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Heute erscheint Ubuntu 7.04 “Feisty Fawn”. Die freie Distribution verbindet Qualität mit einfacher Installation und Bedienung, sowie breiter Hardware-Unterstützung. In Version 7.04 ist sie jetzt noch nutzerfreundlicher und mit neuen Tools speziell für den Umstieg von Windows auf die freie Umgebung ausgestattet.

Neben einem praktischen Assistenten, mit dem Daten und Einstellungen von Windows migriert werden können, beinhaltet Ubuntu 7.04 eine verbesserte Multimedia Unterstützung. Codecs, die nicht mit der Standard-Installation mitgeliefert werden, können nun einfach mit einem Wizard nachinstalliert werden. Ebenfalls neu in Version 7.04 ist die Möglichkeit, dass sich mit Avahi Dienste publizieren und Hosts in einem lokalen Netz entdecken lassen. Ebenfalls wurde die Unterstützung für WLAN weiter optimiert. Im Paket mitgeliefert werden die Desktop-Anwendungen GNOME 2.18, OpenOffice 2.2.0rc3 und X.org, ebenso GCC 4.1.2, glibc 2.5, Linux 2.6.20 und Python 2.5.

Gleichzeitig veröffentlicht Canonical heute neue Versionen von Kubuntu und Edubuntu. Kubuntu enthält jetzt KDE 3.5.6. in der Standardinstallation. Die Einrichtung des Netzes soll mit “knetworkmanager” einfacher werden und als weitere Softwarepakete wurden Digikam 0.9.1 und Kexi beigelegt. Bei Edubuntu gibt es eine Terminal-Server, Schul- und Ausbildungssoftware und eine Server-Variante.

Die Server-Ausgabe Ubuntu 7.04 bietet eine neue erweiterte Hardware Unterstützung und ermöglicht beschleunigte Zugriffe auf die Kernel-basierte virtuelle Maschine (KVM). Enthaltene Softwarepakete sind unter anderem Apache 2.2, PostgreSQL 8.2, PHP.

Information: www.ubuntu.com

Freie Software bietet viele Potentiale für Wachstum, Wettbewerb und Innovation in Europa. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Auftrag der EU-Kommission von der Uni Masstricht erstellte Studie mit dem Titel “Economic impact of open source software on innovation and the competitiveness of the Information and Communication Technologies (ICT) sector in the EU” (http://ec.europa.eu/enterprise/ict/policy/doc/2006-11-20-flossimpact.pdf). Auf den 287 Seiten finden sich viele ökonomische Daten zur aktuellen Lage der Linux-Wirtschaft in Europa und die Studie formuliert konkrete Handlungsempfehlungen zur Förderung von Freier Software.

Ein zentraler Vorschlag der Studienmacher ist, Benachteiligungen von Freier und Open Source Software in Innovation, Forschung und Entwicklung, sowie bei der finanziellen Unterstützung von Forschung und Entwicklung durch die öffentliche Hand, als auch bei der Versorgung der Öffentlichkeit mit Software, welche zurzeit öfters gegen den Wettbewerb gerichtet ist, zu vermeiden und einen gleichberechtigten Wettbewerb zu ermöglichen. Neu ist die Idee, dass FLOSS-Schöpfer eine angemessene steuerliche Behandlung erhalten sollten : die Softwarebeiträge durch FLOSS könnten als wohlfartsartige Spenden behandelt werden. Wo dieses bereits gangbar ist, sollte Aufmerksamkeit unter Firmen, Beteiligten und Verantwortlichen vergrössert werden. Die Studie kommt auch zu der Schlussfolgerung, dass die Vermittlung von Fähigkeiten an die Studenten und nicht durch die Vermittlung von speziellen Anwendungen eine Herstellerunabhängigkeit im Bildungsbereich fördern kann; Studenten könnten auch aktiv zur Teilnahme an FLOSS-ähnlichen Gemeinschaften befähigt werden. Eine Entbündelung von Hardware und Software könne zu einem wettbewerbsorientierten Markt und einfachen Wegen der Innovation führen, welche durch vertikale Integration nicht gefördert wird.

Zwei Wochen nach Erscheinen der Studie meldete sich allerdings die EU-Kommission zu Wort und ruderte zurück. Gegenüber ZDNET UK erklärte ein Sprecher (http://news.zdnet.co.uk/software/0,1000000121,39285685,00.htm?r=1 ) dass man “technologieneutral” sei und daher nicht explizit Open Source fördern wolle.

“The Linux Foundation” wurde am 21. Januar aus der Taufe gehoben. Sie entstammt dem Zusammenschluss der Free Standards Group (FSG) mit den Open Source Development Labs (OSDL). Die neue Organisation soll Linux wettbewerbsfähiger machen, indem sie mit vereinter Kraft eine Reihe von Dienstleistungen anbietet, die das Wachstum von Linux beschleunigen sollen.

Jim Zemlin, bisher Chef der FSG, ist neuer Kopf der Linux-Stiftung. Das sei doch eine feine Sache, sagt Zemlin, wenn man als Linux-Programmierer “eine zentrale Anlaufstelle” für verschiedenste Dinge habe. Trotz des zentraleren Ansatzes der Organisation sowie der starken Orientierung am Wettbewerb, sollen Offenheit, Wahlfreiheit und technische Überlegenheit gewahrt bleiben. Der Ansatz wäre jedoch notwendig, um Linux anknüpfen zu lassen, an Eigenschaften, die besonders in proprietären Software-Firmen vorherrschen, wie Abwärtskompatibilität, Förderung, Interoperabilität, Entwicklerunterstützung und mehr.

Die Dienstleistungen der Stiftung umfasse die Verwaltung des Linux-Warenzeichens, Rechtsbeistand für Entwickler in Patentprozessen durch das Projekt Open Source as Prior Art, durch die Initiative Patent Commons und dem »Linux Legal Defense Fund« sowie Standardisierungsdienstleistungen für Anwendungsentwickler. Darüber hinaus will sich die Stiftung der Promotion und Zusammenarbeit der Linux-Gemeinschaft im gesellschafts- und wirtschaftspolitischem Kontext widmen.

Außerdem wolle die Foundation einen “sicheren Hafen für Linux-Kernel-Entwickler” bieten, sagte Zemlin. Auch indem sie Mittel und Gehälter an Programmierer ausschüttet, deren Unabhängigkeit gesichert werden soll. Zu denen gehört weiterhin auch Linus Torvalds, der bisher in der OSDL beschäftigt war und sich als prominentester Name auf der Gehaltsliste findet. Die Gründung der Stiftung fand starke Zustimmung durch die Mitglieder der FSG und OSDL. Unter ihnen: IBM, Intel, HP, Oracle, Novel, Fujitsu, Hitachi, NEC, Oracle und Red Hat.

Offizielle Pressemitteilung: http://www.linux-foundation.org/wordpress/?p=286

“Unser Ziel, die Internationalisierung des LinuxTag voranzutreiben, ist geglückt,” erklärte LinuxTag Vorstandsmitglied Nils Magnus. “Teilnehmer sind aus mehr als 30 Nationen angereist”. Besonders das Kongressprogramm trug diesem Trend Rechnung. Mehr als die Hälfte der ca. 250 Beiträge sind von internationalen Vortragenden gehalten worden, darunter Referenten aus Südafrika, Argentinien, Japan, Großbritannien, Frankreich und den USA.

“Das Interesse an Open Source ist besonders bei IT-Entscheidern und Entwicklern weiterhin hoch”, erklärte Martin Schulte von der Open Services GmbH, “aber Linux ist auch ein Stück Normalität geworden.” Das erklärt auch die Verlagerung von großen kommerziellen Ständen hin zu Projekten. “Unser Ziel, der Community eine professionelle Plattform zur Darstellung ihrer Ergebnisse zu bieten, ist geglückt.”, so Nils Magnus vom LinuxTag e.V. “Wir konnten die Anzahl der Projekte auf über 90 steigern. Dies ist weltweit einzigartig.”

In seiner Keynote am Samstag erklärte der Gründer des Ubuntu-Projektes, der Südafrikaner Mark Shuttleworth, dass “der LinuxTag das Epizentrum der freien Software-Welt” sei. “Wie jedes Jahr waren die letzten vier Tage geprägt von angeregten Diskussionen über Freie Software mit Menschen aus aller Welt. An unserem Stand fanden sich Repräsentanten Freier Software von Japan bis Argentinien,” beglückwünscht Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE) die Organisatoren. “Trotz schwieriger Umstände dank Fußball-WM ist die Verpflanzung nach Wiesbaden damit geglückt.”

Dass Freie Software für Wirtschaft und Politik eine immer größere Rolle spielt, zeigte der Besuch von vielen Entscheidern und Vertretern. So informierte sich Justizministerin Brigitte Zypries über ausstellende Schulprojekte in der EU und ließ sich den Aufbau der freien Enzyklopädie Wikipedia erläutern.

Große Unternehmen wie SUN Microsystems, IBM, Google und Novell nutzten den LinuxTag, um Diskussionen mit Entwicklern und IT-Entscheidern zu suchen.
Erstmalig wurde ein Teil des Konferenzprogramms auch im Netz ausgestrahlt. Bis zu 1.800 Teilnehmer nutzten gleichzeitig diesen Service. Ermöglicht wurde dieser durch eine Kooperation mit Fluendo, den Entwicklern des Open-Source-Streaming-Systems flumotion, und unserem Hardwaresponsor transtec AG.

Michael Löffler, Product Manager SuSE Linux und OpenSuSE, erklärte: “Der LinuxTag 2006 war für Novell und OpenSuSE ein voller Erfolg. Die Mischung zwischen Open-Source-Community und Geschäftskunden hat für uns sehr gut gepasst und wir konnten viele intensive Gespräche mit hoch qualifiziertem Publikum führen. Auch der OpenSuSE-Day hat uns erneut gezeigt, wie groß das Interesse an unser Distribution ist - der 300 Personen fassende Konferenzraum war teilweise zu klein. Es war wichtig und richtig für uns, auf dem LinuxTag Flagge zu zeigen.”

Hartmut Kaiser (Produkt Marketing Manager Solaris): “SUN Microsystems ist Hersteller offener Systeme und Kontributor von OpenOffice und OpenSolaris. Daher ist es nur natürlich, den LinuxTag 2006 als Sponsor und im Programm mitzugestalten. Der LinuxTag bot uns auch 2006 wieder eine sehr gute Plattform zur Positionierung neuer Technologien und zum Austausch mit der Community.”

Elmar Geese, Vorsitzender des Linux Branchenverbandes LIVE, der etwa 100 Mitglieder vertritt, bedankte sich bei den Organisatoren für die Ausrichtung des Events. “Das hochwertige Konferenzprogramm und die vielen interessanten Kontakte machen den LinuxTag einzigartig. Wir freuen uns auf 2007!”

Für den erstmals in Wiesbaden Anfang Mai stattfindenden LinuxTag 2006 [1] wurde ein “Call for Projects” gestartet: Freien Projekten wird die Möglichkeit gegeben, sich kostenlos auf Europas größter Linux-Messe und -Konferenz zu präsentieren. Seit Beginn des LinuxTag gehört es zu seiner Philosophie das Miteinander von Unternehmen und Projekten zu fördern. Den Community-Projekten wird eine kostenlose Plattform zu ihrer Darstellung geboten. So wird der Öffentlichkeit die Vielfalt Freier Software vor Augen geführt.

“Mit dem Umzug nach Wiesbaden wird es sicherlich eine Vielzahl von Besuchern geben, die den LinuxTag erstmals kennenlernen möchten. Das bietet den Projekten die Möglichkeit, in einer von IT-Unternehmen mitgeprägten Region ihren Bekanntheitsgrad zu steigern und neue Kontakte zu knüpfen”, so Martin Schulte, Vorsitzender der German Unix User Group. Die GUUG besitzt eine lange Erfahrung im Bereich Messen und Veranstaltungen mit einem Schwerpunkt auf offenen Betriebssystemen.

Die Ausstellungsfläche für Freie Projekte wird dieses Jahr mehr als 500 Quadratmeter betragen. Im Gegensatz zu den Vorjahren werden sich die Projekte thematisch direkt neben Unternehmen wieder finden. Auch im Organisationsteam hat es einen Wechsel gegeben: Als Ansprechperson des LinuxTag für die Freien Projekte steht dieses Jahr ein Team in allen Belangen zur Verfügung, welches von Wolfgang Drotschmann koordiniert wird. “Wir möchten die Community-Projekte dabei unterstützen, einen gelungenen Messeauftritt zu geben”, so Wolfgang Drotschmann von der GUUG, die den LinuxTag erstmalig organisiert.

Der LinuxTag sucht Projekte zur Teilnahme an der Ausstellung. Jedes Open-Source-Projekt kann sich um einen kostenlosen Stand bewerben - ausgestattet mit Strom, Internet und Mobiliar. Um besser planen zu können, wird zur Teilnahme bis zum 3. Februar 2006 um eine aussagekräftige Vorstellung gebeten. Eine Bewerbung ist unbedingt mit Hilfe des virtual Conference Center (vCC) über die LinuxTag-Website einzureichen. Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen und Leistungen für Freie Projekte finden sich auf der Website unter “Call for Projects”. Für Fragen steht das Projektkomitee unter projects@linuxtag.org gerne zur Verfügung.

Der LinuxTag ist das bedeutendste Ereignis rund um Freie und Offene Software in Europa. Im letzten Jahr besuchten über 12.000 Interessenten die einmalige Kombination aus Konferenzen, Tutorien und Messe. Der LinuxTag wird im elften Jahr seines Bestehens aktuelle Informationen für professionelle Benutzer, Entscheider und Forscher genauso wie für Entwickler, Einsteiger und die Community bieten.

[1] http://www.linuxtag.org

Das Parlament in Taiwan hat die Regierung aufgefordert, in diesem Jahr 25% weniger für Software des Herstellers Microsoft auszugeben. Damit soll die u.a. Abhängigkeit von nur einem Hersteller verringert werden [1]. Derzeit laufen etwa 90% der Rechner in Amtsstuben und Schulen mit Betriebssystemen und Anwendungssoftware aus Redmond.

Die Entscheidung vom Freitag stellt einen Zusatz zum Haushaltsplan für 2006 dar, in dem der Regierung auch das Gesamtbudget gekürzt wurde. Gegenüber den 2,3%, um die dieser Posten verringert wurde (auf 1,57 Billiarden NT$, etwa 49,3 Milliarden US$), sind die 25% im Bereich von Software ein klares Zeichen gegen die ‘überproportional hohen Ausgaben für Microsoft-Produkte’, wie die Commercial Times berichte.

Der Beschluss lenkt die Aufmerksamkeit auch auf einen nationalen Beschluss von 2002, mit dem Taiwan in den vergangenen zwei Jahren bereits etwa 12 Milliarden NT$ (etwa 353 Millionen US$) einzuparen hoffte [2]. Im Zuge dieses Plans wurden sechs nationale Trainingscenter für Schulungen im Bereich Freier Software eingerichtet, ausgerichtet für 120.000 Teilnehmer [3]. Zusätzlich sollten fast 10.000 Multiplikatoren ausgebildet werden, um Arbeitsumgebungen mit Freier Software und ihre praktische Anwendung vorzubereiten und umzusetzen [4].

In Asien bekommt Microsoft damit spürbaren Gegenwind: erst im Dezember hatte Südkorea eine kartellrechtliche Strafe von 35 Millionen Euro US$ gegen den Softwarekonzern verhängt. Japan lässt derzeit die Geschäftspraktiken durch die Wettbewerbsbehörde untersuchen, und auch China will den Einsatz von Linux verstärken. Einige der asiatischen Wirtschaftsnationen arbeiten bereits seit Jahren am Asianux-Projekt, auch existieren viele Unternehmungen, die eigene Distributionen entwickeln.

[1] http://www.techworld.com/opsys/news/index.cfm?NewsID=5162&inkc=0
[2] http://www.kuro5hin.org/story/2002/6/3/55433/41738
[3] http://www.oss.org.tw/index.php
[4] http://www.heise.de/newsticker/meldung/27929

Die Einsendefrist für den Call for Papers des LinuxTag 2006 läuft am kommenden Sonntag, den 15. Januar 2006 aus. [1] Zur Teilnahme am Call for Papers wird lediglich ein aussagekräftiger Abstract gefordert. Der LinuxTag 2006 wird gemeinsam mit der Vereinigung Deutscher UNIX-Benutzer e.V. (GUUG) vom 3. - 6. Mai in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden veranstaltet. Vor allem für die diesjährigen Schwerpunkte Virtualisierung, Lizenzmanagement und Web-Publishing werden noch Einreichungen gesucht. [2]

Von Virtualisierung und Clustern: Wohin führt der Weg der ständig wachsenden Nachfrage nach Rechenleistung? Werden wir immer leistungsfähigere Computer benutzen, die durch feine Aufteilung immer mehr Aufgaben übernehmen, geht der Trend zu parallelisierenden und verteilten Grids und Clustern — oder kann man gar beide Ansätze miteinander kombinieren?

Software, Freiheit und Wissen: Welche Rolle spielen Lizenzen Freier Software, GPL3, Lizenzproliferation, Intellectual Property, die Wissensgesellschaft und Patente auf Ideen in der Welt von morgen?

Im Web der Informationen: Die Technologien zur Wissensverwaltung überschlagen sich. Daten werden in Content-Management-Systemen verwaltet, mit Blogs und Wikis sind völlig neue Formen der Informationserzeugung entstanden: Doch welche freien Werkzeuge sind nötig, damit aus Daten auch Informationen werden und beim Empfänger ankommen?

Das Themenspektrum des LinuxTag ist selbstverständlich viel grösser. Eine Auswahl der gesuchten Themen findet sich auf der Webseite des LinuxTages. [3]

Das Freie Vortragsprogramm findet vom 4. - 6. Mai 2006 statt. Mehrere parallel stattfindende Vortragsreihen informieren Teilnehmer, die sowohl an technischen wie auch gesellschaftlichen Aspekten von Open Source interessiert sind. Vortragende sind vor allem in Projekten und Initiativen aktive Mitarbeiter und Experten dieser Bereiche. Die Mehrzahl der Beiträge im Freien Vortragsprogramm werden durch das Programmkomitee aus den eingereichten Vortragsvorschlägen ausgewählt. Ergänzt werden diese durch eingeladene Vorträge.

Das Practical Linux Forum findet vom 3. - 6. Mai 2006 statt. In dieser begleitenden anwenderorientierten Vortragsreihe werden ausgewählte und bekannte Applikationen vorgestellt und praktische Hilfe für den täglichen Betrieb bzw. die Arbeit mit Linux gegeben. Das Practical Linux Forum wird im Wesentlichen mit eingeladenen Beiträgen bestritten, die durch eingereichte Vortragsvorschläge komplettiert werden. Bewerber für diesen Anteil sollten ihre besondere Eignung in der verständlichen Vermittlung von Inhalten dokumentieren.

Mögliche Referenten sind eingeladen, einen Abstract für einen einstündigen Vortrag einzusenden. Interessenten finden detaillierte Informationen auf der Seite des LinuxTag und sollten sich dort ihren Beitrag online einreichen. Für fristgerecht eingereichte Beiträge kann die Hotelübernachtung übernommen werden. Für Mitarbeiter an Freien Projekten besteht die Möglichkeit, einen Fahrkostenzuschuß zu beantragen.

Mit 12.000 Besuchern in diesem Jahr ist der LinuxTag Europas größte Messe und Konferenz zum Thema Linux und Freie Software. Professionelle Anwender, Entscheider und Entwickler treffen sich zum Austausch bei den verschiedenen Konferenzen und Tutorien.

[1] http://www.linuxtag.org/2006/de/home/cfp/call-for-papers.html
[2] http://www.linuxtag.org/2006/de/home/cfp/gesuchte-themen.html
[3] http://www.linuxtag.org/2006/de/home/cfp/gesuchte-themen.html
[4] http://www.linuxtag.org/2006/de/home/cfp/teilkonferenzen.html
[5] http://www.linuxtag.org/2006/de/home/cfp/teilkonferenzen.html

In einer beispielhaften Aktion hatte Mitbegründer Lawrence Lessig mit seinem Projekt Creative Commons (CC) zum „Last Call for 2005“ aufgerufen: Da das Creative Commons Projekt mit knappen Mitteln zu kämpfen hat und neue Projekte auf dem Spiel stehen, wandte er sich im Oktober mit einer groß angelegten, jährlichen Spendenkampagne an die Internetnutzer weltweit. Bis zum 31. Dezember 2005 sollten 225 000 $ gesammelt werden. Erfreulicherweise ist das Creative Commons auch gelungen: Über 250.000 $ kamen für die Weiterentwicklung des Creative Commons Projektes durch Unterstützer auf der ganzen Welt zusammen! Viele Firmen, wie die freie Foto-Sammlung flickr oder RedHat beteiligten sich mit einer eigenen Spende. Die letzte Hürde wurde am letzten Tag des vergangenen Jahres durch eine Spende von Microsoft geschafft.

Creative Commons hat sich zu einer wahren Bewegung gemausert: In den letzten zweieinhalb Jahren wurden über 50 Millionen Werke unter den Lizenzen der Creative Commons geschützt. Unersetzlich für die Remix Kultur, dürfen unter einem bestimmten CC-Modell lizenzierte Musikstücke oder Filme frei geremixt, neu zusammengesetzt, erweitert oder anderweitig kreativ verarbeitet werden.

CreativeCommons.org setzt sich für mehr Transparenz beim Urheberrecht ein. Die wichtigste Aktion war bislang die Veröffentlichung eines individuell zugeschnittenen Lizenz-Sets im Dezember 2002. Diese wurden im Sommer 2004 auch in einer deutschen Variante veröffentlicht. Rechtsprofessor Lawrence Lessig entwickelte bereits vor vier Jahren einen Lizenzkatalog für Autoren von Musik- und Filmdateien oder Texten, die unter anderem ihre Werke teilweise oder ganz der Allgemeinheit, für die „public domain“ freigeben möchten. Bei den verschiedenen CC-Modellen wird festgelegt, ob ein Werk weiter gegeben und kopiert werden darf, ob es verändert werden darf und vor allem, ob das kommerziell oder nicht-kommerziell geschieht.

Man fährt in eine Stadt, steht vor einer Sehenswürdigkeit und hätte gerne die passenden touristischen Infos zur Hand. Nichts leichter als das: Irgendwo am Objekt klebt ein Aufkleber mit dem Weblink zur jeweiligen Seite der Online-Enzyklopädie Wikipedia, der einfach über die Foto-Kamera des Mobiltelefons aufgenommen wird. Darüber lässt kinderleicht über den Netzzugang des Handys die Seite mit den Details aufrufen. Was wie ein Traum für Infojunkies klingt, ist seit diesem Sommer Realität: Das Projekt Semapedia von Alexis Rondeau aus Wien und Stan Wiechers aus New York verknüpft seit August diesen Jahres auf clevere Weise die virtuelle Welt des Internets mit der realen Welt der Stadt: Der Aufkleber mit dem Link nennt sich bei Student Rondeau und Software-Architekt Wiechers „Tag“ in Anlehnung an die Linkverweise, wie sei bei der Social Software eingesetzt werden. Der Link selber wird als grafisches Muster dargestellt, der als Aufkleber, als „Sticker“ an allen öffentlichen Orten auf oder an das betreffende Objekt wie ein Bauwerk oder ein Kunstobjekt geklebt wird: Die physische Manifestation einer Webadresse.

Die Kamera des Handys nimmt dann dieses Muster auf und ein spezieller Software-Reader wandelt es wieder in den Link zurück. Die Software-Vorraussetzungen dafür sind nicht neu: Der freie Software Development Kit von der Firma Semacode wurde bereits für andere Zwecke als Barcode in der Industrie eingesetzt, er ist nämlich ein ISO-Standard. Mit ihm ist es möglich, eine Webadresse, die URL, in ein zweidimensionales Muster umzuwandeln. Ist auf dem Java-fähigen Mobiltelefon die Lese-Software für diesen Code installiert, muss der Besitzer nur ein Foto des betreffenden Tags schießen und die Software erkennt daraus die Webadresse. Über den Online-Zugang des Handys wird kann sofort die jeweilige Seite bei Wikipedia aufgerufen. Einen Tag herzustellen, ist genauso mühelos wie beispielsweise der Code für die Wikipedia-Seite der Creative Commons: Man muss nur bei Semapedia den Link der Wikipedia-Seit zum Objekt eingeben und automatisch werden mehrere Muster generiert, die ausgedruckt werden können.

Ziel des Projekts ist eine Grassroots-Bewegung: In den nächsten Monaten sollen so viele Tags wie möglich flächendeckend als Sticker verteilt und aufgeklebt werden. Der nächste Schritt ist der Aufruf der jeweiligen Wikipedia-Seite in der Landessprache des Handynutzers.

Hamburg, Wiesbaden - Der LinuxTag 2006, Europas größte Fachmesse und Kongressveranstaltung zu den Themen Freie Software, Linux und Open Source wird nächstes Jahr vom 03. bis 06. Mai in Wiesbaden veranstaltet. Der LinuxTag bietet Anwendern, Entwicklern und Entscheidern aus der IT-Branche die Möglichkeit zum professionellen Austausch. Als Veranstaltungsort beherbergen die Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden den Business- und Behördenkongress, Tutorien, das Freie Vortragsprogramm, die Fachausstellung und diverse Sonderveranstaltungen.

Seit zehn Jahren ist der LinuxTag die führende fachspezifische Messe- und Kongressveranstaltung für Open Source und Freie Software in Europa. Die Ausrichtung der kommenden Veranstaltung zielt darauf ab, Kongress und Ausstellung optimal miteinander zu verbinden. Weiterhin folgt der LinuxTag mit einem verlässlichen Businessprogramm den Wünschen vieler Aussteller und Fachbesucher. Von der verkehrsgünstigen Lage im Rhein-Main-Gebiet profitiert besonders das internationale Publikum der Veranstaltung, die nach wie vor unter dem Slogan “Where .com meets org” durchgeführt wird.

Der LinuxTag wird im Jahr 2006 durch die Dienstleistungstocher der German Unix User Group (GUUG) durchgeführt. Die langjährig bestehende Zusammenarbeit im Bereich der Tutorien und dem Businesskongress wird so auf einer neuen Ebene weitergeführt. Dadurch werden hohe Synergieeffekte für den LinuxTag 2006 erwartet. Selbstverständlich werden der LinuxTag und der Linux-Kongress als eigenständige Veranstaltungen mit ihren eigenen Zielgruppen weitergeführt.

“Die German Unix User Group übernimmt als langjähriger Partner des LinuxTag die Organisation und Durchführung des LinuxTag 2006. Ich freue mich sehr über diese anspruchsvolle neue Aufgabe, die Zusammenarbeit mit dem LinuxTag-Team und der Kommunikationsagentur newthinking communications. Ich lade unsere Partner, die Community und alle Interessierten ein, sich den Termin der Veranstaltung schon heute vorzumerken”, so heute Martin Schulte auf dem Linux-Kongress in Hamburg.

Nils Magnus, Vorsitzender des LinuxTag erwartet ein positives Signal für Aussteller und Community: “Wir legen die Organisation in die Hände der GUUG, um die Durchführung weiter zu professionalisieren und Synergieeffekte zu nutzen. Der LinuxTag e.V. steht weiterhin für die inhaltliche Qualität der Veranstaltung und sichern nachhaltig den LinuxTag als Plattform für Freie Software und GNU/Linux”.

Freie Software und GNU/Linux wird nicht nur von der EU-Kommission empfohlen, immer mehr Behörden und Unternehmen finden in dem Betriebssystem eine flexible und zuverlässige Alternative für ihre IT-Infrastruktur.

Die Pressearbeit, PR und Marketing für den LinuxTag 2006 übernimmt auch dieses Jahr wieder die auf Open Source Strategien spezialisierte Kommunikationsagentur newthinking communications.

Es hat sich in deutschen Stadtverwaltungen herumgesprochen: Linux ist ein sicheres und zuverlässiges Betriebssystem für Behörden. Die Empfehlungen des Bundesministeriums und der EU-Kommission, auf Freie Software zu setzen, ebneten den Weg um ein Vielfaches. Während jedoch die Stadt München in einem langwierigen Unterfangen komplett auf das alternative Betriebssystem umstellen will, ist man in Mannheim sanfter und nichtsdestotrotz zügiger. In einer beispiellosen Aktion werden derzeit bei der so genannten “sanften Migration” zunächst die Infrastruktur wie die Server und erst ganz zum Schluss die PCs der Enduser, also der Angestellten in der Verwaltung umgestellt.

Damit werden 3 700 Arbeitsplatz-PCs, 110 Server und 150 Fachanwendungen “migrieren”, also bald unter Linux laufen. Den Anfang macht im Herbst diesen Jahres die Synchronisationssoftware für mobile Medien wie PocketPC, Blackberry und Palm, die auf die Oracle Collaboration Suite (OCS) umgestellt wird. Gleichzeitig sollen bis zum Jahreswechsel die Anmelde-, Datei- und Druckdienste zentral über einen Linux-Server gesteuert werden. Das Portal der Stadt mannheim.de ist bereits auf eine XML-Plattform unter Linux gewechselt, damit sich die Bürger auch von ihrem Mobiltelefon oder PDA aus Informationen von der Webseite laden können.

Die Entscheidung der Behörden kommt nicht von ungefähr. Als Microsoft Ende letzten Jahres ankündigte, den Support für sein System Windows NT einzustellen, fiel die Wahl auf ein alternatives Betriebssystem. Die Stadt Mannheim will nun vor allem “Wahlfreiheit”, “Flexibilität und mehr Sicherheit”. Als Nebeneffekt wird die Kostenersparnis durch die wegfallenden Software-Lizenzen angegeben.

Aber auch neue Arbeitsdynamiken verlangten nach einer passenden Struktur: “Starre hierarchische Abläufe werden von Prozessen abgelöst. Mitarbeiter arbeiten immer häufiger in Team- und Projektstrukturen. Diese neuen Strukturen müssen in der IT-Umgebung abbildbar sein”, sagt IT-Experte Gerd Armbruster von der Stadt. Als Partner für die Migration hat sich Mannheim den leistungsfähigen Konzern IBM ausgesucht.

Der zweite World Summit on the Information Society (WSIS) findet vom 12. bis 15. November in Tunis statt. Der erste Teil von WSIS, wurde vor zwei Jahren von der UNO abgehalten, der zweite soll diesen November fortgesetzt werden. Der WSIS-Prozess will relevante Probleme der Informationsgesellschaft klären - Einigung besteht zumindest in der Hinsicht, dass der “Zugang zu Information und Wissen erweitert werden muss” und Kommunikationsinfrastrukturen ausgebaut werden sollen. Auf der letzten Vorbereitungsrunde (”PrepCom3″) Ende September in Genf sind einige Sachverhalte geklärt worden, wenn auch die meist diskutierte Frage der Internetverwaltung immer noch unbeantwortet bleibt.

Nach dem letzten Vorbereitungstreffen haben wieder Belange rund um das “Intellectual Property”, das “geistige Eigentum” ihren Weg in die Entwürfe des WSIS gefunden. Ein heißes Eisen, wie der erste Gipfelprozess vor zwei Jahren zeigte. Auf der einen Seite stehen die kompromisslosen Befürworter des “Wissen als Besitz”, auf der anderen finden sich die Vertreter der neuen kollaborativen Wissensproduktionen wieder, die für eine Teilhabe und Mehrwert an Wissen und seiner Produktion stehen. Auf der PrepCom3 wurde nach hitzigen Diskussionen ein Formelkompromiss gefunden, der Freie Software explizit als Chance für Entwicklung und als Überbrückung der digitalen Spaltung versteht. Ziel des Entwirfes ist, den Gebrauch von freier und Open Source-Software sowie offene Technikstandards zu bestärken. Wie ip-watch.org berichtet, wurden die Vorschläge bezüglich Freier Software von den lateinamerikanischen und karibischen Ländern in einen Entwurf (Vorsicht: doc!) eingebracht, mit Unterstützung von Kanada, China, Südafrika und Ägypten in Vertretung der arabischen Länder. Laut eines Konferenzteilnehmers versuchte man seitens der Vereinigten Staaten, den Entwurf in seiner Sprachwahl technisch neutraler zu halten. Jedoch konnten konkrete Versuche, den Text zu ändern, nicht bestätigt werden.

Die Erweiterung im Artikel 21 lautet wie folgt:

“Our conviction that governments, the private sector, civil society, the scientific and academic community, and users can utilize various technologies and licensing models, including those developed under proprietary schemes and those developed under open-source and free modalities, in accordance with their interests and with the needs to have reliable services and implement effective programmes for their people.”

Die neue Version 8 des StarOffice arbeitet damit und seit Ende September auch die hoffentlich letzte Testversion des OpenOffice 2.0: der Standard OpenDocument, ausgearbeitet von der Organization for the Advancement of Structured Information Standards (OASIS). Das XML-basierte Format findet nicht nur allgemeingültige Verwendung, deshalb hat es bereits seine Fürsprecher gefunden. Das Open Document Fellowship will die Werbetrommel für den Standard rühren, Aufklärungsarbeit darüber leisten, welche Programme es benutzen können und die Weiterentwicklung fördern. Die neu gegründete Vereinigung setzt sich aus verschiedenen Vertretern zusammen wie Gary Edwards von OASIS, Mark Taylor vom Open Source Consortium und Richard Rothwell vom britischen SchoolForge.

Damit OpenDocument jetzt auf dem staatlichen Sektor Zuspruch findet, hat OASIS den Standard der International Organization for Standardisation (ISO) vorgelegt. Erkennt diese das Format an, könnte es für Behörden attraktiver werden. Einige staatliche Unterstützer hat es schon: Nicht nur die EU-Kommission spricht sich dafür aus, auch die Regierung des amerikanischen Bundesstaat Massachusetts. Im September hatte sie in ihrer Neuregelung namens Enterprise Technical Reference Model (ETRM) Version 3.5 erklärt, ab 2007 gänzlich mit Dokumenten im OpenDocument-Standard zu arbeiten.

Auch wenn das einem Software-Giganten wie Microsoft nicht behagt, sollte er auf lange Sicht dieses Format einbeziehen. Der hatte sich über die geplante Umstellung beklagt und erst recht keinen Support zugesichert. Auf ZDnet.co.uk wird berichtet, dass der Hersteller in seinem kommenden Office-Paket jedoch den Export von PDF-Dateien unterstützen wird - nachdem er monatlich etwa 120 000 Anfragen deswegen bekommen hatte. Für Ananlyst James Governor von RedMonk ist die Sache klar: Damit der Monopolist aus Redmont seine Einstellung zu OpenDocument ändert, bedarf es gar nicht der vielen Anfragen, “sondern nur ein paar mehr hochrangige Abgänge wie Massachusetts”, sagte er ZDnet: “Wenn Microsoft wegen der fehlenden ODF-Unterstützung Kunden verliert, werden sie ein Plug-In anbieten, bevor du es merkst.”

Freie Software und freie Musik halten Händchen: Der beliebte KDE-Audioplayer amaroK ist ab sofort als Vollversion Live 1.3 auf CD mit Musikstücken erhältlich beziehungsweise als CD-Image herunterladbar. Magnatune, das Vorzeigelabel der Creative Commons-Gemeinde und beliebt bei Independent-Filmern zur Bestückung ihrer Soundtracks, machte einige Musiktracks für die Silberscheibe locker. Auf der CD sind auch Stücke der deutschen Produzenten Paniq und Snooze und des Norwegers Ugress enthalten.

Seit der Version 1.3 von amaroK ist es möglich, Podcasts zu laden und Playlisten im 3mU-Format zu erstellen. Weitere Merkmale sind, CD-Cover aus der Datenbank von Amazon einzubinden, Künstlerinfos via Wikipedia zu laden und Musiktracks über den Audioscrobbler mit anderen zu tauschen.

Hier geht es zum Download des amaroK CD-Images mit 350 MB, auch möglich mit BitTorrent über einen Tracker. Magnatune bietet eine große Auswahl an CC-Stücken auf der eigenen Seite Seite.

Die Europäische Kommission will Schriftwerke, Bilder und Tonaufzeichnungen als Ausdrucksformen des europäischen Kulturguts digitalisieren und somit allen EU-Bürgern zugänglich machen. Das gigantische Projekt unter dem Titel „i2010: Digital Libraries“ will sämtliche „physischen“ Werke für die Nachwelt konservieren. Wie die ungefähr 2,5 Millionen Schriftbände, Bücher und Magazine und die Millionen Filmmaterial für die Nachwelt digitalisiert werden, soll in einem Vorschlag für eine Empfehlung im Juni nächsten Jahres vorgelegt werden. Für diesen Vorschlag nun hofft die EU-Kommission auf die Unterstützung ihrer Bürger: Bis zum 20. Januar 2006 sind Interessierte aufgerufen, Fragen zur Art der geplanten Digitalisierung zu beantworten: Wie man zum Beispiel private Investoren, neue Business-Modelle und die öffentlich-private Zusammenarbeit für die Umsetzung fördern könnte.

Nur: Das Urheberrecht ist nach Ansicht der EU-Kommission ein gewichtiger Faktor. Auch hier will die EU-Kommission von den Bürgern wissen, mit welchen „legislativen, technischen oder organisatorischen Mitteln“ man urheberrechtlich geschütztes Material zugänglich machen könnte und gleichzeitig dennoch die „legitimen Interessen des Autors respektieren“, so der Fragebogen. Die Auswertung der Antworten sollen auch für die geplante Überprüfung der Urheberrechtsvorschriften der EU 2006 herangezogen werden.

Die Unibibliothek bei Yahoo!

Auf internationaler Ebene gibt es von der eben gegründeten Open Content Alliance (OCA) bereits ähnliche Bestrebungen: Die setzt sich zusammen aus Organisationen wie dem Internet Archive, Bildungseinrichtungen wie der Universität Kalifornien, den Prelinger Archives oder Firmen wie Adobe und Yahoo! und will wie die EU-Kommission Printmedien und Multimedia-Content digitalisieren. Um sich nicht am Urheberrecht die Finger zu verbrennen, sollen jedoch nur Public Domain-Inhalte gescannt werden und solche, die explizit vom Autor freigegeben wurden. Die Suchmaschine Google hatte sich just gerade mit ihrem vergleichbaren Projekt, der Print Library in die Nesseln gesetzt und war letzte Woche von der Autorenvereinigung verklagt worden.

Schließlich scheuen sich zu guter Letzt die Verlage, Werke zum freien Download zuzulassen: Der Internetshop Amazon bietet seit Ende Juli die Volltext-Suchfunktion “Search Inside” an, mit der Bücher in Auszügen eingesehen werden können. Bislang waren jedoch nicht viele Verlage bereit, ihre Veröffentlichungen dafür herzugeben.

Am 8. September findet die zweite “Linux in BERLIN” im “the media centre” statt. Auf der eintägigen Veranstaltung präsentieren Firmen und Projekte freie Lösungen mit dem Schwerpunktthema “Linux und Open Source für kleine und mittelständische Unternehmen”. “Linux in BERLIN” klärt als Informationsplattform über die Potenziale Freier Software und Offener Standards auf.

Eine regionale Umfrage der Forschungsgruppe Fazit ergab zuletzt, dass in rund 19 Prozent der klein- und mittelständischen Unternehmen Freie Software eingesetzt wird. Rund 70 Prozent der befragten Unternehmen gaben in der Studie an, unzureichend bzw. gar nicht über Freie Software informiert zu sein. Das Informationsdefizit und die damit einhergehende Unsicherheit wird einstimmig als größtes Hemmnis für einen flächendeckenden Einsatz Freier Software in KMUs gewertet.

Die Notwendigkeit einer breiten Aufklärungskampagne über die Hintergründe, Einsatzmöglichkeiten und Funktionalität Freier Software in KMUs ist daher offensichtlich. Gefragt sind dabei nicht nur Politik und IT-Spezialisten, sondern gerade auch Wirtschafts- und unternehmerische Interessensverbände. Es wird zukünftig darauf ankommen, Unternehmern durch regionale Initiativen und Public-Private-Partnerships langfristige Beratungsangebote zu öffnen. “Linux in BERLIN” will und kann dies im Raum Berlin leisten, indem es als Fokus die verschiedenen Kräfte bündelt und so zum zentralen Anlaufpunkt für interessierte Unternehmen wird.

Ein spannendes Vortragsprogramm stellt verschiedene innovative und offene Lösungen vor. Zu den Themen gehören u.a. “Voice over IP & Security”, “Professionelles Migrationsmanagement von MS-Office nach OpenOffice.org”, die neuen “HP-Notebooks mit vorinstalliertem Ubuntu”, “Software Management”, “Rationalisierung und Kostensparung durch professionelle OpenSource Software”, “Vorstellung und Ausblicke der freien Desktopoberfläche KDE”, “Weblogs im Unternehmenseinsatz”, das “Linspire - Desktop Linux” und der “Einsatz von Freier Software im Auswärtigen Amt”.

Verschiedene Workshops und eine Ausstellung runden das Programm der zweiten “Linux in Berlin” ab. Zu den Ausstellern gehören u.a. Novell, HP, SerNet, Linux Information Systems AG, SCAI Systemberatung & Software-Entwicklung GmbH, Scalix, th data gmbh, value5 // Dialogmanagement GmbH, newthinking store GmbH, KDE und Deepamehta.

Der Unkostenbeitrag für die Veranstaltung beträgt 5,- Euro. Schüler und Studenten zahlen einen ermässigten Eintritt von 3,- Euro. Freien Eintritt erhält, wer sich per e-Mail an linuxinberlin@newthinking.de voranmeldet.

Die zweite “Linux in BERLIN” findet am 8. September im “Im Johannishof” des “the media centre”, Johannisstrasse 20, 10117 Berlin von 14.30 - 21 Uhr statt.

Computerspiele kristallisieren sich zum Innovationsträger für Content und Software. Junge Menschen spielen Games in ihrer Freizeit und fordern Gamesfunktionalität in ihrer Lern- und Arbeitszeit. Damit haben Computerspiele die Medienindustrie revolutioniert. Nicht nur sie bedienen sich der Inhalte und Technologie, auch die Softwareindustrie erkennt die Gamesentwicklung als weitreichender Innovationsträger an. Der G.A.M.E. - Bundesverband der Entwickler von Computerspielen und die Agentur für Open Source Strategien, newthinking communications, präsentieren am 31. August 2005 auf der Medienwoche den Veranstaltungstrack “Innovationsträger Games”. Gezeigt wird, wie sich die Integration von Gamesfunktionalität und -Technologie in die Entwicklung und Produktion von Content und Software auf die Positionierung von Unternehmen und Produkten auf dem nationalen und internationalen Markt auswirken.

Eine Annäherung der Gamesbranche und die Open Source Welt zeigt eine aktuelle Entwicklung: Seit vergangener Woche stehen große Teile des Quake III-Quellcodes unter der GPL zum Download zur Verfügung. Neben der Engine des Shooters können auf der ID-Software-Website außerdem der Leveleditor (q3radiant) sowie der Map-Compiler (q3map) heruntergeladen werden.

ID Software hatte zuvor bereits die Sourcen der Vorgänger Quake I und II als Open Source zugänglich gemacht. John Carmack, Mitbegründer des Spieleherstellers ID Software begründet den Schritt mit dem Wunsch, der Kreativität von Programmierern und Fans Vorschub zu leisten und den Weg für Quake-Modifikationen und zusätzliche Features zu ebnen. Einzige Bedingung ist, dass der Quellcode der vorgenommenen Änderungen und Weiterentwicklungen ebenfalls unter der GNU GPL bereit gestellt wird. Damit reiht sich Quake III in die wachsende Liste der Open Source Games ein.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein der Open Source Spielewelt kommt aus Deutschland: Die Nebula-Engine und das Nebula 2 Toolkit. Nebula ist die führende Open Source 3D-Engine, die sowohl in Community- als auch in kommerziellen Spieleprojekten eingesetzt wird. Ursprünglich wurde Nebula von der Radon Labs GmbH entwickelt. Die Engine kommt mittlerweile unter anderem in der Genius-Reihe des Cornelsen-Verlags und bei “Project Nomads” zum Einsatz. Nebula bietet höchste Funktionalität in Sachen Leveldesign, Visualisierung und Animation, Modellierung und Rendering. Zudem ist die Engine auf verschiedenen Plattformen einsetzbar und wird, da es sich um Open Source Software handelt, von einer engagierten Entwicklergemeinde permanent weiterentwickelt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Medienwoche am 31. August 2005 im Olympiastadion in der “Wartehalle Spieler” statt, und thematisiert darüber hinaus weiterer Themen.

11.15-11.35 Klaus Goldhammer, Geschäftsführer der Goldmedia GmbH: “Gamesbranche Berlin-Brandenburg im europäischen Vergleich”

11.40-12.10 Holger Diener, Leiter “Digital Entertainment Technologie” der Fraunhofer Institute, Fraunhofer IGD, Rostock: “Games for Innovation”

12.15-12.45 Bernd Beyreuther, Geschäftsführer der Radon Labs, Berlin “open source games engine NEBULA II”

12.50 -13.00 Tom Putzki, Vorsitzender G.A.M.E. (Verband der Entwickler von Computerspielen), Leiter Presseabteilung Phenomedia, Bochum “Investitionsfaktor Gamestechnologie”

Die Medienwoche Berlin-Brandenburg ist die zentrale Plattform für die Branchenkommunikation in der Hauptstadtregion und findet in diesem Jahr vom 31. August bis 7. September 2005 statt. In der Verbindung der Konferenzen des Medienforums, der IFA und zahlreichen weiteren Events ist sie eines der größten Medientreffen in Deutschland und Europa.

Die BBC, einstmals die behäbige alte Dame der europäischen Medienlandschaft, präsentiert sich als Innovationsmotor und beweist, dass das Modell “öffentlich-rechtlicher Rundfunk” durchaus zukunftsfähig sein kann. Sofern die Verantwortlichen traditionelle Denkmuster aufgeben und zu Reformen bereit sind. Durch die Nutzung offene Standards will die BBC gewährleisten, dass ihre Online-Angebote flexibel neu genutzt werden können.

Frei nach dem Motto “Benutzt unser Zeug, um Euer Zeug zu machen” unterbreitet die BBC seinem Publikum verschiedene Online-Angebote zur kreativen Nutzung und Verwertung seiner Inhalten. Wenige, dafür aber umso klarere Richtlinien sollen einen Missbrauch des Angebots verhindern. Rechtliche Grundlage des Konzeptes ist die eigens geschaffene Creative Archive License, die in Zusammenarbeit mit dem Creative Commons Projekt erarbeitet wurde und an deren Lizenzen angelehnt ist. Erlaubt ist die Verwertung der Inhalte, sofern dies unkommerziell, nicht-diskriminierend und unter Angabe der ursächlichen Quelle geschieht. Ferner ist Nutzung der von der BBC bereitgestellten Inhalte nur gebührenzahlenden Zuschauern innerhalb des United Kingdom gestattet.

Im Creative Archive werden seit dem vergangenen Jahr viele Videoclips zur Verfügung gestellt, die von Interessierten bearbeitet und weiterverwendet werden können - alles natürlich im Rahmen der Eingangs genannten Nutzungsbedingungen.

Backstage.BBC.co.uk heißt das neueste Prestigeprojekt der BBC. Es handelt sich um ein Angebot an interessierte Privatpersonen, insbesondere Programmierer, die diverse Inhalte, seien es Nachrichten, Wetterdaten oder Sportnews, von BBC-Online kostenlos übernehmen, verändern und beliebig mit anderen Inhalten kombinieren können. Dazu wurden verschiedene APIs, sog. Programmierschnittstellen veröffentlicht und interessierten Kreisen zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise ist zum Beispiel Wikiproxy entstanden. Dieser gleicht alle BBC-Nachrichten mit den Wikipedia-Artikeln ab und fügt entsprechende Links ein, die auf Einträge der freien Online-Enzyklopädie verweisen.

Die BBC macht sich in einem weiteren Pilotprojekt die p2p-Technologie zunutze und stellt sich damit der hinlänglich bekannten Verdammungs-Argumentation von Film- und Musikindustrie entgegen. Der Interactive Media Player (iMP) zeigt welche ungemeine Bereicherung ein solches Angebot für das herkömmliche Rundfunkangebot sein kann. Das Projekt befindet sich derzeit in der Testphase. 5000 Briten können rund 190 h TV- und 310h Radio-Programm auf ihren Rechner herunterziehen, um diese zu einem späteren Zeitpunkt anzuschauen. Die Angebote stehen jeweils sieben Tage nach der Erstaustrahlung auf dem Server zu Download bereit. Ein Digital Rights Management System soll das Kopieren und die Weitergabe der Inhalte verhindern. Trotz dieses Wehmutstropfens kann das iMP-Projekt getrost als Meilenstein bezeichnet werden.

Am 12. Juli 2005 stellte die BBC zudem ihre eigenen Open Source-Projekte auf einer eigenen Website online. Auf bbc.co.uk/opensource/ finden sich derzeit neun OSS-Projekte an denen die BBC federführend
mitwirkte. Es handelt sich dabei unter anderem um Apache- oder Perl-Modulen, aber auch der von der BBC entwickelte, freie Video-Codec Dirac ist vertreten. Die Softwareentwicklung bei der BBC wird zum überwiegenden Teil durch öffentliche Gelder finanziert. Durch die Bereitsstellung der Software unter Open Source Lizenzen, wolle man das Publikum an den Resultaten angemessen beteiligen und Innovationen entfachen, begründet die BBC den Schritt.

Am Freitag den 15. Juli präsentierte die UN-Arbeitsgruppe “Internet Governance” (WGIG) ihren Abschlussbericht zur zukünftigen Verwaltung des Internet und der Ausgestaltung von Netzpolitik. Der Bericht dient als Verhandlungsgrundlage des 2. World Summit of Information Society (WSIS), der im November diesen Jahres in Tunis stattfindet. Erstmalig wird in dem vorgelegten Bericht der Begriff Internet Governance definiert als “die Entwicklung und Anwendung gemeinsamer Prinzipien, Normen, Regeln, Entscheidungsverfahren und Programme durch Regierungen, die Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft im Rahmen ihrer jeweiligen Rollen”.

Als dringenste netzpolitische Themen identifiziert die Arbeitsgruppe die Aufsicht über die DNS-Rootzone, die Kontrolle über Namen- und Nummern-Systeme im Netz, die Kosten für die Interconnection und der Stabilität und Sicherheit des Internet einschließlich der Verfolgung von Cyberkriminalität. Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen laut der WGIG außerdem die Bekämpfung von Spam, die Teilhabe möglichst aller bei der Entwicklung globaler Netzpolitik, das Herstellen gleicher Chancen und Kapazitäten und die Förderungen der Vielsprachigkeit des Netzes.

Während sich die WGIG zur tatsächlichen inhaltlichen Ausgestaltung der genannten netzpolitischen Themen nur vage äußerte, positionierten sich die 40 Mitglieder der Arbeitsgruppe in Bezug auf Datenschutz, Privatsphäre, Verbraucherschutz sowie Meinungs- und Informationsfreiheit eindeutig. Ein wirkungsvoller Daten- und Verbraucherschutz im digitalen Raum ist nur durch allgemeingültige Standards und Regeln zu gewährleisten, die sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene Gültigkeit besitzen. Dies schließe auch die Prüfung aller Maßnahmen ein, die im Namen der “Terrorismusabwehr” im Internet ergriffen wurden. Denn, so stellt die WGIG unmissverständlich klar, eine Verletzung der Menschenrechte durch etwaige Sicherheitsmaßnahmen, ist nicht zulässig.

Zum wichtigsten Punkt, der zukünftigen Rolle der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hält sich die WGIG allerdings recht bedeckt. Gefordert wird zwar ein Ausbau der Transparenz sowie eine repräsentative Beteiligung verschiedener Guppen - die ICANN wird jedoch grundsätzlich nicht in Frage gestellt.

Der Abschlussbericht ist als pdf-Datei online verfügbar.

IDABC, das eGovernment-Programm der EU, hat im Rahmen des LinuxTages den Entwurf für eine europäische Open Source Lizenz (European Union Public Licence – EUPL) veröffentlicht. Der vorgeschlagene Text beruht auf einer Auftragsstudie der Universität Namur (CRID / Belgien), die verschiedene Lizenzmodelle in Hinblick auf ihren Einsatz in der öffentlichen Verwaltung in Europa untersucht hat.

Die Lizenz ist in ihrer Zielsetzung der GNU General Public Licence (GPL) vergleichbar, ist aber dem europäischen Recht angepasst. „Damit erhält die Verwaltung Rechtsicherheit, wenn sie ihre Softwareprodukte für andere freigibt,“ erklärte Jean-Paul Triaille, einer der Co-Autoren der EUPL. Die Lizenz soll zunächst für die von IDABC entwickelten OSS Produkte eingesetzt werden.

Die neue Lizenz wurde auf einem internationalen IDABC-Workshop der EU-Kommission vorgestellt und diskutiert. Erste Stimmen aus der Community bezweifelten angesichts einer wachsenden Vielfalt an Lizenzen ihre Notwendigkeit. Aus Sicht der IDABC stand bei der Schaffung der EUPL im Vordergrund, den Verwaltungen eine Lizenz an die Hand zu geben, über die sie verfügen kann. Auf die Entwicklung der GPL habe man jedoch keinen Einfluss. Till Jäger (IFROSS), von IDABC eingeladen, befürwortete hingegen die Einführung einer europäischen Lizenz. Diese könne den europäischen Open Source Communities einen gemeinsamen Rechtsraum geben.

Der internationale IDABC Workshop fand bereits zum zweiten Mal auf dem LinuxTag, der führenden Veranstaltung für Linux und Open Source, statt. Unter dem Titel „Working with the Community – Open Source in the Public Administration“ trafen sich mehr als 80 Teilnehmer aus Europa und Übersee, um Möglichkeiten einer stärkeren Zusammenarbeit bei dem Einsatz von Open Source im öffentlichen Sektor zu erörtern. Neben der EUPL stand dabei die Frage, ob und wie die Verwaltungen an dem Entwicklungsmodell von Open Source Software teilnehmen können, im Vordergrund. So wurde unter anderem die Idee erörtert, analog zur Entwicklerplattform „SourceForge“ ein „eGovernment-Forge“ aufzubauen.

Weitere Informationen und Links zu einem Diskussionsforum über die Inhalte des Workshops erscheinen in den kommenden Tagen auf http://europa.eu.int/idabc.

Auf dem LinuxTag in Karlsruhe haben die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia und die freie Desktop-Umgebung KDE angekündigt, in Zukunft eng miteinander zu kooperieren. Ziel ist, Wikipedia-Inhalte auf den Desktop zu bringen und in Anwendungen zu integrieren.

In seiner Keynote stellte Wikipedia-Gründer Jimmy Wales erste Projekte vor: So bezieht der KDE-Musikplayer Amarok in der aktuellen Version bereits Informationen aus der Wikipedia und zeigt zum abgespielten Titel die Enzyklopädieartikel zu Künstler und Album an. Das KDE-Projekt arbeitet an dem Wikipedia-Offline-Reader Knowledge. “Knowledge ist wichtig für unsere Bemühungen, Informationen auch in weniger entwickelten Regionen frei zugänglich zu machen, wo Internet-Zugang teuer oder nicht vorhanden ist”, sagte Wales in seinem Vortrag.

Die Kooperation diene dazu, Benutzern vollen Zugriff auf Wikipedia-Inhalte auf ihrem Desktop zu geben. Über auf offenen Standards basierende Webservices sollen Programme in Zukunft direkt Inhalte aus Wikipedia und anderen Wikimedia-Projekten beziehen können. Möglich wird damit etwa die Anzeige von Worterklärungen aus dem Wörterbuch Wiktionary in der Kontexthilfe eines Programmes oder die Einbindung länderspezifischer Informationen in eine Atlas-Software. Interessierte Programmierer freier Softwareprojekte lud Wales ein, sich an der Entwicklung passender Schnittstellen beteiligen.

Das KDE-Projekt entwickelt eine der beliebtesten grafischen Desktop-Umgebungen unter Linux, die Nutzern ein komfortables Arbeiten mit dem freien Betriebssystem ermöglicht. Wikipedia ist eine von der Wikimedia Foundation betriebene Enzyklopädie, die gemeinschaftlich von freiwilligen Autoren im Internet geschrieben wird. Die deutschsprachige Ausgabe umfasst derzeit fast 250000 Artikel.

Der Linuxtag findet noch bis Samstag im Messe- und Kongresszentrum Karlsruhe statt.

Als Vertreterin des Bundesinnnenministeriums eröffnete Ute Vogt, Parlamentarische Staatssekretärin in einer engagierten Rede den LinuxTag. Sie setzte so die Tradition der langjährigen Zusammenarbeit zwischen LinuxTag und Innenministerium fort.

Sie erklärte, dass das Innenministerium bereits seit Jahren den Einsatz von Open Source in der Verwaltung fördert. Migrationsprojekte und strategische OSS-Komponenten stünden dabei im Mittelpunkt. In dem Zusammenhang wies sie auch auf die Problematik der Softwarepatente hin. “Setzen Sie sich ein, wenn sie mit der aktuellen Situation unzufrieden sind”, appellierte sie an die Teilnehmer des LinuxTag. Sie deutete an, dass sich noch Verbesserungen an der geplanten Richtlinie realisieren ließen und signalisierte die Unterstützung bei der Präzisierung von Definitionen von Technizität und Interoperabilität.

Weiter betonte Frau Vogt die Bedeutung von Interoparabilität und offenen Standards als grundlegende Bestandteile einer erfolgreichen Software-Strategie für die öffentliche Verwaltung. In diesem Zusammenhang seien offene Standards wie das neue OASIS Open Document besonders wichtig, denn Dokumente und ihre nachhaltige Verfügbarkeit spielten schließlich in jeder Behörde eine zentrale Rolle. Die Staatssekretärin kündigte an, dass das OASIS-Format künftig in der Verwaltung verstärkt eingesetzt werden soll.

Der LinuxTag begann am Mittwoch mit dem Business- und Behördenkongress und ist noch bis Samstag für Besucher geöffnet. Am morgigen Donnerstag steht ein strategischer Workshop der EU-Komission zur Zusammenarbeit von Verwaltungen in den 25 Mitgliedsstaaten und Open Source Projekten im Mittelpunkt.

Mit dem Motto “Linux everywhere” ist heute in Karlsruhe der LinuxTag 2005 gestartet. Mehr als 180 Vorträge und über 160 Aussteller zeigen die unterschiedlichsten Facetten Freier Software.

“Wir freuen uns, dass sich Branchengrößen wie HP, Intel, IBM und Nokia für den LinuxTag als europäische Leitmesse rund um Linux, Freie Software und Open Source entschieden haben”, erklärte Nils Magnus, Vorsitzender des LinuxTag e.V. zur Eröffnung der Veranstaltung.

Subkonferenzen, wie die Fedura User and Developers Conference oder der OSCOM-Tag bieten Informationen direkt von den Entwicklern Freier Software. “Nie hatten wir ein so umfangreiches Programm für alle Zielgruppen”, führt Magnus weiter aus.

Der Business- und Behördenkongress wird unter der Schirmherrschaft und in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium des Inneren veranstaltet. Experten zeigen nicht nur, wo der Einsatz Freier Software sinnvoll, nützlich und kostengünstig ist, sondern belegen dies mit Fallstudien aus Behörden und Unternehmen. Ute Vogt, Staatssekretärin im Innenministerium, eröffnet den Business- und Behördenkongress, der sich an IT-Entscheider wendet. Anschliessend berichtet u.a. Manfred Lubig-Konzett (Stadtverwaltung München) vom Fortschritt des vielbeachteten LiMux-Projektes.

Die Aussteller der angeschlossenen Fachmesse präsentieren viele Neuheiten: Die Groupwarelösung Kolab2 wird als Ergebnis der Public-Private-Partnership zwischen dem KDE-Projekt und der
Osnabrücker Intevation erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Lösung wird vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik für den Einsatz in Behörden gefördert.

Erstmals präsentieren sich in diesem Jahr 14 mittelständische Unternehmen gemeinsam auf dem Stand des Linux-Verbandes mit angeschlossener Business-Lounge.

Jimbo Wales, Gründer der Freien Enzyklopädie Wikipedia, eröffnet am 23. Juni den Freien Kongress. Der LinuxTag ist noch bis Samstag, den 25. Juni, im Messe- und Kongresszentrum von Karlsruhe geöffnet.

Die Unterstützung der Projekte rund um Freie Software und Open Source ist seit Beginn ein elementarer Bestandteil des LinuxTag. Die Projekte haben auf dem LinuxTag im Foyer der Stadthalle und in der Gartenhalle die Möglichkeit, ihre Arbeit einem breiteren Publikum vorzustellen und sich mit anderen Entwicklern, Regierungs- und Firmenvertretern sowie mit Anwendern auszutauschen.

Darüberhinaus organisieren die Projekte ein eigenes Vortrags- und Workshop-Programm, das hauptsächlich von und für Entwickler und Projekt-Mitglieder gedacht ist. Zusätzlich dazu werden im Foyer der Stadthalle weitere öffentliche Vorträge gehalten. Die Programme werden separat veröffentlicht und sind an den Infotheken erhältlich.

Freie Projekte und User Groups bilden das Rückgrat der Freien Software-Bewegung, sind Orte der Innovation und Dynamik. Der LinuxTag weiß um die Veranwortung gegenüber der Community. In diesem Jahr werden den Freien Projekten 400 qm Standfläche kostenfrei zur Verfügung gestellt. Sie präsentieren sich dort in verschiedenen Standgemeinschaften und Foren. Weitere Informationen gibt es auf den Webseiten des LinuxTag.

Eine der Subkonferenzen im Rahmen des LinuxTag ist die Fedora User and Developer Conference, kurz FUDCon II. Durchgeführt wird die FUDCon II vom Fedora Projekt mit Unterstützung der Firma Red Hat. Am 22. und 23. Juni treffen sich zunächst Fedora-Community-Mitglieder in verschiedenen Projekt-Workshops. Gemeinsam werden dort wichtige Entscheidungen zu weiteren Entwicklungen des Fedora-Projekts erarbeitet. Am 24. und 25. Juni bietet die FUDCon II dann eine Reihe öffentlicher Vorträge zu den Themen Fedora und Freie Software, die in das Freie Vortragsprogramm des LinuxTag eingegliedert sind.

Mark Cox, langjähriger Freie Software-Entwickler und Leiter des Security Response Teams bei Red Hat, wird am 24. Juni eine Keynote-Ansprache halten. Des Weiteren sind namhafte Aktivisten wie Georg Greve (Präsident der FSFE), Alasdair Kergon (Red Hat-Entwickler, Vorstandsmitglied der UK Unix User Group) und Caolan McNamara (Fedora Project) auf der FUDCon II vertreten. Daniel Veillard (Fedora Project) gibt eine Einführung in XEN, ein Open Source Virtuelle-Maschinen-Monitor (VMM). Neben der Vorstellung der Technologie werden Installation und konkrete Anwendungsbeispiele von XEN gezeigt.

Das Fedora-Projekt wurde in 2003 von Red Hat initiiert, um ein vollständig freies Betriebssystem zu entwickeln und zur allgemeinen Verwendung bereitzustellen. Die Mitarbeit an dem Projekt steht generell jedem offen. Geleitet wird es von Entwicklern, die sich aufgrund ihres Engagements und ihrer Leistungen für Fedora ausgewählt wurden. An der Entwicklung des Fedora-Core arbeitet, neben Red Hat Entwicklern, eine zunehmende Zahl “externer” Entwickler von anderen Projekten. Zwei- bis dreimal jährlich gibt es Veröffentlichungen des Fedora-Core. Die Entwicklung des Fedora-Core geschieht überwiegend webbasiert. Die FUDCon II bietet daher eine der wenigen Gelegenheiten zur unmittelbaren Abstimmung der Projektarbeit zwischen Fedora-Entwicklern.

Das Programm der FUDCon II im Überblick:

24.Juni:

* 10.00 FUDCon Keynote: Reducing Linux security risks through innovation: Mark Cox (Red Hat)

* 11.00 Freedom in danger: software patents and other perils: Georg Greve (Free Software Foundation Europe)

* 12.00 Xen: Daniel Veillard (Fedora Project)

* 13.00 Der Pinguin mit dem BlueZ:
Marcel Holtmann (BlueZ Project)

* 15.00 An up-to-date overview of LVM2 from a user’s point of view: Alasdair Kergon (Red Hat)

* 16.00 Building VPNs using Fedora–Building VPNs using Fedora Core: Ralf Spenneberg (Freelancer)

* 17.00 OpenOffice.org 2.0: changes and challenges:
Caolan McNamara (Fedora Project)

25. Juni:

* 10.00 FUDCon II Keynote: Development for Fedora:
Florian Laroche (Fedora Project)

* 11.00 Through the yum API, and what the developer saw there: Paul Nasrat (Fedora Project)

* 12.00 Fedora Project: an Overview:
Warren Togami (Fedora Project)

* 13.00 Firefox in Fedora:
Christopher Aillon (Mozilla/Firefox Project)

* 15.00 D-Bus and Friends: Making Linux “Just Work” on the Desktop: Paul Palmieri (Fedora Project)

* 16.00 Implementing transparent firewalls in bridge mode using Fedora Core: Ralf Spenneberg (Freelancer)

* 17.00 Fedora Directory Server Project:
Chris Blizzard (Fedora Project)

Zur Teilnahme an der FUDCon II ist jeder berechtigt, der sich unter fudcon-register@fedoraproject.org per e-mail registriert hat.

2 May 2005

Mr. Charlie McCreevy is the member of the European Commission responsible for internal market and services.

Dear Mr. McCreevy,

The European Commission is currently involved in a historic antitrust suit with Microsoft. After similar proceedings have failed in other parts of the world, the Commission is spearheading the last effort to return the chance of competition into the desktop and workgroup server market. In addition, as the decision of the European Court of First Instance has confirmed, this is urgently needed. This is why FSFE is supporting your work.

Unfortunately, that unique success is now in danger of becoming a meaningless victory. With the current Common Position on the directive on “computer implemented inventions” — adopted 7 March 2005 by the European Council — software patents will cover the interfaces and file formats.

The central issue of the antitrust case is the protocols that are “used on the wire” — without these, only Microsoft can write software that is interoperable with it’s desktop monopoly — thus extending their dominance into the workgroup server market. As FSFE has pointed out in support of the Commission, this information is not secret because it is valuable, it is valuable because it is secret.

An analogy can be drawn by comparing computer networks to telephone networks. What Microsoft has done is declare the specific frequencies used to dial the numbers one and zero “multi-million dollar investments”. The European Commission rightly did not allow Microsoft to confuse convention with invention.

The current proposed directive grants patents on interfaces and file formats, the digital equivalent of spoken languages, this proposal supports monopolising conventions as if they were inventions. Allowing Microsoft to extend its monopoly beyond the reach of any antitrust commission in the world, it comes as little surprise that Microsoft is strongly supportive of the current draft of the directive.

Therefore, the end result may be that Ms Kroes might find a European antitrust law victory an empty one: Having forced Microsoft to publish the information necessary to achieve interoperability, it might have become illegal to write interoperable software. We are therefore concerned that in a few years you may be forced to draw the conclusion that Europe has “won the battle, but lost the war”.

We jointly urge you and the European Parliament to mandate a clear definition of the innovation in which software may be included, but which may not consist of software alone. It is seminal to firmly make the statement that data processing and transmission are excluded from patentability.

That way Europe can win both the battle and the war.

With kind regards,

Georg Greve
President
Free Software Foundation Europe (FSFE)

2 May 2005

Mr. Charlie McCreevy is the member of the European Commission responsible for internal market and services.

Dear Mr. McCreevy,

The European Commission is currently involved in a historic antitrust suit with Microsoft. After similar proceedings have failed in other parts of the world, the Commission is spearheading the last effort to return the chance of competition into the desktop and workgroup server market. In addition, as the decision of the European Court of First Instance has confirmed, this is urgently needed. This is why FSFE is supporting your work.

Unfortunately, that unique success is now in danger of becoming a meaningless victory. With the current Common Position on the directive on “computer implemented inventions” — adopted 7 March 2005 by the European Council — software patents will cover the interfaces and file formats.

The central issue of the antitrust case is the protocols that are “used on the wire” — without these, only Microsoft can write software that is interoperable with it’s desktop monopoly — thus extending their dominance into the workgroup server market. As FSFE has pointed out in support of the Commission, this information is not secret because it is valuable, it is valuable because it is secret.

An analogy can be drawn by comparing computer networks to telephone networks. What Microsoft has done is declare the specific frequencies used to dial the numbers one and zero “multi-million dollar investments”. The European Commission rightly did not allow Microsoft to confuse convention with invention.

The current proposed directive grants patents on interfaces and file formats, the digital equivalent of spoken languages, this proposal supports monopolising conventions as if they were inventions. Allowing Microsoft to extend its monopoly beyond the reach of any antitrust commission in the world, it comes as little surprise that Microsoft is strongly supportive of the current draft of the directive.

Therefore, the end result may be that Ms Kroes might find a European antitrust law victory an empty one: Having forced Microsoft to publish the information necessary to achieve interoperability, it might have become illegal to write interoperable software. We are therefore concerned that in a few years you may be forced to draw the conclusion that Europe has “won the battle, but lost the war”.

We jointly urge you and the European Parliament to mandate a clear definition of the innovation in which software may be included, but which may not consist of software alone. It is seminal to firmly make the statement that data processing and transmission are excluded from patentability.

That way Europe can win both the battle and the war.

With kind regards,

Georg Greve
President
Free Software Foundation Europe (FSFE)

http://fsfeurope.org/index.de.html

“Multimedia unter Linux” ist ein thematischer Schwerpunkt des LinuxTag 2005 in Karlsruhe. Über den derzeitigen Stand der Technik und zukünftige Trends informieren die Entwickler der verschiedenen Mediaprojekte. Veranstaltungen zum Thema Multimedia werden vom 23. bis 25. Juni angeboten.

“Video - Wiedergabe, Bearbeitung und Streaming unter Linux” so der Titel des Sammelbandes, der parallel zum LinuxTag 2005 erscheint. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt, das von Nils Magnus und Torsten Spindler (beide LinuxTag e.V.) in Kooperation mit der Open Source Press realisiert wurde. Für die einzelnen Beiträge konnten internationale Experten gewonnen werden, die sich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven nähern. Behandelt werden unter anderem der plattformunabhängige Media Player VLC, der freie MPlayer sowie DVD Author. Zur Rolle von Linux für den Videobereich im Allgemeinen, sowie in Hollywood im Besonderen, gibt eine Fallstudie Auskunft.

Im Freien Vortragsprogramms wird “Video unter Linux” am 23. und 24. Juni jeweils ganztägig als Schwerpunkt behandelt. Andrey Filippov (Elphel, Inc.) präsentiert einen Beitrag zur “Free Hardware Implementation of Theora Videorecoder”. Eine Einführung in die Network-Integrated Multimedia Middleware (NNM), die an der Universität des Saarlandes entwickelt wurde, gibt Chefentwickler Marco Lohse. Die Multimedia-Plattform ist sowohl Forschungs- als auch Freie Softwareprojekt, dessen Ziel es ist, eine effektive und intelligente Nutzung sämtlicher Geräte innerhalb eines Netzwerkes zu ermöglich.

Des Weiteren werden einige Autoren des Sammelbandes “Video” ihre Beiträge im freien Vortragspogramm präsentieren:

Zunächst unbemerkt hat Linux in Hollywood gehalten und ist heute aus vielen bekannten Produktionen nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile gibt es eine Reihe von speziellen Werkzeugen für die verschiedenen Produktionsstufen, die auf Linux basieren. Daryll Strauss (Digital Ordance) zeigt die Entwicklungslinien bis heute auf und stellt mögliche Perspektiven für Linux in Hollywood dar.

Eine Einführung in das freie Multimedia-Framework xine gibt Siggi Langauf (Universität Stuttgart). Anhand praktischer Beispiele wird gezeigt, welche Funktionen das Programm für Anwender bietet und wie es für eigene Projekte eingesetzt werden kann. Mit dem VLC Media Player Videos darstellen und streamen. Benjamin Pracht (VideoLAB) zeigt wie dies funktioniert und geht dabei insbesondere auf die Nutzung der Kommandozeile ein.

Josef Spillner stellt am 25. Juni das Projekt GGZ Gaming Zone vor, das sich der Entwicklung von Online-Spielen widmet, die plattformübergreifend gespielt werden können. Momentan sind über dreißig Spiele aus den verschiedenen Genres verfügbar. Weitere Beiträge im Panel Multimedia widmen sich dem Audiobereich. Christoph Eckert (Linux Audio Users) führt in die Audiobearbeitung unter Linux ein. Über zukünftige Trends im Bereich Multimedia referieren Scott Wheeler (SAP LinuxLab) und Matthias Kretz (KDE) und stellen die KDE Multimedia Roadmap vor. Highlight des Multimediatracks ist die abendliche Jamsession am 23. Juni, die das musikalische Potenzial von Linux hörbar macht. Eigene Instrumente können mitgebracht werden.

Das vollständige Vortragsprogramm des Freien Kongresses ist auf den Webseiten des LinuxTag verfügbar.

Das Programm des Freien Kongresses auf dem LinuxTag 2005, der vom 23. bis zum 25. Juni stattfindet, ist nun veröffentlicht. Das freie Vortragsprogramm bietet eine Fülle von Einzelbeiträgen zu den verschiedensten Themen und Aspekten Freier Software. Die Vorträge sind zu thematischen Tracks zusammengefasst und werden im Kongresszentrum gehalten, dass sich der Ausstellungshalle anschließt.

Der Freie Kongress richtet sich, wie auch in den vergangenen Jahren, vorrangig an technisch interessierte Anwender. Allerdings werden auch nicht-technische Themen, insbesondere rechtliche und politische Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit Freier Software häufig stellen, behandelt. Panels zu folgenden Themen finden an den Kongresstagen jeweils zwischen 10.00 und 18.00 Uhr statt:

23. Juni: Enterprise Mail

- Migration in Unternehmen
- Security/Networking
- Case Studies
- Video

24. Juni: Desktop Next Generation

- Free Software in Use
- Enterprise Computing
- System Managment
- Free Software Issues

25. Juni: Kernel

- Java++: Middleware of Tomorrow?
- Education and Research
- Accessibility
- Multimedia
- Debian and Beyond

Ergänzend zum eigentlichen Vortragsprogramm gibt es weitere Subkonferenzen und spezielle Foren. Die “Evening Lectures” behandeln ausschließlich nicht-technische Inhalte in zwangloser Atmophäre. Diese werden jeweils am Vorabend der Kongresstage angeboten. “Trash Multimedia unter Linux” heißt beipielsweise der Beitrag von Mike Melanson (23. Juni) in dem er auf zehn Jahre Multimedia unter Linux zurückblickt und sicher zum ein oder anderen Schmunzeln anregt.

Im Practical Linux Forum (23. bis 25. Juni) bekommen Ein- und Umsteiger konkrete Anwendungstipps und praktische Hilfe im Umgang mit Linux. Vorgestellt werden unter anderem die Knoppix-Live-CD, OpenOffice und die Creative Commons Lizenzen.

Der 23. Juni ist LAMP-Day, das heißt Vorträge rund um die LAMP-Komponenten Linux, Apache, MySQL und php stehen auf dem Programm. Die weltweit zweite “Fedora User und Developer Conference”, kurz FudCon, findet erstmals auf dem LinuxTag statt. Im Rahmen dessen gibt es am 24. und 25. Juni Beiträge zu Fedora sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene.

Unter den Referenten des Freien Vortragspogrammes sind auch einige “Pioniere” der Freien Software Bewegung.

Peer Heinlein stellt am 23. Juni um 12.00 Uhr Methoden zur wirkungsvollen Bekämpfung von Spam vor. Zunächst gibt er einen generellen Überblick über Spam, dessen Ursache und Bekämpfungsmethoden. Im zweiten Teil des Beitrags werden populäre Anti-Spam-Lösungen (z.B. Spamfilter) dem relativ neuen Instrument Greylisting gegenüber gestellt. Peer Heinlein ist Experte auf dem Gebiet Mail/Antispam und ist Autor verschiedener Fachbücher zum Thema.

Als Rasmus Lerdorf PHP entwickelte, ahnte niemand den großen Erfolg der Skriptsprache voraus. Heute wird sie nahezu standardmäßig für die Erstellung von Webapplikationen genutzt. Die Vorteile von PHP liegen eindeutig in der einfachen Strukturierung und Handhabung. Allerdings werden Webanwendungen und folglich auch die Anforderugen an PHP zunehmend komplexer. Am 23. Juni um 10.00 Uhr gibt Rasmus Lerdorf einen Überblick über Anforderungen und Probleme, die es zukünftig mit PHP zu lösen gilt. Der Vortrag ist Teil des LAMP-Day.

“Desktop Next Generation” heißt das Panel, in dem der Mitbegründer von KDE, Matthias Ettrich, mit einem Beitrag vertreten ist. Gemeinsam mit Torsten Rahn, ebenfalls langjähriger KDE-Entwickler, gibt er einen Einblick in die Zukunft der erfolgreichsten Dektopumgebung unter Linux. Welche Entwicklungen sind geplant und wohin wird die Reise auf dem Desktop gehen? Antworten gibt es am 24. Juni um 12.00 Uhr.

Kasper Skahoj ist Chefentwickler von Typo3, das zu den bekanntesten freien Content Management Systemen gehört. In seinem Beitrag am 24. Juni um 13.30 stellt er das Projekt und die Prinzipien von Typo3 vor.

Über die Entwicklung von Treibern referiert Dirk Hohndel am 25. Juni um 13.30. Dirk Hohndel war langjähriges Mitglied bei XFree86 und außerdem ehemals für SuSE tätig. Seit 2001 ist er Mitarbeiter bei Intel.

In Schule und Ausbildung spielt Freie Software eine zunehmend wichtige Rolle. Entscheidend für den Umstieg auf Freie Software ist oftmals die prekäre finanzielle Situation vieler Bildungseinrichtungen. Denn durch den Einsatz von Linux & Co können Lizenzkosten eingespart und Anschaffungskosten reduziert werden, da die Hardwareanforderungen Freier Software im Vergleich zu anderen Systemen eher niedrig sind.

Darüber hinaus erlaubt der Einsatz Freier Software einen kreativen und effektiven Einsatz von Computern im Unterricht. Gerade der Informatikunterricht kann flexibler und anschaulicher gestaltet werden, denn die Schüler lernen mit der Software arbeiten und sie nicht nur benutzen. Aber auch andere Unterrichtsfächer können durch die zahlreichen Fachprogramme, die als Freie Software verfügbar sind, bereichert werden.

Unter dem Stichwort “Linux macht Schule” greift der LinuxTag 2005 das Thema Freie Software in der Bildung auf und macht es zu einem Programmschwerpunkt. Lehrer, Schüler und Vertreter der Schulbehörden sind eingeladen sich über die Einsatzmöglichkeiten von Linux im Schulumfeld zu informieren.

Mehrere Projekte haben sich der Förderung des Einsatzes Freier Software in Schulen verschrieben, verfolgen dabei jedoch ganz unterschiedliche Strategien. Der LinuxTag will einen Beitrag dazu leisten und bietet Projekten aus dem Schulumfeld die Gelegenheit sich auf der Fachmesse kostenlos zu präsentieren.

Ursprünglich in Norwegen beheimatet, ist das Skolelinux-Projekt mittlerweile in ganz Europa zu Hause. Die Distribution basiert auf Debian 3.0 und bringt Freie Software nicht nur auf die Schulserver. Als Live-CD kann Skolelinux direkt auf den Schülerarbeitsplätze eingesetzt und da es sich um Freie Software handelt, den Schülern auch mit nach Hause gegeben werden. Bereichert wird das Skolelinux-Spektrum zudem durch zahlreiche Lernprogramme.

PingOS ist hingegen eine virtuelle Initiative der deutschen GNU/Linux-Gemeinde, deren Ziel es ist, den Einsatz des Freien Betriebssystem an Schulen zu fördern. Versierte Linux-Anwendern haben sich darum zu einem Netzwerk zusammengeschlossen und stehen bereit, um Schulen bei der Einrichtung und Wartung von Linux-Rechnern zu unterstützen.

SelfLinux hat sich die Erstellung eines umfassenden Hypertext-Tutorials über das Betriebssystem Linux zur Aufgabe gemacht. Die derzeit verfügbare Dokumentation des Betriebssystems wird als ungenügend empfunden, da diese aus isolierten, nicht immer logisch verknüpften Dokumenten besteht, die noch dazu mehrheitlich englisch verfasst und nur mangelhaft illustriert sind. Um Ein- und Umsteigern aber auch erfahrenen Administratoren den Umgang mit Linux zu erleichtern, arbeitet SelfLinux an einem Linux-Nachschlagewerk. Dieses gibt einerseits einen systematischen Überblick über den aktuellen Stand der Linux-Entwicklung, anderseits hilft es bei der schnelle Einarbeitung in neue Themen oder der Suche nach speziellen Informationen.

Arktur ist eine spezielle Schulserver-Lösung, die in Zusammenarbeit von Offenes Deutsches Schulnetz (ODS) und der c’t entwickelt wurde. Insbesondere unerfahrene Administratoren ohne Linuxkenntnisse sind mit Arktur in der Lage, einen Server selbständig zu installieren, ans Internet zu bringen und auch fortlaufend zu betreuen. Natürlich steht für Rückfragen ein Team aus langjährigen Linux-Experten bereit.

“Eine gute schulische Ausbildung ist für den Standort Deutschland besonders wichtig und sollte allen Schülern gleichermaßen zuteil werden. Freie Software kann zur effektiv zur Chancengleichheit in der Bildung beitragen. Der LinuxTag e.V. hat sich daher entschlossen, das Thema Linux in der Schule in diesem Jahr zu einem Programmschwerpunkt zu machen.” so Nils Magnus, Vorsitzender des LinuxTag e.V..

Schulverwaltungen, Lehrer und interessierte Schüler können sich auf http://www.linuxtag.org/2005/de/schule über das Programm und einzelne Projekte informieren. Für Fragen und Auskünfte stehen die Veranstalter jederzeit zur Verfügung.

Drei Beiträge widmen sich am 25. Juni auf dem Freien Kongress ebenfalls dem Thema Linux und Bildung. Das Panel Education and Research findet von 10.00 bis 13.00 Uhr statt.

Das Open Source Course Management System (CMS) “Moodle” gehört zu den erfolgreichsten Umgebungen für Online-Lernprozesse. Moodle ist eine flexible Lernumgebung und wurde insbesondere für interaktive Gruppenarbeit konzipiert. Ralf Hilgenstock (Dialog Beratungsgesellschaft) informiert über den Einsatz von Moodle in Unternehmen und Verwaltungen.

Marcus Denker (Squeak Deutschland e.V.) stellt Squeak, eine auf Smalltalk aufsetzende Entwicklungsumgebung Squeak für Kinder jeden Alters, vor. Es handelt sich um Freie Software, die plattformunabhängig und kostenlos erhältlich ist. Auch in Schulen kommt Squeak zunehmend zum Einsatz.

Freie Software eignet sich besonders für den Einsatz an Schulen. Die Gründe erläutert Mario Fux (ALIS - Arbeitsgruppe Linux an Schulen) und stellt dabei verschiedene freie Lernsoftwareprojekte aus Europa vor. Ein Migrationsbericht einer Grundschule rundet den Beitrag ab.

Der LinuxTag bietet vom 21. bis 23. Juni zwei-, ganz- und halbtägigen Tutorien zu businessrelevanten Themen. Angesprochen sind Anwender und Systemverwalter, die bereits über Kenntnisse in der jeweiligen Thematik verfügen und diese weiter vertiefen wollen. Die Tutorials werden von renommierten Experten geleitet, die über langjährige Erfahrung in IT-Firmen oder Freien Projekten verfügen und ihr Wissen verständlich vermitteln. Auf diese Weise wird ein schneller Einstieg in fortgeschrittene Themen ermöglicht, die eine hohe Bedeutung für den Unternehmensalltag haben.

Der Datenaustausch und die Kommunikation via Intra- und Internet erfordert eine erhöhtes Sicherheitbewußtsein aller Teilnehmer und sind eine besondere Anforderung für die Systemadministratoren. Im Tutorial “Netzwerküberwachung mit Open Source Tools” zeigt ein Expertenteam, wie ein Höchstmaß an Netzwerk-Sicherheit mit spezialisierten, freien und quelloffenen Programmen erreicht werden kann. Es wird dabei sowohl auf technische, organisatorische und rechtliche Aspekte eingegangen.

Jochen Topf widmet sich einem nach wie vor hochaktuellen Thema und stellt Strategien zur Spambekämpfung vor. Vorgestellt werden die verschiedenen Filter (IP, Inhalt, Outbound), Wege der Absenderauthentifizierung (MARID, MASS) aber auch Mechanismen wie z.B. Greylisting, Challenge Response. Sascha Kersken (Autor von u.a. “Apache 2″) führt in zwei aufeinanderfolgenden Tutorials, kompentent in die Arbeit mit dem Webserver Apache 2 ein. Diese können auch separat gebucht werden.

GPL, BSD, European Public License oder Creative Commons - die Liste Freier Lizenzen könnte beliebig fortgesetzt werden. Die Vielzahl der möglichen Lizenzen führt bei Anwendern und Entwicklern oftmals zur Verunsicherung in deren Anwendung. Unterstrichen hat dies ebenfalls die jüngste, vom Open Source Institute (OSI) angestoßene Lizenz-Debatte. Der LinuxTag greift das Thema auf und führt einen eigenen Veranstaltungstrack zum Thema Freie Lizenzen durch.

“GPL-Verletzungen: Was kann ich als Entwickler dagegen tun?” Antworten liefern Georg Greve (Präsident der FSFE), Harald Welte (Gründer von gpl-violations.org), Axel Metzger und Till Jaeger (beide ifrOSS) in ihrem gemeinsamen Tutorial am 21. Juni. Das Expertenteam stellt die GPL vor, erklärt wie Lizenzverstöße formal nachzuweisen sind und gibt Informtionen, wie die Freiheit Freier Software wirkungsvoll verteidigt werden kann.

Allgemeine Einführungsvorträge zu Freie Software und Creative Commons Lizenzen gibt es außerdem auf dem Freien Kongress. Die Idee der European Public License wird im Rahmen des IDABC-Workshop der Europäischen Kommission diskutiert. Für Fragen rund um die Lizensierung Freier Software steht ihnen zudem die Free Software Foundation Europe auf der Fachmesse vom 22. bis 25. Juni zur Verfügung.

Die Tutorials im Überblick:

Zweitägige Tutorien (21. und 22. Juni):

  • IPv6 mit Unix: Eine praktische Einführung von Benedikt Stockebrand
  • Java-Projekte: Eclipse, ANT, JUnit und mehr von Carsten Siedentop
  • Kerberos/LDAP von Mark Pröhl und Michael Weiser
  • Netzwerküberwachung mit Open Source Tools von Wilhelm Dolle, Thomas Fritzinger, Jens Link und Christoph Wegener

Eintägige Tutorien (22. Juni):

  • Apache 2: Administration und Konfiguration von Sascha Kersken (Anschlusstutorium am 22.6.)
  • Strategien zur Spambekämpfung von Jochen Topf
  • GPL-Verletzungen: Was kann ich als Entwickler dagegen tun? von Georg C.F. Greve, Harald Welte, Axel Metzger und Till Jaeger

Eintägiges Folge-Tutorium am 22. Juni:

  • Apache 2: Webentwicklung mit PHP 5, mod_perl 2 und Modulen von Sascha Kersken (kann auch einzeln gebucht werden).

Halbtägige Tutorien (23. Juni):

  • Security-enhanced Linux (SELinux) by Stephen Tweedie (angefragt)
  • Building and Maintaining RPM Packages by Jos Vos
  • Samba 3 für Fortgeschrittene von Volker Lendecke
  • Linux Installation und Rollout mit FAI (Fully Automated Installation) von Thomas Lange
  • Perl: Scripting, Objektorientierung, Systemadministration von Rolf Schaufelberger und Gerd Aschemann
  • VPN mit Linux und Racoon von Ralf Spenneberg (von 09:30-13:00)
  • Firewalllösungen mit Linux von Ralf Spenneberg (von 14:00-17:30)

Die Preise für die Tutorials bewegen sich abhängig von deren Dauer zwischen 350,- und 1050,- Euro inkl. MwSt. Frühbucher erhalten noch bis zum 20. Mai einen Rabatt von zehn Prozent auf den regulären Preis. Ausführliche Informationen zu den Tutorials sowie Anmeldefomulare sind auf http://www.linuxtag.org/2005/de/tutorials.html zu finden.

KDE vermeldet das erste größere Release seit der Veröffentlichung der Version 3.4 Ende März diesen Jahres. KOffice, die projekteigene Büro-Suite bringt nicht nur Verbesserungen von Bekanntem sondern auch einige neue Komponenten mit.

Wichtigste Neuerung in KOffice ist die Unterstützung von OASIS, dem offenen Dokumentenformat. Die Kompatiblität zu anderen Anwendungen (bspw. Open Office) und Plattformen wird dadurch erheblich verbessert. Mit Kexi ist nun eine Datenbankanwendung in KOffice integriert, die den Anwendern das Erstellen und Verwalten von Datenbanken leicht macht. Auch Nutzer ohne SQL-Kenntnisse können nun Abfragen und grafische Entwürfe für Formulare erstellen. Ebenfalls erstmals in KOffice dabei ist das Bildbearbeitungs-Tool Krita, das als Gegenstück zu GIMP gesehen werden kann.

KOffice steht ab sofort auf http://www.koffice.org zum Download bereit. Dort findet sich auch eine detaillierte Auflistung der Änderungen in den zehn KOffice-Komponenten. Die finale Version von KOffice 1.4 ist für Juni 2005 angekündigt.

Die verschiedenen Vortragsveranstaltungen auf dem LinuxTag 2005 beginnen am Mittwoch, dem 22. Juni mit dem traditionellen Business- und Behördenkongress. Die Eröffnung erfolgt durch Ute Vogt, Staatssekretärin des Bundesministeriums des Inneren (BMI). Die eintägige Fachveranstaltung richtet sich explizit an IT-Entscheider aus Wirtschaft und Verwaltung. Sie liefert in verständlicher Sprache einen umfassenden Überblick über neue Technologien und Entscheidungshilfen für Investitionen in die IT-Infrastruktur. Experten informieren über das ganze Einsatzspektrum von Freier Software in Unternehmen und Behörden. Die Keynote der Veranstaltung wird Alfred Steinecker-Nehls, Leiter Strategiebereich Linux Kommunale bei HP Deutschland als Vertreter des Cornerstone Partners des LinuxTag 2005 halten.

In der Teilnahmegebühr von 175,- EUR ist der Eintritt für den Besuch der Fachmesse enthalten. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und kann online getätigt werden.

Mehrere Panels decken ein breites Themenspektrum ab:
Im Infrastruktur-Track werden konkrete Fragen der IT-Verantwortlichen zu Anwendungen und Migrationskonzepten beantwortet. Das Visionarium stellt die “Fragen von Morgen” in den Mittelpunkt und skizziert Lösungen mit Freier Software. Die Rechtssicherheit Freier Software wird von Experten in einem Schwerpunkt betrachtet; namhafte Anbieter wie HP, IBM und Red Hat stellen dabei Möglichkeiten einer Softwareversicherung vor.

Besuchern, die ihre vorhandenen Kenntnisse zu einzelnen Themen weiter vertiefen wollen, bietet der LinuxTag zahlreiche Tutorien an. Diese finden vom 21. bis zum 23. Juni jeweils halb-, ganz- oder zweitägig statt. Experten vermitteln ihr langjähiges Wissen u.a. zu netzwerk- und sicherheitsrelvanten Themen und illustrieren dies mit Praxisbeispielen. Namhafte Referenten wie Volker Lendecke (Samba), Ralf Spenneberg (VPN und Firewalls) sowie Stephen Tweedie (SELinux) sorgen für ein hohes inhaltliches Niveau. Um den größten individuellen Mehrwert für jeden Teilnehmer zu bieten, sind die Referenten der Tutorien direkt in die jeweiligen Projekten involviert und die Anzahl der Plätze in den Tutorien ist begrenzt. Eine frühzeitige Anmeldung wird daher empfohlen. Eine ausführliche inhaltliche Darstellung der einzelnen Tutorien sowie Informationen zu den Preisen und Teilnahmevoraussetzungen sind auf der LinuxTag Webseite zu finden.

Ergänzt wird das Businessprogramm um einen ganztägigen Workshop der EU-Kommission zum Themen “Datenaustausch zwischen Behörden” am 23. Juni. Auch für diese Veranstaltung wird um vorherige Anmeldung gebeten. Weitere Informationen hierzu werden in Kürze bekannt gegeben.

Der LinuxTag 2005 findet vom 22. bis 25. Juni im Messe- und Kongresszentrum Karlsruhe statt. Informationen zum Konferenzprogramm und zur LinuxTag-Fachmesse sind auf der Webseite vom LinuxTag 2005 zu finden.

Nach mehrmonatigen Diskussionen, an denen auch Georg Greve, der Präsident der FSFE, beteiligt war, hat eine Gruppe von Freie-Software-Aktivisten in Lateinamerika öffentlich ihre Absicht erklärt, sich dem weltweiten Netzwerk der Free Software Foundations anzuschließen.

Declaration of Intent - Free Software Foundation Latinoamérica

A few months ago, a group of people gathered with the intention of planning the structure and setting the goals of the future Free Software Foundation Latinoamérica (FSFLA), an organisation meant to become a sister to the United States of America’s Free Software Foundation (FSF), Free Software Foundation Europe (FSFE)” and Free Software Foundation India (FSFI).

We started our discussions in november 2004, in light of the fact that Free Software’s worldwide growing popularity and widespread use raises the need for a network of FSFs working in a coordinated fashion, upholding and strengthening Free Software’s philosophy, legal framework and ideals, in consonance with the FSF’s definition. Free Software Foundation Latinoamérica will become yet another actor in strengthening this international FSF network.

Free Software Foundation Latinoamérica’s main goal will be to act together with the rest of the FSFs in the promotion and defence of Free Software, as well as to help guide and influence policies which concern, have an effect on or are affected by Free Software.

We are leading our discussions together with the presidents of both FSF and FSFE, Richard M. Stallman and Georg Greve, as a means of keeping Free Software Foundation Latinoamérica in close touch with its peers from its inception.

To be a sister organization means to practice the same values and philosophy, as well as to share objectives. The coordinated work with our sisters is a key ingredient to avoid divisiveness within our movement.
So far, our core team is composed by the following people: Beatriz Busaniche, Enrique Chaparro, Federico Heinz, Fernanda G Weiden, JuanJo Ciarlante, Mario Bonilla.

We are making slow but steady progress to strengthen our network of partners, with the conviction that we must pay special attention to the maturity, integrity and solidity of our team.

At this point, we are drafting the specific goals of the organization, as well as the political foundations of its structure, which will certainly parallel our sister organizations’ lines of work. If you wish to come in contact with us, please do so by e-mail at info@fsfla.org. If you wish to be informed of our progress in the creation of the organization, please subscribe to our announcement mailing list.

München setzt auf Debian - diese Entscheidung wurde in der letzten Woche bekanntgegeben. Dem vorausgegangen war eine europaweite Ausschreibung, an der sich zur Freude des LiMux-Projektleiters Peter Hofmann zahlreiche Unternehmen mit qualitativ hochwertigen Angeboten beteiligten.

Den Zuschlag für die Erstellung, Konfiguration und Pflege eines auf Freier Software basierenden Basis-Clients für die 14.000 Arbeitsplätze der Stadtverwaltung, erhielt schließlich die Bietergemeinschaft von Softcon und Gonicus. Deren Angebot sieht einen auf Debian basierenden Basis-Client und spezifizierte Erweiterungen vor, die an die IT-Erfordernisse der Stadtverwaltung angepasst sind. Ausschlaggebend für die Auftragsvergabe an die mittelständische Bietergemeinschaft war das optimale Verhältnis von fachlicher Kompetenz und Preis. Im nächsten Schritt gilt es nun einen Prototypen zu entwickeln, um mit der tatsächlichen Migration planmäßig zum Jahresende begonnen werden kann, so Hofmann weiter.

Die Geschäftsführer beider Unternehmen äußern sich erfreut und werten die Entscheidung für ein Konsortium aus dem Mittelstand als “wichtiges Signal der Landeshauptstadt München beim Weg in die IT-technologische Unabhängigkeit und freuen sich auf das gemeinsame Projekt mit den Linux-Fachleuten der Stadt.”

Dem Münchner Migrationsprojekt wird in Fachkreisen aus verschiedenen Gründen eine besondere Bedeutung beigemessen. Immerhin handelt es sich um das bisher größte Migrationsprojekt zu Linux in Europa. Des Weiteren macht die jetztige Entscheidung für Debian die Konsequenz der Verantwortlichen deutlich, sich tatsächlich von Herstellerzwängen zu lösen und die zur Verfügung stehenden Ressourcen in den Aufbau einer nachhaltige IT-Struktur zu investieren. Die Entscheidung für Softcon und Gonicus ist zugleich eine Zusage an den Mittelstand.

LiMux ist ein Migrationsprojekt mit Pioniercharakter und natürlich auch auf dem kommenden LinuxTag 2005 vertreten. Im Rahmen des Behördenkongresses am 22. Juni 2005 werden Verantwortliche ausführlich über das Konzept und die Hintergründe von LiMux sowie ihre Erfahrungen in der strategischen Umsetzung des Projektes berichten.

Der Behördenkongress ist dem Businesskongress angegliedert und wird in langjähriger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium des Inneren (BMI) durchgeführt. Schirmherr der Veranstaltung ist auch in diesem Jahr Bundesinnenminister Otto Schily. Der Behördenkongress will praxisorientierte Migrationshilfen vermitteln und bietet IT-Entscheidern die Gelegenheit, Kontakt zu Behörden und Instititutionen aufzubauen, die Freie Software bereits produktiv einsetzen. Neben dem LiMux-Projekt werden daher weitere Fallbeispiele aus der Öffentlichen Verwaltung aber auch aus dem unternehmerischen Umfeld ausführlich vorgestellt.

Der Programmbeirat, unter Führung des BMI, wählt die Vorträgen für den Behördenkongress aus, allerdings stehen einzelne thematische Schwerpunkte, beipielsweise der Migrationsleitfaden des BMI, bereits fest. Weitere Informationen zum Programm werden in Kürze bekannt gegeben.

Am 25. Juni können Sie sich über das demnächst in München zum Einsatz kommende Betriebssystem GNU/Linux Debian informieren. Langjährige Debian-Entwickler berichten auf dem Freien Kongress über den aktuellen Stand und zukünftige Pläne des Projekts.

Die Erstauflage der FudCon gab es am 18. Februar 2005 in Boston/USA. Nun kommt die RedHat gesponserte Fedora Users & Developers Conference nach Deutschland und feiert auf dem LinuxTag 2005 Europapremiere. Am 24. und 25. Juni gibt es Präsentationen von prominenten Mitgliedern des Fedora-Projektes, sowohl von RedHat als auch von der Fedora Community. Weitere Beiträge sind noch zu vergeben - bis zum 22. April 2005 läuft hierzu der Call for Papers.

Berücksichtigt werden Themen mit einem direkten und eindeutigen Bezug zu Fedora. Wenn Sie also an einem interessantes Projekt arbeiten, noch Mitwirkende suchen oder ihre Arbeit einfach der Öffentlichkeit präsentieren wollen, beteiligen Sie sich am Call for Papers. Die Entscheidung über die Programmgestaltung fällt am 06. Mai 2005. Die ausgewählten Referenten werden unverzüglich benachrichtigt und sind aufgefordert, bis zum 27. Mai die finale Version ihrer Papers einzureichen. Näheres zur Konferenz und dem Call for Papers finden Sie unter http://www.fedoraproject.org/fudcon/.

FLOSS-POLS ist ein EU-gefördertes Forschungsprojekt der Universität Maaßtricht zum Themenfeld Freie Software und Open Source Software. Die erste FLOSS-Studie wurde bereits 2002 durch EU-Mittel gefördert und durchgeführt. Ergebnis dieser ersten Erhebung war, dass der Lernaspekt und der Ausbau der eigenen Fähigkeiten, die vorrangige Motivation der Entwickler zur Teilnahme an Freie Software Projekten ist.

Das nun angekündigte Nachfolgeprojekt baut auf den Erkenntnissen der ersten Studie auf und widmet sich damals aufgeworfenen Fragen. Hauptanliegen der Wissenschaftler ist es diesmal, die Organisationsstruktur der Open Source Szene genauer zu beleuchten. Im Mittelpunkt steht dabei der Gender-Aspekt, denn im Gegensatz zur gesamten IT-Branche (Frauenanteil 25%) liegt der Anteil weiblicher Entwickler in der Open Source Szene nur bei rund 5%. Des Weiteren soll der (individuelle) Mehrwert der Mitarbeit an Open Source Projekten evaluiert sowie das Open Source Lernmodell analysiert werden.

Das Fellowship-Programm der Free Software Foundation Europe, offiziell angekündigt am 28. Februar 2005, ist bereits zu einem großen Erfolg geworden. Über 300 Anmeldungen gingen im ersten Monat ein, und mehr als 180 davon haben bereits ihre “@fsfe.org” E-Mail-Adresse und ihr Blog auf https://www.fsfe.org aktiviert. Die persönlichen Crypto-Karten werden gerade vorbereitet. Sie können sich auch weiterhin anmelden und mit einer Mitgliedschaft im Fellowship-Programm der FSFE Ihre Freiheit verteidigen!

Die E-Mail ist Kommunikationsstandard. In privatem und unternehmerischem Umfeld aber auch für der Kommunikation mit Ämtern und öffentlichen Einrichtungen sind E-Mails heute unerlässlich. Jedoch gerät im Zuge dessen die Frage nach “sicherem E-Mailverkehr” immer wieder in den Fokus. Ein schlecht gesicherter E-Mailverkehr verursacht hohe betriebs- und volkswirtschaftliche Kosten. Schlecht gewartete Systeme führen zur Verschwendung wertvoller Arbeitszeit und technischer Ressourcen.

Die am 19. und 20. Juni in Magdeburg stattfindende Mailserver-Konferenz richtet sich an Postmaster-Profis. Für das Vortragsprogramm, das sich in Technik- und Praxis-Tracks gliedert, konnten zahlreiche Experten gewonnen werden. So gehören unter anderem Wietse Venema, IBM-Programmierer und Autor des bekannten Mailservers “Postfix”, Mark Martinec, Autor der freien Spam- und Viren-Engine “amavisd-new” und David Schweikert, Autor der Werkzeuge “mailgraph” oder “postgrey” zu den Referenten.

Die Vorträge vermitteln praxisrelevantes Wissen über aktuelle Mailserverprobleme und ihre Lösungen. Zudem werden neue Methoden der Spam- und Virenabwehr gemeinsam analysiert und auch die veränderte Rechtslage für Administratoren, aufgrund der überarbeiteten Telekommunikationsüberwachungsverordnung (TKÜV), wird thematisiert. Anmeldungen zur Konferenz sind auf http://www.heinlein-support.de und telefonisch unter 030/447 153 18 möglich.

Ausrichter der Mailserver-Konferenz ist die Firma Heinlein Professional Linux Support. Der Geschäftsführer Peer Heinlein war als einer der führenden Experten zu Fragen der Mailserver-Sicherheit, bereits mehrmals Referent auf dem LinuxTag und ist Herausgeber des “Postfix-Buches”.

Der LinuxTag macht das Thema “Sicherheit von Mailservern” ebenfalls zu einem Schwerpunktthema und freut sich, einige Beiträge der Mailserver-Konferenz auch für den LinuxTag 2005 ankündigen zu können.

The European Information & Communications Technology Industry Association (EICTA) combines 32 national ICT/CE associations from 24 European countries with 48 direct company members. EICTA altogether represents more than 10.000 enterprises in Europe with more than 2 million employees and revenues of over 200 billion. The Association heavily supports the monopolisation of software ideas. Mr Provoost is president of EICTA and represents Philips Consumer Electronics as Senior Vice President and Chief Executive Officer.

Dear Mr. Provoost,

The European Council and European Commission are pushing for the introduction of software patents in Europe to such an extent and in such ways that they raise justified doubts in the democratic roots of Europe.

Your association, the European Information & Communications Technology Industry Association (EICTA) has strongly supported this agenda in the past. In the discussion, you raised the argument that “We must be allowed to protect out innovations.”

This statement we fully agree with. However, if you believe that software patents help protect innovation, it seems you were being misinformed, as the role of software patents is not to protect, but to prevent innovation. Bill Gates pointed this out in an internal Microsoft memo in 1991:

“If people had understood how patents would be granted when most of today’s ideas were invented and had taken out patents, the industry would be at a complete stand-still today.”

He said this because he understood that patents on software inevitably are monopolies on abstract logic and ideas.

If Pythagoras was to come up with his theorem today, in a software patent regime he would clearly be entitled to get a monopoly on it. Pythagoras could then arbitrarily select the conditions under which others could make use of or build upon his idea.

Software usually embodies literally thousands of abstract ideas. Under a software patent regime, each of these could be turned into a monopoly and would constitute a no-go zone for competitors. That is why Bill Gates also said:

“A future start-up with no patents of its own will be forced to pay whatever price the giants choose to impose. That price might be high: Established companies have an interest in excluding future competitors.”

In other words: software patents are an anti-competitive tool that serves to raise the burden on innovation. The height of that barrier is flexible and can easily be raised to trip established companies, such as Philips, and innovative newcomers alike.

In previous letters we have explained how software patents cost jobs and economic power in Europe. Today we would like to inform you how they pose a threat to the International Financial Reporting Standards (IFRS) as all the ideas used in these standards will be implemented in software and would therefore be patentable. This will affect all European companies as the IFRS rules have been mandatory to all listed companies in the European Union since 2002.

If you check the US Patent and Trademark Office (USPTO) database, you will find that there are already hundreds of patents on software ideas concerning expressions like “account” or “financial report”. One of them protects a system “for financial planning and advice”. That particular patent is held by American Express Financial Corporation (Amex) - a company which we know better for its credit cards than its innovative software.

After establishing a legal basis for software patents in Europe, Amex might arbitrarily choose to determine which software company is allowed to implement the IFRS or similar standards.

This of course assumes that none of Amex’ competitors has an interest in blocking such development and uses their patent on another necessary idea to stop the development. But even if no one does: As all systems have many components in common and the number of methods to make computer systems secure is limited, any such software would always be less secure in a software patent regime.

People in Europe often seem to look to the United States for economic advice. This time, the CEO of Computer Associates, John Swainson, has made the message remarkably clear: Europe should not introduce software patents.

Copyright provides a very efficient protection for computer software, but in order for Copyright to protect your innovation, you first need to have an innovation. That is why we hope EICTA will stand up and oppose software patents because: “We must be allowed to innovate.”

With kind regards,

Georg Greve President Free Software Foundation Europe (FSFE) www.fsfeurope.org

Die Website der aKademy 2005 ist am 09. April online gegangen und liefert aktuelle Informationen zum Planungsstand der Veranstaltung. Der KDE World Summit findet vom 26. August bis zum 04. September in Malaga statt. Die zwei Subkonferenzen für Anwender und für Entwickler sowie der Coding-Marathon werden jedoch an jeweils verschiedenen Tagen durchgeführt. Vorschläge für das Vortragsprogramm beider Konferenzen sind willkommen und können noch bis zum 30. Juni eingereicht werden. Nähere Informationen zum Call for Papers und weitere Hinweise zur aKademy finden sich auf http://conference2005.kde.org/.

Die “3. Internationale Linux Audio-Konferenz” (LAC) findet vom 21. bis 24. April am ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) in Karlsruhe statt. In 24 Einzelbeiträgen wird über aktuelle Trends und neue Projekte aus dem Audio- und MIDI-Bereich informiert. Dabei werden sowohl entwicklungs- als auch anwendungsorientierte Fragestellungen diskutiert. Die Linux-Audio-Distribution AGNULA, im vergangenen Jahr Schwerpunkt auf dem LinuxTag, wird auch auf der LAC ein wichtiges Thema sein. Angekündigt, wenn auch unter Vorbehalt, ist zudem die erste stabile Version von “Ardour”, der Harddisk Recording-Applikation von Paul Davis, die sich seit über 4 Jahren in der Entwicklung befindet.

Neben dem kostenlosen Vortragsprogramm lockt die Veranstaltung mit abendlichen Programmhighlights, die zugleich zeigen wie existierende Anwendungen und Werkzeuge für Komposition und Aufführungen verwendet werden. Verschiedene Konzerte, die “Linux Sound Night” und die “Linux Jam Night” laden die Besucher zum zuhören, entspannen und mitmachen ein. (Für die Abendveranstaltungen werden zwischen 3 und 5 Euro Eintritt erhoben.)

Dem Bereich Multimedia widmet auch der LinuxTag 2005 besondere Aufmerksamkeit und richtet eine ganze Vortragsreihe zum Thema “Video” aus. Projektentwickler der verschiedener Videoplayer und -anwendungen werden dabei über technischen Möglichkeiten und zukünftige Trends informieren. Parallel zur Veranstaltung erscheint der Sammelband “Video”, ein Gemeinschaftsprojekt vom LinuxTag e.V. und der Open Source Press.

An der University of Maryland Baltimore County werden derzeit Studien zur Benutzbarkeit von KDE und Gnome durchgeführt. Die Konzeption und Durchführung des Projektes obliegt der Arbeitsgruppe “Human Aspects of Software Engineering” (HASE). Die Umfragen gliedern sich jeweils in zwei seperate Teile, für deren Bearbeitung etwa fünfzehn Minuten veranschlagt sind.

Der erste Fragebogen bezieht sich auf spezifische Anwendungen der jeweiligen Desktopumgebung. Es geht um die konkrete Benutzerfreundlichkeit einzelner Funktionen von KDE bzw. Gnome. Daher sind gewisse Kenntnisse im Umgang mit den Desktop-Systemen durchaus von Vorteil. Der zweite Fragekatalog enthält generelle Fragen zum Desktop-System. Es handelt sich um einen standardisierten Fragebogen, bei dem der Teilnehmer angeben soll, in welchem Grad er einzelnen Thesen zu KDE bzw. Gnome zustimmt oder widerspricht.

Von der Studie erhofft sich die Forschergruppe valide Erkenntnisse über Benutzerfreundlichkeit und Defizite der beiden Desktopumgebungen. Auch wenn derzeit noch kein Zeitplan genannt wird, kündigt die Arbeitsgruppe die Veröffentlichung der Umfrage-Ergebnisse an. Profitieren werden also die Desktop-Projekte und die Anwender.

Eine bereits im Juli 2004 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit in Auftrag gegebene Umfrage zu Softwarepatenten ist nun ausgewertet worden. Die Umfrage, an der 1.214 Unternehmen teilnahmen, wurde als Teil eines Gutachtens über die “Wechselwirkung von Patentschutz, Wettbewerb und Interoperabilität” durchgeführt. Als Projektleiter fungierten Prof. Dr. Norbert Pohlmann und Prof. Dr. iur Andreas Müglich von der Fachhochschule Gelsenkirchen.

Gestern wurde das 130-seitige Kurzgutachten veröffentlicht und resümiert, wenig überraschend, das die überwältigende Mehrheit der befragten Unternehmen Softwarepatenten kritisch gegenüberstehen und negative Effekte für die eigene Unternehmertätigkeit befürchten. Befragt wurden Unternehmen aller Größen, allerdings erhebt die Untersuchung keinen Anspruch auf Repräsentativität. Die befragten Unternehmen erwarten überwiegend negative Konsequenzen gerade für den Bereichen Programmierung und die allgemeine Wirtschaftlichkeit. Im abschließende Kurzgutachten formulieren Pohlmann und Müglich darüber hinaus Änderungsvorschläge für den Richtlinienentwurf des Europäischen Rates und kritisieren vehement die großzügige Vergabepraxis des Europäischen Patentamtes. Als elementar sehen sie die Stärkung der so genannten “Interoperationalitätsklausel” im der europäischen Gesetzgebung an. Nur so kann einer Destabilisierung und Monopolisierung des IT-Marktes in Europa langfristig vorgebeugt werden.

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) und das Samba Team haben der Europäischen Kommission die Bedingungen vorgelegt, mit denen Microsoft dazu gebracht werden kann, die Auflagen des Europäischen Gerichtshofs Erster Instanz vom Dezember 2004 zu erfüllen.

“Um kompatible Software zu schreiben verwenden Entwickler sogenannte ‘Interface Definition Language’ (IDL) Dokumente. Diese hält Microsoft derzeit geheim damit niemand sonst interoperable Software schreiben kann. Um die Auflagen zu erfüllen, müsste Microsoft sie zusammen mit einer Beschreibung der verwendeten Verschlüsselungsmethoden zur Verfügung stellen, wobei die Lizenz die Umsetzung in Freier Software erlauben muss. Das ist der einzige Weg, dem Samba-Team eine reale Möglichkeit zu geben, mit Microsoft zu interoperieren und zu konkurrieren. “, erklärt Georg Greve, President der FSFE. Und weiter: “Angesichts der jüngsten Erfahrungen empfehlen wir der Kommission außerdem, einen strikten Termin zu setzen, zu dem diese Spezifikationen geliefert werden müssen.”

Im Dezember letzen Jahres entschied der Europäische Gerichtshof, daß Microsoft nicht länger Zeit gegeben wird, um sein Monopol durch das Verweigern von Schnittstelleninformationen gegenüber Wettbewerbern auszudehnen. Stattdessen sollten die Kartellentscheidungen der Kommission sofort in Kraft gesetzt werden.

“Microsoft kann sich nicht länger hinter fadenscheinigen Aussagen wie ‘wir werden kooperieren’ verstecken, bringt es FSFE Anwalt Carlo Piana auf den Punkt. Jetzt wollen wir sehen, wie groß ihre Kooperationsbereitschaft tatsächlich ist. Unser Vorschlag ist sehr ausgewogen und verlangt nicht mehr als das, was das Samba Team durch technisches Analysieren erreichen kann, aber er verlangt eine zügige Veröffentlichung der Protokolle. Wir haben die Kommission gebeten, unseren Vorschlag einem vertrauenswürdigen, unabhängigen Experten zur Prüfung zu geben.”

In dem jüngsten Vorschlag der FSFE erklärt Samba-Entwickler Jeremy Allison: “IDL Definitionen sind bloß dazu da, um eine Schnittstelle zu beschreiben - sie beschreiben ein Protokoll.” Um kompatible Software schreiben zu können braucht der Entwickler Zugang zu diesen Spezifikationen. “Es ist ist so ähnlich wie mit der Grammatik und der Rechtschreibung - Ohne diese Regeln kann man in keiner Sprache schreiben”, schlußfolgert Allison.

In Bezug auf das Thema Verschlüsselung sagt Allison: “Die Verschlüsselung des Netzwerkverkehrs ist eine übliche Praxis und keine Erfindung von Microsoft. Aber für eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Systeme ist es zwingend notwendig, zu wissen, welche Art von Verschlüsselung verwendet wurde, unter welchen Umständen und mit welcher Art von Schlüsseln.”

Was eine Vergütung angeht, auf die Microsoft nach eigener Meinung Anspruch hat, wiegelt Carlo Piana ab: “Die geforderten Informationen sind nicht geheim, weil sie wertvoll wären, sondern wertvoll, weil sie geheim sind. Außerdem sind wir davon überzeugt, daß Microsoft bereits weit über Gebühr bezahlt wurde. Der außerordentlich hohe operative Gewinn belegt das. Gewinne in solcher Höhe sind nur durch technische Sperren und die enge Verbindung von Clients und Servern möglich”.

Die einzig angemessene Vergütung, die die Absichten der Europäischen Kommission nicht völlig zunichte machen würde, bestünde in einer Einmalzahlung, um eine Kopie der Protokolle zu erhalten. Sinnvoll wäre es in diesem Zusammenhang, die Gebühren heranzuziehen, die ein Entwickler zu entrichten hat, wenn er Zugang zum Microsoft Developers Network (MSDN) haben will, wofür er im Gegenzug ähnliche Unterlagen erhält.

Vergleichbar zu den MSDN Bedingungen wäre es nicht ungerechtfertigt, Entwickler auch mit Kosten für aktualisierte und überarbeitete Fassungen der Protokollinformationen zu belasten. Diese müssten jedoch vollständig und zeitnah zur Verfügung stehen, wie FSFE und das Samba-Team betonen.

“Die Freie Software Welt hat wieder einmal bewiesen, wie sie im Stande ist, hochwertige Arbeit auch unter widrigen Umständen zu leisten”, fasst Georg Greve zusammen. “Mit den Eingaben der FSFE und des Samba-Teams hält die EU Kommission in den Händen, was notwendig ist, um ihrer Entscheidung reale Konsequenzen folgen zu lassen. Wenn man berücksichtigt wie sehr Microsoft um ‘Kooperation’ gerungen hat, empfehlen wir jedoch, Microsofts Verhalten permanent zu beobachten.”

Hintergrund: Die FSFE war nicht nur in der ursprünglichen Untersuchung, sondern auch in dem Verfahren vor dem EuGH als Drittpartei beteiligt. Ursprünglich hat die FSFE nur die Interessen des Samba-Teams vertreten, heute ist sie jedoch berechtigt, alle Fragen Freier Software vor Gericht anzuführen. Das Samba-Team und die FSFE haben während des gesamten Prozesses als ein Team gearbeitet und Jeremy Allison, ein Vertreter der Samba-Teams, hat in einer Anhörung des Europäischen Gerichtshofs im Namen der FSFE gesprochen.

Bereits auf dem LinuxTag 2003 haben sich Software-, Consulting- und Trainingsanbieter zusammengefunden, um den professionellen Umgang mit Linux zu fördern. Daraus ist die Interessensvertretung des Linux Professional Institute (LPI) für den deutschsprachigen Raum entstanden. Das LPI German e.V. bietet seitdem insbesondere Linux-Spezialisten die Möglichkeit zur Zertifizierung ihres Könnens. Damit leistet das LPI einen wichtigen Beitrag zum professionalisierten Umgang mit Freier und Open Source Software.

Das LPI-Zertifizierungsprogramm setzt Standards. Es ist herstellerunabhängig und unterliegt der permanenten Kontrolle und Anpassung an technische Entwicklungen und Anforderungen der Wirtschaft an ihre Spezialisten. Sowohl Firmen als auch Community honorieren diese Philosophie, indem sie die hohe Qualität und die Neutralität von LPI-Zertifikate als Norm anerkennen.

Der LinuxTag 2005 ist um eine Attraktion reicher: Erstmals können in Karlsruhe alle vier LPI-Prüfungen abgelegt werden. Teilnehmer müssen über eine gültige LPI-Identifikationsnummer verfügen, daher ist eine vorherige Anmeldung zwingend notwendig. Diese kann auf https://www.lpi.org/de/register.html vorgenommen werden. Ferner fällt für jede Prüfung eine Bearbeitungsgebühr von 40,- Euro an, die direkt bei Prüfungsbeginn zu entrichten ist.

Als Prüfungstermine sind der 23. Juni (14 Uhr) sowie der 24. und 25. Juni (jeweils 10 und 14 Uhr) vorgesehen. Weitere Informationen zum Procedere finden Sie auf http://www.linuxtag.org/2005/de/lpi.html.

Vom 27. August bis 04. September 2005 findet die aKademy 2005, KDE’s World Summit statt. Gastgeber in diesem Jahr ist die Universität Malaga in Spanien. Die aKademy ist die wichtigste Konferenz für Anwender und Entwickler der populären Desktopumgebung.

Die aKademy startet am 27. August mit einer zweitägigen Anwenderkonferenz, an die sich eine ebenfalls zweitägige Entwicklerkonferenz anschließt. Für beide Konferenzen wurden in der vergangen Woche die “Call for Papers” veröffenlicht. Bis zum 30. Juni 2005 können Vorschläge für das Vortragsprogramm eingereicht werden. Nähere Informationen zu den inhaltlichen Anforderungen und formalen Richtlinien finden Sie hier.

Die bisherige Programmplanung sieht folgende Module vor:

* Modul 0: KDE e.V. Meeting (26. August)
* Modul 1: KDE User and Administrator Conference (27./28. August)
* Modul 2: KDE Developers and Contributors Conference (29./30. August)
* Modul 3: Coding Marathon for KDE Developers and Contributors (31. August bis 04. September)

Über weitere Details zur aKademy 2005 informieren wir Sie in Kürze an dieser Stelle.

Vom 12. bis 15. April tagt die World Intellectual Property Organisation (WIPO) in Genf. Die Mehrheit der zivilgesellschaftlichen Organisationen, so auch die FSF Europe, sind lediglich als so genannte “ständiger Beobachter” geladen. Viele wurden allerdings wieder ausgeladen. Bereits im Vorfeld wurde massive Kritik an dieser Politik laut, gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass in Genf die zukünftige Strategie und Entwicklung der WIPO diskutiert werden soll.

Die FSF Europe wird auf der Konferenz durch Georg Greve, Karsten Gerloff und Volker Grassmuck vertreten. Gemeinsam mit den anderen Vertretern der Zivilgesellschaft werden sie auf eine Reorientierung der WIPO zu ihren ursprünglichen Zielen, der Förderung von Entwicklung, und der Einbeziehung des Themas “Freie Software” in die Debatte hinwirken.

“Wir denken das Ganze ging jetzt schon weit genug”, sagt Carlo Piana, der die Free Software Foundation Europe beim Europäischen Gerichtshof vertritt. “Darauf zu warten bis Microsoft Konditionen aufbringt, welche den Wettbewerb wieder möglich machen, ist scheinbar eine totale Zeitverschwendung. Wir haben deshalb angefangen, an Maßnahmen zu arbeiten, welche das umsetzen werden, was die Europäische Komission mit ihrer Anordnung erreichen wollte und was der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil bestätigte.”

“Das Samba-Team hat mehr als 12 Jahre Arbeitserfahrung bei der Zusammenarbeit mit Microsoft Software. Wir arbeiten seit vielen Jahren in dem Bereich der Workgroup Server Software”, erklärt Jeremy Allison vom Samba-Team. “Wir wissen genau, welche Informationen benötigt werden, um wenigstens die Möglichkeit zum Wettbewerb wiederherzustellen. Also werden wir diese Erfahrungen nutzen um der Europäischen Komission zu helfen.”

“Microsoft hat sich wie ein widerspenstiges Kind verhalten, das sich auf den Boden schmeißt und jeden Meter des Weges geschleift werden muss”, sagt Georg Greve, der Präsident der FSFE. “Da Microsoft nicht gewillt zu sein scheint, aufzustehen und selbst zu gehen, werden wir der Komission helfen, Microsoft wieder auf die Beine zu bringen und in Richtung der Wiederherstellung des Wettbewerbs zu bewegen. Wenn sie weiterhin nicht kooperieren, sollte die Komission dieses wertlose Schauspiel beenden und Microsoft endlich mit einer Strafe, die fünf Prozent des Nettoumsatzes in dem betroffenem Markt beträgt, pro Tag an dem sie nicht die ausgesprochenen Bestimmungen einhalten belegen.”

Dieser Fall gegen Monopolbildung der Europäischen Union dauert jetzt schon Jahre an. Die ganze Zeit ließ Microsoft seine Füsse schleifen und suchte an jedem Punkt nach Möglichkeiten die Ermittlungen der Europäischen Komission und die Wiederherstellung des Wettbewerbs zu blockieren oder zu verlangsamen.

Sogar nachdem die Europäische Kommission ein Strafgeld in einmaliger Höhe verhängt hat, verbrachte Microsoft längere Zeit damit, Befürworter von der Europäischen Komission wegzudrängen und gleichzeitig wendete sich Microsoft bittend an das Europäische Gerichtshof um zu vermeiden den Wettbewerbern Informationen zu geben, die benötigt werden, um Zusammenarbeit zu erreichen.

Der Europäische Gerichtshof ließ sich von diesen Taktiken nicht beirren und ordnete Microsoft an den Bestimmungen der Europäischen Komission sofort zu befolgen. Als Antwort darauf bot Microsoft ein Lizenzabkommen an welches dazu gedacht war, weitere Hindernisse für den Wettbewerb zu schaffen.

Die Europäische Komission hat es offiziell bestätigt und fordert Microsoft erneut auf, Wettbewerb zu zulassen. In den letzten Jahren zeigte die Europäische Komission freilich ein fast unglaubliches Maß an Geduld mit Microsoft, eine Tatsache die der Software-Gigant zu sehr missbraucht hat.

Jetzt wird es Zeit für die Komission, aktiv Microsoft aufzufordern, Mittel und Konditionen einzuführen, welche in der Lage sein werden den Wettbewerb wiederherzustellen. Weitere Verzögerungen sollten nicht länger auf Kosten des Europäischen Wirtschaftsraum geschehen.

Die Europäische Komission sollte eine endgültige Frist für Microsoft, ihrem Beschluss und der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs beizukommen, festsetzen. Sollte Microsoft weiterhin auf Zeit spielen, dann sollte die Komission die maximale Strafe von fünf Prozent von dem Nettoumsatz pro Tag der Nicheinhaltung ausprechen.

“Microsoft hat die Geduld Europas seit Jahren missbraucht”, schlussfolgert Georg Greve. “Sie sollten einwilligen oder den Schaden den sie verursachen, gutmachen. Wegen ihrem Verhalten in den letzten Jahren und ihren außerordentlich tiefen Taschen, zu denen Europa nicht zu kleinem Umfang beigetragen hat, scheinen fünf Prozent angemessen zu sein.”

Auf dem LinuxTag, der vom 22. bis zum 25. Juni im Karlsruher Kongresszentrum stattfindet, werden Besucher wieder die LAMP-Area, getragen von verschiedenen Unternehmen der Linux-, PHP- und Open Source-Szene, besuchen können.

Die LAMP-Area wird drei Themenbereiche abdecken: Bei “LAMP — die Plattform” dreht sich alles um aktuelle Technologien, Entwicklungen und Trends. Unter dem Titel “LAMP — für Businessanwendungen” thematisieren die Beteiligten den Einsatz bei Businessapplikationen. Gefragt wird hierbei etwa nach möglichen Anwendungen der Open-Source-Plattform. Anhand von praktischen Beispielen aus Unternehmen sollen die Vorteile dieser Technologie aufgezeigt werden. Der dritte Fokus soll auf den Wurzeln von LAMP, der Community, liegen. Im Community-Bereich treffen sich die Macher, von MySQL-Gründer Monty Videnius über PHP-Erfinder Rasmus Lerdorf, PHP-Entwickler und Zend-Mitbegründer Zeev Suraski bis Lars Eilebrecht von der Apache Software Foundation. Außerdem sollen freie Projekte wie die Apache Software Foundation, die PHP-Bibliothek Pear oder das Online-Lexikon Wikipedia die Gelegenheit bekommen, sich kostenfrei zu präsentieren.

Veranstaltet wird die Area von den Unternehmen 100 Days, Domainfactory, itsystems, Mayflower, MySQL, papaya, Zend Technologies sowie von der Open-Source-Initiative der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart.

Seit vergangener Woche steht KDE 3.4 zum Download auf dem Projekt-Server bereit. Es handelt sich dabei um das erste größere Release seit einem halben Jahr. Die Entwickler geben an, rund 66500 Fehler behoben und etwa 80.000 Codezeilen verändert bzw. ergänzt zu haben.

Die wesentlichen Änderungen in KDE 3.4 betreffen die PIM-Suite Kontact, den Instant-Messenger Kopete, Kpdf sowie die generelle Usability des Desktop-Systems. Neu integriert wurde das Text-to-Speech-Framework KTTS. das die Sprachausgabe prinzipiell für jede Applikation möglich macht. Genutzt wird das Feature augenblicklich von Kpdf, Kate, Konqueror und KSaylt. Die Erweiterung bedeutet einen gravierenden und wichtigen Fortschritt hinsichtlich der Barrierefreiheit von KDE.

Die Groupware-Kompatibilität von Kontact wurde erweitert. Unterstützt werden jetzt neben Kolab 2.0 auch e-Groupware, Groupwise, OpenGroupware.org und SLOX. Die Integration des Instant-Messengers Kopete in Kontact wurde weiter verbessert. Damit beinhaltet die PIM-Suite nun standardmäßig die Module KMail, KOrganizer, KadressBook und KNotes und Kopete.

Auch Kopete selbst wurde um diverse Features erweitert. Beispielsweise können in der Kontaktliste nun auch Fotos angezeigt werden. Außerdem werden die Systeme AIM, Gadu-Gadu, GroupWise, ICQ, IRC, Jabber, Lotus Sametime, MSN, Yahoo unterstützt und auch das Versenden von SMS ist möglich.

Kpdf, der KDEs’ pdf-Reader, bietet nun Unterstützung sowohl für pdf 1.5 und die xpdf 3.0 Rendering-Engine. Als Standard neu in KDE 3.4 hinzugekommen ist zudem der RSS-Reader aKregator. Interessierte können sich auf dem Projekt-Server einen Überblick übe alle Änderungen und Erweiterungen in KDE 3.4 verschaffen. In Kürze werden die Binärpakete der Version bei den Distributoren verfügbar sein und können alternativ auch auf CD erworben werden.

On June, 22nd LinuxTag, the most significant Free Software and Open Source event in Europe, finally opens its gates. Four days long Congress Centrum Karlsruhe, following the “where.com meets. org” motto, will serve as a meeting place of IT decision makers, software developers and operators of Linux & Co. The idea of exhibition presented along with various panel conferences has been prooved in the ten years existence and will be restored in this year’s LinuxTag.

Business Congress on the June, 22nd is directed to IT companies managers. New applications and technological innovations will be presented together with the guidance on investments in the IT infrastructures. In addition to the Business Congress, from June 21st till 23nd tutorials will take place. Under the guidance of prominent experts small groups of participants will learn in details about particular themes. A prior registration is required.

Furthermore, on June 22nd under the auspices of the Ministry of the Interior The Public Authority Congress will take place. IT executives and public authority managers are invited to learn about the Free Software in the open content management on the basis of practical examples.

On the LinuxTag (22 till 25 June) panel exposition visitors will be presented with the most recent technological trends and will be encouraged to live experience of Free Software. This year more than 150 exhibitors representing IT companies and free projects will display their products and software solutions. Interested visitors can find information on technological, political, and social aspects of Free Software.

Dynamics and developmnent in the multimedia sector is extraordinary; applications useful for instance in video processing are becomming a standard for numerous users. “Video Under Linux” is therefore an important aspect of the LinuxTag program.

One of the other key element of LinuxTag 2005 is Practical Linux Forum. Here all sorts of questions concerning everyday use of Linux will be adressed and illustrated with practical examples. The LAMP-Day is dedicated to the Linux system applications, Apache, MySQL, and PHP.

Als erster Mediaplayer bietet amaroK vom KDE-Projekt eine integrierte Unterstützung für das Audioscrobbler-Portal und ermöglicht seinen Anwendern somit, die Dienste des Musikportals unmittelbar (ohne Plug-In) zu nutzen. Die Erstellung dynamischer Playlisten, die Unterstützung von MySQL, um Musiksammlungen an einen Server auslagern zu können sowie ein
grafischer 10-Band-Equalizer und die Option zur automatischen Texteinblendung zählen zu den Highlights des Mediaplayers. Die aktuelle Version 1.2.2 enthält weitere kleinere Verbesserungen und verschiedene Bugfixes. Der Player liegt zum kostenlosen Download auf dem Server des Projekts bereit. Dort finden Sie ebenfalls eine komplette Liste der Änderungen in der aktuellen Version.

Des Weiteren hat das amaroK-Entwicklerteam kürzlich die erste amaroK-Live-CD veröffentlicht. Allerdings handelt es sich dabei natürlich weniger um eine Live-Distribution im herkömmlichen Sinn, als um eine Demo-CD des KDE-eigenen Mediaplayers. Die 289MB große Live-CD beinhaltet ein voll funktionsfähiges amaroK mit den neuesten Features und einer Reihe von Tracks. Zurückgegriffen wurde dafür auf die “Wired CD“, die im vergangenen Jahr in Kooperation von Creative Commons und Wired Magazine entstanden ist. Die nun auch auf der amaroK-CD enthaltenen Tracks wurden ursprünglich im Auftrag des Wired Magazine erstellt und unterstehen der Creative-Commons-Lizenz. Kopieren ist
ausdrücklich erlaubt.

Im Stil einer tragbaren Stereoanlage ermöglicht die amaroK-CD, dass Musikliebhabern ihre mp3-Sammlung auf CD überall hin mitnehmen und genießen können, denn der Mediaplayer kann von der Live-CD auf jedem Rechner, unabhängig vom Betriebssystem, gestartet werden. Hier finden Sie eine Darstellung des Demoprojekts.

Am 22. Juni öffnet der LinuxTag 2005, Europas wichtigster Event zu Freier Software und Open Source, seine Pforten. Vier Tage lang wird das Kongresszentrum Karlsruhe entsprechend dem Motto “where .com meets .org” zum Treffpunkt für IT-Entscheider, Softwareentwickler und Anwender von Linux & Co. Das bewährte Konzept von Ausstellung und verschiedenen Fachkongressen wird auch im zehnten Jahr des Bestehens weiter ausgebaut.

Der Businesskongress am 22. Juni richtet sich an IT-Entscheider aus Unternehmen. Es werden neue Einsatzfelder und technologische Innovationen vorgestellt und Entscheidungshilfen für Investitionen in die IT-Infrastruktur gegeben. Ergänzend zum Businesskongress finden vom 21. bis zum 23. Juni Tutorien statt. Unter Leitung anerkannter Experten werden einzelne Themen in kleiner Runde vertieft. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Ebenfalls am 22. Juni findet der Behördenkongress unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums des Inneren statt. IT-Verantwortliche und Behördenleiter sind eingeladen sich anhand von Praxisbeispielen zu potentiellen Einsatzfeldern Freier Software in den öffentlichen Verwaltungen zu informieren.

Auf der LinuxTag-Fachausstellung (22. bis 25. Juni) können sich die Besucher über die neuesten technischen Trends informieren und Freie Software live erleben. In diesem Jahr präsentieren sich erneut mehr als 150 Aussteller, darunter IT-Firmen und Freie Projekte, im Messebereich. Interessierte Besucher haben zudem die Gelegenheit sich auf dem Freien Kongress zu technologischen, politischen und gesellschaftlichen Aspekten Freier Software zu informieren.

Die Entwicklungsdynamik im Bereich Multimedia ist besonders hoch und Anwendungen beispielsweise zur Videobearbeitung gehören für immer mehr Nutzer zum Standard. Der LinuxTag macht daher das Thema “Video unter Linux” zu einem Programmschwerpunkt.

Ein weiteres Highlights des LinuxTag 2005 ist das Practical-Linux-Forum. Ob Neueinsteiger oder Fortgeschittene - Fragen zur täglichen Benutzung werden hier praxisbezogen beanwortet. Der LAMP-Day stellt die Systemkomponenten Linux, Apache, MySQL und PHP in den Mittelpunkt.

In Schule und Ausbildung spielt Freie Software eine zunehmend wichtige Rolle. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine wichtige Rolle spielt dabei die prekäre finanzielle Situation vieler Bildungseinrichtungen. Durch den Einsatz von Linux & Co können schließlich Lizenzkosten in nicht geringer Höhe eingespart und anderweitig eingesetzt werden. Hinzu kommt, dass die Hardwareanforderungen Freier Software im Vergleich zu proprietären Lösungen sehr niedrig sind. Das heißt, auch aktuelle Versionen der meisten Linux-Distributionen können problemlos auf alter, leistungsschwächerer Hardware genutzt werden.

Doch nicht nur finanzielle Überlegungen sind Grund, dass immer mehr Bildungseinrichtungen auf Linux & Co umsteigen. Freie Software erlaubt einen kreativen und effektiven Einsatz von Computern im Unterricht. Gerade der Informatikunterricht kann durch den Einsatz Freier Software flexibler und anschaulicher gestaltet werden, denn die Schüler können mit der Software arbeiten und sie nicht nur benutzen.

Der LinuxTag e.V. macht das Thema Freie Software in Schule und Ausbildung zu einem Schwerpunkt bei seinem Auftritt auf der CeBit. Wenn Sie also mehr darüber wissen wollen, so besuchen sie uns vom 10. - 16. März 2005 dort auf dem Gemeinschaftsstand “Innovatives Rheinland Pfalz” in Halle 9, Stand C39.

Einen Überblick über das Thema gibt zudem der Freie-Software-Reader des International Open Source Network (IOSN), einem Gemeinschaftsprojekt des UNO Entwicklungsprojekts (UNDP) und des Asia-Pacific Development Information Programme (APDIP). Der Reader liegt als pdf-Datei auf dem Server des IOSN.

Links:
http://www.linuxtag.org
http://www.iosn.net/education/foss-education-primer/fossPrimer-Education.pdf

Seit dem 26. Februar steht der erste Release Candidate der kommenden
KDE-Version 3.4 zum Download bereit. Die Entwickler gehen davon aus, dass es
sich bei RC1 um die einzige Testversion handeln wird. Laut Release-Plan
beinhaltet die nun zur Verfügung stehende Testversion bereits alle für KDE
3.4 vorgesehenen Features. Die finale Version wird Mitte März folgen,
vorausgesetzt es treten keine Komplikationen auf.

Wer KDE 3.4 testen will, kann den RC1 sowohl im Quellcode als auch als
Binärpakete für verschiedene Distributionen, herunterladen. Darüber hinaus
ist KDE 3.4 RC1 auch auf Live-CD Klax enthalten. Einen Überblick über die
Funktionsänderungen und -erweiterungen gegenüber vorheriger Versionen gibt
der Feature-Plan, der ebenfalls auf dem Projekt-Server bereit liegt.

Links:
http://www.download.kde.org
http://developer.kde.org/development-versions/kde-3.4-features.html#inprogress
http://ktown.kde.org/~binner/klax/

Fellowship programme of FSFE launched to defend freedom in the digital age.

“We stand up to protect our freedom to shape and participate in a digital society that respects liberty and privacy.” With this slogan, the Free Software Foundation Europe (FSFE) started its fellowship program at the FOSDEM fair for Free Software last weekend in Brussels.

The resistance against software patents has shown that it is possible to change things, but it has also shown that we need to do more. While we were and still are defending ourselves against software patents, other issues — old and new — could not be addressed as they should have been.

“Global players aiming to spread their monopolies and business-models are excerting influence on many levels through technology, legislation and money.”, Stefano Maffulli, Italian representative of FSFE says and concludes: “If our freedom is to be preserved, we need more shoulders to support the work and more people to raise their voice.”

Fellowship comes at EUR 120,- (EUR 60,-) per year. All Fellows receive a login on the Fellowship portal, a site to meet, communicate and cooperate. Fellows can write blogs, share experience in forums and remain informed about the latest news. Through this approach, it is possible to bridge initiatives and people to stand united and raise our collective voice. In addition, all fellows receive an email alias @fsfe.org, a visible sign of their connection to the Free Software Foundation Europe.

As a practical feature to strengthen their privacy and security, all Fellows receive a unique, personalised OpenPGP compliant SmartCard programmed and handled by Werner Koch, author of GnuPG and Head of Office of the FSFE. With this SmartCard, all Fellows can communicate securely and privately through digital signatures and encryption. In addition, this protects your logins and data on disk, among other things.

“This card is a state-of-the-art hardware token for many different applications, such as encrypting your email. Through this card, we put the power of protecting data and privacy into the hands of all our Fellows. We seek to make this power available to all, raising awareness for privacy and security issues”, Werner Koch explains.

“In the past years, we have worked to the peak of our abilities and beyond. We have seen that we can make progress, but also we had to realise that the battle has only just begun. Defending our collective freedom is something we need to do together. Consider this your call to arms,” says Georg Greve.

Please join the Fellowship at http://www.fsfe.org/

Bereits vor drei Jahren hat Extremadura, eine der strukturschwächeren Regionen Spaniens, ihre Linux-Initiative gestartet. Ziel des erfolgreichen Projektes war es, Freie Software nicht nur öffentliche Einrichtungen, sondern auch in Firmen und privaten Haushalten zu etablieren. Mit LinEx wurde eigens eine Distribution für diese Region entwickelt. Die Migrationsprojekt, das Server und Desktops gleichermaßen betraf, ist eine der erfolgreichsten Freie-Software-Initiativen überhaupt. Bis heute wurden circa 100.000 PCs auf die kostengüntige LinEx-Alternative umgestellt und die Initiative findet weltweit immer mehr Nachahmer.

Jüngstes Beispiel ist der malaysische Bundesstaat Terengganu. Dort wird momentan die Umstellung weiter Teile der IT-Infrastruktur auf freie und offene Software vorbereitet. Handlungsleitend dabei sind die guten Erfahrungen der spanischen Region beim Einsatz von LinEx, erklärte der Premierminister des Bundesstaates Dato Seris Idris Jusoh bei einem persönlichen Besuch in der Region Exremedura.

Laut Jusoh werden im malaysischen Bundesstaat bereits rund 70 Prozent der Softwareentwicklung auf der Linux-Plattform vorgenommen. Jedoch erkenne man die Notwendigkeit, Freie Software stärker in der Geellschaft zu verankern. Schließlich habe das Beispiel Extremadura gezeigt, dass mit Hilfe Freier Software breite Bevölkerungteile mit modernen Technologien versorgt werden könnten, die bisher von dieser abgeschnitten war.

Die neue Version 1.2 des KDE-Mediaplayer amaroK ist gerade erschienen. Als erster Player überhaupt bietet amaroK eine integrierte Unterstützung für den beliebten Internetdienst Audioscrobbler. Dieses besondere Feature ist das Ergebnis einer engen Kooperation der Entwicklerteams beider Projekte im Vorfeld des aktuellen Release.

Der Internetdienst Audioscrobbler erstellt Musikprofile seiner registrierten Mitglieder. Diese basieren auf automatisch übermittelten Liedstatistiken. Ziel ist es, Personen mit ähnlichen Musikgeschmäckern zusammenzubringen. amaroK 1.2 ist der erste Player, der kein Plug-In benötigt, um die Funktionen von Audioscrobbler nutzen zu können. Die eingebaute Audioscrobbler-Unterstützung braucht nur noch konfiguriert werden. Auf diese Weise können amaroK-Nutzer nun beispielsweise Musikempfehlungen empfangen und darauf basierend, dynamische Playlists erstellen.

Daneben kommt amaroK 1.2 natürlich noch mit einer Reihe weitere neuer Funktionen:

Durch die neuerliche Unterstützung für MySQL-Datenbanken, können eigene Musiksammlungen nun auch an Server ausgelagert werden. Den Anwendern steht nun außerdem ein graphischer 10-Band-Equalizer zur Verfügung. Die Playlist arbeitet schneller und zu einem aktuell gespielten Titel kann automatisch der Text eingeblendet werden.

Eine vollständige Auflistung aller Änderungen und Erweiterungen in amaroK 1.2 finden Sie auf der Website des Projektes. Dort steht der Player natürlich auch zum Download bereit.

Auf der CeBIT in Hannover vom 10. - 16. März 2005 wird der LinuxTag auf dem Gemeinschaftsstand “Innovatives Rheinland Pfalz” in Halle 9, Stand C39 vertreten sein. Präsentiert werden dabei die beiden Schwerpunkte Knoppix: Linux Live-CD und Freie Software in Schule und Ausbildung.

Während der kompletten Zeit stehen Ansprechpartner des LinuxTag für Fragen von Besuchern, Ausstellern und Projekten für Gespräche zur Verfügung. Für Terminabsprachen senden Sie uns bitte eine eine Nachricht an info@linuxtag.org.

Zu den Themenschwerpunkten:

Knoppix Live-CD
KNOPPIX ist eine komplett von CD lauffähige Zusammenstellung von GNU/Linux-Software mit automatischer Hardwareerkennung und Unterstützung für viele Grafikkarten, Soundkarten, und sonstige Geräte. KNOPPIX kann als Linux-Demo, zur Datenrettung oder als Plattform für kommerzielle Software-Produktdemos eingesetzt werden. Es ist keine Installation auf Festplatte notwendig, aber möglich.

KNOPPIX ist ein Projekt des LinuxTag e.V. in Zusammenarbeit mit Knopper.NET. Der LinuxTag hat sich sich die Verbreitung von Freier Software zum Ziel gesetzt, bei Knopper.NET gibt es professionellen
Support. Am Stand ist kompetente Hilfe zur aktuellen Version und eine Kopie der neuesten CD erhältlich.

Linux in Ausbildung und Hochschule
Open Source und Berufsausbildung bedingen sich jeweils gegenseitig. So wichtig es ist, das Thema Freie Software in allen Bereichen der Ausbildung anzubieten, so sehr sind auch Angebote dazu für Lehrer und Lernende notwendig. Der LinuxTag e. V. hat sich dem Ziel der wechselseitigen Förderung verschrieben und präsentiert Projekte und Herangehensweisen.

Auf dem Stand erhalten Besucher einen Überblick zu Beiträgen und Projekten sowie fachliche Hilfe, um Open Source in der Ausbildung einzusetzen. Dazu ist eine Sammlung von Anwendungen auf einem Demopoint am Stand verfügbar, die auch mitgenommen werden kann.

Auf der KDE-Website ist ein Interview mit Raphael Langerhorst, einem der Entwickler von KOffice veröffentlicht. Anläßlich der FOSDEM, die am 26./27. Februar in Brüssel stattfindet, sollen die Hintergründe des Projektes näher beleuchtet werden. Langerhorst äußert sich so unter anderem zum Entwicklungsstand und der Bedeutung von KOffice innerhalb des KDE-Desktops sowie zu Plänen und Perspektiven für zukünftige KOffice-Versionen.

In den nächsten Wochen werden Interviews mit weiteren KOffice-Entwicklern
folgen.

In Kooperation mit dem Free Software Project Brasil hat FSFE-Präsident Georg Greve an einer Reihe von Aktivitäten und Veranstaltungen über Freie Software beim Weltsozialforum (WSF) in Porto Alegre, Brasilien teilgenommen — unter anderem an der offiziellen Eröffnung des Free Software Forums 2005. Die Veranstaltungen für Freie Software, Freies Wissen und Freie Kunst des WSF wurden von Brasiliens Kultusministerium stark unterstützt. Der Kulturminister Gilberto Gil nahm persönlich an einigen teil, sowie auch andere bekannte Personen wie Lawrence Lessig und John Perry Barlow. Während des WSF
kamen auch viele Aktivisten zum ersten Mal in Kontakt mit Freier Software, als sie einen der 1000 Rechner im “estudio livre” oder andere Access Points benutzten.

Am 15. Januar ist der Call for Papers für den diesjährigen LinuxTag zu Ende gegangen. Rund 160 Themenvorschläge aus dreißig Ländern, darunter Indien, Argentinien und Brasilien, wurden fristgerecht eingereicht. Die eingegangenen Beiträge werden nun von der Jury gesichtet. Beiträge, die innovative Technologien vorstellen oder in der Linuxwelt aktuell diskutierte Entwicklungen thematisieren, haben besonders gute Chancen, berücksichtigt zu werden.

Ausschlaggebend für die Auswahl einzelner Themen ist natürlich, dass ein allgemeines Interesse der LinuxTag-Besucher prognostiziert werden kann. Teilnehmer, deren Beiträge ausgewählt werden, werden Anfang März benachrichtigt und sind gebeten, eine ausführliche Präsentation ihres Entwurfes einzureichen.

Folgende Programmschwerpunkte stehen für den LinxTag 2005 bereits fest:

- Video (Buchprojekte mit OSP)
- Professionelle Softwareentwicklung (Java and more)
- “Spezialtrack Freie Software” in Zusammenarbeit mit der FSFE
- Schwerpunktthema Content-Managment-Systeme
- LAMP-Day: Thementag rund um Linux, Apache, MySQL und PHP

Das dies nur ein kleiner Ausschnitt der Linux-relevanten Bereiche ist, zeigt sich in der großen Anzahl von Beiträgen, die zu selbst angegebenen Kategorien eingereicht wurden. Wie viele Anwendungsfelder es für Linux tatsächlich gibt und wie dynamisch die Linux-Entwicklung ist, wird rasch deutlich, wirft man einen Blick auf die Liste der eingereichten Themen:

- Significant Community-related Development: Open Source,
Free Software
- Business Applications: solutions with a focus on non-technical
business
- Desktop Applications: GUIs, KDE, GNOME
- Operating Systems: kernel, file systems, drivers, platforms
- Hardware, embedded systems and real time solutions
- Database Applications: RDBMS, ODBMS, ERP systems
- Legal Issues: patents, privacy, trademarks, DRM, licensing
- Games and Entertainment uvm.

Nicht nur aufgrund des zehnjährigen Jubiläums, sondern insbesondere wegen der zu erwartenden Themenvielfalt, verspricht der LinuxTag 2005 also ein besonderes Ereignis zu werden.

Weitere Informationen zum LinuxTag unter http://www.linuxtag.org.

Auf der Homepage des KDE-Projektes ist der erste Teil eines Interviews mit führenden Entwicklern von Kontact und Kolab veröffentlicht. Es geht um deren Beiträge zu beiden Anwendungen sowie Hintergründe und die Koordination beider Projekte.

Kontact ist die KDE-eigene PIM-Suite, mit vielfältige Anwendungen z.B. KAdressBook, KOrganizer etc. Bei Kolab handelt es sich um die KDE-Groupware-Lösung.

Geese: Gates belügt Spiegel-Leser

Die an diesem Montag (31.1.2005) unter der Schirmherrschaft von Bundeswirtschaftsminister Clement gestartete Initiative “Deutschland sicher im Netz” muss nach Auffassung des Linux-Verbandes ihr Augenmerk insbesondere auf den stärkeren Einsatz von Software setzten, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als sichere Software zertifiziert worden ist. “Wer unsichere Software verkauft oder einsetzt, verursacht selbst zum größten Teil die Unsicherheit, die mit der neuen Initiative bekämpft werden soll”, erklärte Elmar Geese, Vorsitzender des Linux-Verbandes am Montag in Bonn. “Öffentliche Verwaltungen, Wirtschaftsunternehmen, aber auch die privaten Nutzer könnten viele Sicherheitsprobleme von vornherein vermeiden, wenn sie soweit wie möglich nur BSI-zertifizierte Software einsetzen.”

Das größte Problem für die Computersicherheit in Deutschland und der gesamten Welt stellen nach Einschätzung aller Experten derzeit Programme der Firma Microsoft dar, betonte Elmar Geese. Das liege nicht in erster Linie an der Verbreitung der Programme, sondern an systemimmanenten Schwachstellen der Programmarchitektur und der fehlenden Offenheit der Codes. “Wer in der digitalen Welt sicher gehen möchte, sollte auf Offenheit der Standards und 100prozentige Offenheit der eingesetzten Codes achten, wie sie das Betriebssystem Linux und Open-Source-Software insgesamt garantieren”, erläuterte der Verbandsvorsitzende. “Auch Linux und Linux-orientierte Anwendungen sind kommerziell vertriebene Software-Produkte”, hob der Vorsitzende des Verbandes der im Linux-Umfeld tätigen Firmen mit Hinweis auf ein Interview des Microsoft-Gründers Gates im Spiegel vom 31.01.2005 hervor. Die im gleichen Interview von Gates aufgestellte Behauptung, Linux sei von Viren-Attacken stärker betroffen als Microsoft-Produkte bezeichnete Geese als “nachweisliche Lüge”. Jeder könne sich auf den Webseiten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik über die Liste der unsicheren MS-Programme informieren lassen, während Linux-Betriebssysteme von Redhat und Suse als sichere Software zertifiziert worden seien. “Auch die neuesten Wurm-Warnungen richten sich wie viele vorher ausschließlich an Nutzer von Micrososft-Systemen”, stellte Geese fest.

Linux gewinnt als Multimedia-Plattform zunehmend an Bedeutung. Der Bereich “Videobearbeitung” hat sich in den letzten Jahren von seinem Nischen-Dasein heraus zu einer standardmäßigen Anwendung unter Linux entwickelt, die von immer mehr Anwendern intensiv genutzt wird. Dementsprechend rasant war auch die technische Entwicklung in diesem Bereich in den letzten Jahren. Neben der Unterstützung gängiger Video-Hardware (Kameras, Recorder etc.) hat sich vor allem im Softwarebereich einiges getan. Mittlerweile gibt es eine ganze Bandbreite von Anwendungen, die das Abspielen und Bearbeiten von Videos oder auch das Streaming ermöglichen.

Voraussetzung für das Abspielen und Speichern von Videos auf dem Rechner ist zunächst die Codierung-Decodierung (Codec) der Daten. Verbreitete Codec-Formate sind MPEG1/2, MPEG 4 (OpenDivX), MS MPEG 4, DivX 3/4/5. Mittlerweile sind entsprechende Codec-Programme, wie zum Beispiel DivX, frei verfügbar. Um CDs, DVDs und VCDs abspielen zu können, ist die Installation einer entsprechenden Player-Software nötig. Zu den bekanntesten Video-Playern unter Linux zählen MPlayer und Xine. Beide unterstützen alle gängigen Codec-Formate und sind zu den wichtigsten Video/Audio-Karten kompatibel. Durch die anwenderfreundlich gestalteten Benutzeroberflächen ist sichergestellt, dass jeder die Programme umstandlos nutzen kann. Video-Suiten wie zum Beispiel MainActor, beinhalten schließlich umfassende Möglichkeiten der Video-Nachbearbeitung (Schnitt, Filter etc.).

Der LinuxTag greift die Entwicklungsdynamik im Bereich der Videosoftware auf und macht das Thema “Video unter Linux” zu einem Programmschwerpunkt 2005. Im Rahmen des Freien Kongresses wird es eine eigene Vortragsreihe dazu geben, die den diesbezüglich aktuellen Stand der Technik vorstellt. Projektentwickler der verschiedener Videoplayer und anderer Video-Anwendungen konnten für Beiträge gewonnen werden.

Einen vollständigen Überblick über die derzeitigen Entwicklungsstand gibt der offizielle Sammelband “Video”, der parallel zum LinuxTag 2005 im Juni dieses Jahres erscheinen wird. Entstanden ist dieser aus einer Kooperation zwischen LinuxTag e.V. und dem Verlag Open Source Press. International renommierte Autoren widmen sich in fünfzehn Beiträgen nahezu allen Aspekten der Videotechnik unter Linux. Wer sich einen umfassenden Überblick zu den Möglichkeiten der Videobearbeitung unter Linux verschaffen will, wird um die Lektüre dieses Fachbuches nicht herum kommen.

Weitere Informationen zum Sammelband:

Nils Magnus / Torsten Spindler
“Video - Wiedergabe, Bearbeitung und Streaming unter Linux”
ISBN 3-937514-10-4
geb., ca. 320 S.
EUR 39,90 [D]
erscheint Juni 2005

Hinweise zum entsprechenden Veranstaltungstrack auf dem LinuxTag finden Sie auf http://www.linuxtag.org und http://www.opensourcepress.de.

Bereits vor zehn Tagen ist die erste Beta von KDE 3.4 unter dem Codenamen Krokodil veröffentlicht worden. Wer bisher noch nicht keine Gelegenheit hatte, sich ein Bild davon zu machen, kann dies jetzt auf http://eminor.antrix.net/ nachholen. Dort sind nun einige Krokodil-Screenshots verfügbar.

Einen Überblick über die bereits implementierten Neuerungen sowie noch anstehende Änderungen in KDE 3.4 gibt der englischsprachige Feature-Plan. Auf der KDE 3.4 Beta Infoseite finden sie die benötigten Quellpakete und Binaries. Das Veröffentlichung von KDE 3.4 Beta 2 ist für Mitte Februar geplant. Das finale Release von KDE 3.4 soll schließlich im März folgen.

Das auf Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMUs) spezialisierte New Yorker Beratungs- und Marktforschungsfirma AMI Partners erwartet in einer neuen Studie ein rasantes Wachstum von Freier Software auf dem Desktop. (Vorsicht: Doc-Format). Das globale Wachstum auf dem Desktop soll 2008 bei 39% liegen, für Server nur bei 34%. In den Schlüsselmärkten Europa und Asien sagt das Unternehmen noch höhere Wachstumsraten voraus.

IDC hatte Ende letzten Jahres ein durchschnittliches Wachstum von 30% prophezeit und Linux im Mainstream verortet. Die neuen Zahlen zeigen, dass Linux im Mittelstand stärker als im Gesamtmarkt zulegen wird. Das Wachstum könnte noch höher sein, wenn die Nutzerakzeptanz von Freier Software gesteigert würde und dadurch mehr Wechselbereitschaft entstehen würde. Auch mangelt es in vielen Bereichen noch an Alternativen, allerdings könnte sich dies auch noch ändern.

Die Gründe für das starke Wachstum von Freier Software auf dem Desktop sind:

Der vermehrte Einsatz in den Öffentlichen Verwaltungen und die Unterstützung von Linux durch viele Regierungen bringen mehr Glaubwürdigkeit für Freie Software.

Freie Software fügt sich besser in Standards als proprietäre Software, weil sie die Abhängigkiet von herstellerabhängigen Dateiformaten verkleinert.

KMUs sind für die Weiterführung ihrer Geschäfte auf weiterhin steigende Ausgaben für IT-Produtkte und Dienstleistungen angewiesen. Dieses wachsende Investment führt zu höheren Ausgaben. Immer mehr KMUs suchen deshalb nach Alternativen aus der Freien Software Welt.

Produkte und Support von grossen Unternehmen wie IBM und HP schaffen mehr Glaubwürdigkeit und Vertrauen in Freie Software.

Informieren Sie sich über die Potentiale und Chancen von Freier Software für den Mittelstand auf dem kommenden LinuxTag 2005, vom 22. - 25. Juni in Karlsruhe.

Im Rahmen des 21. Chaos Communication Congress, der am 29. Dezember in Berlin zuende gegangen ist, wurde das Thema Offenheit in einem Workshop von LinuxTag-Mitglied Nils Magnus von einer weiteren Seite beleuchtet: “Die günstigen Kosten, die Open Source im Allgemeinen bedeuten, sind nur ein wesentlicher Faktor für Freie Software”, erklärt Magnus, “die Sicherheit offner Systeme hat aber einen ähnlich hohen Stellenwert.”

In dem angebotenen Workshop diskutierten die Teilnehmer über Auswirkungen nicht veröffentlichter Standards. Als ein exemplarischer Fall wurde aufgrund seiner Verbreitung das SAP R/3 System von Deutschlands führendem Softwareanbieter herausgegriffen. Das DIAG-Protokoll zwischen sap-GUI und Anwendungsserver ist nämlich nicht öffentlich zugänglich.
“Früher wurde aus dem SAP-Umfeld behauptet, das Protokoll sei verschlüsselt; die offizielle SAP-Position ist heute nur noch, das Protokoll sei ‘verschleiert’,” weiß Magnus zu berichten. Im Rahmen von eigenen Untersuchungen wurde herausgefunden, dass wichtige Anmeldedaten wie Benutzernamen und Passwörter ohne Abhörschutz übertragen werden. In Expertenforen weist SAP sogar selbst auf diesen Umstand hin und bietet über Drittanbieter Lösungen an.

“Aus Sicht der Sicherheit ist SAP kein Vorwurf darüber zu machen, dass das Protokoll nicht verschlüsselt ist,” meint Magnus, “alleine die Tatsache, dass dieser Umstand von der Öffentlichkeit ferngehalten wurde, wird kritisiert”. Wenn Protokolle und Verfahren offengelegt werden, können mögliche Schwachstellen besser erkannt und behoben werden. Dies haben selbst amerikanische Behörden erkannt und haben den aktuellen Kryptostandard AES als Ergebnis einer langfristigen öffentlichen Untersuchung ausgewählt.

“Bei öffentlicher Verfügbarkeit des Protokolles könnten beispielsweise auch offene und erprobte Standards wie OpenSSH zur Absicherung genutzt werden”, schließt Magnus, “diese Technologie ist heute in fast jedem Rechenzentrum der Welt im Einsatz.”

Im Zuge der Arbeit an KDE 4.0 ist die Debatte um eine mögliche Portierung von KDE-Programmen auf Windows wieder aufgeflammt. Welche Vor- und Nachteile eine solche Portierung mit sich bringen würde, ist auf Newsforge im Stil eines Platonischen Dialogs dargelegt.

Da es zunächst darum geht möglichst viele Anwender zu erreichen und von deren Vorzügen zu überzeugen, erscheint eine Portierung von KDE auf Windows durchaus sinnvoll. Die Möglichkeit Freie Software unter dem proprietärem System kennenzulernen, kann also Initialzündung für eine Komplettmigration hin zu freien Lösungen sein. Andererseits kann natürlich gerade die Tatsache, dass bestimmte Applikationen unter Windows verfügbar sind, einen Wechsel verhindern.

Aktuelle Sicherheitspatches

Zwei Patches für kürzlich aufgetauchte Sicherheitsprobleme in KDE stehen auf zum Download bereit. Alle KDE Releases inclusive KDE 3.3.2 sind anfällig auf eine FTP KIO Slave Befehlseinspielung. Dazu wurde ein xpdf Bufferoverflow behoben, der kpdf in allen KDE Versionen betrifft und dazu alle KOffice 1.3 Versionen.

Das Thema Software-Patente steht weiterhin ganz oben auf der politischen Agenda der Europäischen Union. In gleich zwei Gremien ist die Initiative “Richtlinie zu Software-Patenten” nun auf Widerstand gestoßen und in eine weitere Verhandlungsrunde verwiesen worden.

Das Veto Polens im EU-Rat verhinderte dessen endgültige Zustimmung zur Richtlinie zu Software-Patenten. Damit muss der Rat die Vorlage nun erneut diskutieren. Allerdings haben sich, nicht zuletzt durch die intensive Lobbyarbeit der FSFE und ihrer assoziierten Organisationen, die Vorbedingungen hierfür durchaus geändert. So ist bei der erneuten Debatte davon auszugehen, dass mehrerer Mitgliedsstaaten ihre bisherige Position revidiert haben und nun gegen Softwarepatente stimmen werden.

Und auch aus dem Europäische Parlament mehren sich erneut die kritischen Stimmen. 61 EU-Parlamentarier aus dreizehn Ländern, mehrheitlich aus den neuen Mitgliedsstaaten, haben sich zusammengeschlossen und fordern unter der Führung des polnischen Ex-Premiers Jerzy Buzek, die Einführung der Richtlinie zur Softwarepatenten komplett neu zu verhandeln. Der
entsprechende Entschließungsantrag wurde bereits gestellt.

Als Grund für ihre Forderung führen die Parlamentarier unter anderem die Wahl des Europaparlaments im vergangenen Jahr an. Viele neu in Parlament eingezogene Abgeordnete hätten daher die erste Lesung vom September 2003 nicht verfolgen können. Zudem, so heißt es weiter, hätten sich die “Natur der Sache” grundlegend geändert. Wie im Falle München, hätte
die patentbezogenen Risiken zunehmend negativen Einfluss auf (Investitions-)Entscheidungen öffentlicher und privater Stellen. Die Parlamentarier verweisen in diesem Kontext explizit auf Artikel 55 der Geschäftsordnung des EU-Parlaments, der eine Neuverhandlung einer
Gesetzesinitiative im Falle obriger Gründe zuläßt.

Da es sich bei dem Verfahren jedoch um eine recht unübliche Vorgehensweise handelt, bleibt abzuwarten, ob die Initiative Erfolg zeigen wird.

Das vergangene Jahr 2004 verlief aus KDE-Sicht äußerst erfolgreich. Höhepunkte waren zweifelsohne die Releases der Versionen 3.2 im Februar sowie 3.3 im August anläßlich der aKademy, dem KDE Community World Summit. Beide Veröffentlichungen waren durch ein reges Interesse der Fachöffentlichkeit begleitet. Große Fortschritte wurden insbesondere in den Bereichen Accesibility/Barrierefreiheit und Usability/Nutzerfreundlichkeit gemacht. Intensiv gearbeitet wurde unter anderem an den verschiedenen Komponenten der PIM-Suite, die im Resultat nun eine noch bessere Funktionalität und eine höhere Benutzerfreundlichkeit aufweist.

Die mit 500 KDE-Entwickler sehr gut besuchte aKademy war ein weiteres KDE-Sommer-Highlight, auf dem explizit auch zukünftige KDE-Projekte diskutiert wurden. Ein direktes Ergebnis der Konferenz ist die vollständige Integration des Webbrowsers Mozilla in den KDE-Desktop. Die dazu nötige Implementation von Gecko als alternativem HTML-Rendering-Engine wurde auf der aKademy angestoßen. Eine weitere wichtige Neuheit des Jahres war die FreeNX-Technologie, die auf dem LinuxTag erstmals präsentiert wurde.

Einen Überblick über die KDE-Ereignisse des vergangenen Jahres erhalten
Sie auf auf folgenden Websites:

http://www.kde.org
http://www.fspa.de/index.php?cat=4

Das diese rasante Entwicklung sich auch in 2005 fortsetzen wird, davon zeugt die bereits als Alpha-Release veröffentlichte KDE-Version 3.4, die unter anderem mit verbesserter Groupware-Unterstützung daher kommt. Die finale Version KDE 3.4 ist für den 16. März 2005 angekündigt.

Eine der wichtigsten Neuerungen in KDE 3.4 ist die Sprachsynthese, die vom KDE-Accessibility-Team entwickelt worden ist. Primäres Ziel ist es, seh- und sprechbehinderten Personen die Benutzung von KDE und die computergestützte Kommunikation generell zu erleichtern. Ein wichtiger Meilenstein entsprechender Bemühungen ist letzte Version des KDE
Text-to-Speech-Systems (KTTS). Das Programm ermöglicht die Konvertierung von Text- in Sprachdateien. Ziel ist es, KTTS als Standard in zukünftige KDE-Versionen einzubinden und Sprachausgabe somit für alle KDE Applikationen zu gewährleisten.

KTTS beinhaltet eine Reihe verschiedener Programme, unter anderem KSaylt(Anwendung zum Vorlesen längeren Texte) für die es als einheitliches Interface fungiert, um die Sprachausgabe einfach starten und konfigurieren zu können. Es handelt sich bei KTTS jedoch nicht um einen Engine für die Sprachsynthese. Eine kompatible Engine muss zusätzlich installiert werden.

Sowohl KTTS als auch KSaylt sind wichtige Erweiterungen der bereits seit längerem integrierten Hilfstechnologien KMouth, KMouthTool und KMagnifier. KTTS-Anbindungen gibt es derzeit für Kate (Texteditor), Konqueror (Webbrowser), KNotify. Zudem ist KTTS sinnvolle System-Ergänzung und kann als Sprachdatenbank für KMouth und KSaylt genutzt werden. Die Audioausgabe geschieht mittels aRts oder GStreamer (ab Version 0.8.7).

Angaben zu den Systemvoraussetzungen von KTTS sowie weiterführende Informationen finden Sie auf folgenden Websites:

http://dot.kde.org/1103518176/
http://accessibility.kde.org/about/ttsteam.php
http://accessibility.kde.org/developer/kttsd/

Themenvorschläge für das Freie Vortragsprogramm und das Practical Linux Forum auf dem LinuxTag 2005 können noch bis zum 15. Januar 2005 eingereicht werden. Video und Linux, Java-Entwicklung in und für Unternehmen sowie die Präsentation von Migrations-Szenarien mittels Fallstudien und Erfahrungsberichten stehen im Mittelpunkt des Freien Programmes. Eine umfassende Liste mit unverbindlichen Themenvorschlägen finden Sie hier. Dort sind des Weiteren detaillierte Informationen zum Procedere der Programmgestaltung sowie geforderte Formatvorgaben dargelegt.

Wer sein Linux-Fachwissen auf dem LinuxTag 2005 mit dem Publikum teilen oder möglicherweise Lösungsszenarien für bestimmte technische Herausforderungen vorstellen möchte, sollte sich am Call for Papers unbedingt beteiligen. Beiträge können sowohl auf deutsch als auch englisch verfasst sein, müssen jedoch in jedem Fall in elektronischer Form eingereicht werden. Das Virtual Conference Center (vcc) ist die zentrale Anlaufstelle, an die potentiellen Referenten ihre Themenvorschläge bis zum 15. Januar 2005 senden sollten. Die eingegangenen Entwürfe werden anschließenden vom Programmkomitee des LinuxTag gesichtet und die Autoren akzeptierter Beiträge Anfang März benachrichtigt.

Sehr geehrter Herr LEE Jong-wook,

Patente auf Software gewähren ein Monopol auf eine Idee. Der Patentinhaber kann willkürlich die Erlaubnis zum Gebrauch der Idee gewähren oder verweigern bzw. die Konditionen dazu einseitig definieren. Dafür muß keine einzige Zeile Quellcode geschrieben werden. Tatsächlich
haben Patentanwälte bessere Aussichten, ein Patent erteilt zu bekommen als der Großteil der Softwareentwickler. Jedes Programm besteht dabei aus tausenden von Ideen, von denen jede einzelne grundsätzlich mit Patentansprüchen belegt sein kann. Und obwohl das Europäische
Patentübereinkommen die Patentierung von Software ausdrücklich ausschliesst, wurden in den letzten Jahren tatsächlich bereits 30.000 Softwarepatente erteilt.

Die Diskussion ueber eine förmliche Einführung von Softwarepatenten findet seit Jahren statt und wir möchten Sie auf deren Bedeutung für die Telemedizin aufmerksam machen - ein Bereich, auf den Viele hoffen.

Wir sehen heute bereits erste Schritte in dieser Richtung: Anstatt per Post in Tagen können Röntgenbilder elektronisch in Sekunden übertragen werden. Ärzte werden bald in der Lage sein, die Körperfunktionen ihrer Patienten aus der Ferne zu überwachen. Dies könnte insbesondere die medizinische Versorgung in entlegenen Gegenden in aller Welt zu verbessern. Aber auch in den nördlichen Industrieländern könnten die gestiegenen medizinischen Ansprüche einer potentiell wohlhabenden älteren Generation besser erfüllt werden; diese Idee wurde jedoch
bereits vor Jahren patentiert.

Die Datenbank des Europäischen Patentamts enthält derzeit 69 auf Telemedizin bezogene Patente. Diese scheinbar kleine Zahl sollte Sie jedoch nicht beruhigen: Nicht nur wird die Zahl mit hoher Wahrscheinlichkeit nach der formellen Einführung von Softwarepatenten in die Höhe schießen; jede Anwendung im Gebiet der Telemedizin wird auch auf wesentliche Softwareprinzipien angewiesen sein.

Dies sind beispielsweise Netzwerke, Datenspeicherung und Sicherheit. Speziell die Sicherheit ist ein bedeutsamer Punkt, denn die Möglichkeiten, ein System sicher zu machen, sind begrenzt. Da keine Pflicht zur Erteilung von Lizenzen auf Softwarepatente existiert, wird unternehmerisches Taktieren vermutlich dazu führen, daß viele Anwendungen nach Gefechten in den Gerichtssälen verschwinden noch bevor die Patienten jemals von ihnen profitieren konnten. Zusätzlich werden die verfügbaren Anwendungen diese Rechtskosen refinanzieren müssen,
während sie mit bekannten Sicherheits- und Stabilitätsschwierigkeiten zu kämpfen haben.

Softwarepatente geben dem Reichtum der Softwarepatent-Lobbyisten Priorität vor der Gesundheit der Bürger in Europa und in aller Welt.

Wir sind der Überzeugung, dass Softwarepatente Ihre Arbeit beeinträchtigen werden und bitten Sie, sich dem entgegen zu stellen. Wenn Sie weitere Fragen haben, zusätzliche Informationen benötigen oder uns aktiv in dem Schutz Europas vor Softwarepatenten unterstützen möchten, bitte zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen,
Georg Greve, Präsident Free Software Foundation Europe (FSFE)

Umweltausschuss für “Sauren Regen Softwarepatente”?

Trotz heftiger Kritik im Vorfeld wurde das Thema Softwarepatente auf die Tagesordnung der Sitzungen des gemeinsamen Auschusses der ständigen Vertreter der EU-Mitgliedsländer (COREPER) aufgenommen. Dieser Ausschuss tagt heute und am morgigen Mittwoch in Brüssel. Sollten keine Einwände mehr von Seiten der EU-Mitgliedsländer kommen, könnte die Softwarepatente-Position des Wettbewerbsrates noch in diesem Jahr formell ohne weitere Beratung unter der niederländischen Ratspräsidentschaft beschlossen werden.

Dazu erklärt Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe:

“Diese Vorgehensweise ist undemokratisch und wenig geeignet, das Vertrauen in Europa zu stärken. Softwarepatente sind ein heftig diskutiertes Thema und die anstehende Entscheidung wird wesentlich sein für die Zukunft Europas als wettbewerbsfähige wissensbasierte Wirtschaftsregion.

Eine formelle Abstimmung beim nächste Woche stattfindenden Treffen des Ministerrates zum Thema Umwelt wäre bedenklich. Geradezu tragisch wäre es, wenn der Umweltrat etwas beschlösse, was einem Sauren Regen in der europäischen IT-Landschaft entspräche.

Dabei haben sich auch gerade in letzter Zeit viele nationale Parlamente dem Europa-Parlament angeschlossen und ihre Regierungen deutlich darauf hingewiesen, dass die Ratsversion der Softwarepatent-Richtlinie nicht akzeptabel ist.

Es scheint, dass hier im Weihnachtsstreß noch schnell Fakten um jeden Preis geschaffen werden sollen, wobei der Preis, den die gesamte Wirtschaftsregion Europa dafür zahlen müßte, scheinbar keine Rolle spielt. So steht auf der Tagesordnung neben Detailentscheidungen zur Agrarwirtschaft und Fischerei nun scheinbar auch eine umfassende Konjunkturblockade: Allein in Deutschland hängen laut einer Fraunhofer ISST Studie über 80% der Exporte von IT-Technologien ab, der Preis von Softwarepatenten wird ganz wesentlich außerhalb der IT-Branche gezahlt.

Nicht Transparenz und Offenheit zeichnen das politische Geschehen aus, sondern vielmehr undemokratische Marionettentricks. Die Europäischen Regierungen sollten sich sehr gründlich überlegen, wie lange noch sie den Verantwortlichen in ihren Ministerien freie Hand lassen wollen, das Vertrauen in Europa und die Zukunft der europäischen Konjunktur zu untergraben. Ansonsten findet sich hier vielleicht das nächste Thema, bei dem das Europäische Parlament sich gegen die Nationalregierungen stellt, um die Veränderungen voranzubringen, die Europa stärken.”, so Georg Greve abschliessend.

Zu einer guten Tradition ist der Kongress des Chaos Computer Club e.V geworden, der jährlich zwischen Weihnachten und Silvester stattfindet. Unter dem Motto “21C3 - the usual suspects” wird vom 27. bis 29. Dezember 2004 in Berlin referiert, diskutiert und gemeinsam in Workshops gearbeitet. Einzelheiten zum Kongress des Chaos Computer Club finden Sie unter http://www.ccc.de/congress/2004/index.de.html.

Auch einige Mitwirkende des LinuxTag e.V. werden anlässlich dessen in Berlin weilen. So wird die Gelegenheit von den Verantwortlichen des LinuxTag e.V. genutzt, am 28. Dezember ein “Come Together Freier Software” in lockerer Atmosphäre zu veranstalten. Gemeinsam wird auf ein erfolgreiches Linux-Jahr 2004 zurück geblickt und ein Ausblick auf das Kommende gewagt, denn vom 22. bis 25. Juni 2005 heißt es wieder Where “.com meets .org” auf dem LinuxTag.

“Come Together Freier Software” am 28.12.2004 ab 21h im newthinking store, Tucholskystr. 48, Berlin-Mitte, ca. 15min Fussweg vom CCC-Kongress entfernt. Anmeldung bitte bei presse@linuxtag.org.

Umfassende Informationen zum Programm des LinuxTag 2005 sind bereits auf http://www.linuxtag.org verfügbar.

Die Riege der freien Webbrowser wurde kürzlich um einen weiteren, nämlich Firefox 1.0 erweitert. Das Internet ist zweifelsohne eines der wichtigsten und meistgenutzten Medien der heutigen Zeit, dementsprechend ist ein leistungsfähiger Webbrowser elementare Software-Komponente einer jeden Distribution.

Auch das KDE-Projekt bietet seinen Anwendern einen “eigenen”, in den KDE-Desktop integrierten Webbrowser, der sich insbesondere durch seine Multifunktionalität auszeichnet. Konqueror ist Webbrowser, Dateimanager und Viewer in einem. Er fungiert also als eine Art Schnittstelle. Verschiedene Plugins sind importierbar und durch diese erhält das Programm seine Funktionen.

In Sachen Browsen entspricht der Konqueror allen Erwartungen an einen Webbrowser. Um Java- oder Flash-basierte Webseiten anzeigen zu lassen, können verschiedene Plugins eingebettet werden. Außerdem wird neben Funktionen wie dem Setzen von Lesezeichen und Cookies zusätzlich das Tab-Browsing unterstützt. Ein besonders benutzerfreundliches Merkmal des Konqueror sind die Web-Kurzbefehle (sog. Web-Shortcuts). Mittels diesen können Suchanfragen direkt aus der Adressleiste heraus gestartet werden (bspw. gg:Stichwort, wp:Stichwort).

Darüber hinaus bietet der Konqueror umfangreiche Sicherheitseinstellungen. Konqueror bietet einen umfangreichen Schutz vor Viren und Würmern. Sicherheitslücken werden von der großen Konqueror-Entwicklergemeinde rasch und wirkungsvoll behoben. Die entsprechenden Updates sind im Netz frei verfügbar.

Als Dateimanager bietet der Konqueror alles rund um die Dateiverwaltung. Mit ihm lassen sich Verzeichnisse samt ihrer Dateien anzeigen. Gängige Operationen wie Ausschneiden, Kopieren oder Einfügen genauso wie auch das Suchen nach Ordnern oder Dateien werden unterstützt. Hilfreich ist außerdem, dass es eine Vorschau von Dateiinhalten gibt. Darüber hinaus können Programme mit nur einem Klick vom Konqueror aus geöffnet werden.

Mit dem Konqueror als Viewer hat der Anwender die Möglichkeit, Bilder, Graphiken oder auch Präsentationen anzusehen, ohne das jeweilige Programm für den bestimmten Dokumenttyp zu öffnen. Diverse Plugins dafür werden von verschiedenen Programmen angeboten, so stellt unter anderem Kview ein Plugin zum Anzeigen von Bildern zur Verfügung. Daneben lassen sich auch Plugins der einzelnen KOffice-Komponenten für ihre jeweiligen Dateien importieren.

Neugierig auf die Qualitäten des Konquerors? Weitere Informationen dazu, sowie die Möglichkeit zum Download finden Sie auf der KDE-Webseite.

George Staikos, langjähriger Mitentwickler von KDE, hat einen Ausblick auf die KDE-Version 3.4 gegeben. Diese wird aller Voraussicht nach die letzte der 3.x-Linie sein. Anschliessend wird die Arbeit an KDE 4.0 in Angriff genommen. Ein erstes Alpha-Release von KDE 3.4 ist noch für diesen Monat geplant. Die Endfassung von KDE 3.4 wird ist für den 16. März 2005 angepeilt.

KDE 3.4 wird in den Bereichen Kommunikation und Desktop-Performance weitere Verbesserungen enthalten. Fortschritte sind bereits bei der Integration mehrerer Groupware-Lösungen sichtbar. KDE 3.4 kommt mit Unterstützung für Exchange 2000, OpenGroupware, Kolab 1 and 2, SLOX, Groupwise und eGroupware. Zudem unterstützt das nächste KDE eine bessere Synchronisation zwischen 2 PCs (oder zwischen Arbeitsplatz-PC, Notebook und PDA); davon dürften vor allem Mail- und PIM-Applikationen profitieren, die dadurch effizienter als Kommunikationinstrument zu nutzen sind.

Am Instant-Messaging-System von KDE wird ebenfalls intensiv gearbeitet. Ab der Version 3.4 wird Kopete Unterstützung für Novell Groupwise und Lotus Sametime bieten und sich gleichzeitig in die Kontact-Groupware Suite integrieren. Weitere Neuerungen sind das drag’n'drop von Dateien und Kontakten; das NetMeeting-Plug-In erlaubt es, einen Chat jederzeit aus jeder beliebigen Anwendung heraus zu starten.

Kpdf ist bereits mit einer neuen Rendering Engine ausgestattet. Es löst das seitherige Kghostview ab. Die kpdf-Darstellung für PDFs verschiedensten Ursprungs ist weitaus besser; ausserdem lassen sich mit Leichtigkeit Bilder und Texte aus PDF-Dokumenten extrahieren und innerhalb anderer Dokumentenformate wiederverwenden.

Weitere Informationen zur neuen Version können Sie dem Beitrag von George Staikos entnehmen.

Der am 22. Juni 2005 stattfindende Businesskongress des LinuxTages gliedert sich in vier parallele Tracks, in denen anerkannte Experten in die neuesten Trends des Einsatzes Freier Software und Linux in Unternehmen einführen.

Das Programm richtet sich an IT-Entscheider und -Berater aus allen Branchen, an Behörden- und Referatsleiter sowie an Verantwortliche für Migrationsprojekte, die sich zu folgenden Themen informieren können:

Unternehmerisches Risiko Freie Software

Vor dem Hintergrund der Debatte um die Einführung von Softwarepatenten und die Novellierung des Urheberrechts, tauchen immer wieder Fragen zur Rechtssicherheit Freier Software beim Einsatz in Unternehmen auf.

In diesem Track werden potentielle Gefahren benannt und Strategien zur Minimierung der Risiken vorgestellt. Fakt ist jedoch, dass die Rechtssicherheit Freier Software zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt ist und diesbezügliche Ängste oftmals gezielt von bestimmten
Wirtschaftsakteuren geschürt werden.

Businessanwendungen mit Freier Software

Enterprise Ressource Planning, Customer Relationship Management und Content Management sind elementare Anwendungen, die Software im Unternehmenseinsatz bieten muss. In verschiedenen Beiträgen, werden entsprechende, unter Linux verfügbare, Lösungen ausführlich vorgestellt.

Mehr Flexibilität durch Freie Infrastruktur

Richtig genutzt ist Freie Software ein Garant für eine transparente und zielgenaue Zusammenarbeit der Belegschaft und ist somit wichiger Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Praxisberichte sollen helfen, IT-Systeme optimal an die Bedürfnisse des Unternehmensalltags anzupassen.

Visionarium

Die zukünftige Bedeutung Freier Software steht im Mittelpunkt dieses Tracks. Die Auswirkungen Freier Software auf die IT-Branche und die aus dem Einsatz Freier Software resultierenden Vorteile für Unternehmen stehen im Zentrum der Betrachtungen.

Weitere Informationen rund um den Businesskongress finden Sie auf auf der LinuxTag-Webseite.

6. Dezember, 2004

Sehr geehrter Herr Haider,

die Europäische Union ist dabei, eine rechtliche Basis für Softwarepatente in Europa einzuführen. Sie könnten glauben, dieses Thema berühre Sie nicht, tatsächlich wird es jedoch höchstwahrscheinlich zu erheblichen Sicherheitsproblemen bei Europas Stromversorgern führen.

Die Abhängigkeit von zuverlässiger Stromversorgung und zuverlässiger Software hat im Lauf der Jahre permanent zugenommen und nach dem Blackout an der US-Amerikanischen Ostküste von 2003 wurde diese zum Ziel des öffentlichen Interesses. Grosse Probleme werden oft von kleinen Fehlern verursacht und können sich durch Netzwerkeffekte wie ein Lauffeuer verbreiten, wobei sie großflächig Schäden verursachen.

Adilson Enio Motter, Gastwissenschaftler am Max Planck Institut für die Physik komplexer Systeme hat vor kurzem einen Vorschlag gemacht, wie dem Verbreitungsproblem begegnet werden kann — durch das Abschalten zentraler kritischer Verbindungsknoten.

Wenn die Softwarepatent-Direktive in der vorliegenden Form beschlossen werden sollte, wäre es möglich, die Idee der sogenannten Kaskadenkontrolle zum Patent anzumelden — unabhängig davon, ob der Patentanmelder überhaupt eine Lösung auf Basis dieser Idee vorzuweisen
hat. Jeder Dritte, der eine praktische Lösung des Problems auf Basis dieser Idee anbieten kann benötigt die Erlaubnis des Patentinhabers — die dieser ihm nach Belieben geben oder verweigern kann.

Es gibt viele weitere Beispiele für Ideen, die die Softwaresicherheit Europäischer Stromversorger und Sicherheit von Software im Allgemeinen betreffen, da die Methoden, um Computersysteme sicher zu machen, begrenzt sind. Es ist unmöglich, Softwarepatente komplett zu vermeiden, da Computerprogramme tausende von Ideen enthalten — die alle entsprechend der Direktive patentierbar sein sollen. Vermutlich werden Sie von den spezifischen Patenten erst dann erfahren, wenn Ihre Lösungen in den Produktionseinsatz gegangen sind und Ihre Rechtsabteilung die Rechnung erhält.

Dieses widerspricht nicht nur dem Entwurf einer Direktive zur Sicherheit unserer Stromversorgung, der am 22. November 2004 vom Europäischen Rat verabschiedet wurde. Auf diese Weise würden die Stromversorger auch verwundbar gegenüber spezialisierten Softwarepatentfirmen und Anwaltskanzleien, die ausschließlich ihren Umsatz maximieren wollen. Das ist Europa als Region und der Europäischen Stromwirtschaft in höchstem Maße abträglich. Deshalb bitten wir Sie um Unterstützung in unserem Kampf gegen Softwarepatente in Europa. Sollten Sie weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte gerne an uns.

Mit freundlichen Grüßen

Georg Greve, Präsident
Free Software Foundation Europe (FSFE)

Der LinuxTag erfüllt seit zehn Jahren den Anspruch, hochkarätige Fachveranstaltung für Freie Software und Treffpunkt von Wirtschaft, Anwendern und Entwicklergemeinde zu sein. Auch für die kommende Veranstaltung sind verschiedene Kongresse im Rahmen des LinuxTages 2005 geplant, deren Beiträge gezielt für bestimmte Besuchergruppen konzipiert sind.

So ist unter anderem das Konzept von “Business- und Behördenkongress” weiter ausgebaut worden, um zukünftig den Anforderungen der Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Verwaltung noch besser gerecht zu werden. Freie Software gewinnt gerade für mittelständische Unternehmen, aber auch für Kommunen als Innovations- und Investitionsfaktor stetig an Bedeutung.

Der “Businesskongress” findet am 22. Juni 2005 ganztägig statt. Die thematische Schwerpunkte der Veranstaltung orientieren sich dabei an der aktuellen Wirklichkeit und den dringensten Fragen, mit denen sich Unternehmen beim Einsatz Freier Software konfrontiert sehen.

Nähere Informationen zum Programm und den Anmeldungmodalitäten für den Businesskongress finden Sie hier.

Der “Freie Kongress”, Kernveranstaltung des LinuxTag, richtet sich vorrangig an technisch orientierte Besucher, bietet aber auch für Linux-Einsteiger viele interessante Beiträge. Ausgewiesene Linux-Experten führen vom 22. bis zum 25. Juni 2005 in das Themenspektrum Freie Software und GNU/Linux ein.

Entwickler und Protagonisten der Freien Software sind aufgerufen, Beiträge zur aktiven Gestaltung des Programmes auf dem LinuxTag einzureichen:

Noch bis zum zum 15. Januar 2005 läuft der “Call for Papers” für den Freien Kongress. Wenn Sie Experte für ein bestimmtes Linux-Thema sind und dieses im Rahmen des Freien Kongresses präsentieren wollen, so senden Sie die entsprechenden Unterlagen den Verantwortlichen zu.

Gleiches gilt für das parallel stattfindende “Practical Linux Forum”, für das ebenfalls bis 15. Januar Themenvorschläge eingebracht werden können. Ihr Ansprechpartner ist in beiden Fällen Nils Magnus. Details über die Veranstaltung und zu den Teilnahmenbedingungen finden sich auf der Website des LinuxTag.

Das Organisationsteam des Freien Kongresses wird die eingegangenen Meldungen im Januar 2005 sichten. Natürlich können nicht alle Vorschläge berücksichtigt werden, jedoch soll ein möglichst breites Themenspektrum abgedeckt werden.

Bereits seit Sommer 2003 arbeiten die Mitglieder des KDE-Integrationsprojektes an der Einbindung der Office-Suite OpenOffice.org in den KDE-Desktop. Am vergangenen Wochenende wurde nun die an KDE angepasste Version von OpenOffice 1.1.3 zum Download freigegeben und besticht durch nahtlose Integration in das “Look and Feel” der KDE-Oberfläche.

War bisher von KDE als dem integrierten Desktop die Rede, so wird mit dieser jüngsten Integration ein neuer Entwicklungspfad in Richtung “integrativer Desktop-Umgebung” beschritten.

Vereinheitlichung und Integration der zahlreichen verschiedenen Programmkomponenten im Sinne maximaler Benutzerfreundlichkeit ist seit jeher Ziel des KDE-Teams. Wiederverwendbare Features, wie zum Beispiel der “Druck”- oder “Datei-Öffnen”-Dialog, werden KDE-intern bereits so oft wie möglich genutzt.

Allerdings bezieht sich diese Maxime nun nicht länger nur auf die verschiedenen KDE-Programme, sondern erstmals auch auf externe Projekte, die ein KDE-untypisches Toolkit verwenden. Mit OpenOffice 1.1.3-kde steht nun die bis dato umfangreichste Integration eines “fremden” Programms in den KDE-Desktop zur Verfügung.

Verglichen mit dem offiziellen Release der Office-Suite, bietet OpenOffice 1.1.3-kde entscheidende Verbesserungen und Neuerungen. Unter anderem nutzt das Programm ein natives “KDE-Widget-Framework”, die KDE-eigenen Icons und Themes sowie den KDE-”Datei-öffenen”-Dialog. (Mittelfristig wird der KDE-”Druck-Dialog” ebenfalls hinzukommen.)

Entwickelt wurde die OpenOffice-Integration von Jan “Kendy” Holesovsky. Er begann die Arbeit zunächst aus persönlichem Antrieb, wurde nach ersten Erfolgen Anfang 2004 von SUSE/Novell (Linux-Distribution) eingestellt, um seine Arbeit an dem Projekt dort fortzuführen. Nach dem erfolgreichen Release liegt das Hauptaugenmerk bei der Entwicklung nun auf der Integration von OpenOffice 2.0.

An weiteren Integrationen “außenstehender” Programme, ähnlich der von OpenOffice.org, wird bereits intensiv gearbeitet. So wird in Kürze ein KDE-Browser bereit stehen, der komplett auf der Firefox-Engine basiert.

Nähere Informationen zu OpenOffice 1.1.3-kde sowie den Download-Link finden Sie hier. Zu beachten ist allerdings, dass zur korrekten Funktionsweise die libstartup-notification benötigt wird.

“Die Free Software Foundations haben eine 20-jährige Geschichte der Verbreitung und der Verteidigung der Freiheit in der Informationsgesellschaft — sei es auf einem einzelnen Rechner oder vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg — und wir sind stolz auf die Unabhängigkeit und Integrität, die wir immer bewahrt haben”, sagt der Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE) Georg Greve mit Bezug auf die Einigung zwischen Microsoft und der Computer and Communications Industry Association (CCIA).

Wie durch die Financial Times berichtet, hat Microsoft den Rückzug der CCIA aus dem Fall vor dem Europäischen Gerichtshof gekauft und die Europäische Kommission gegen Zahlung von 20 Millionen US-Dollar im Stich gelassen, wovon die Hälfte an den Präsidenten der CCIA, Ed Black, persönlich ging.

“Microsoft hat über 2,5 milliarden US-Dollar darin investiert, SUN, Novell und der CCIA zwei Dinge abzukaufen: Die kurfristige Freiheit europäischer Unternehmen und Verbraucher, sowie die Möglichkeit der Europäischen Kommission in Zukunft Monopoluntersuchungen erfolgreich durchzuführen,” führt Greve weiter aus. “Es mag kurzfristig die liquiden Mittel erhöhen, geht aber auf Kosten der zukünftigen Marktperspektiven.” Beispiele sind Unterhaltungstechnologien, Betriebssysteme für Kraftfahrzeuge und Mobiltelefone.

Die Free Software Foundation Europe betont, daß es mit jeder Umdrehung des Rades schwieriger werden wird, den Teufelskreis zu durchbrechen. Durch jedes fehlgeschlagene Monopolverfahren erhält Microsoft letztlich mehr Resourcen, um dritte Parteien aus zukünftigen Monopolverfahren herauszukaufen. Anders als die CCIA, Novell oder SUN ist die Free Software Foundation Europe jedoch nicht käuflich und wird die Europäische Kommission weiter in diesem Fall unterstützen.

“Diejenigen, die die Freiheit des Marktes wiederhergestellt sehen wollen, sollten sich einer Tatsache bewußt sein: Tiefere Taschen sind nicht in der Lage Gelder umzulenken, die der FSFE einmal zur Verfügung gestellt wurden, wie dies bei der CCIA geschehen ist. Diese Unabhängigkeit ist unbezahlbar, aber nicht ohne Preis. Nur ein Mangel an Resourcen aufgrund eines Mangels an Unterstützung wäre in der Lage, uns zu stützen.” beendet Greve.

Bozen. Die überwiegend deutschsprachige italienische Provinz Südtirol hat in vielen Bereichen eine Brückenfunktion zwischen Deutschland und Italien. So auch bei Freier Software.

Weil Freie Software auch in Südtirol immer erfolgreicher wird, hat die GNU/Linux User Group Bozen/Bolzano/Bulsan den traditionellen Linux Day zu einer dreitägigen South Tyrolean Free Software Conference (26.-28.11.2004) ausgebaut. Das Programm ist bunt gemischt und soll auch Menschen außerhalb der klassischen Zielgruppen ansprechen, etwa durch das erste Südtiroler Autorentreffen der freien Enzyklopädie Wikipedia. Ein südtirol-typisches Highlight versteckt sich hinter dem Titel “Linux und Kunst”, bei dem alpine Holzschnitzereien vorgestellt werden, die durch GNU/Linux-Rechner zum Leben erweckt werden wie etwa der “Bodyguard”, der den Eintretenden skeptisch hinterherschaut.

Unterstützt wird die Free Software Conference vom Debian Projekt und der Free Software Foundation Europe (FSFE). Deren Sprecher halten drei Vorträge. Werner Koch wird über “Privatsphäre und Verschlüsselungstechniken” sprechen, und Alessandro Rubini bietet Präsentationen zu “Freie Software in der Bildung” und “Einführung in die Kernel-Programmierung” an.

Die Vorträge finden in deutscher und italienischer Sprache statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Unterkunftsmöglichkeiten gibt es unter hier.

“Where. Com meets. Org” heißt es vom 22. bis 25. Juni 2005 wieder, wenn der LinuxTag 2005 in Karlsruhe seine Pforten öffnet. Die wichtigste Fachveranstaltung zum Thema Freie Software, Open Source und GNU/Linux findet im nächsten Jahr zum zehnten Mal statt.

Die Vorbereitungen zum nächstjährigen Event laufen bereits auf Hochtouren. Das Konzept, hochkarätig besetzte Fachkongresse und innovative Produktmesse zu verknüpfen, birgt seit jeher für den Erfolg des LinuxTag und wird auch im kommenden Jahr weiter ausgebaut. Der LinuxTag ist die einzigartige Gelegenheit für ein Zusammenkommmen von IT-Business, Anwendern und Entwicklergemeinde.

Seit heute steht nun auch die offizielle Homepage des LinuxTag 2005 - www.linuxtag.org - online. Dort sind umfassende Informationen zum Hintergrund der Veranstaltung, zu Anmeldemodalitäten und auch erste Programmhinweise hinterlegt, die natürlich in den nächsten Monaten fortlaufend aktualisiert und ergänzt werden.

Der 22. Juni 2005 steht ganz unter dem Zeichen des Business- und Behördenkongress. Ausgewiesene Spezialisten führen in das Themenspektrum Freie Software und Linux in Verwaltung und Unternehmen ein. IT-Entscheider können sich über die neuesten Technologien und Investitionschancen in die IT-Infrastruktur informieren.

IT-Profis können sich vom 21. bis 23. Juni 2005 unter Anleitung von Experten in verschiedenen Tutorials zu speziellen Themengebieten weiterbilden.

Die LinuxTag Fachaustellung, zu der auch in kommenden Jahr über 150 Aussteller erwartet werden, findet an allen vier Tagen in der Gartenhalle des Messe- und Kongresszentrums Karlsruhe statt. Parallel dazu bietet das Freie Vortragsprogramm mehr als einhundert Vorträge und Präsentationen. Für Besuchern der Fachaustellung ist die Teilnahme kostenfrei.

http://www.linuxtag.org

Zur Verwaltung persönlicher Daten bietet das KDE-Projekt allen Anwendern die kostenlose PIM-Suite Kontact. Kontact ist vom Funktionsumfang vergleichbar mit Outlock, leidet allerdings nicht an Seuchen, wie sie von Windows-Viren und -Wuermern zur leidvollen Erfahrung vieler Benutzer heute tagtäglich verbreitet werden.

KDEPim (für Personal Information Management) beinhaltet unter anderem die Programme KMail, KAdressBook, KOrganizer, KNotes und KNews. Diese Groupware-Bestandteile sind z.T. bereits jahrelange in Entwicklung und sehr stabil und ausgereift. Alle diese Programme lassen sich einzeln verwenden. Wer keine “Organizer”-Software braucht, benutzt ein weiterhin ein schlankes KMail für die e-Mail-Verarbeitung.

Allerdings bieten die KDE-Entwickler seit neuestem einen zusätzlichen Pfiff: Sie schalteten alle vom Anwender gewünschten Komponenten unter einem einheitlichen Dach zusammmen. Das Ergebnis heisst dann Kontact http://kontact.kde.org/.

Dieser Neubau bietet eine nahtlos integrierte Outlook-ähnliche Benutzeroberfläche. Hierbei bleibt Anwendern nach wie vor die Fähigkeit erhalten, jede Groupware-Komponente weiterhin auch einzeln zu verwenden.

Alle Module der Groupware (samt jeweils kurzer Info und Screenshot) sind zu finden unter http://pim.kde.org. Wenn die einzelnen Module mittels Kontact miteinander verbunden sind, ist z.B. das Arbeiten mit Copy and Paste und der weitere Umgang mit der kompletten Suite eine Leichtigkeit.

KMail ist der E-Mail-Client der Suite. Wird e-Mail ausserhalb von Kontact (also mit KMail als Einzelkomponente) bearbeitet, werden die dabei vorgenommenen Änderungen der Daten so gespeichert, dass sie beim nächsten Öffnen der kompletten Kontact-Suite ebenfalls vorhanden sind.

Als Terminplaner dient der KOrganizer. Besonders hilfreich ist dessen Erinnerungsfunktion. Mit dem KAddressbook verwaltet der Anwender seine Adressen und Kontaktdaten. Hier ist selbstverständlich eine direkte Verbindung zu Kmail möglich. Wie der Name schon sagt, können mit KNotes kurze Notizen, zum Beispiel während eines Telefonats, festgehalten werden. Die Komponente KNews fungiert als Newsreader.

Kontact ist also ein Client für Groupware-Funktionen. Ein Groupware-Client vereinfacht sowohl bei zeitlicher wie auch räumlicher Distanz die Zusammenarbeit mehrerer Personen. Allerdings wäre ein Client alleine, ohne Groupware-Server nicht besonders nützlich.

Kontact ist nicht auf einen einzigen Hersteller fixiert, wenn es darum geht, mit Groupware-Servern zu kommunizieren. Es ist kompatibel mit einer ganzen Reihe:

* bereits seit längerem besteht die Unterstützung für die Groupware-Server SuSE Linux OpenExchange (SLOX), Microsoft Exchange, Novell Groupwise und eGroupware bestehen;

* jetzt kam die komplette Integration mit dem Server von OpenGroupware.org (ehemals Syrix) hinzu.

Besonders bemerkenswert ist, dass die Kooperation von Kontact- und OpenGroupware.org ausschliesslich auf Standards (wie HTTP, WebDAV, iCalender und vCard) basiert. Dies könnte langfristig noch mehr Bedeutung gewinnen, als Zugangsstandard für alle Groupware-Server.

Der letzte Meilenstein wurde während einer gemeinsamen Programmiersession von je 2 KDE- und OpenGroupware.org-Entwicklern erreicht. An zwei arbeitsintensiven Tagen konnte die komplette Client-/Server-Integration realisiert werden und steht somit ab sofort allen Interessierten zur Verfügung.

Eine Dokumentation des zugrundeliegenden Protokolls ist hier als RFC-Entwurf hinterlegt:
http://www.opengroupware.org/people/hh/draft-hess-groupdav-01.txt

Weitere Informationen zur Integration finden Sie ebenfalls auf den Websiten http://www.kde.org und http://www.opengroupware.org

Gestern erschien bei der Deutsche Presseagentur (dpa ) ein Artikel über die selbstbootende Linux-CD Knoppix. Die im Umfeld des LinuxTag entwickelte Linux-Distribution erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Knoppix bietet viele Anwendungsmöglichkeiten. Sei es als Linux zum unkomplizierten Ausprobieren oder zur Datenrettung: “Bootet der Rechner nicht mehr oder nicht mehr einwandfrei von der Festplatte, kann er mit Hilfe der Linux-CD hochgefahren werden. Gelingt es nicht, das System zu reparieren, können so wenigstens die wichtigsten Daten gerettet werden.”

http://www.n-tv.de/5449436.html

Softwarepatente sind böse, denn sie monopolisieren Ideen: Dell wird verklagt, Microsoft hat einen Prozess am Hals, eine Bertelsmann-Tochter musste sich noch vor Kurzem mit Amazon herumstreiten. Diese sogenannten “amerikanischen Verhältnisse” will niemand in Europa. Natürlich. Stattdessen wollen die Befürworter nach eigenem Bekunden nur die Ideen monopolisieren, die einen “technischen Beitrag” leisten. Das allerdings ist mit Schwierigkeiten verbunden. Gert Kolle, Hauptdirektor internationale Angelegenheiten und Patentrecht beim Europäischen Patentamt bekennt: “Wir haben vergeblich versucht, ‘Technik’ zu definieren” und zieht die Konsequenz daraus: “Ein Computerprogramm ist per se technisch.” 30.000 bereits vorhandene Softwarepatente warten derzeit in München auf eine gesetzliche Grundlage. Mit ihr würden die ungewollten amerikanischen Verhältnisse wohl unausweichlich.

“Wir beschäftigen 30 Mitarbeiter. Für die haben wir Verantwortung. Deshalb sind wir gegen Softwarepatente”, so ein Teilnehmer einer Diskussionsveranstaltung beim Jahrestreffen der “Software Technologie Initiative Kaiserslautern (STI)” am vergangenen Freitag. Die wenigen Unterstützer der Softwarepatente hatten einen schweren Stand: So forderte Kurt Lechner (CDU), “Wir müssen die Existenz der vorhandenen Softwarepatente akzeptieren und ihnen eine einheitliche Rechtsgrundlage in Europa verschaffen.” Stefan Richter, Geschäftsführer von Freiheit.com Technologies GmbH hält ihm entgegen: “Das wäre etwa so, wie wenn ein Wanderer vor einer Schlucht steht und dann den letzten Schritt macht, weil er keine Lust hat, umzukehren”.

Bernhard Fischer (SAP) argumentierte, auch Mittelständische Unternehmen könnten ihre “Rechte” mit Softwarepatenten schützen. Stefan Richter konterte, daß es heute nahezu unmöglich sei, Ideen zu haben, die nicht im Zusammenhang mit einer anderen stünden, oder gar auf anderen aufbauten. Daher sähe sich ein Mittelständler, der einen Global Player wegen der Verletzung eines Patents verklagte, kurz darauf “mit Sicherheit” mit zehn Gegenklagen konfrontiert. Das Ergebnis sei “günstigstenfalls”, dass ein Querlizensierungsabkommen geschlossen werde, in dem sich die Parteien darauf einigen, dass keine gegenseitigen finanziellen Ansprüche aus diesen Softwarepatenten entstünden. “Die Kosten für die Patentrecherche, die Patentanmeldung, das Prüfen eigener und fremder Ansprüche sind allerdings entstanden”, so Richter. Aus dem Publikum kam die Frage, ob es denn richtig sei, dass das für Softwarepatente ausgegebene Geld kein zweites Mal für Investitionen in Mitarbeiterfortbildung oder Forschung zur Verfügung stünde. “Es gibt ja bei erfolgreicher Klage Geld von Patentgegner”, entgegnete SAP Vertreter Fischer, konnte aber auch damit die Zuhörer nicht überzeugen.

Aber auch anderswo entwickelt sich zunehmender Widerstand: stop-swpat.de ist eine Initiative des Unternehmers Johannes Sommer und hat schon kurz nach Start Unterschriften von 30 Firmen aus dem Hamburger Raum für eine gemeinsame Erklärung gewonnen. Darin befürchten die Unternehmer “erhebliche Nachteile in unserer geschäftlichen Ausübung bis hin zur existenziellen Bedrohung”.

“Die Mittelständler werden sicherlich die Ersten sein, die unter Softwarepatenten zu leiden haben. Das bedeutet aber nicht, dass die Großunternehmen ungeschoren davonkämen. Die aktuellen Prozesse gegen Dell und Microsoft belegen das. Leider nehmen die Großunternehmen derzeit noch nicht zur Kenntnis, dass sie sich mit ihrem Eintreten für Softwarepatente ins eigene Fleisch schneiden”, so Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE).

Nach Schwäbisch Hall und München haben sich nun auch verschiedene Stadtverwaltungen und Behörden der Region Stuttgart entschlossen, ihre IT auf Freie Software umzustellen.

Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung der Region Stutgart (WRS) erklärte dazu: “Open-Source Programme bieten mehr Unabhängigkeit vom Lieferanten, mehr Sicherheit und die Kommunen können ihre Server und Arbeitsplatzrechner kostengünstiger betreiben und so Steuermittel sparen”. Die WRS ist Unterstützer der bundesweiten Initiative “Linux Kommunale”, die gerade gestartet wurde.

Das zeigt einmal mehr, dass der Vormarsch Freier Software im öffentlichen Bereich nicht aufzuhalten ist und immer mehr Kommunen die Chancen ergreifen, die sich ihnen mit Freier Software bieten. Nicht nur verwaltungsinterne Abläufe können so kostengünstiger gestaltet und durch die weitreichenden Konfigurationsmöglichkeiten von GNU/Linux wesentlich vereinfacht werden. Freie Software ist insbesondere auch als ökonomischer Faktor zu sehen.

“Anwendung von Open-Source Software ist immer gleichbedeutend mit Stärkung der regionalen Wertschöpfung, weil sie den räumlich nahen Dienstleister erfordert. Praktisch alle Leistungen können von heimischen Firmen erbracht werden, damit werden Arbeitsplätze vor Ort gesichert,” erklärte Dr. Rogg in diesem Zusammenhang.

KAdressBook ist ein komfortables Frontend, um persönliche Adressen zu verwalten. Es kann sowohl als Teil der KDE - PIM-Suite Kontact (Personal Information Managament), aber auch als alleinstehende Anwendung genutzt werden. KAdressBook als solches ist integraler Bestandteil des KDE-Desktops - es zeigt per Instant Messaging Kontakte an, die sich gerade online befinden, zudem nutzt etwa KMail das Adressbuch, um Namen zu vervollständigen. Natürlich können Kontakte aus dem Adressbuch auch ohne weiteres in andere Komponenten der Kontact-Suite übertragen werden.

Im Zuge des Release der aktuellen KDE-Version 3.3 im August 2004 wartete auch KAdressBook mit neuen Funktionen auf. So können Anwender nun zwischen zwei Arten von benutzerdefinierten Feldern wählen, indem sie dazu entweder Feldtyp und Feldbeschreibung angeben oder mittels Qt Designer vollständige Formulare entwerfen.

Das KAdressBook unterstützt eine ganze Bandbreite von Adressbuch-Datenbanken wie Groupwise, SLOX und Kolab. Die LDAP-Unterstützung in KAdressBook wurde dahingehend verbessert, dass nun auch Verschlüsselung und die Arbeit im Offline-Modus möglich sind.

Innerhalb des KAdressBook können verschiedene Quellen eingerichtet werden, was die Verknüpfung unterschiedlicher Adressbücher, wie zum Beispiel “Geschäftskontakte” und “Persönliche Kontakte” wesentlich vereinfacht. Zudem können auch externe Quellen, beispielsweise ein SLOX-Kalender oder eGroupWare, mittels des XML-RPC-Protokolls einbezogen werden.

Eine umfassende Darstellung der Funktionen des KAdressBook finden Sie hier.

Microsoft hat in seinem Kartellverfahren die Unterstützer der Europäischen Kommission permanent mit Geld gelockt, um der Kommission die Unterstützung Dritter zu entziehen. Der Rückzugsvereinbarung mit SUN ist nun eine weitere mit Novell und der CCIA gefolgt.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen bekräftigt die Free Software Foundation Europe (FSFE) ihren Entschluss, die Europäische Kommission in diesem historisch einmaligen Kartellverfahren zu unterstützen, in dem eine baldige Entscheidung zu erwarten ist.

Die Liste derjenigen, die die Kommission unterstützen wird dadurch kürzer, aber die FSFE und die Software & Information Industry Association (SIIA) werden weiterhin an dem Verfahren teilnehmen und um die Belange Europäischer Verbraucher kämpfen. Das Engagement der FSFE in dem Verfahren und die Unterstützung der Kommission wird durch die jüngsten Entwicklungen nicht berührt.

“Für kein Geld dieser Welt lassen wir uns die Beteiligung an dem Verfahren abkaufen. Mein Client nimmt nicht aus bloßem Eigeninteresse an diesem Fall teil. Unser Ziel ist es, die Kommission darin zu unterstützen, einige Freiheiten im Markt wiederherzustellen und den
Wettbewerb wieder einzuführen, der vor einigen Jahren verloren gegangen ist”, erklärt Carlo Piana, der die FSFE in diesem Verfahren vertritt.

“Wir glauben, dass wir in Kooperation mit dem SAMBA-Team bisher sehr gute Arbeit geleistet haben und wir werden unsere Bemühungen zum Nutzen derer fortsetzen, die im Augenblick allzu einfach vergessen werden — die Freien Software Entwickler und die Europäischen Verbraucher”, fügt Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe, hinzu.

Greve führt weiter aus: “Wir sind ausschließlich durch Spenden finanziert und engagieren uns deshalb in diesem Fall, weil wir glauben, dass es eine gute Sache für unsere Spender und für Europa ist. Wir werden diesen Kampf nicht aufgeben.”

“Für das SAMBA Team geht es in diesem Fall um das Herstellen einheitlicher Spielregeln und darum, Microsoft zur Verwendung von gebührenfreien, offenen Standards in seinen Produkten zu ermutigen”, erklären Volker Lendecke und John Terpstra vom SAMBA Team. “Wir stehen
in diesem Verfahren voll und ganz hinter der FSFE und der Europäischen Kommission und werden auch künftig zeigen, wie Microsoft sein Monopol dazu missbraucht hat, die Softwareinteroperabilität zu behindern und dem Wettbewerb in Europa Schaden zuzufügen.”

1. November 2004

Sehr geehrter Herr Barroso,

die scheidende EU Kommission hat aktiv für die Einführung von Softwarepatenten in Europa gekämpft. Und das, obwohl damit erhebliche Risiken für Europa verbunden sind. Neben den bereits bekannten Studien, haben Pricewaterhouse Coopers (PwC) und die Deutsche Bank Research erst vor kurzem auf die Gefahren für hingewiesen: The Register zitiert PwC: “Die zurückhaltende Regulierung [...] der Vergangenheit hat zu einer sehr innovativen und wettbewerbsfähigen Softwareindustrie mit niedrigen Zugangsbarrieren geführt. Ein Softwarepatent, das dazu dient, Erfindungen nicht-technischer Natur zu schützen, könnte die hohe Innovationsrate abwürgen.”

Die Realität ist, dass Softwarepatente die Innovation blockieren werden - ein Grund für alle Fraktionen des Deutschen Bundestages, deren Einführung abzulehnen. Es ist unserer Erinnerung nach das erste Mal, dass etwas derartiges im Deutschen Bundestag geschehen ist.

Außerdem hat die Kommission die Gefahren, die mit Softwarepatenten einhergehen, eingestanden, indem sie derzeit über die Einführung einer Pflichtversicherung nachdenkt, um das Risiko zu reduzieren. Nach den aktuellen Plänen sollen sich sowohl Patentinhaber als auch potentiell Beklagte versichern müssen. Auf der Suche nach Prozessen wegen Softwarepatentverletzungen, vor denen eine derartige Versicherung schützen soll, wird man schnell fündig: Eolas Technologies hat Microsoft 1999 wegen einer Patentverletzung verklagt. Mittlerweile - fünf Jahre später und nach erheblichem finanziellen Aufwendungen - hat das US Patent and Trademark Office (PTO) das fragliche Patent für ungültig erklärt. Es gibt keinen Fachmann, der der Ansicht wäre, dass das Patent aufrecht erhalten werden könnte. Trotzdem hat Eolas erklärt, weiterkämpfen zu wollen, ein Ende des Verfahrens ist nicht abzusehen. Und Eolas geht diesen Weg weiter - sogar ohne eine derartige Versicherung.

Die geplante Versicherung wird ähnlich wirken, wie wenn jemand versuchte, Feuer mit Benzin zu löschen: Wir haben derzeit 30.000 Softwarepatente in Europa. Viele Versicherte werden die Pflichtversicherung als Investment ansehen, für das sie eine Rendite erwarten. Softwarepatente können sich aber nur dann rentieren, wenn Prozesse geführt werden. Das Ergebnis werden rapide wachsende Versicherungsprämien sein, und die Versicherer werden ihr Risiko schnell limitieren, um eine Kalkulationsgrundlage zu haben. Am Ende werden sich die Beteiligten in einer Situation wiederfinden, die derjenigen ohne Versicherung sehr ähnelt - nur mit einem grossen Unterschied: Bis dahin werden sie einen unsinnigen Geldbetrag für eine sinnlose Versicherung aufgewendet haben und ihre Verwaltungsbürokratie wird schwindelerregende Ausmasse erreicht haben. Mit dieser Entwicklung wird das Bemühen der Kommission um eine Verwaltungsvereinfachung zu einem aussichtslosen Unterfangen werden. Was aber noch wichtiger ist: Innovationen für die Informationsgesellschaft werden blockiert und Europa wird bis 2010 wahrscheinlich zur “wettbewerbsschwächsten wissensbasierten Region” geworden sein.

Deshalb bitten wir Sie: bitte ersparen Sie Europas Wirtschaft beides - die Einführung der Softwarepatenten (einem der effizientesten Blocker von Innovation und Wirtschaftswachstum) wie auch den Wahnsinn einer Versicherung gegen dieses sinnlos geschaffene Risiko.

Mit freundlichen Grüßen,

Georg Greve, Präsident Free Software Foundation Europe (FSFE)

[1] http://mail.fsfeurope.org/pipermail/press-release-de/2004q2/000030.html
[2] www.theregister.co.uk/2004/09/15/pwc_swpat_are_a_threat/
[3] www.dbresearch.com/PROD/DBR_INTERNET_EN-PROD/PROD0000000000175949.pdf
[4] http://europa.eu.int/comm/internal_market/en/indprop/patent/docs/patent-lit=igation-insurance_en.pdf

Das KDE-Projekt ist auf der heute in Frankfurt/Main gestarteten LinuxWorld Conference und Expo sowohl als Aussteller als auch mit Vorträgen präsent. In Halle 4.0 können Besucher sich über KDE informieren und an Demopoints auch vor Ort ausprobieren.

Über die “Entwicklung portabler GUI Anwendungen” referiert heute um 15 Uhr Harri Porten, Geschäftsführer der frologic GbR. Seit 1997 ist er an der Entwicklung des KDE-Desktops, insbesondere von Konqueror (Webbrowser) und KPPP (Internet Dialer) beteiligt. Ebenfalls heute um 18 Uhr stellt Daniel Molkentien “KDE - als Enterprise Desktop” vor.

Betriebswirtschaftsstudenten lernen, potentielle Geschäftspartner sollten am “Point of Interest abgeholt” werden. Diese Lehre berücksichtigt die Free Software Foundation Europe (FSFE) in einem neuen Angebot [1] für ihre Sponsoren: Wer sich von der Arbeit der FSFE online überzeugen lässt und der gemeinnützigen Organisation finanziell unter die Arme greifen möchte, kann das künftig auch online tun - lästiges Ausfüllen von Überweisungsformularen und anschließender Besuch bei der Bank entfallen. “Wir erhoffen uns auf diese Weise die Unterstützung spontaner Menschen, die wir sonst nicht erreichen könnten”, so Werner Koch, Head of Office der europäischen Organisation.

Allerdings ist dieser Service mit - wenn auch minimalen - Kosten verbunden: Pro Vorgang fallen maximal 1,9 Prozent des Überweisungsbetrages und 0,30 US-Dollar pauschal an Kosten an. “Diese zusätzlichen Kosten sind zwar unangenehm, sind aber die niedrigsten im Vergleich zu anderen Online-Zahlungssystemen”, erläutert Koch.

Diese Neuerung kündigte die Organisation auf der heute in Frankfurt startenden LinuxWorld Expo an. Ausserdem erklärt die Organisation mit einer Reihe von Texten ihre Arbeit - mit dem Ziel, die Spendenbereitschaft von privaten wie professionellen Softwarenutzern zusätzlich erhöhen. Werner Koch macht deutlich: “Der Titel unserer Organisation klingt für viele Menschen zunächst abstrakt. Unsere tatsächliche Bedeutung wird häufig erst nach ein paar Erklärungen ersichtlich - wenn wir erläutern, dass wir die EU-Kommission im Verfahren gegen Microsoft unterstützen, mit der Bundesregierung über die Gefahren sprechen, die von Softwarepatenten ausgehen, oder am UN Weltinformationsgipfel in Genf teilnehmen.”

[1] http://fsfeurope.org/help/paypal.en.html

Die Fraktionen des Deutschen Bundestages haben in der der letzten Woche Einheitlichkeit demonstriert und parteiübergreifend ihre Ablehnung von Softwarepatenten deutlich gemacht. In den entsprechenden Anträgen heißt es konkret, dass die Patentierung von Computercode nur dann überhaupt legitim sein kann, wenn im einzelnen Fall der klare technische Beitrag mit einer naturwissenschaftlichen Wirkung erkennbar ist.

Auf einer vom Bundesjustizministerium (BMJ) und dem Deutschen Patent- und Markenamt gemeinsam ausgerichteten Verantaltung in München hat sich jedoch erneut gezeigt, wie verhärtet die Fronten zwischen Softwarepatentbefürwortern und -gegnern sind. Hartmut Pilch, Vorstandsmitglied des Fördervereins für Freie Informationelle Infrastruktur (FFII), fasste den aktuellen Diskussionsstand aus Sicht des Mittelstandes und der Open Source-Szene zusammen und resümierte, dass diverse Klauseln der “Softwarepatente-Richtlinie” der Patentierung von Programmen, so genannten Trivialpatenten, Tür und Tor öffnen.

Trotz der grundsätzlich positiven Zeichen aus der Politik wird deutlich, dass die Öffentlichkeit für das Thema Softwarepatente und die damit verbundenen Gefahren weiterhin sensibilisiert werden muss. Organisationen wie die Free Software Foundation (FSFE), der Linux Verband e.V. und die FFII werden auch in Zukunft tätig sein und stellen auf ihren Websites entsprechende Informationen zur Verfügung.