhängigkeit von diesen antiquierten Mechanismen führt sowohl zu ökonomischer Unfähigkeit für die Wirtschaft als ganze, als auch zu Software von schlechterer Qualität, als in einer Umgebung möglich wäre, in der alle Software gemeinfrei [public domain] ist.” - Also der Öffentlichkeit zur freien Verfügung und Weiterverarbeitung offen steht. Die Studie empfiehlt außerdem zur Finanzierung von Unternehmen, die Freie Software entwickeln, eine Mischung aus direkter staatlicher Unterstützung und einem System aus individuellen Belegen.
Wie CNET berichtet, ist die Entwicklung von Open Source-Software bereits für amerikanische Unternehmen attraktiver geworden: Eine Untersuchung der National Venture Capital Association besagt, dass letztes Jahr zwölf Software-Firmen unterstützt wurden, die 70 Millionen Dollar erwirtschafteten - das sind umgerechnet knapp 59 Millionen Euro. Im dritten Quartal 2005 haben nun bereits 18 Firmen in Amerika eine Förderung von insgesamt 145 Millionen Dollar erhalten.
Bei Yahoo! ist es schon länger möglich, jetzt zieht die Suchmaschine Google nach: Ab sofort kann man über die Google-Suchmaske nach Dateien stöbern, die unter bestimmten Arten lizenziert wurden – nämlich Audio-MP3s, Filme, Bilder, die unter Creative Commons stehen. Bislang nur auf englisch verfügbar, erlaubt die Suche unter “Usage Rights” eine Einengung in Dateien, die “manche Arten der Wiederverwendung erlauben”. Alternativ kann nach Files gesucht werden, die “frei modifiziert, angepasst oder weiterverarbeitet” werden dürfen. Obwohl das “CC”-Wort nicht auftaucht, legen diese Umschreibungen die Praxis der Creative Commons-Lizenzen und ihre Ausdifferenzierung in kommerzielle und nichtkommerzielle Nutzung und das Erlauben einer Modfizierung nahe. Schließlich möchten diese Lizenzen das normale Urheberrecht bereichern und vor allem mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten Klarheit im Rechtedschungel schaffen. Allerdings greifen allein zwei Suchkriterien bei Google nicht die verschiedenen Lizenz-Modelle, die Creative Commons bietet.
Denn wer sich für eine Creative Commons-Lizenz bei einer Film-, Audio- oder Textdatei entscheidet, kann aus einem Rechtekatalog verschiedene Optionen wählen: Neben der kommerziellen Nutzung kann gewählt werden, ob die Datei verändert werden darf wie bei einem Musik-Remix. Schließlich gibt es auch die Möglichkeit, das Werk ganz für die öffentlichen Gebrauch, für die “public domain” frei zu geben. Entwickelt wurden diese Lizenztypen vor vier Jahren vom amerikanischen Rechtsprofessor Lawrence Lessig. Mittlerweile wurden die Modelle auch dem deutschen Recht angepasst.
Um einiges übersichtlicher ist da der Konkurrent Yahoo!: Die Suchmaschine bietet bereits seit Ende März die gezielte Suche nach Werken an, die unter die Creative Commons-Lizenzen fallen. Hier lässt sich die Suche entweder nach „kommerziellen Zwecken” einschränken, oder aber nach Dateien, die “modifiziert, angepasst oder weiterbearbeitet” werden sollen. Die Suchmaschine informiert außerdem auf einer Übersichtseite über Creative Commons.
Gerade hatten die Analysten von OneStat.com bei ZD.net verkündet, dass der freie Browser Firefox bereits von 11,5 Prozent der Internet-User weltweit benutzt wird. Seine Popularität hat sich allein im letzten halben Jahr um drei Prozent erhöht. Dieses Programm zum Surfen im Internet möchte man lieb haben. Gerade dann, wenn es sich im täglichen Gebrauch als einfach zu handhaben erweist und es vor allem originelle Erweiterungen, die Add-Ons bietet. Bei der Freien Software Firefox sind nun Tüftler aufgerufen, ihrer Programmierfreude freien Lauf zu lassen und das überaus beliebte Programm mit spannenden, nützlichen oder lustigen Merkmalen zu erweitern. Die neue Version 1.5 wird bereits für Entwickler angeboten und darf beim „Extend Firefox Contest” verschönert werden. Thematisch wird den Teilnehmern freien Lauf gelassen, vom Feature mit dem neuesten Wetterreport bis zum Einbauen von Java Scripts auf Webseiten. Kreativität, Nutzerfreundlichkeit und Web-Service-Inegration sind die Kategorien, bei denen Preise wie Fanpakete, iPods oder die Software Alienware Aurora vergeben werden. Mitmachen kann jeder ab 18 Jahren, Einsendeschluss ist der 6. Januar 2006.
Konkurrenz für Microsoft: Das Open Forum in Cambodia lässt Freie Software in die Landessprache übersetzen. Wie AsiaMedia berichtet, arbeitet die nicht-staatliche Organisation bei der “Khmer Open Software Initiative” mit der Regierung zusammen und testet im Moment ein Office-Paket: OpenOffice.org 2.0 Beta ist bereits auf khmer erhältlich, hinzu kommen der Browser Firefox, auf khmer genannt “Mekhala” und das E-Mailprogramm Thunderbird unter dem Namen “Moyura”. Die kambodschanische Regierung möchte nach eigenen Aussagen das Monopol von Microsoft sprengen und die Verbreitung der Landessprache Khmer auf Computern unterstützen. Ein langwieriges Unterfangen, gestaltet sich doch die Technisierung nicht einfach: In dem Entwicklungsland besitzt nur ungefähr jeder tausendste Einwohner einen PC.
Die nicht-staatliche Organisation Open Forum in Cambodia gründete sich vor elf Jahren in Phnom Penh, um die Einwohner in ihrer Meinungsbildung in sozialen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen zu unterweisen und in dessen Folge die Zivilgesellschaft zu stärken. Die Initiative des Open Forum in Cambodia ist ein wichtiger Schritt für die kambodschanische Gesellschaft, in der die Mehrheit der Bevölkerung außer khmer keiner weiteren Sprache mächtig ist. Dementsprechend schwierig sind die Bedingung bei Computerkursen, bei denen sich die Lernwilligen nicht nur ein Betriebssystem, sondern auch noch seine Anwendung in einer fremden Sprache beibringen müssen. Gerade für die junge Generation vom Land könnte das laut AsiaMedia eine Chance auf bessere Jobs in den Städten sein, ohne sich teure Englischkurse leisten zu müssen. Auch wehren sich die Kambodschaner gegen den Einsatz von Microsoft-Programmen in Ämtern und Behörden, da diese bislang nur auf englisch erhältlich sind.
Sei es das Herumschnüffeln in der Privatsphäre, die flächendeckende Videoüberwachung oder die Auswertung von Nutzerprofilen bis zum Adressklau: Bei den jährlichen BigBrotherAwards werden Personen, Institutionen oder Unternehmen angeprangert, die in diesem Bereichen allzu sorglos mit den Daten der Bürger umgehen. Letztes Wochenende wurden sie wieder vergeben und die, die sie überreicht bekommen, fühlen sich wenig geschmeichelt. Wie andere Preise haben auch die BigBrotherAwards fein säuberlich aufgeteilt verschiedene Kategorien. So besitzen die “Oscars für Datenkraken” einen “Lifetime”-Award für eine auf einem unrühmlichen Gebiet herausragende Persönlichkeit, nämlich seine langjährigen Verdienste bei der Ausspionierung der Bürger: Diesmal bekam ihn Otto Schily, noch Bundesinnenminister. Der macht seine Arbeit höchst effektiv, schließlich bekam er bereits 2001 Preise dafür. Unter seine Amtszeit fallen die vorschnelle Einführung des biometrischen ePasses ohne Legitimation durch das Parlament. Er setzte sich überdurchschnittlich für die Überwachung der EU-Bürger ein und für den Großen Lauschangriff. Nach wie vor gehen die “Otto-Kataloge”, die Aushöhlung des Datenschutzes im Namen der “Antiterror Gesetze” auf sein Konto. Der biometrische ePass, der seit heute erhältlich ist, wurde von Schily am Parlament vorbei auf der EU-Ebene “durchgeboxt”, so Rolf Gössner von der Internationalen Liga für Menschenrechte. Er hält Schilys “selbstherrlichen Akt für zutiefst undemokratisch”.
In der Kategorie “Wirtschaft” wurde der BigBrother an die Saatgut-Treuhand Verwaltungs GmbH in Bonn vergeben, vertreten durch ihren Geschäftsführer Dirk Otten. Sie hatte Bauern ausspioniert, ob sie etwa Früchte ihrer Ernte für die Aussaat im nächsten Jahr verwenden. Dafür hatte sie Kundendaten über die Genossenschaften herausgefunden, dann auf Feldern kontrolliert und über verdeckte Ermittler Erzeugnisse zu Testzwecken gekauft. 2 500 Bauern verweigerten die Auskunft - und wurden verklagt.
Auch die staatlichen Institutionen gingen nicht leer aus: Unter “Behörden & Verwaltung” erhielt der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff eine Trophäe. Ihm zu verdanken ist die Zerschlagung der Datenschutzaufsicht in Niedersachsen, erklärte Werner Hülsmann vom Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF).
In der Sparte “Kommunikation” beschreibt Alvar C. H. Freude vom Förderverein Informatik und Gesellschaft, wie der schleswig-holsteinische Generalstaatsanwalt Erhard Rex die großflächige Suche nach Zeugen per Handy-Ortung anordnete. “Mobilfunk-Unternehmen wurden ohne konkreten Tatverdacht gezwungen, die Datenschutzvereinbarungen mit ihren Kunden zu brechen. Unzählige Unschuldige wurden zu Verdächtigen. Die Beweislast wurde umgekehrt - potenzielle Zeugen mussten beweisen, dass sie keine Täter sind”, erklärt Freude in der “Laudatio”.
Auch Prominenz wie Franz Beckenbauer bekamen ihr Fett ab: In der Sparte “Verbraucherschutz” wurde das Organisationskomitee Deutschland im DFB für seine Methoden bei der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 prämiert. Rena Tangens vom Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs prangerte die “inquisitorischen” Fragebögen zur Bestellung von WM-Tickets an und monierte sowohl die zukünftige Weitergabe der Adressdaten an die FIFA und natürlich an die Sponsoren, als auch die Einführung von RFID-Überwachungschips auf sämtlichen Eintrittskarten.
Die Überarbeitung der GNU General Public License, genannt GPL 3.0, schreitet voran: Eben Moglen von der Free Software Foundation (FSF) berichtet in der eWEEK über den geplanten Ablauf, bis die endgültig überarbeitete Version für die Lizenz zur Lizenzierung Freier Software druckreif ist - schließlich ist die bisherige von Linux-Pionier Richard Stallman und Rechtsprofessor Moglen bald 15 Jahre alt. 1991 wurde sie als Version 2.0 erweitert und muss nun den technischen Neuerungen angepasst werden: Drängende Themen sind die Internationalisierung der Lizenz, die sich ursprünglich am amerikanischen Recht orientierte. Außerdem müssen die Paragrafen zum Kopieren von Software und die Regelungen zu Patenten auf den neusten Stand gebracht werden. Die GPL soll außerdem die Entwicklungen von Softwarepatente und dem “Trusted Computing” berücksichtigen. Letzteres bedeutet die Bestrebungen, Programme auf einem Rechner für jede Art von Modifizierung sowie Manipulation zu sperren.
Anfang nächsten Jahres wird ein Entwurf vorgestellt, so der juristische Berater der FSF, der ein Jahr für die Freie Software-Gemeinde zur Diskussion steht. 2007 ist schließlich die Veröffentlichung der GPL 3.0 geplant. Diesen Monat werden zunächst die Regeln für das Prozedere bekannt gegeben: “Ich will, dass die Leute die Regeln in sich aufnehmen, bevor wir anfangen, über die Substanz zu reden. Jeder soll gesehen haben, dass der Prozess offen, transparent und fair ist und jeder soll sich mit den verfügbaren Regeln vertraut gemacht haben und wie man mit ihnen umgeht. Und dann legen wir das Dokument auf den Tisch und beginnen mit den Gesprächen”, erklärt Moglen.
Die GNU GPL stellt für Freie Software vier Regeln auf: Ein Programm darf ohne Einschränkungen angewendet werden. Es darf kopiert und gratis weiter verbreitet werden. Sein Quellcode muss für jeden einsehbar sein, um das Programm individuell anzupassen und verändern zu können. Dieses erweiterte Programm darf selbstverständlich wiederum verteilt werden, natürlich nur mit dem abgeänderten Quellcode.
Laut einer Studie der Universität Maastricht arbeiten 49 Prozent aller Ämter in Europa mit Open Source / Freier Software (FLOSS) - manche ohne es zu wissen. Leiter Rishab Aiyer Ghosh, im Vorstand der Open Source Initiative (OSI), hatte bereits 1996 eine erste Studie zu den Produktionsbedingungen unter Open Source / Freier Software vorgelegt. Vor drei Jahren erarbeitete er eine der umfassendsten Untersuchungen zur Spezies der Entwickler und Anwender von Freier Software. Auf der Amsterdamer EuroOSCON, der „European Open Source Convention“ des O`Reilly Verlages, wartete er letzte Woche mit der Nachfolgestudie auf: Das von der EU geförderte Projekt FLOSSPOLS analysiert die Verbreitung von Open Source / Freier Software in den Behörden mittels Befragung per Telefon und Fragebögen. 955 Antworten aus 13 Staaten der Europäischen Union belegen folgendes: Knapp die Hälfte aller staatlichen Institutionen benutzen Open Source / Freie Software. Erstaunlicherweise war einem Drittel der direkten und indirekten Anwender gar nicht bewusst, dass sie auf Open Source Software beispielsweise mit MySQL-Datenbanken, Apache-Servern oder unter GNU / Linux arbeiten. Hier wird auch deutlich, dass von dem verbleibenden Nicht-Nutzern diejenigen in Zukunft umsteigen könnten, die im Moment vor allem mit individuell zugeschnittener Software arbeiten. Als Grund für die zögerliche Migration auf Linux wird als erstes die Angst vor einem mangelnden Support angegeben. Allerdings stehen die Karten günstig für einen Umstieg: Die Hälfte aller Befragten muss in den nächsten zwei Jahren ihr Budget zurückfahren und will das mit gekürzten Lizenz-Ausgaben erreichen. Die Nicht-User spielen deshalb auch mit dem Gedanken, auf ein günstigeres Betriebssystem zu wechseln. Aufschlussreich ist die Verteilung von IT-Support in den Abteilungen: Während der Administrator eines Windows-Netzwerks in der Regel 53 Rechner beaufsichtigt, wartet der Linux-Techniker durchschnittlich 63. Beim Zusammenhang von Gebrauch von Linux und PC-Ratio gibt es mehrere Vermutungen: Entweder stellen die Administratoren auf Open Source um, weil sie mit den Rechnern überlastet sind - oder sie migrieren und können deshalb als Folge mehr Computer betreuen.
Dominanz der Männer
Zur Erinnerung: Die große FLOSS-Umfrage von 2003 brachte Interessantes zur Entwickler-Spezies zu Tage. Nach der Befragung von 2784 Personen wurde bestätigt: Open Source-Entwickler sind fast ausschließlich männlich (98,9 Prozent) und zu 41 Prozent Single. Die Mehrheit ist zwischen 19 und 33 Jahren alt und bevorzugt Debian als Distribution. Ihr folgen Red Hat und Mandrake. Viele haben in der zweiten Hälfte der Neunziger damit begonnen - offensichtlich ist das Hantieren mit Open Source eine Generationsfrage: “Das Entwickeln von Open Source / Freier Software ist eher eine Angelegenheit der nachfolgenden Generation als eine der erfahrenen Software-Entwickler”, so der Report.
Letzte Woche gab es auf der Amsterdamer EuroOSCON Neuigkeiten aus dem Hause Microsoft. Auch der Konzern operierte bislang nach dem Open Source-Modell mit seiner eigenen “Shared Source”: In zehn verschiedenen Lizenzarten wurde festgelegt, dass bestimmte Personen wie Entwickler stückweise in den Quellcode einzelner Microsoft-Programme einsehen durften. Jason Matusow vom “Shared Source”-Programm bei Microsoft präsentierte nun auf der EuroOSCON fünf neue Lizenzmodelle, um den unterschiedlichen Umgang damit zu vereinfachen. Zur Überraschung der Open Source-Gemeinde sollen zwei davon mit der “Definition Freier Software” vereinbar sein: Die “Microsoft Permissive License”, genannt MS-PL, und die “Microsoft Community License” (MS-CL). Beide gibt es als eingeschränkte Unterlizenzen nur für das Betriebssystem Windows unter den Bezeichnungen MS-LPL und MS-LCL. Frei bedeutet in diesem Fall, dass ein Programm benutzt werden darf und dass sein Quellcode offen gelegt ist, um es besser zu verstehen. Weiterhin muss eine Software kopierbar sein und darf zu seiner Verbesserung abgeändert werden.
“Da wir so selten die Gelegenheit haben, uns positives über Microsoft zu äußern, möchte ich dem Unternehmen zunächst gratulieren”, erklärt George Greve von der “Free Software Foundation Europe”: “Von den fünf veröffentlichten Lizenzen erfüllen nach unserer oberflächlichen Analyse zwei die Definition für Freie Software.” Und das, so Greve, nachdem der Gigant in der Vergangenheit die Bestrebungen zu Copyleft, dem Schutzverfahren bei Lizenzen der Freien Software, und im Besonderen die GNU GPL als wahlweise “viral”, “krebserregend” oder “kommunistisch” bezeichnet hatte.
Laut Mitorganisator Tim O`Reilly scheint nun die MS-PL ungefähr der BSD-Lizenz zu ähneln. Die “Community License” kommt offenbar der Mozilla Public License (MPL) am nächsten, einer Lizenz für den Browser Mozilla ohne “strenges Copyleft” (FSF). Die dritte Lizenz nennt sich “Refrence License” (MS-RL) und verhilft lediglich zu einem Einblick in den Source Code eines Programms ohne die Möglichkeit einer Modifizierung. Was nur noch fehlt, wäre die Vorlage der neuen Lizenzen bei der Open Source Initiative (OSI), um sie abzusegnen. Laut eWeek lehnte das allerdings Jason Matusow vom “Shared Source”-Porgramm vorerst ab.
Unwissende könnten voreilig vermuten, dass Open Source-Programme in erster Linie für den Linux-Anwender entwickelt wurden. Früher konnten die Freien Programme den kommerziellen oft noch nicht das Wasser reichen - heute haben einige die Qualität erreicht oder gar übertrumpft: Ein Jahr nach der Veröffentlichung der letzten Opensource CD ist sie da, die Zusammenstellung von Freien Programmen für Windows-Benutzer. 170 Programme lassen sich als ISO-Image herunter laden, davon sind zehn ganz neu, von 26 gibt es Updates. Auch hier sind die Merkmale von Freier Software: Der Quellcode ist offen gelegt und ein Programm lässt sich beliebig modifizieren. Die Lizenz ist gratis und die Weitergabe und Vervielfältigung sind erlaubt.
Welche Update gibt es: Abiword (Textverarbeitung), Aethera, Celestia, GAIM, GIMP, VideoLAN-Client, Mozilla und seine Komponenten Firefox und Thunderbird. Auf der Webseite ist eine Liste der Programme ersichtlich. Neu ist die Bewertung der Software auf einer Skala von 1 bis 5 - wobei auf dem Silberling natürlich nur die besten Programme enthalten sind und keines weniger als 4 Punkte zugesprochen bekommt.
Als weiteres Update gibt es das brandneue OpenOffice 2.0, allerdings nur auf der Bestell-CD oder DVD per Post. Die einfache CD kostet 5,90 Euro, die DVD wahlweise 12,90 Euro mit PrOOo-Box 2.0, Open Clipart und NASA World Wind. Die “Business”-Version der DVD kostet 17,80 Euro und enthält außerdem die DJG-Software-Kollektion.
Die Opensource CD enthält auch eine Änderung der Lizenzen: Bislang waren alle Dokumente der CD / DVD mit der GNU FDL lizenziert, jetzt stehen sie unter den Creative Commons-Lizenzen.
Der Call for Papers für das von der GUUG veranstaltete Frühjahrsfachgespräch vom 21. - 24. März 2006 an der Universität Osnabrück läuft bis zum 6. Januar 2006.
Das Frühjahrsfachgespräch ist eine der drei Hauptveranstaltungen, die von der German Unix User Group (GUUG) e.V. neben dem Linux-Kongress und (ab 2006) dem LinuxTag2006 organisiert wird. Der Focus der jährlichen Veranstaltung sind professionelle Systemadministratoren und -programmierer. Gleichzeitig ist es der “Hauskongress” der GUUG und damit die ideale Gelegenheit zu einem persönlichen Treffen der Mitglieder. Der Schwerpunkt liegt auf technischen Fragestellungen, wobei sowohl der proprietäre als auch der Open Source-Bereich von Interesse sind. Daneben sollen aber auch rechtliche, ethische, soziale oder ökonomische Fragestellungen nicht zu kurz kommen, die mit dem Einsatz und der Administration von Informationsverarbeitungssystemen in Zusammenhang stehen.
Das FFG beginnt mit zwei Tutoriumstagen (Di, Mi). In einigen Tutorien werden aktuelle Themen diskutiert, in anderen können die Teilnehmer in einem Praxisteil ihr Wissen anwenden. Donnerstag und Freitag finden zwei parallele Tracks mit Vorträgen statt. Begleitend zu den Vortragstracks sind Poster-Sessions geplant. Dabei werden Projekte, Programme oder Ideen in kurzer Form an zentraler Stelle vorgestellt. Die Autoren werden zu bestimmten Zeiten am Poster sein, um mit Interessenten über ihre Projekte zu diskutieren. Die ausgewählten Vorträge werden als Tagungs-Band (mit ISBN-Nummer) veröffentlicht.
Die Vorträge beschränken sich nicht auf bestimmte Betriebssysteme, besonders interessant sind Fragestellungen in einem heterogenen Systemumfeld. Ebenso sind sie nicht beschränkt auf das Open-Source- oder proprietäre Umfeld. Nur Referenten aus den unterschiedlichen Umgebungen können eine wirklich konstruktive Diskussion entfachen.
Am Donnerstag wurde in London die so genannte “Adelphi Charter on Creativity, Innovation and Intellectual Property” von der Royal Society for the Arts herausgegeben. Sie soll als “Lackmustest von Regierungen benutzt werden, die neue Exklusivrechte für Wissensgüter in Betracht ziehen”, erklärt Cory Doctorow von der Electronic Frontier Foundation (EFF) auf BoingBoing: “Gewöhnlich werden diese Rechte ohne jeden Beweis über ihrem versprochenen Nutzen gewährt.”
Die Charta richtet sich an die Regierungen aller Länder und umfasst neun Punkte mit Empfehlungen und Forderungen, die die Zukunft von geistigem Eigentum betreffen. Ausgearbeitet wurden insbesondere die Punkte zu Copyright und Allgemeinwohl, Patentrecht, Markenrecht und damit zusammenhängende Rechte. Geschrieben wurde die Liste von einem internationalen Komitee aus Künstlern, Wissenschaftlern, Juristen, Politikern und Wirtschaftsexperten, darunter Cory Doctorow, Lawrence Lessig von Creative Commons und der brasilianische Kulturminister Gilberto Gil.
Die Punkte der Charta im Einzelnen:
1) Gesetze zur Regelung von geistigem Eigentum müssen zur Erreichung kreativer, sozialer und wirtschaftlicher Ziele dienen, anstelle selbst das Ziel zu sein.
2) Diese Gesetze und Regelungen müssen den grundlegenden Menschenrechten auf Gesundheit, Bildung, Arbeit und kulturellem Leben dienen. Sie dürfen sie nicht untergraben.
3) Das öffentliche Interesse benötigt eine Ausgewogenheit zwischen Gemeinfreiheit und privaten Rechten. Es benötigt ebenso eine Ausgewogenheit zwischen dem freien Wettbewerb, der für eine wirtschaftliche Dynamik unverzichtbar ist, und den Monopolen, die durch Gesetze zum geistigen Eigentum gewährt werden.
4) Der Schutz von geistigem Eigentum darf nicht auf abstrakte Ideen, Fakten oder Daten ausgedehnt werden.
5) Patente dürfen nicht auf mathematische Modelle, wissenschaftliche Theorien, Computercode, Lehrmethoden, Geschäftsprozesse, medizinische Diagnose-, Therapie- und Operationsmethoden ausgedehnt werden.
6) Urheberrechte und Patente müssen befristet sein und ihre Geltungsdauer darf nicht darüber hinausreichen, was angebracht und notwendig ist.
7) Regierungen müssen auf breiter Basis politische Regelungen schaffen, um Zugang und Innovation zu stimulieren, einschließlich nicht-proprietärer Modelle wie Lizenzen von Open Source-Software und dem freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur.
8) Gesetze über geistiges Eigentum müssen die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umstände von Entwicklungsländern berücksichtigen.
9) Regierungen sollten sich in der Debatte über Gesetze zum Schutz des geistigen Eigentums an diese Regeln halten:
- Es muss eine automatische Vermutung gegen die Schaffung neuer Bereiche im Schutz geistigen Eigentums, der Ausweitung bestehender Privilegien oder der Verlängerung der Schutzdauer geben.
- Die Beweispflicht in solchen Fällen muss den Vertretern der Gesetzesänderung auferlegt werden.
- Änderungen dürfen nur erlaubt sein, wenn eine strenge Analyse deutlich aufzeigt, dass diese die grundlegenden Rechte des Volks und das wirtschaftliche Wohl verbessern.
- Es sollte dabei eine durchgängige Einbeziehung der Öffentlichkeit und eine verständliche, objektive und transparente Einschätzung von öffentlichem Nutzen und Schaden geben.
Der Abschlusssatz lautet: “Wir rufen die Regierungen und die internationale Gemeinschaft dazu auf, diese Prinzipien anzuwenden.”
Eben hat er die Adelphi Charta mit entwickelt, doch der brasilianische Kulturminister Gilberto Gil ist auch in vielerlei Hinsicht eine schillernde Persönlichkeit: Geboren Jahrgang 1942 als Gilberto Passos Gil Moreira vermengt der BWL-Student in den Sechzigern mit Mitstreiter Gaetano Veloso den herkömmlichen Bossa Nova mit modernem Rock und Pop. Unter der Militärdiktatur wird der Regimekritiker 1968 verhaftet, verbringt mehrere Monate im Gefängnis und wird anschließend nach London ins Exil abgeschoben. Drei Jahre später kehrt er zurück und fusioniert seitdem höchst erfolgreich Pop bis Reggae mit brasilianischer Tradition. Seine über 40 Alben verkaufen sich millionenfach, er wird dafür mit Platin und einem “Grammy” in der Kategorie “Weltmusik” bedacht.
Seit Ende der Achtziger ist Gil in der Politik präsent: Zuerst lange als Stadtrat von Salvador da Bahia, seit zwei Jahren bekleidet der Politiker der Grünen das Amt des Kulturministers unter Luiz Inacio da Silva, genannt “Lula”. Herausragend an Gil ist seine Arbeit für die Open Source-Bewegung: So entwickelte er einen Unterbestandteil der Creative Commons-Lizenzen mit, die so genannte “Sampling Lizenz”.
In einem Interview mit dem britischen The Guardian erklärt er nun, wie es dazu kommt, dass die brasilianische Regierung bei allen Ministerien die Verwendung von Microsoft Windows gestoppt hat. Alternative sollen dort alle Büro-PCs auf Open Source umgestellt werden. “Die Komplexität unserer Zeit verlangt danach”, sagt Gil: “Die brasilianische Regierung ist definitiv Pro-Recht. Wenn aber das Recht nicht mehr richtig passt, muss es geändert werden. Das ist keine neue Sache, das ist wie gewöhnlich die Zivilisation.”
Das Ubuntu-Team erweitert mit Version 5.1 Breezy Badger die Fähigkeiten der eigenständigen Distribution auf Debian-Basis. Das beliebte Betriebssystem, das unter anderem gern von Notebook-Besitzern benutzt wird, bietet neue Merkmale: Die Thin Client Integration - Ubuntu unterstützt Thin Clients, dass heißt, das System kann optimal in Netzwerkumgebungen eingesetzt werden. Das zahlt sich aus, wenn ein Ubuntu-Image für eine Schulklasse über den Server zentral gestartet werden kann und die Management-Tools sowohl auf dem Server, als auch auf jedem Einzelrechner laufen. Neu ist außerdem die Unterstützung von OEM-Hardware - damit können PCs mit einem vorinstallierten Ubuntu verkauft werden. Als drittes Merkmal gibt es launchpad.net, eine integrierte Infrastruktur, die unter anderem eine einfachere Übersetzung, Fehlerbeseitigung und das Teilen von Code Patches ermöglicht. Anwendern soll es die Fragen an den technischen Support, sowie die Übersetzung direkt aus dem Hilfe-Menü jeder Desktop-Software erleichtern.
Das Portierunsgteam hat auch noch drei neue Prozessor-Architekturen: IA-64, HP PA 1.1 und UltraSPARC. Zu Letzterem gibt es eine Installationsdatei über Netinstall oder TFTP-Boot. Der Breezy Badger setzt mit Linux-Kernel 2.6.12.6 auf dem GNU Compiler Compiler (GCC) Version 4.0.1, enthalten ist außerdem glibc 2.3.5. X.Org in der Version 6.8.2.
Darüber hinaus hat die Ubuntu-Familie zwei Kinder mehr bekommen: Die Partner-Distribution “Edubuntu” wurde speziell auf die Bedürfnisse von Schulen und Lehreinrichtungen zugeschnitten und zusammen mit der K12-LTSP-Gemeinschaft ausgearbeitet. Als zweites wurde “Ubuntu For Servers” entwickelt, eine Erweiterung für die Installation auf Servern.
Der Breezy Badger ist gerade erst frisch eingetroffen, die nächste Version 6.04 steht aber bereits in den Startlöchern: “Drapper Drake”. Der “gediegene Erpel” ist für April nächsten Jahres geplant, so Sponsor Mark Shuttleworth in der Ubuntu-Mailingliste – beinah zeitgleich mit der Veröffentlichung von Windows Vista.
Die “dotcom”-Blase ist geplatzt - Open Source Software schickt sich an, die neue “große Nummer” der Geschäftswelt zu werden. Allerdings unterscheidet sich das Open-Source-Business weitgehend vom inhaltlich eher schwachbrüstigen Marketingboom der Neunziger Jahre.
Zack Urlocker, Vize-Präsident der Firma MySQL, hat in einem Interview mit MarktingSherpa seine Sicht der Dinge dargelegt und auf Fehler im Open Source Marketing hingewiesen.
Grundsätzlich so Urlocker, müssen sich die Firmen darüber klar sein, dass sie mit technisch versierten Kunden interagieren. Denn eine großer Anteil der Kundschaft ist selbst in Open Source Projekten engagiert. Mit leeren Phrasen und großen Versprechungen ist darum im Open Source Business nicht viel zu holen.
Es geht um Inhalte, um präzise Informationen und konkrete Antworten. Urlocker macht gravierende Fehler aus, die die Erfolgaussichten eines auf Open Source setzenden Unternehmens empfindlich stören können und gibt Tipps für eine erfolgreiche Marketingstrategie.
Mehr als in anderen Branchen ist Ehrlichkeit über die Lizensierung und eine transparente Unternehmensstruktur und -philosophie von Nöten. Denn OSS-Firmen sind in großem Maße auf die Unterstützung aus der Community angewiesen. Nicht nur, dass die Entwickler untereinander on- und offline kommunizieren und somit an der Meinungsbildung über das Unternehmen, letztlich also an dessen Erfolg beteiligt sind. Auch die Pläne und die Strategie der Firma müssen offen kommmuniziert werden, da die Ressource - die Software - ursprünglich aus der Open Source Community kommt und diese daher über die weitere Verwendung ihrer Entwicklung informiert werden will.
Das Motto lautet also, nicht nur Open Source vorgeben, sondern Open Source sein.
Wichtig ist es laut Urlocker, Informationen über das Unternehmen und Produkte nicht nur über die klassischen Wege zu publizieren, sondern alternative Strategien zu entwickeln. Zielgruppengerechte Kommunikation lautet das Stichwort. Als Beispiel nennt Urlocker die MySQL-Roadmaps, die die Pläne des Unternehmens für die kommenden zwei Jahre offenlegen und nicht nur in offiziellen Portale sondern auch auf Entwicklerseiten gepostet werden.
Open Source Software ist den proprietären Gegenstücken in vielerlei Hinsicht überlegen. Nichts desto trotz wollen Kunden nicht bevormundet, sondern sachlich von einem Produkt überzeugt werden. Laut Urlocker sei eine “religiöse” Idealisierung Freier Software und die Brandmarkung aller proprietärer Konkurrenzprodukte daher oftmals eher verkaufsstörend. Vielmehr käme es darauf an, Kunden durch klare Aussagen von den Vorteilen einer Open Source Lösung zu überzeugen.
Der Erfolg gibt MySQL-Vize Urlocker recht. Der gibt wiederum einen Einblick in die Marketing-Strategie seines Unternehmens.
Die MySQL-Website bietet für alle Kundengruppen die passend aufbereiteten Informationen. So gibt es beispielsweise die Developer Zone, wo Buchauszüge, Best practise Berichte, aktuelle Artikel, Blogs und andere Materialien zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren haben sich so genannte Webinars bewährt. In diesen Online-Präsentationen widmen sich Experten technischen Belangen, beantworten Fragen und treten in den “direkten” Austausch mit interessierten Entwicklern. Newsletter ergänzen dieses Informationsangebot.
Ähnlich erfolgreich sind Fallstudien bekannter Firmen, die Einzelheiten über die Implementierung von MySQL beschreiben. Wichtig hierbei ist es das die zur Verfügung stehenden Dokumente, tatsächlich eine Entscheidungshilfe geben, d.h. relevante und ehrliche Informationen zu Technik, Motivation, Implementationsstrategie und auftretenden Problemen liefern.
White Papers sind ebenfalls eine beliebte Informationsquelle, für die Entwickler sogar bereit sind einvorgeschaltetes Online-Formular auszufüllen. Dieses beschränkt sich auf wenige, wesentliche Angaben, nämlich eMail, Titel, Firma und das geplante Einsatzgebiet von MySQL. Beim zweiten Download eines White Papers wird die Person per Cookies identifiziert und muss lediglich die Frage nach der gesuchten Anwendung beantworten.
Darüber hinaus haben sich auch Firmen-Weblogs als Ergänzung der traditionellen Pressearbeit bewährt. Einzelne Mitarbeiter berichten hier, aber auch auf Community-Website und in Entwickler-Foren von ihrer Arbeit und stehen als Ansprechpartner bei technischen Fragen bereit.
Auf diese Weise kann der enge Kontakt zu der Entwickler-Community, die so wichtig für Open Source Unternehmen ist, gehalten werden, unabhängig davon wo diese sich im Web bewegen und welchen Informationsstil sie bevorzugen.
Die erste Beta von KDE 3.5 steht seit letzter Woche zum Download bereit und kommt mit einigen Neuerungen und verbesserten Funktionen daher. Zwar werden sich bis zum Release der finalen Verion 3.5 sicher noch eine Reihe weiterer Änderungen in einzelnen Änwendungen ergeben, allerdings gibt KDE 3.5 Beta 1 bereit einen guten ersten Eindruck des zu erwartenden Endprodukts.
Die KDE Kontrollleiste “Kicker” wurde zum Beispiel um einige Tooltips erweitert, die dem Anwender die laufenden Applikationen anzeigen. Im Konqueror, dem KDE-Webbrowser erhält man nun deutliche Hinweise auf blockierte Popup-Fenster. Zudem wurde die Menüstruktur des Konquerors, der zugleich auch als Datei-Browser, überarbeitet. Neu hinzugekommen ist die, von anderen Systemen gewohnte, erscheinende Funktionsauswahl sobald eine CD eingelegt oder ein USB-Stick eingesteckt wird.
Eine vollständige Liste der Änderungen und Neuerungen in KDE 3.5 ist auf der KDE-Website zu finden. Dort steht die Version KDE 3.5 Beta 1 auch zum Download bereit. Ein Termin für die Veröffentlichung der stabilen Version 3.5 steht bis dato noch nicht fest.
Ab sofort ist die neue Ausgabe des “Anwenderbuch Debian GNU/Linux” von Frank Ronneburg erhältlich, das an die aktuelle Version Debian GNU/Linux 3.1 (Sarge) angepasst ist. Ob für Debian im Netzwerkeinsatz, Office- und Grafikanwendungen oder im Multimediabereich - das Buch gibt Antworten auf diverse Fragen und ist nützlicher Ratgeber für Anfänger und Fortgeschrittene. Ausführlich geht der Autor auf die Debian-eigene Paketverwaltung apt-get ein und beschreibt darüber hinaus, wie verschiedene Hardwarekomponenten eingrichtet werden.
Das Anwenderhandbuch steht unter einer Creative-Commons-Lizenz und steht auf http://debiananwenderhandbuch.de/ als Download zur Verfügung. Zudem kann es per apt-get in Debian und kompatible Distributionen eingelesen werden. Hierfür muss die Zeile »deb http://debiananwenderhandbuch.de/debian/ stable main«an in die Konfigurationsdatei /etc/apt/sources.list eingetragen werden.
Die gedruckter Version des Buches ist im Addison-Wesley-Verlag erschienen und ist in zwei Versionen ebenfalls ab sofort im Buchhandel erhältlich. Für 44,95 Euro wird das Buch angeboten (ISBN 3-8273-2303-7). Für einen Aufpreis von 20 Euro erhält man die Debian GNU/Linux-Anwenderbox (ISBN 3-8273-2304-5) im hochwertigem Schuber, die das Anwenderhandbuch und Debian 3.1 mit über 15000 Softwarepaketen auf zwei DVDs für 69,95 EUR.
Das Bundesministerium des Inneren (BMI) hat Ende der vergangenen Woche die Novelle des Dokuments “Standards und Architekturen für eGovernment-Anwendungen”, kurz SAGA, vorgelegt. Im Rahmen der Initiative BundOnline 2005 wurden die in Version 1.1 enthaltenen Änderungen und Erweiterungen der Standards erarbeitet.
Die aktuelle Version baut auf den Mitte 2002 publizierten Standards SAGA 0.9 sowie auf der verwaltungsintern diskutierten SAGA 1.0 auf. In die Weiterentwicklung von SAGA 1.1 waren Experten aus Verwaltung und Wirtschaft direkt involviert. e-Government ist eine Dienstleistung der Behörden vor allem für BürgerInnen, deren direkte Beteiligung an der Entwicklung der entsprechenden Standards demnach nur konsequent ist. Speziell für die Entwicklung von SAGA wurde darum ein Forum eingerichtet, das von interessierten BürgerInnen engagiert nutzten, wie die Zahlen belegen - 250 registrierte Nutzer, 150 Kommentare und 95 Änderungsvorschläge die in das Dokument tatsächlich einflossen.
Informationen zu SAGA 1.1 und den darin definierten Standards für Informationstechnologien, Datensicherheit und e-Government-Architekturen stellt die Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung (KBSt) unter http://www.kbst.bund.de/saga bereit.
Die Free Standards Group ist angesichts der stetig wachsenden Zahl von Linux-Distributionen angetreten, eine Aufsplittung der Linux-Landschaft langfristig zu verhindern. Zu diesem Zweck erarbeitet und aktualisiert sie bereits seit einigen Jahren regelmäßig die so genannte Linux Standard Base (LSB), die nun in der Version 3.0 veröffentlicht wurden.
Zahlreiche führende Linux-Distributoren haben sich bereits zur Einhaltung der Standards verpflichtet, darunter die Debian Common Core Aliance, Red Hat, Novell und Asianux, die allesamt die LSB 3.0 in den kommenden Versionen ihrer Distributionen berücksichtigen werden.
Technisch gesehen handelt es sich bei der LSB um eine Spezifikation, die von der “Linux Standard Base Workgroup” (einer Unterarbeitsgruppe der Free Standards Group) entwickelt wird und eine Basis von APIs, Bibliotheken und Interoperationalitäts-Standards, also einen funktionalen Konsens definiert.
Auf diese Weise wird gewährleistet, dass nach LSB-Richtlinien entwickelte Distributionen und Applikationen zueinander kompatibel und interoperativ sind. Dadurch wiederum können Entwicklungsaufwand und auch damit verbundenen Kosten in erheblichen Umfang reduziert werden.
Doch welche tatsächlichen Neuheiten bietet LSB 3.0? Die aktuelle Version kommt mit einem neuen Application Binary Interface (ABI) für C++, der erstmals von allen wichtigen Linux-Derivaten unterstützt wird. Des Weiteren konnte die Kompatiblität zu POSIX, der international als Standard anerkannten Schnittstelle zwischen Applikation und Betriebssystem, ausgebaut werden. LSD 3.0 unterstützt nun außerdem insgesamt sieben Architekturen, darunter IA32 und IA64, PowerPC (32- und 64 Bit), S390, S390X sowie x86_64 alias AMD64.
Für weitere Informationen und zum Download der LSB 3.0 empfiehlt sich ein Besuch von www.freestandards.org.
Insgesamt 160 freie Programme für Windows bietet die aktuellste Version 3.0 der Opensource-CD. Neu hinzugekommen sind 26 Anwendungen in den Rubriken Desktop, Grafik, Internet, Multimedia, Office, Spiele und Tools. Damit handelt es sich um eine der umfangreichsten Sammlungen von Freie Software-Anwendungen auf CD. Zielgruppe des Projektes sind vor allem Windows-Nutzer, die sich mit Freier Software zunächst vertraut machen wollen, ohne unmittelbar auf ein Freies Betriebssystem zu setzen.
Zu den Neulingen auf der Opensource-CD zählen unter anderem das Paint.NET (Bildbearbeitung), Gnumeric (Tabellenkalkulation), DM2 (Fensterverwaltung), Cuttermaran (Videoschnitt) und Thingamablog (Weblogs offline erstellen).
Zu den “alte Hasen”, die auf der Opensource-CD 3.0 natürlich auch wieder dabei sind gehören Firefox, Gimp, Thunderbird, Blender und die neueste OpenOffice-Version 1.1.5. Eine vollständige Liste der Programme gibt es hier.
Das ISO-Image der Opensource-CD 3.0 steht ab sofort auf der Website des Projektes zum Download bereit.
Offene Standards sind Garant für Innovation und Nachhaltigkeit - auch in der Öffentlichen Verwaltung. Sie stehen für mehr Bürgervertrauen in die öffentliche Institutionen, ein nachhaltiges Verwaltungshandeln, eine verbesserte Kommunikation zwischen Verwaltungseinheiten sowie einen fairen Wettbewerb von IT-Technologien.
Nun haben sich hochrangige Regierungsvertreter aus dreizehn Nationen, darunter China, Brasilien, Dänemark und Jordanien, zusamengeschlossen und gemeinsam ein Strategiepapier formuliert, dass die Einführung Offener Standards in der Datenspeicherung fordert und fördern soll.
Das Dokument, das der Weltbank am 09. September 2005 vorgelegt wurde, ist eine erste Roadmap für die länderübergreifende Einführung Offener Standards unter Berücksichtigung nationaler Verwaltungskontexte. Als Offenen Standard definiert der Bericht eine Technologie, die keinem einzelnen Unternehmen gehört und öffentlich verfügbar ist; verbunden mit dem Verweis, dass Offene Standards keinesfalls mit Open Source Software gleichzusetzen sind.
Der Urspung des vorgelegten Dokuments liegt im Berkman Center for Internet and Society der Harvard Law School, wo Offene Standards bereits seit Jahren als wichtiges Thema der Informationsgesellschaft diskutiert und propagiert werden
Die dauerhafte Unabhängigkeit der staatlichen Verwaltungsapparate von einzelnen Software-Konzernen und der nationale und internationale Austausch von Informationen und Daten, kann nur mithilfe Offener und einheitlicher IT-Standards realisiert werden.
Wichtig sei nach Aussage der Beteiligten, die Entscheidungsfreiheit der einzelnen Staaten, ob sie Freie Software oder proprietäre Produkte einsetzen wollen. Denn zugleich macht der Bericht deutlich, dass der Einsatz quelloffener Software allein keineswegs ein “offenes IT-Ökosystem” garantiert.
Fallbeispiele aus einzelnen Staaten, in denen Offene Standards bereits in die IT-Strategie integriert sind, illustrieren die im Report formulierten Forderungen. Offene Standards als Effizienz-, Innovations- und wirtschaftlicher Wachstumsfaktor - unter dieser Überschrift werden die Effekte Offener Standards für den öffentlichen und privaten Sektor sowie für Endanwender behandelt.
Um ein auf Offenen Standards basierendes IuK-System zu etablieren, bedarf es einer langfristig abgestimmten Strategie, die nationalen Bestimmungen und Strukturen genauso Rechnung trägt, wie der generellen technologischen Entwicklung. Der Bericht will jedoch kein Migrationsplan “out of the box” sein, gibt allerdings den interessierten Verantwortlichen nützliche Hilfestellungen bei der Entwicklung nationaler IuK-Strategien.
Der Mailclient Thunderbird gehört zweifelsohne zu den erfolgreichsten Open Source-Projekten. Nun ist die erste Testversion von Thunderbird 1.5 verfügbar und gibt einen Ausblick auf das, was da kommen mag. Derzeit ist lediglich eine englischsprachige Version der ersten Beta verfügbar. Das wird sich bis zum endgültigen Release von Thunderbird 1.5 natürlich noch ändern. Wie schon die vorhergegangene Version ist auch Thunderbird 1.5 Beta für die Systeme Linux, Windows und Mac OS verfügbar.
Doch welche Änderungen gibt es gegenüber Thunderbird 1.0? Eine Reihe neuer Funktionen verspricht eine bessere Navigation sowie eine komfortable Handhabung der alltäglichen e-Mail- und Informations-Flut. So unterstützt der RSS-Reader nun auch Podcasts. Gearbeitet wurde an der Spamfilterung; diese kann jetzt mit SpamAssassin und SpamPal abgestimmt werden. Bei der Authentifizierung kommt nun das Kerberos-Protokoll zum Einsatz. Ferner ist es via System-Einstellung möglich, mutmaßliche Phishing-Mails zu kennzeichnen. Außerdem können die Anhänge empfangener e-Mails nun separat gelöscht werden.
Überarbeitet wurde zudem die automatische Update-Funktion für Erweiterungen. Laufende Updates für Thunderbird werden eine Größe von einem halben Megabyte nicht mehr übersteigen. Umgestellt wurde auch die Menüstruktur, die nun der des neuesten Firefox ähnelt. Eine vollständige Liste der vorgenommenen Änderungen gibt es hier. Ob alle vorgestellten Erweiterungen tatsächlich in die Stable Version von Thunderbird 1.5 erfließen, bleibt abzuwarten. Tester der Betaversion sind aufgerufen, etwaige Kontinuitätsprobleme und nicht-kompatible Erweiterungen dem Entwicklerteam mitzuteilen.
Liebe Besucherinnen und Besucher der Linux in BERLIN,
anbei erhalten Sie die aktuellen Informationen zu unserer Veranstaltung.
Wir freuen uns sehr, Sie am Donnerstag, den 08. September 2005 im the media centre, Johannisstrasse 20, 10117 Berlin begrüßen zu dürfen.
Mit unserem Vortragsprogramm, den Workshops und den Firmenständen möchten wir Ihnen einen umfangreichen Einblick in aktuelle Open Source Technologien und Strategien geben. Wir bedanken uns bei unseren Partnern und Sponsoren für die Unterstützung.
Einlass: Ab 14.00h
Ende der Veranstaltung: 21.00h
Social Event: Ab ca. 20.30h in der direkten Umgebung
Aussteller der Linux in BERLIN sind u. a.:
Collax GmbH, Creative Commons, GNOME, KDE, FreiFUNK, Lieblinx.Net GmbH, Linspire, Linux Information Systems AG, Macnetix, newthinking communications, newthinking store GmbH, Novell GmbH, OpenOffice.org, SCAI, Scalix Corporation, Service Network GmbH (SerNet), thdata GmbH, Wikipedia e.V., Z-Tec
Einen Standplan finden Sie unter:
http://www.linuxinberlin.de/standplan-der-zweiten-linux-in-berlin/
Das Vortragsprogramm im Atrium
* 15.00h: Rationalisierung und Kosteneinsparung durch professionelle OpenSource Software - Manuel Blechschmidt, newthinking communications GbR
* 15.30h: SCAI Systemberatung & Software-Entwicklung GmbH, Thomas Keup - “Professionelles Migrationsmanagement von MS-Office nach OpenOffice.org mit SCAI MAS - Planung, Analyse und Durchführung”
* 16.00h: Voice over IP & Security - Dr. Johannes Loxen, SerNet Service Network GmbH
* 16.30h: Ubuntu Linux - hp
* 17.00h: Software Management - Frank Ronneburg, Linux Information Systems AG
* 17:30h: Einsatz von Freier Software im Auswärtigen Amt, Torsten Werner
* 18.00h: One Size Fits All! MySQL für kleine und mittlere Unternehmen, Andreas Püschel, Software- und Organisations-Service GmbH
* 18.30h: Scalix - die wahre Exchange-Alternative - Florian von Kurnatowski Direktor EMEA Technical Services, Scalix
* 19.00h: Linspire - Desktop Linux
Programm der Workshops
Workshops Raum 1
* 15.00 h Weblogs im Unternehmenseinsatz - Markus Beckedahl, newthinking communications
* 16.00 h Die freie Weblog-Software Wordpress - Carsten Raddatz, newthinking communications
* 17.00 h Creative Commons Lizenzen - Philipp Steffan, Creative Commons Usergroup
* 18.00 h Zope für kleine und mittlere Unternehmen - Veit Schiele, Deutsche Zope Usergroup
Workshops Raum 2
* 15.00 h Linux und Games, ein Widerspruch? - Andreas Lange, Digital Games Archive
* 16.00 h Einstieg und Ausblick mit KDE - Mirko Boehm, KDE
* 17.00 h Freie Funknetze - am Beispiel des BerlinBackBone - Sven Wagner, BerlinBackBone
* 18.00 h Deepamehta eine Mind Map basierte Benutzschnittstelle - Jörg Richter, Deepamehta
Zum zweiten Mal nach 2004 wird am 10. September der Software Freedom Day (SFD) weltweit begangen. Open-Source-Gruppen und Linux User Groups nutzen den Tag, um die Öffentlichkeit für Freie Software und die Anliegen der Open Source- Gemeinde zu interessieren
Initiator des Software Freedom Day ist Software Freedom International, eine gemeinnützige, nicht gewinnorientierte Organisation. Die Öffentlichkeit informieren, Freie Software propagieren, Open Source feiern, so könnte man den Software Freedom Day zusammenfassen.
Am SFD beteiligen kann man sich auf verschiedene Weise. Wer sich engagieren will, dem sei ein Blick ins SFD-Wiki empfohlen. Dort sind alle SFD-Teams aus aller Welt gelistet. Existiert bereits eine Aktionsgruppe in ihrer Nähe, so können sie diese unterstützen. Ist dies nicht der Fall, so können neue Regionalgruppen auch direkt ins Wiki eingetragen werden. Im deutschsprachigen Raum sind derzeit sechs Aktionsgruppen registriert.
Darüber hinaus werden geplante Kampagnen und Aktionen im SFD-Wiki vorgestellt. Die Ideen reichen von Open Air WLAN Meshing bis zu Verteilen von Ubuntu-CDs zum Linux-Testen für daheim. Für Teams die sich noch nicht sicher sind, wie sie ihre Anliegen am besten “unter die Leute bringen” gibt es im Wiki einige Hinweise für die Organisation von Kampagnen.
Das Team OpenTirol ist erstmals dabei und hat ein buntes Programm für den 10. September vorbereitet. Gemeinsam mit Bildungsträgern, Jugendorganisationen, regionalen LUGs und Unternehmen der OSS-Branche, darunter newthinking communications, werden Aktionen realisiert, die der interessierten Bevölkerung Freie Software näher bringen wollen.
Der Bundestag meldet Vollzug - die Migration der Server auf Linux ist mit Hilfe eines Expertenteams erfolgreich abgeschlossen worden. Die Ende vergangenen Jahres aufgetretenen Probleme bei der Umstellung der Bundestag-Server auf das Freie Betriebssystem konnten dabei behoben werden. Beteiligt waren die Schindler Technik AG sowie die Firmen Univention, GONICUS und LT ec service & solutions.
MigOS, so die offizielle Bezeichnung des Projekts, startete im Mai 2003. Die Bundesverwaltung machte sich die Umstellung von mehr als 100 Serversystemen von Microsoft NT auf die freie Alternative Linux zur Aufgabe. Außerdem galt es circa 5.000 Arbeitsplätze in Abgeordnetenbüros und Verwaltung mit Windows XP auszustatten.
Ende 2004 traten Schwierigkeiten bei der Verbindung der Windows-PC mit den Linux-basierten Servern. Mit Hilfe eines Expertenteams aus der Open-Source-Branche gelang es jedoch diese zu beheben und das Projekt erfolgreich abzuschließen. Ursache des Systemversagens war die hohe Anmeldelast innerhalb des Deutschen Bundestages. OSS-Experten und Bundestagsverwaltung führten daher zunächst eine Simulation unter kontrollierten Bedingungen durch, um anhand dessen die erforderlichen Konfigurationen zu erarbeiten. Auf Grundlage der daraus gewonnen Erkenntnisse, konnten die erforderlichen Anpassungen im Anmelde- und Verzeichnisdienst, zum Einsatz kommen Samba und OpenLDAP, vorgenommen und MigOS erfolgreich abgeschlossen werden.
Die zweite Betaversion von OpenOffice 2.0 ist gestern veröffentlicht worden. Die aktuelle Testversion ist für die Betriebssysteme, Linux, FreeBSD und Solaris erhältlich. Auf http://download.openoffice.org/2.0beta2/index.html können die Binärpakete und der Quellcode heruntergeladen werden. Der Download der Beta2 ist außerdem über P2P-Netze wie BitTorrent möglich. Gegenüber der Alpha-Version sind zumeist Fehlerkorrekturen beseitigt worden.
OpenOffice 2.0 wird eine Menge neuer Features und funktionale Verbesserungen enthalten. Dazu gehört unter anderem ein neues Datenbank-Modul und die überarbeitete grafische Oberfläche, die nun insbesondere für Neulinge einfacher und intuitiver zu handhaben ist. Auch am Import- und Export-Filter wurde intensiv gearbeitet, wodurch eine stark verbesserte Interoperationalität mit MS-Office erreicht wurde. Ab der Version 2.0 wird OpenOffice zudem das OASIS Open Document XML-Dateiformat als Standard verwenden.
Eine vollständige Liste der Änderungen in OpenOffice.org 2.0 findet sich auf http://www.openoffice.org/dev_docs/features/2.0/. Jetzt gilt es, die vorliegende Betaversion ausgiebig zu testen und Fehler an die Entwickler zu melden.
Am 27. August ist der diesjährige KDE World Summit gestartet. Eröffnet wurde die zweite aKademy von Vertretern der Universität Malaga, welcher die KDE Community bei der Planung und Durchführung des Events zugleich massiv unterstützte. Vertreter der andalusischen Lokalregierung und natürlich der Vorsitzende des KDE e.V. richteten bei der Auftakt-Veranstaltung Grußworte an die anwesende Entwickler- und Anwendergemeinde.
Die Veranstaltung dauert insgesamt neun Tage, wobei an einzelnen Tagen jeweils Subkonferenzen abgehalten werden. Das Auftaktwochenende (27./28. August) war den Anwendern und Administratoren gewidmet. In den Vorträgen wurden unter anderem die Groupwarelösung Kolab, das Kiosk-Framework, NX und Instant Messaging unter KDE. Auch Mark Shuttleworth, Gründer der Distribution Ubuntu, war mit einer Keynote vertreten, in der er Details zur Zukunft von Kubuntu, des Ubuntu-Derivats mit dem KDE-Desktop, bekannt gab. In seinem Beitrag wird er außerdem die, vom Ubuntu-Projekt initiierte, kollaborative Plattform Launchpad vorstellen. Alle Freien Software Projekte sind eingeladen sich auf dieser zu registrieren, um die projektübergreifende Zusammenarbeit zum Beispiel bei Bugfixes zu verbessern.
KDE-Entwickler kommen am 29. und 30. August auf ihre Kosten, wenn die Developer and Contributors-Conference läuft. Hier stehen naturgemäß eher technische Themen auf dem Programm. Eröffnet wurde die Fachkonferenz am 29. August von Eirik Chambe-Eng, Präsident und Mitbegründer von Trolltech. Viele hochdotierte KDE-Entwickler beteiligen sich mit eigenen Vorträgen an der Konferenz und geben Einblicke in ihre Arbeit. Mit dabei sind unter anderem Josef Spillner, Waldo Bastian und David Faure. Vorgestellt werden unter anderem die neue Multimedia-API sowie neue Text-to-Speech-Lösungen für KDE 4.0. Diese sollen insbesondere Anwendern mit Sehbehinderungen den Umgang mit dem KDE-Desktop erleichtern.
Die verbleibenden Tagen sind so genannten “Bird-of-Feather”-Sitzungen vorbehalten. Die anwesenden KDE-Entwickler werden sich in Arbeitgruppen der gemeinsamen Arbeit an KDE 4 widmen. Gearbeitet wird beispielsweise an der KDE PIM, verschiedenen Multimedia-Anwendungen und insbesondere an der generellen Bedienbarkeit von KDE.
Interessant für Anwender dürfte sein, dass seit kurzem die erste Alpha-Version von KDE 3.5 von den Projekt-Servern heruntergeladen werden kann. Diese wartet mit einigen Neuerungen und verbesserten Funktionen auf. Zwar werden sich bis zum Release der finalen Verion 3.5 sicher noch eine Reihe weiterer Änderungen in einzelnen Änwendungen ergeben, allerdings gibt KDE 3.5 Alpha 1 bereit einen guten ersten Eindruck des zu erwartenden Endprodukts.
Die KDE Kontrollleiste “Kicker” wurde zum Beispiel um einige Tooltips erweitert, die dem Anwender die laufenden Applikationen anzeigen. Im Konqueror, dem KDE-Webbrowser erhält man nun deutliche Hinweise auf blockierte Popup-Fenster. Zudem wurde die Menüstruktur des Konquerors, der zugleich auch als Datei-Browser dient, überarbeitet. Neu hinzugekommen ist die, von anderen Systemen gewohnte, erscheinende Funktionsauswahl sobald eine CD eingelegt oder ein USB-Stick eingesteckt wird.
Eine vollständige Liste der Änderungen und Neuerungen in KDE 3.5 ist auf der KDE-Website zu finden. Dort steht die Version KDE 3.5 Alpha 1 auch zum Download bereit. Ein Termin für die Veröffentlichung der stabilen Version 3.5 steht bis dato noch nicht fest. Die erste Beta-Version ist für Mitte September angekündigt, ein Termin für das Release der finalen Version KDE 3.5 steht indes noch nicht fest.
Eine regionale Umfrage der Forschungsgruppe Fazit ergab, dass im Raum Baden-Württemberg rund 19 Prozent der klein- und mittelständischen Unternehmen Freie Software eingesetzt wird. Zugleich wurde jedoch ein massives Informationsdfizit bezüglich Freier Software offenkundig. Denn rund 80 Prozent der befragten klein- und mittelständischen Unternehmen gaben an unzureichend bzw. gar nicht über Freie Software informiert zu sein.
Bei näherer Betrachtung zeigt sich dabei, dass es gravierende Unterschiede in der Aufgeschlossenheit gegenüber des Einsatzes Freier Software gibt. So ist die Verbreitung Freier Software in IT- und medienaffinen Unternehmen mit 26 Prozent wesentlich höher als in anderen Branchen, z.B. dem Finanz- oder verarbeitenden Sektor, wo lediglich rund 14 Prozent der Betriebe Freie Software einsetzen.
Zudem wurde nachgeweisen, dass die Nutzungswahrscheinlichkeit Freier Software mit der Größe des Unternehemens steigt. So wird Freie Sofware nur in rund 17 Prozent der Unternehmen mit 1 bis 4 Beschäftigten OSS eingesetzt, während rund 40 Prozent der großen Unternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten OSS einsetzen.
Gründe für diese “Verwerfungen” könnten sein, dass größere Unternehmen in der Regel über eine eigene IT-Abteilung und damit ein fundiertes Fachwissen verfügen. Zudem bieten sich in größeren Firmen zahlreichere Einsatzmöglichkeiten für OSS-Anwendungen als beispielsweise in einem Vier-Mann-Unterehmen. Generell wird das Informationsdefizit und die damit einhergehende Unsicherheit einstimmig als größtes Hemmnis für einen flächendeckenden Einsatz Freier Software in KMUs gewertet.
Die Notwendigkeit einer breiten Aufklärungskampagne über die Hintergründe, Einsatzmöglichkeiten und Funktionalität Freier Software in KMUs ist daher offensichtlich. Gefragt sind dabei nicht nur Politik und IT-Spezialisten sondern gerade auch Wirtschafts- und unternehmerische Interessensverbände. Es wird zukünftig darauf ankommen, Unternehmern durch regionale Initiativen und Public-Private-Partnerships langfristige Beratungsangebote zu öffnen.
Bei Wikipedia handelt es sich um eins der interessantesten Online-Projekte der letzten Jahre. Die Erfolgsgeschichte der Online-Enzyklopädie begann vor vier Jahren, als der Amerikaner Jimmy Wales sich die Wiki-Technologie zunutze machte, um die viel gepriesene “Wissensgesellschaft” zu revolutionieren.
Vom 04. bis 08. August 2005 fand die erste internationale Wikimedia Konferenz in Frankfurt am Main statt - “Wikimania 2005″. Rund 500 Aktive, auch Wikipedianer genannt, diskutieren die technologische, inhaltliche und administrative Fragestellungen rund um Wikipedia.
Höhepunkt der Veranstaltung war zweifellos die vielbeachtete Rede von Jimmy “Jimbo” Wales. Wichtig nicht nur deshalb, weil eben jener der “Vater” der Wikipedia ist, sondern vor allem, weil er unter dem Titel “Zehn Dinge die frei sein müssen” eine visionäre Grundsatzrede darbot. Ähnlich der Anfang des 20. Jahrhunderts vorgestellte Liste der zehn ungelösten mathematischen Problemen, zeigt Wales zukünftige Projektoptionen auf dem Weg in eine freien Wissens- und Informationsgesellschaft. Die Idee einer Wikipedia in jeder Sprache der Welt ist dabei nur der Anfang.
Eine Zusammenfassung der Rede findet sich hier. Weitere Informationen gibt es direkt auf Wikimania.org sowie im Veranstaltungsblog.
Der Wikipedia liegt ein aufgeklärtes Verständnis von Wissen zugrunde. Demnach handelt es sich bei Wissen um ein Gemeingut, dass grundsätzlich für jeden frei zugänglich sein sollte. Diese Überzeugung wird generell mit dem Begriff Open-Content gefasst. Die Benutzer von Wikis bzw. Wikipedia sind also nicht nur zum lesen, sondern zur aktiven Mitgestaltung der Inhalte aufgefordert. Artikel können online korrigiert, redigiert und verfasst werden.
Die Dimensionen von Wikipedia werden deutlich, wenn man sich folgende Zahlen vor Augen führt: Wikipedia ist heute in 60 Sprachen verfügbar und versammelt eine riesige Unterstützergemeinschaft hinter sich. Innerhalb von vier Jahren sind über zwei Millionen Einträge weltweit, 270.000 Artikel allein im deutschen Ableger entstanden. Mittlerweile werden die Wikipedia-Seiten von mehr Menschen besucht als die der New York Times. Vergleiche hinsichtlich der inhaltlichen Qualität braucht die Online-Enzyklopädie erwiesenermaßen nicht scheuen. Wikipedia ist ein einmaliges Zeugnis gemeinschaftlicher Wissensgenerierung und -verbreitung im Internet.
Das Prinzip von Wikis ist denkbar einfach. Wikis (hawaiianisch: schnell) sind Seitensammlungen im Internet, die von Nutzern nicht nur gelesen sondern auch bearbeitet werden können. Bei Wikis handelt es sich also um ein Open Content Management System, in dem die einzelnen Artikel durch Querverweise miteinander verbunden sind und direkt im Browser geändert werden können.
Das ursprüngliche Wiki wurde 1993 von Ward Cunningham kreiert und basierte auf der Programmiersprache Perl. Bis heute haben sich eine Vielzahl verschiedener Wikis etabliert, die zum größten Teil auf der eigens entwickelten MediaWiki-Engine aufbauen, der Basis von Wikipedia.
Im Januar 2001 wurde die erste englische Version des Wikipedia-Projekts ins Leben gerufen. Im Mai ging schließlich auch die deutsche Fassung online und entwickelt sich rasant weiter. Ziel von Wikipedia ist die Bereitstellung einer umfangreichen Enzyklopädie im Internet, in der Wissen von und für jeden verständlich aufbereitet wird.
Grundsätzlich kann sich bei Wikipedia jeder als Autor registrieren lassen und besitzt dann die Berechtigung, Artikel selbst zu verfassen bzw. bereits bestehende zu ändern und zu redigieren. Auch nicht angemeldete Personen können eigene Beiträge zur Online-Enzyklopädie beizusteuern, allerdings stehen ihnen nicht alle Autoren-Funktionalitäten zur Verfügung. Generell gibt es wenige Reglementationen innerhalb eines Wikis, die Selbstbeschränkung beruht lediglich auf sogenannten “sozialen Protokollen”.
Die Autoren sind verpflichtet, den neutralen Standpunkt zu wahren. Das heißt, Sachverhalte vollständig, unparteiisch und nicht wertend darzustellen. Gegebenenfalls sind gegensätzliche Auffassungen, in jedem Falle jedoch Kritik wiederzugeben. Propagandistische Mittel sind nicht zulässig, so die Grundsätze von Wikipedia.
Die Einhaltung der Regeln wird durch gegenseitige soziale Kontrolle der Autorengemeinschaft sichergestellt. Enthält ein Artikel strittige Punkte, über die erweisenermaßen keine Einigung erzielt werden kann, so wird der Beitrag durch die Administratoren für weitere Bearbeitungen zunächst gesperrt. Der neutrale Standpunkt bzw. ein inhaltlich plausibler Konsens soll dann in einer nebengelagerten Diskussion gefunden werden. In Deutschland gibt es circa 200 Administratoren, die das Vertrauen der Community genießen und aufgrund dessen benannt werden. Auch ohne “Dienstplan” sind immer und rund um die Uhr Administratoren und engagierte Wikipedianer online.
Die GNU Freie Dokumentationslizenz (GFDL) bildet die rechtliche Grundlage von Wikipedia. Die Lizenz erlaubt, unter der Maßgabe, dass originäre Urheber und Versionsgeschichte genannt werden, Inhalte beliebig zu bearbeiten und zu verbreiten. Eine spätere Einschränkung der Verfügungsrechte ist ausgeschlossen und alle Änderungen am Werk müssen wiederum unter der GFDL veröffentlicht werden. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass das Wissen - im Sinne von Freiheit - frei gehalten wird.
Mittlerweile gibt es auch eine wachsende Zahl an freien Produkten rund um die Arbeit der Community. Die Wikipedia-CD sowie die DVD laden ebenso zum offline-lesen ein wie die ersten Wikipedia-Reader in gedruckter Form. CD und DVD können selbstverständlich frei heruntergeladen und gebrannt werden. Auf dem LinuxTag 2005 wurde zudem eine Partnerschaft zwischen Wikipedia und der dem Open Source Projekt KDE angekündigt. Ziel ist, Wikipedia-Inhalte auf den Desktop zu bringen und in Anwendungen einzubinden, wie bereits bei amaroK geschehen. Der KDE-Mediaplayer zeigt optional Informationen zu Musikstücken und Künstlern aus Wikipedia an.
Vom 28.-31. Juli fand in Den Bosch / Niederlande das grösste europäische Hacker-Camp What The Hack statt. Mehr als 3000 technikinteressierte Menschen waren aus aller Welt angereist und tauschten neue Ideen und Trends aus. Dazu gab es mehr als 150 Vorträgen und Diskussionen, sowie viele Projektzelte. Markus Beckedahl von newthinking communications war dabei und gab zusammen mit Elmar Geese, dem Vorsitzenden des Linuxverbandes, einen Einführungsvortrag über Lobbying für Freie Software. Demnächst werden Video- und Audiomitschnitte verfügbar sein. Als Ergebnis des Vortrages wird gerade noch an einem “Guide to Free Software Lobbying” gefeilt. Dieser wird in der nächsten Zeit auf netzpolitik.org veröffentlicht.
Das Schlagwort der Gegenwart heißt Neue Medien. Kaum ein Bereich des täglichen Lebens, der nicht von den vielfältigen technologischen Entwicklungen der Informations- und Telekommunikationsbranche beeinflusst ist. Informationsgesellschaft als Label für eine Ära. Wissen wird zur wichtigsten Ressource für das Individuum. Doch Wissen ist nicht uniform und genauso wenig gibt es einheitliche Wege Wissen zu erlangen. Jeder Einzelne ist gefordert sich kontinuierlich in verschiedensten Richtungen weiter zu befähigen. Lebenslanges Lernen als Lebensentwurf.
Vor diesem Hintergrund bekommen alternative Lehr- und Lernstrategien einen neuen Stellenwert. Bildung muss sich den technologischen Entwicklungen anpassen und diese integrieren. Der Trend geht zum E-Learning. Das haben auch Politik und Bildungseinrichtungen erkannt und engagieren sich zunehmend in entsprechenden Projekten.
Vorreiter in diesem Feld ist Nordrhein-Westfalen. Dort gibt es bereits seit 2001 die Initiative CampusSource, die vom dortigen Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung unter dem Projektnamen “Softwaretechnologien für das Lehren und Lernen” im Rahmen des Innovationsprogramms Forschung gefördert wird.
An dem Projekt sind zahlreiche Bildungseinrichtungen beteiligt. CampusSource versteht sich als Plattform, die die singulären Entwicklungen der Universitäten des Landes bündelt und einer breiten Nutzung zuführt. Die Projektleitung wird von einer eigenen Geschäftsstelle unter Leitung von Prof. Hoyer und in Abstimmung mit der Steuerungsgruppe wahrgenommen. Dieser gehören acht Wissenschaftler verschiedener Landesuniversitäten sowie Vertretern des Ministeriums für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen an. Die Geschäftsstelle ist an der Fernuniversität Hagen angesiedelt.
Der universitäre Grundsatz Forschungsergebnisse geeignet zu publizieren, zu verifizieren und die Weiterentwicklung gewonnener Erkenntnisse sicherzustellen, ist dem Open Source-Konzept eng verwandt. Open Source Software ist per Definition frei verfügbar und kann für individuelle Zwecke modifiziert und weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse müssen unter derselben Lizenz wie die ursprüngliche Software publiziert werden. Damit ist der Rückfluss der Entwicklungen und damit der Mehrwert für die Allgemeinheit sichergestellt.
Das Projekt CampusSource setzt bei der Entwicklung von e-Learning-Systemen daher bewußt auf Open Source Software. Diese Entscheidung folgt der Definition von Wissensvermittlung als gesamtgesellschaftlicher Aufgabe. Bildung ist Gemeingut und muss als solches möglichst vielen Bürgern zugänglich sein. Open Source Software als Mittel zur Umsetzung von Forschung und Wissenschaft im digitalen Zeitalter ist daher logische Konsequenz.
Der Auf- und Ausbau eines Systems zum erfolgreichen computer- und netzbasierten Lernen und Lehren ist das Anliegen von CampusSource. Der Einsatzes Neuer Medien in Aus- und Weiterbildung soll intensiv gefördert und bestehende Infrastrukturen insgesamt verbessert werden. Die Qualität von e-Learning-Angeboten soll entscheidend gesteigert werden.
Durch den Austausch von Eigenentwicklungen und Erfahrungen beim Einsatz der Technologien sowie die Vereinheitlichung der Entwicklungen sollen Synergien stärker genutzt werden. CampusSource versteht sich als Plattform und Börse, in der Software Anwendern und insbesondere Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt und im kooperativen Verbund gemeinsam entwickelt werden kann. Nutzvolle Weiterentwicklungen statt unnötige Parallelentwicklungen lautet die Devise. Die Bündelung der Ressourcen hat Effekte sowohl in finanzieller als auch in strategischer Hinsicht, denn einerseits können Landeszuschüsse für Forschung und Entwicklung auf diese Weise zielgerichtet eingesetzt werden, andererseits bedeutet die Verbundstärke neue Chancen im weltweiten Wettbewerb.
Zugleich ist CampusSource Dokumentationsstelle, die über die Bestrebungen der Universitäten bei der Entwicklung von Softwaretechnologien inbesondere für Bildungszwecke informiert. CampusSource vereint ausgewiesene fachliche Kompetenz und nimmt am Diskurs um die Fortentwicklung der Software aktiv teil. CampusSource ist in diesem Sinne Referenz für die Kompetenz der Landesuniverstitäten in Sachen Entwicklung von Software und e-Learning-Systemen für Aus- und Weiterbildung.
CampusSource ist ein zweisprachiges Projekt (deutsch/englisch), das sich an verschiedenste private und öffentliche Bildungsträger, an Lehrkörper, Lernende und Privatanwender richtet. Das Angebot umfasst unterschiedliche Anwendungen, die auf die Verbesserung der Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden zielen und zum Aufbau effizienter e-Learning-Systeme beitragen können. Ob durch Qualitätskontrolle, als Impulsgeber oder durch direkte Weiterentwicklungen der Software - Anwender tragen in verschiedener Hinsicht zum Erfolg von CampusSource bei.
Die auf CampusSource verfügbare Software kann von jedem kostenlos, d.h. ohne Lizenzgebühren entrichten zu müssen, nutzen. Allerdings ist eine vorherige Registrierung erforderlich. Anschließend kann die “CampusSource-Börse” auf dreierlei Wegen genutzt werden.
Unter dem Dach von CampusSource haben sich im Laufe der Zeit mehrere Subprojekte zusammen geschlossen. Informationen zur Initiative gibt es auf http://www.campussource.de. Dort stehen zudem zahlreiche Anwendungen darunter das Lernmanagementsystem Moodle zum Download bereit.
“Die Ablehnung durch das EU-Parlament ist ein ermutigendes Zeichen”, erklärt Nils Magnus, Vorsitzender des Vorstandes des LinuxTag e. V., “die Parlamentarier haben damit mutig gezeigt, dass das komplette Verfahren längst nicht mehr der Sache diente und stattdessen nur noch Spielball einzelner Pressure-Groups war.” Er forderte weiterhin, der Praxis des Europäischen Patentamtes endlich Einhalt zu gebieten, da es bereits seit Jahren einseitig und unter Vorwegnahme einer Entscheidung operiere, für die es offenkundig keine Mehrheit gibt.
“Der Linux-Verband begrüsst die Entscheidung des Europäischen Parlaments, die Softwarepatent-Richtlinie des Rates nicht zu akzeptieren. Bedauerlich hingegen ist, dass es nicht gelang, eine Richtlinie zu finden, die den Interessen der europäischen Industrie besser gerecht wird als die bisherige Patentvergabe-Praxis.
Es ist nun Sache der Europäer, genau diese Vergabepraxis auf den Prüfstand zu stellen. Die Beschlüsse der nationalen Parlamente sprechen dazu eine eindeutige Sprache. Das deutsche Parlament und das deutsche Justizministerium haben in ihren späteren Stellungnahmen zum EU-Verfahren die Forderung nach einer eindeutigen Bestimmung des Technik-Begriffes gestellt. Diese Forderung muss nun an die Exekutive bei Patentamt und Patentgericht weitergegeben werden.
Der Linux-Verband fordert die deutsche Politik auf, ihren Einfluss geltend zu machen, so dass die deutsche und europäische Patentvergabe und die zugehörige Rechtsprechung im Sinne der deutschen und europäischen Industrie weiter entwickelt wird.
Wie schon in der Vergangenheit, so steht der Linux-Verband den
verantwortlichen Gremien auch künftig in Gesprächen und als Berater zur Verfügung.
Nach jahrelangem Hin und Her hat das Europäische Parlament endlich die Software-Patent-Richtlinie mit 648 von 680 Stimmen abgelehnt: Ein klares Signal gegen Patente auf Software-Logik, ein Zeichen des verlorenen Vertrauens in die Europäische Union und eine klare Aufforderung an das Europäische Patentamt (EPO), sein Vorgehen zu ändern: Das Europäische Patentamt muss noch heute aufhören, Patente auf Software zu erteilen.
“Dieses Ergebnis berührt in keinster Weise Patente auf High-Tech-Erfindungen”, erklärt Stefano Maffulli, italienischer Repräsentant der FSFE: “High-Tech-Innovationen waren schon immer patentierbar, und sie wären auch dann patentierbar geblieben, wenn die Richtlinie mit allen Änderungen beschlossen worden wäre. Darauf hinzuweisen ist wichtig, weil die Befürworter von Patenten auf Software-Logik versucht haben, die Menschen zu verwirren, indem sie behaupteten, bei dieser Richtlinie ginge es um High-Tech-Erfindungen.”
Der Präsident der FSFE, Georg Greve, fügt hinzu: “Das Parlament hat das verstanden, als es die Richtlinie in der ersten Lesung veränderte, um High-Tech-Innovationen im Patentsystem zu behalten und gleichzeitig Software draußen zu lassen.”
“Leider hat der EU-Rat diese Entscheidung des Parlaments ignoriert und die Änderungen rückgängig gemacht. Viele Europa-Abgeordnete waren an jenem Tag erschüttert über diesen offensichtlichen Verstoß gegen das demokratische System, und sie haben das Vertrauen verloren, dass ihre Änderungen diesmal mit mehr Respekt behandelt werden.”
“Die Ablehnung der Richtlinie wurde zur letzten Möglichkeit, ein klares Signal gegen Software-Patente in Europa zu setzen”, fährt Greve fort. “Die Free Software Foundation Europe gratuliert dem Parlament zu dieser Entscheidung: Im Interesse einer Harmonisierung hätten wir einer Richtlinie wie jener den Vorzug gegeben, die in erster Lesung beschlossen wurde; aber wir verstehen, dass die Ablehnung die letzte realistische Option war, um irreparablen Schaden für die europäische Wirtschaft zu vermeiden.”
Jonas Öberg, Vize-Präsident der FSFE: “Diese Entscheidung bestätigt die Europäische Patentkonvention von 1973, die Software ausdrücklich von der Patentierung ausschliesst. Das Europäische Patentamt (EPO) hat diese Konvention größtenteils ignoriert und in den vergangenen Jahren nahezu 30.000 Software-Patente erteilt: Das muss heute aufhören! Dem Europäischen Patentamt sollte nicht erlaubt werden, weiterhin die europäische Politik zu ignorieren!
Georg Greve erläutert den Vorschlag der FSFE: “Viele Probleme entstanden durch die Unfähigkeit der Europäischen Union, das Europäische Patentamt für seine andauernden Verstöße gegen beschlossene EU-Politik zur Verantwortung zu ziehen: Anders als andere Teile der demokratischen Exekutive haftet das EPO
nicht für seine Entscheidungen. Wir schlagen vor, ein Aufsichtsinstrument für das Europäische Patentamt zu schaffen, das das EPO für seine Entscheidungen zur Rechenschaft zieht und einen weiteren Verfall des Patentsystems verhindert.”
Karlsruhe, June 2005
Memorandum on Software Patentability
We, the undersigned, share a vision of Europe as a lively, creative and competitive part of the world. This vision is based on the principles of participative democracy and the freedom to innovate; these rely on Europeans being free to develop software and to distribute their work, free from the threat and the restrictions of software patents.
Information and Communication Technologies (ICT) play a central role in all areas of the economy today, and they are the foundation of the knowledge economy, in which Europe continues to excel. Our vision is to see the European ICT industry become the most vibrant in the world - and the European Parliament shared this vision, when it made the necessary amendments to the directive on computer-implemented inventions during its first reading on 24 September 2003.
That directive is better known as software patent directive because in its original version it not only allowed patents on computer-aided inventions, it also allowed patents on the algorithms and logic of the software itself. In what was the one of the best and most laudable examples of democratic participation, companies and non-profit organisations together outlined the likely harmful consequences to democracy, competition, innovation and employment.
On 18 May 2004 the Council of the European Union frustrated those democratically-reached positions - they restored the original proposal with unlimited patentability of software. They ultimately adopted this position on 7 March 2005 in defiance of regional and national political processes, as well as the scientific findings by the German Monopolkommission, which regularly reports about dangers to competition to the Federal Government of Germany; the Massachussetts Institute of Technology (MIT); the Boston University School of Law; Deutsche Bank Research; Price Waterhouse Coopers; and the US Federal Trade Commission.
Patents on software are among the worst threats to knowledge-based industries, by restricting software development: they make computers less secure, less reliable and prevent competition on a basic level. Lack of competition and uncalculable legal risks raise the cost of ICT and cost jobs wherever the economy depends upon them.
The most essential discoveries in the field of ICT were successful because they were not patented, for instance the invention of the World Wide Web by Tim Berners-Lee. If software patents are enacted, the world will never know which discovery could have been the next World Wide Web. On 6 July 2005, the directive will once again enter the European Parliament for its second reading: In the interest of Europe and its democratic roots we urge you to once more make the necessary amendments to turn this software patent directive into a directive that allows patents on computer-aided inventions, but clearly prevents software patenting.
Georg Greve
President
Free Software Foundation Europe (FSFE)
http://www.fsfeurope.org
Vom 26. August bis 04. September findet die aKademy 2005, die größte KDE-Fachkonferenz, diesmal in Malaga/Spanien statt. Wie auch in den vergangenen Jahren ist die Konferenz in verschiedene Tracks gegliedert. Am 26. und 27. August treffen sich Anwender und Administratoren. Entwickler und andere KDE-Unterstützer beraten am 29. und 30. August die aktuelle und zukünftige technische Entwicklung der Desktop-Suite auf der “KDE Contributors and Developers Conference”. Parallel zu den beiden Konferenzen wird vom 31. August bis zum 04. September der KDE-Coding Marathon durchgeführt. Die Call for Papers ist bereits abgeschlossen, das endgültige Vortrags- und Workshop-Programm ist allerdings noch nicht veröffentlicht. Sobald dies bekannt gegeben wird, informieren wir Sie an dieser Stelle.
http://conference2005.kde.org/
Am 25. Juni schloss der LinuxTag nach vier Tagen seine Pforten. Rund 12.000 Besucher nutzten die Gelegenheit, sich ausführlich über Neuheiten aus dem Bereich Freie und Open Source Software zu informieren. “Wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung und konnten sowohl die Zahl der Aussteller wie auch der Vortragsangebote steigern”, erklärte Nils Magnus, Vorstand des LinuxTag e. V.. Über 160 Aussteller zeigten Lösungen rund um Freie Software, darunter internationale Sprecher aus mehr als 20 Nationen, die über Open Source von der Schule bis in den professionellen Anwendungsbereich informierten. “Unser Angebot ist mittlerweile so groß, dass wir die begonnene Fokussierung auf Schwerpunktthemen auch im kommenden Jahr fortsetzen wollen”, meint Magnus im Hinblick auf die 180 Fachbeiträge.
Das Konzept des LinuxTag verbindet den Gedanken einer technischen Fachmesse mit einer Leistungsschau für Businessentscheider: “Wir sind mit dem Erfolg des LinuxTag sehr zufrieden. Wir zeigen unsere Verbindung zur Entwicklergemeinde, konnten aber auch mehrere erfolgversprechende Geschäftskontakte knüpfen”, resümiert Markus Hennig, Vorstand der Astaro AG. Zufrieden zeigten sich auch die Veranstalter der Linux-Verband Business-Lounge, einem Gemeinschaftsstand von 14 mittelständischen Unternehmen, der in diesem Jahr erstmalig realisiert wurde.
Die Unterstützung Freier Projekte ist seit jeher ein Kernanliegen des LinuxTag. Besondere Beachtung fand die zukünftige Kooperation zwischen KDE und Wikipedia, die Jimbo Wales, Wikipedia-Gründer, in seiner Eröffnungsrede ankündigte. Auch der Multimedia-Track und das Accessibility-Forum erfreuten sich großer Beliebtheit bei den Besuchern.
“Unser Konzept, zwar erstmals Eintritt zu verlangen, aber dafür weiter ausgebaute Inhalte zu bieten ist aufgegangen”, sagt Magnus und gab bekannt, dass sich mehrere Tausend Besucher an dem Freikartenprogramm für Entwickler, Schüler und Studenten beteiligt haben. Der kommende LinuxTag findet im Sommer 2006 vor der Fußballweltmeisterschaft statt.
ND-Online: Treffpunkt freier Software
Pro-Linux: Cell-CPU auf dem LinuxTag
Netzeitung: Magnus: „LinuxTag passt nicht ins Messeschema“
Computerhilfen.de: Kostenlose SSL-Zertifikate für LinuxTag-Besucher
Pro-Linux: Europäische Open-Source-Lizenz für Verwaltungen vorgestellt
Netzeitung: Wikipedia-Gründer: „Ich bin ein hoffnungsloser Optimist“
Golem: Steuersoftware ElsterFormular rechtlich unzulässig?
ka-news.de: “IT-Pinguine” pilgern nach Karlsruhe
ka-news.de: Hacker beim “LinuxTag”?
Heise: LinuxTag: Sun zeigt Vorschau auf StarOffice 8
Heise: LinuxTag: Kostenlose SSL- und S/MIME-Zertifikate
Heise: Gepäppelte Elster stört den Pinguin
N24: Microsoft sucht Dialog mit Linux
Heise: LinuxTag: “Wardriving ist kein Verbrechen”
N24: Hacker warnen vor unsicheren Bluetooth-Handys
PC Magazin: Xeatre PVR 7200 - digitaler Videorekorder mit Linux
N24: Regierung deutet Nachbesserung bei Software-Patenten an
Handelsblatt: Messe für „freie Software“
Heise: Staatssekretärin hält Verbesserungen bei Softwarepatent-Richtlinie für möglich
Sat1: Regierung deutet Nachbesserung bei Software-Patenten an
Netzeitung: Wikipedia setzt auf Open-Source-Gemeinde
news.de: Staatssekretärin: Noch Änderungen an Patentrichtlinie möglich
de.internet.com: LinuxTag: Partnerschaft zwischen Wikipedia und KDE vorgestellt
Computerwoche: LinuxTag: KDE und Wikipedia kooperieren
N24: Wikipedia setzt auf Open-Source-Gemeinde
Wallstreet-Online.de: LinuxTag: Partnerschaft zwischen Wikipedia und KDE vorgestellt
Der Standard: KDE und Wikipedia wachsen zusammen
Heise:
LinuxTag: Wikipedia und KDE arbeiten an Integration
PC-Professionell: LinuxTag: Wikipedia und KDE kooperieren
ZDF heute: Software-Patente: Änderungen möglich?
Haufe.de: BSI bietet Gratis-Tool zur Netzwerksicherheit
SWR.de: Computermesse im Zeichen des Pinguins
Pro Linux: ElsterFormular rechtlich bedenklich
PC Professionell: Linux-Tag 2005 gestartet
ZDF heute: LinuxTag in Karlsruhe
Hamburger Morgenpost: Messe für «freie Software»: LinuxTag in Karlsruhe
Netzeitung: 20.000 Besucher auf Linux-Tag erwartet
Verivox: Linux-Tag in Karlsruhe - Messe für Open Source
PC-Welt: Messe LinuxTag eröffnet in Karlsruhe
Pro-Linux: LinuxTag-Interview mit und Keynote von Jimbo Wales
Direkt in der Messehalle findet am Mittwoch, den 22. Juni und am Freitag, den 24. Juni das Firmenvortragsprogramm statt. Aussteller präsentieren dort ihre Produkte und Lösungen für die Bereiche Sicherheit, Migration und Embedded Systems. Ob Videoüberwachung mittels dezentraler digitaler Videomanagementsysteme, Linux-Lösungen für Versicherungen und Banken, Adapted Enterprise-Management oder webbasierte Workflow-Lösungen - das Firmenvortragsprogramm stellt dem businessorientierten Publikum die vielfältigen Einsatzszenarien vor und vermittelt einen Eindruck des wirtschaftlichen Potenzials von Freier Software und Open Source.
Weitere Beiträge beschäftigen sich mit eGovernment-Lösungen unter Linux. Alfred Steinecker (Hewlett Packard GmbH) und Franz Preis (Novell Deutschland) geben eine Einführung in das Projekt “Linux Kommunale”. Die Initiative zielt auf die Umstellung kommunaler Verwaltungen auf Open Source und Freie Software-Lösungen. Kooperationspartner des Projektes sind neben HP und Novell verschiedene unabhängige Softwareanbieter, die sich auf dem LinuxTag auf dem dem Gemeinschaftsstand D41 präsentieren. Zudem stellt das eGov-Labor des Fraunhofer Institut für offene Kommunikationssysteme Fokus seine Strategien bei der Entwicklung und Evaluierung von Open Source-basierten Anwendungen für Business und Behörden vor.
Das vollständige Firmenvortragsprogramm im Überblick:
Mittwoch, 22. Juni:
10 Uhr - Management of an Adaptive Enterprise; Arnold Schmidt (Hewlett Packard GmbH)
11 Uhr - Linux Kommunale, Linux- & Open Source Lösungen für Kommunen; Alfred Steinecker (Hewlett-Packard GmbH), Franz Preis (Novell Deutschland GmbH)
12 Uhr - AntiVir Business Solutions - Kommerzieller Erfolg mit Open Source; John Ognees (Antivir Business Solutions)
13 Uhr - Braucht Linux Digital-Rights-Management?; Dipl.- Phys. Rüdiger Kügler (WIBU SSYSTEMS AG)
14 Uhr - IP-gestützte Videoüberwachung (fast) ohne Netzwerkbelastung; Ulrich Dörr (Mobotix AG)
15 Uhr - Digital Transformation Fuels New Opportunities; Dirk Hohndel (Intel)
16 Uhr - Linux VersiBa, Linux- & Open Source Lösungen für Versicherungen
und Banken; Michael Gerner (Hewlett Packard GmbH)
17 Uhr - Das eGov-Labor als Brücke zwischen den Welten; Lutz Henckel und
Gerd Schürmann (Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme
Fokus)
Freitag, 24. Juni:
10 Uhr - Windows Interoperability - Services for UNIX 3.5; Jürgen Pfeifer (Microsoft Deutschland GmbH)
11 Uhr - Security; Dirk Primbs (Microsoft Deutschland GmbH)
12 Uhr - Rapid-Application-Development für Web-Applikationen unter MONO und .Net; Stefan Zeeb und Tilman Kamp (th data GmbH)
13 Uhr - Intel Software Development Products with support for Dual Core Processors for Linux and Windows; Vadim Roussin (Intel Software and Solution Group)
Weitere Informationen zum Firmenvortragsprogramm finden Sie auf den Webseiten des LinuxTag.
Mit zwei Informationspunkten, einem Community- und einem Businessstand, präsentiert sich die FSFE in diesem Jahr auf dem LinuxTag. Auf diese Weise kann ein optimales Informationsangebot für jeden Besucher gewährleistet werden. “Freedom in danger: software patents and other perils” ist der Thema des Vortrags, den Georg Greve, Präsident der FSFE, im Rahmen der FUDCon II halten wird.
Einen Überblick über Aktivitäten der FSFE auf dem LinuxTag 2005 finden
Sie auf der FSFE-Website.
Das KDE-Projekt ist auf dem LinuxTag 2005 in vielfacher Hinsicht, sowohl mit einem Stand im Messebereich als auch durch Vorträge von Projekt-Mitglieder im Rahmen der verschiedenen Foren, präsent. Hier eine Übersicht der KDE-Aktivitäten auf dem LinuxTag 2005.
Mittwoch, 22. Juni:
14 Uhr, Practical Linux Forum - KCall - Telefonie-Integration für KDE; Mike Hauth (basyskom/KDE)
16 Uhr, Practical LinuxForum - 3,2,1 - Erfolgreich starten mit KDE; Torsten Rahn (KDE-Team/Credativ GmbH)
Freitag, 24. Juni:
12 Uhr - KDE - Ein Blick in die Zukunft des Desktops; Torsten Rahn (KDE-Team/Credativ GmbH) und Matthias Ettrich (Trolltech/KDE)
16 Uhr - FreeNX - Virtualisierung des Desktops; Kurt Pfeifle (Danka Deutschland GmbH/KDE/Linuxprinting.org/NX) und Fabian Franz (Knoppix Team)
Samstag, 25. Juni:
13.30 Uhr - KDE Multimedia Roadmap; Scott Wheeler (SAP LinuxLab) und Matthias Kretz (KDE Project)
17 Uhr - Accessibility Features in KDE 3.4; Gunnar Schmidt (Universität Paderborn/KDE Accessibility Project)
Eine Gesamtübersicht über das Vortragsprogramm des LinuxTag 2005 finden Sie auf der Website des LinuxTag.
Der LinuxTag, die wichtigste Messe und Konferenz zu den Themen Linux, Freie Software und Open Source öffnet vom 22. - 25.
Juni 2005 wieder seine Tore und hat ein Programm zur Förderung der Community von Projekten und Entwicklern aufgelegt. Getreu dem Motto “Where .com meets .org” unterstützt der LinuxTag e.V. den Messeauftritt Freier Projekte ebenso wie den Besuch der Veranstaltung
durch Mitglieder der Community.
“Freie Projekte sind die Eckpfeiler der kompletten Bewegung. Viele kommerzielle Produkte bauen auf den Ergebnissen der Freien Projekte
auf und somit ist es nur logisch, diese im Ausgleich besonders zu unterstützen”, erklärt Oliver Zendel, Mitglied des Vorstandes des
LinuxTag e.V. Der Veranstalter des LinuxTag lädt auch in diesem Jahr über 30 Projekte zur Veranstaltung ein und sponsort diese dafür mit
400 qm Standfläche im Gegenwert von mehr als 100.000 EUR.
Das erstmalig aufgelegte Freikarten-Programm startete am 28. Mai 2005 um 23:23 Uhr. Der LinuxTag e.V. hat 200 Mitglieder aus bekannten Projekten wie der Free Software Foundation Europe, KDE, GNOME, mehreren Linux Usergroups und Schulen eingeladen. Weitere Einladungen werden an die ersten 200 Abonnenten des Newsletters ausgesprochen, der auf der Website bestellt werden kann. Mit einer Einladung erhält der Empfänger einen Vier-Tages-Pass für den LinuxTag.
Das Besondere an diesen Pässen ist jedoch ein Schneeballeffekt: Jeder Eingeladene kann zwei Freunde einladen, welche wiederum zwei
Freunde einladen können. “Diese Verteilung der Pässe entspricht der hohen Dynamik der Freien-Software-Entwicklung. Der LinuxTag e.V. ist sehr gespannt, wie diese Idee angenommen wird”, so Oliver Zendel.
Das Programm läuft noch bis zum 17. Juni. Weitere Informationen finden Sie unter auf der Webseiten des LinuxTag. Der Newsletter kann ebenfalls dort bestellt werden.
Der Aspekt “Barrierefreiheit” steht bei moderner Softwareentwicklung zunehmend im Vordergrund. Software auch für behinderte Anwender uneingeschränkt nutzbar zu machen, ist Ziel der verschiedenen Accessibility-Projekte. Es gilt die besonderen Erfordernisse zu berücksichtigen, die aus den unterschiedlichen Einschränkungen entstehen. Der LinuxTag misst dem Thema große Bedeutung bei und macht es daher zu einem seiner Programmschwerpunkte.
Erstmals findet auf dem LinuxTag 2005 das “Accessibility-Forum” statt; organisiert von Lars Stetten (linaccess). Dieses steht allen am Thema interessierten Besuchern, ob Entwickler, Hersteller, Distributoren und Anwender, offen. Das Forum wird in der Stadthalle Karlsruhe durchgeführt. Die Keynote “Entwicklung barrierefreier Software: Probleme und Chancen” wird von Klaus Knopper und Michael Zacherle gehalten. Die Besucher erwartet ein buntes Programm aus Vorträgen, Präsentationen verschiedener Soft- und Hardwarelösungen sowie Diskussionen und Gesprächsrunden zum Thema. Folgende Projekte und Unternehmen haben ihre Mitwirkung am Forum bereits zugesagt:
* Linaccess
* KDE Accessibility Projekt
* Suse Blinux
* SeebyTouch Projekt
* INCOBS
* Siemens Accessibility Competence Center
* GOCR Projekt
Auf der Linaccess-Website gibt es nähere Informationen zu den teilnehmenden Projekten und dem Programm. Dort können außerdem Anmeldungen für Vorträge, Workshops und Stände vorgenommen werden.
Am 25. Juni wird dem Thema “Accessibility” zudem ein eigenes Panels im Rahmen des Freien Vortragsprogramms gewidmet. Daniel S. Reichenbach (best off GmbH) gibt mit seinem Beitrag “Barrierefreiheit in Open Source Projekten” eine generelle Einführung in den Bereich und den aktuellen Entwicklungsstand. Olaf Schmidt (KDE Accessibility Project, freedesktop.org Accessibility Initiative) präsentiert verschiedene Lösungen zur Sprachsynthese unter Linux. Diese können insbesondere für blinde aber auch stumme Menschen eine wertvolle Hilfe sein. Gunnar Schmidt (Universität Paderborn, KDE Accessibility Project) stellt die von entsprechenden Features in KDE 3.4 vor. Weitere Informationen dazu sind auf den Webseiten des LinuxTag zu finden.
Die EU-Wirtschaftsminister haben in ihrer gestrigen Sitzung die so genannte Software-Patentrichtlinie trotz massiver Kritik von Seiten der Parlamente und der Zivilgesellschaft verabschiedet. Das Europäische Parlament hatte wiederholt eine Neuverhandlung der Gesetzesvorlage gefordert und auch die Mehrheit der nationalen Parlamente lehnt den nun verabschiedeten Entwurf der Richtlinie entschieden ab. EU-Rat und Kommission haben sich damit in eklatanter Weise über den parlamantarischen Willen hinweggesetzt und demokratische Regeln in Frage gestellt. Zudem ist mit dem nun verabschiedeten Entwurf eine Regelung zu Software-Patenten auf den Weg gebracht worden, die einer unüberschaubaren Zahl von Trivialpatenten die Tür öffnet.
“Softwarepatente sind inzwischen zum Prüfstein der EU-Demokratie geworden. Dadurch rückt die Auseinandersetzung immer näher an das Thema EU-Verfassung heran, in der die Position des Rates noch gestärkt werden soll. Es geht um die Glaubwürdigkeit der EU und um den Einfluss der Parlamente. Auch auf nationaler Ebene bleiben noch die Fragen offen, inwieweit sich die Bundesregierung sich für das Votum von 600 Parlamentarieren im deutschen Bundestag interessiert und dies in der EU auch umsetzt. Nun müssen wir uns weiter mit einem Thema auseinandersetzen, das aus Gründen der Vernunft schon längst von der Agenda gehört: Europa braucht keine Softwarepatente.”
(Elmar Geese, Vorsitzender des Linuxverbandes)
“Es ist in vieler Hinsicht bedauerlich für Europa, daß der Ministerrat so wenig Demokratie- und Fachkompetenz bewiesen hat. Daß eine derart offensichtlich fachlich schlechte Entscheidung auf derart schlechte Art zustandekommen kann, wird das Vertrauen vieler Menschen in die Demokratie Europas aushölen. Zudem wäre es eine Ironie der Geschichte, wenn Europa den
Innovationsblocker Softwarepatente einführte, während in den USA über deren Abschaffung zunehmend heiß diskutiert wird. Möglicherweise wäre dann Europa die einzige Region mit einem solchen Wettbewerbsnachteil.
Das Parlament muß in einer zweiten Lesung mit überwältigender Mehrheit und einem entsprechenden Kommentar die Änderungen der ersten Lesung wiederherstellen. Der Wille des Parlaments ist nun bereits zweimal offen vollständig ignoriert und sogar konterkariert worden. Wenn sich das Parlament nun nicht standhaft zeigte, käme dies einer Bankrotterklärung gleich. Die Parlamentarier könnten dann ebenso gut nach Hause fahren und Rosen züchten — denn Einfluß auf den politischen Kurs Europas scheinen sie ja nicht zu haben.”
(Georg Greve, Vorsitzender der Free Software Foundation Europe)
“In Europa wurde eine historische Chance zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts verpasst. Nun liegt die Last der Verantwortung wieder beim Europaparlament. Die Hoffnung, dass Europa durch eine an unsere IT-Industrie angepasste Software-Patentrichtlinie strategisch gesichert in die Zukunft steuert, ist noch nicht gestorben.
Europa braucht eine Software-Patentrichtlinie und zwar so schnell wie möglich. Diese Patent-Richtlinie darf nur nicht die europäische Software-Industrie abschnüren. Es bleibt die Hoffnung, dass das Europaparlament seine schon einmal gemachten Änderungen wieder in die Richtlinie einbringt. Ansonsten befürchte ich, dass in Europas Softwareindustrie mittel- bis langfristig die Lichter ausgehen.”
(Nils Magnus, Vorsitzender des LinuxTag e.V.)
Der LinuxTag e.V. präsentiert sich auf der CeBit in Hannover mit den zwei Schwerpunkten “Knoppix: Linux Live-CD” und “Freie Software in Schule und Ausbildung”. Sie finden uns vom 10. - 16. März 2005 auf dem Gescheinschaftsstand “Innovatives Rheinland-Pfalz” in Halle 9, Stand C39.
Während der kompletten Zeit stehen Ansprechpartner des LinuxTag für Fragen von Besuchern, Ausstellern und Projekten für Gespräche zur Verfügung. Weitere Informationen zu unserem Auftritt auf der CeBit sowie zu Terminabsprachen finden Sie auf der Website des LinuxTag.
Das Bundesministerium des Inneren (BMI) hat eine aktualisierte Version seines “Leitfaden für die Migration von Basissoftwarekomponenten auf Server- und Arbeitsplatzsystemen” auf seiner Webseite veröffentlicht[1]. Damit unterstreicht das BMI sein Bestreben die Software-Vielfalt in Behörden und Wirtschaft zu fördern.
Neben technischen Informationen gibt der Migrationsleitfaden auch praktische Hilfestellungen für geplante Softwaremigrationen, sowohl auf proprietäre als auch Freie Software. Dieses Konzept hat sich bewährt. Seit der Veröffentlichung des ersten Migrationsleitfadens in 2003 wurde dieser rund 100.000 Mal heruntergeladen und in zahlreiche Sprachen übersetzt.
“Der große Erfolg des Migrationsleitfadens im In- und Ausland ist ein Beweis dafür, dass wir mit unserer Strategie der Softwarevielfalt die richtigen Akzente setzen. Deshalb werden wir diese Strategie auch weiter verfolgen!”, so Bundesinnenminister Otto Schily.
Elmar Geese, Vorsitzender des Linux Verbandes, würdigt den Migrationleitfaden als “Standardwerk mit internationaler Bedeutung und dankt den verantwortlichen Stellen für die objektive und richtungsweisende Arbeit.”
Gegenüber der ersten Fassung des Migrationsleitfadens wird in der aktualisierten Version ein sehr viel breiteres Themenspektrum behandelt. Ergänzt wurde der Leitfaden unter anderem um Betrachtungen zu den einzelnen Betriebssystemen sowie um Informationen zur Interoperationalität zwischen Office-Suiten auf Basis von XML-Standards. Darüber hinaus wird nun auch explizit auf ökonomische und rechtliche Aspekte, beides wichtige Faktoren einer Migration, eingangen.
Der Leitfaden steht ab sofort auf dem Server des Ministeriums zum kostenlosen Download (pdf, 4,3 MB) bereit. In Kürze wird das 500 Seiten umfassende Dokument zudem im Buchhandel erhältlich sein.
“Nach den Behörden interessiert sich nun besonders der Mittelstand für Linux und OpenSource. Sicherlich wird es einige Diskussionen geben, insbesondere Microsoft wird mit seiner neu verstärkten Lobbymannschaft sicherlich mit den üblichen bezahlten Gegengutachten und ausführlichen Anzeigenstrecken reagieren. Weitere Migrationen werden sich dadurch nicht aufhalten lassen.”, so Geese weiter.
Um dem immensen Informations- und Beratungsbedarf zu Freier Software und Migration von IT-Systemen gerecht zu werden, wurde im März 2004 zudem das “OSS-Kompetenzzentrum” [2] ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um eine gemeinsame Initiative der Bundesministerien des Innern (BMI), für Verkehr, Bau und Wohnungswesen (BMVBW), und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
Das OSS-Kompetenzzentrum ist die virtuelle Plattform für den Informations- und Erfahrungsausstausch zum Thema Open Source und Freie Software. Hier werden Migrationsprojekte der Bundesverwaltung und Applikationen aus dem Open Source Bereich vorgestellt und natürlich Fragen und Probleme bei der Migration diskutiert. Auf der CeBIT 2005 wird die Staatssekretärin im Innenministerium einen Relaunch der Seite verkünden. [3]
Links:
[1]
http://kbst.bund.de/Software/-,223/Migration.htm
[2]
http://kbst.bund.de/-,247/OSS-Kompetenzzentrum.htm
[3]
http://www.kbst.bund.de/Aktuelles-aus-der-KBSt-,29.306460/Weiterentwicklung-des-OSS-Komp.htm?global.home=1
http://www.linuxtag.org
Freunde Freier Software haben seit Anfang März einen neuen Ort, an dem sie sich treffen und austauschen können: Die Fellowship der Free Software Foundation Europe (www.fsfe.org). Um den Start des Portals gebührend zu feiern, veranstalten die Free Software Foundation Europe
(FSFE) und das Netzwerk für Freie Software Newthinking eine Fellowship-Party.
Am 19.3. ab 19 Uhr treffen sich Interessierte und Mitglieder der Fellowship im Freie Software Fachgeschäft in Berlin-Mitte (Tucholskystr. 48). Was sonst nur im Internet stattfindet, wird hier erlebbar. Besucher können sich über Freiheit in der digitalen Gesellschaft und Freie Software informieren. Sie erfahren, wie sie über die Fellowship gemeinsam ihre digitale
Freiheit verteidigen können.
Auf der Party wird auch die CryptoCard vorgestellt, mit der Mitglieder der Fellowship ihre elektronische Kommunikation ebenso sicher schützen können wie ihre Daten. Damit gelangt so starker Datenschutz erstmals in die Reichweite normaler Computernutzer. Mit der Karte können sie E-Mails signieren, Daten ver- und entschlüsseln und sich per single-sign-on
bequem und sicher auf ihrem Rechner anmelden.
EUROCITIES ist ein Netzwerk von etwa 100 größeren Städten der EU, Norwegens, der Schweiz, Mittel- und Osteuropas und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Eurocities wurde 1986 gegründet. Die Städte, welche Mitgleder des Netzwerkes sind, zählen insgesamt über einhundert Millionen Einwohner. Catherine Parmentier ist Vorsitzende von EUROCITIES.
Sehr geehrte Frau Parmentier
Der Europarat und die Europäische Kommission möchten eine gesetzliche Grundlage für Softwarepatente in Europa einführen. Dies würde Europäische Städte unkalkulierbaren und nicht voraussehbaren Risiken von Gerichtskosten für Verfahren im Zusammenhang mit Softwarepatenten aussetzen.Aus diesem Grund hoffen wir, dass Sie sich uns im Kampf gegen
diese Arbeits- und Innovationszerstörer anschließen.
Stadtverwaltungen in ganz Europa haben dieselben Schwierigkeiten zu bewältigen: Die Zahl der Sozialhilfeempfänger steigt, die Staatskasse ist leer, und Bürger erwarten von der öffentlichen Hand eine so hohe Qualität wie nie zuvor. Diese offensichtlich widersprüchlichen Ziele sollen durch eine Umwandlung der vormals arbeitsintensiven Verwaltungsaufgaben in automatisierte, elektronische Prozeduren und Strukturen erreicht werden — nicht nur innerhalb einer einzigen Administration, sondern gleichermaßen zwischen verschiedenen öffentlichen Dienststellen, der Verwaltung gegenüber Bürgern und der Verwaltung gegenüber Unternehmen.
Das allseits bekannte Schlagwort dafür ist “eGovernment”.
Standardisierte Strukturen und Prozeduren, welche in Form von Software definiert und implementiert werden, um quer durch lokale Strukturen und Verwaltungen eingesetzt zu werden, bieten ein ideales Terrain für gerichtliche Forderungen bezüglich Softwarepatenten: Potenzielle Forderungen reichen vom Boden der Grundfunktionalität wie Netzwerken, Datenbanken und Dateisystemen, bis zu den abstrakten Methoden und Protokollen, welche die entsprechenden Funktionalitäten bieten.
Da Softwarepatente keinen Konzeptnachweis oder eine Implementierung benötigen, kann es sich der Patentinhaber auf einfache Weise leisten, abstrakte Methoden anzumelden und eigenmächtig entscheiden, Lizenzen herauszugeben oder zu verweigern.
Dies wird aus drei Gründen ein signifikanter Kostenfaktor werden: Von beiden, Softwareentwicklern und Benutzern kann der Eigner eines Softwarepatents fast jeden Geldbetrag verlangen, den er sich wünscht. Viele Entwickler und Firmen werden ausserstande sein, solchen Ansprüchen nachzukommen und werden aus dem Geschäft aussteigen. Steuerzahler werden zu Sozialhilfeempfängern. Und schließlich werden die Preise der übriggebliebenen Softwarefirmen ansteigen, weil sie Ihre Ausgaben für Softwarepatente refinanzieren müssen und geringerer Wettbewerb herrscht.
Das US-amerikanische Büro für Patente und Warenzeichen hat 1185 Softwarepatente registriert, welche mit “public service” [1] zu tun haben, sowie 19 welche ausdrücklich ?city council” [2] zu tun haben. Es ist nicht nötig, diese Stichwörter bei der Anwendung eines Softwarepatents zu nennen, folglich ist dies nur die Spitze des Eisbergs, und es ist zu erwarten, dass dieser stark zunimmt wenn Softwarepatente Realität werden sollten.
Mit der Einführung von Softwarepatenten müssten sich europäische Städte drastisch ansteigender Kosten und einer zunehmend schwierigeren rechtlichen Situation mit hohen Risiken für die Verwaltung bewusst sein. Wir empfehlen Ihnen daher, mit Herrn Christian Ude, dem Bürgermeister von München, in Verbindung zu treten. Herr Ude bekam ebenfalls die
schädigenden Auswirkungen von Softwarepatenten auf öffentliche Dienstleistungen zu spüren.
Sollten Sie weitere Fragen haben, oder zusätzliche Unterstützung brauchen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Georg Greve
Präsident
Free Software Foundation Europe
Link:
http://mailman.fsfeurope.org/pipermail/press-release-de/2005q1/000065.html



